Schwitzen beim Sport: Fakten & Rechner

So ermittelst Du Deine Schwitzrate

  1. Beginne ein Warm-Up, bis Du zu schwitzen beginnst
  2. Uriniere falls notwendig
  3. Wiege Dich auf einer möglichst genauen Waage (idealerweise nackt)
  4. Trainiere für eine bestimmte Zeit (z.B. eine Stunde)
    • Merke Dir, wieviel Du dabei trinkst
    • Uriniere nicht während der Trainingseinheit
  5. Wiege Dich erneut (wieder nackt oder mit derselben Kleidung wie in 3.)
  6. Trage nun alle Werte in den Rechner ein und ermittle Deine persönliche Schwitzrate!
1
Gewichtsänderung nach dem Training
kg
2
Trinkmenge
ml
3
Trainingsdauer
min

Sport ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Wie viel ein Mensch jedoch tatsächlich schwitzt, lässt sich nicht pauschalisieren. Während manche Menschen beispielsweise in der Finnischen Sauna erst kurz vor Ablauf der Sanduhr die ersten kleinen Schweißtropfen bilden, läuft bei anderen der Schweiß bereits kurz nachdem sie Platz genommen haben.

Beim Sport ist es wichtig, die eigene Schwitzrate zu kennen. Nach ihr richtet sich der Wasserbedarf . Zu wissen, wie viel Wasser mitgeführt werden muss, sorgt nicht nur für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung, sondern verhindert auch, dass unnötiges Gepäck transportiert werden muss.

Die Schwitzrate ist veränderlich

Die Schwitzrate eines Menschen ist außerdem nicht konstant gleichbleibend. Die Intensität der Belastung wirkt sich ebenso auf diese aus wie auch ein gewisser Anpassungseffekt , wenn sich der Körper beispielsweise längere Zeit in wärmeren oder kälteren Bedingungen aufhält als gemein üblich. Diese Anpassung tritt bereits nach 10 bis 14 Tagen Aufenthalt in einer andersartigen Klimazone ein. Jedoch zählt für den Körper nicht allein die gemessene Temperatur, sondern vor allem der Hitzeindex . Dieser verrechnet die Temperatur mit der Luftfeuchtigkeit zum tatsächlich gefühlten Wärmeempfinden des Körpers.

Bei Wind hingegen kühlt ein Körper schneller aus, weil Energie durch den Wind vom Körper weggetragen wird. Diesen Effekt nennt man den Windchill-Effekt . Auch er hat einen Einfluss auf die Schwitzrate. Bei Wind darf man sich übrigens nicht täuschen lassen: Auch wenn die Klamotten während des Sports trocken bleiben, verliert der Körper Flüssigkeit. Diese verdunstet jedoch sofort im Wind. Einen ähnlichen Effekt kennen wir vom Fahrradfahren .

Wer Fit ist, schwitzt mehr!

Früher kursierte der Mythos, dass derjenige, der mehr schwitzt, weniger leistungsfähig ist. Heute weiß man: Das genaue Gegenteil ist der Fall! Mit zunehmendem Training lernt der Körper, seine Klimaanlage effizient zu nutzen und vor allem, sie schnell hoch zu fahren. Wer also regelmäßig trainiert, verbessert nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch seine eigene Fähigkeit zur Kühlung.

Der Zusammenhang zwischen Schwitzrate und Flüssigkeitszufuhr

Schwitzrate und Flüssigkeitszufuhr
Die eigene Schwitzrate beeinflusst den Flüssigkeitsbedarf

Die eigene Schwitzrate zu kennen ist beim Sport allein schon deshalb wichtig, weil sich die notwendige Flüssigkeitszufuhr danach richtet. Denn: Was raus geht, muss auch wieder rein. Dehydriert der Körper, so verliert er schon nach kurzer Zeit an Leistungsfähigkeit – in extremen Fällen bis hin zum Delirium und gar zur Ohnmacht.

Wer dauerhaft Leistung bringen will, muss ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Dies geschieht besser in kleinen Schlucken, denn ein gluckernder Wasserbauch ist beim Sport eher hinderlich.

