Merino Kleidung waschen und pflege. Foto: Ortovox

Merino – eine Pflegeanleitung

15. Dezember 2015

Pflegeanleitung Merinowolle

Merinowolle richtig pflegen

Immer mehr Outdoorer schwören bei Baselayern, aber auch anderen Bekleidungsschichten, auf Produkte aus Merinowolle – die Funktion ist einfach überzeugend. Unsicherheit kommt allerdings von Zeit zu Zeit auf, wenn die Teile in die Waschmaschine müssen.

Bei Merinowolle handelt es sich, ebenso wie bei Daune, um ein Naturprodukt. Und eben diese sind dafür bekannt, manchmal etwas „schwierig“ in der Pflege zu sein. Deswegen fragt sich so mancher, was man bei der Merinowäsche darf und was nicht.

Ich habe mich schlau gemacht und ein paar Infos zusammengetragen. So viel vorweg, die Pflege ist vollkommen unkompliziert.

Ortovox: No mulesing no worries!

Eindeutige Aussage von Ortovox

Warum Merinowolle?

Die Antwort ist ziemlich einfach: Weil Merinowolle die positiven Eigenschaften von Synthetik und herkömmlicher Wolle in sich vereint, dabei aber die Nachteile nicht mitbringt.

Sie ist weich, kratzt nicht, kühlt wenn es zu warm ist, wärmt, wenn es zu kalt ist, riecht nicht, behält ihre Form, ist einfach zu waschen, speichert wenig Feuchtigkeit, gibt diese schnell wieder ab, ist leichter als herkömmliche Wolle, ist eine Naturfaser, wächst also nach und benötigt für die Herstellung kein Rohöl.

Der aufmerksame Leser fragt jetzt vermutlich nach dem Haken, denn eigentlich klingt das fast zu schön um wahr zu sein. Ist es aber, also wahr.

Jetzt kommt das „Aber“. Es gibt eine sehr unschöne Praxis unter den Merinobauern, die sich Mulesing nennt. Die ist für die Merino-Schafe, gelinde gesagt, ziemlich unschön. Auf Wikipedia findet sich dazu ein ausführlicher Bericht.

Immer mehr führende Hersteller von Merinoprodukten im Outdoor-Bereich, wie bspw. Ortovox oder Icebreaker, gehen offensiv mit dem Thema um und garantieren, dass ihre Schafe frei von Mulesing sind. Einige engagieren sich auch aktiv dafür, Produktionsbedingungen zu schaffen, unter denen Mulesing nicht nötig ist, wie bspw. Ortovox.

Hat man diesen Haken ausgeschlossen, bleibt tatsächlich keiner mehr übrig.

Und wie pflege ich das nun?

Im Vergleich zu seinen zwei Geschwistern, der herkömmlichen Wolle und der Daune, ist Merinowolle sehr sehr pflegeleicht und einfach zu waschen.

Einzelne Produkte können unter Umständen in der Pflegeanleitung abweichen, deshalb besser vorher immer die