Verlust von Mineralstoffen beim Schwitzen

Jeder weiß: Schweiß ist salzig. In der Tat verliert er beim Schwitzen eine Menge an Salzen und Mineralstoffen . Vermutlich steigert der salzhaltige Schweiß die Effizienz der Körperkühlung. Dementsprechend sollten die verloren gegangenen Stoffe dem Körper beim Trinken auch wieder zugeführt werden. Isotonische Getränke können von den Körperzellen besser aufgenommen werden, mineralstoffhaltige Drinks führen dem Körper wichtige Mineralstoffe und Salze wieder zu.

Ein Trick, der das Budget weniger belastet als die regelmäßige Nutzung von Sportgetränken: In einem Liter Wasser einen viertel bis halben Teelöffel Kochsalz auflösen; dies gibt dem Körper ebenfalls verlorenes Salz zurück.

Mehr trinken = mehr schwitzen?

Wer mehr trinkt, schwitzt übrigens nicht automatisch mehr! Die Klimaanlage ist für den Körper deshalb essentiell wichtig, weil die Körpertemperatur konstant gehalten werden muss. Deshalb wird auch ihre Funktion möglichst konstant gehalten. Trinkt ein Mensch mehr als notwendig, wird die nicht gebrauchte Flüssigkeit als Urin ausgeschieden. Trinkt er jedoch weniger, so fällt seine Leistung ab.

Schwitzen um abzunehmen?

Nein, denk nicht mal dran! Der Flüssigkeitshaushalt des menschlichen Körpers ist ein fein justiertes Instrument, an den seine Leistungsfähigkeit eng geknüpft ist. In aller Regel ist der Gewichtsverlust durch Schwitzen minimal und nur von kurzer Dauer, da der Körper durch Durst signalisiert, dass Flüssigkeit zugeführt werden soll.

Wird ein Flüssigkeitsmangel über längere Zeit aufrecht erhalten, wirkt sich dies abgesehen von der Leistungsfähigkeit negativ auf lebenswichtige Organe wie Leber und Nieren aus. Diese können Giftstoffe nicht mehr aus dem Körper beseitigen und auf längere Sicht krank werden. Auch Menschen, die es sich zur Angewohnheit gemacht haben, generell sehr wenig zu trinken, sind auf Dauer gefährdet. Oft signalisieren Kopfschmerzen einen Mangel an Flüssigkeit. Abnehmen durch Sport gelingt immer noch am besten durch eine gezielte Steigerung des Kalorienverbrauchs bei gleichbleibender Zufuhr. Wie hoch dein Kalorienverbrauch während bestimmter Sportarten ist ermittelst Du mit unserem Kalorienrechner.

Wann ist Schwitzen krankhaft?

Ist Nachschwitzen nach dem Sport schon krankhaft? Wohl eher nicht. Nachschwitzen ist ein Phänomen, das sich auf den noch nicht wieder beruhigten Stoffwechsel nach starker Anstrengung zurückführen lässt. Hier hilft es, dem Körper nach der Belastung eine angemessene Zeit zur Entspannung zu geben, damit die Kerntemperatur auf ein normales Maß sinken kann.

Manche Menschen leiden außerdem unter starken nächtlichen Schweißattacken . Ein ganz banaler Grund hierfür kann eine spät erfolgte Nahrungszufuhr sein. Hält sich das Phänomen jedoch dauerhaft, kann es auch ein Indikator für verschiedenartigste Erkrankungen sein. Im Zweifel heißt es hier, den Arzt zu konsultieren. Es gibt auch Menschen, die sehr stark an den Händen schwitzen, was beispielsweise beim Klettern extrem störend ist. Auch hier kann ein Arzt helfen, die richtige Behandlung zu finden und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Fazit

Die Schwitzrate hilft, die erforderliche Trinkmenge zu ermitteln. Sie kann auch ein Indikator für den Leistungsstand einer Person sein. Der Körper lernt mit steigendem Training, seine Klimaanlage effizient zu nutzen und schnell zu starten. Die Kühlung hält ihn leistungsfähig und ist extrem anpassungsfähig an verschiedene Umgebungen. Bei Anstrengung hilft nur eines: Eine ausreichende Wasserzufuhr mit gegebenenfalls einem bisschen Salz.

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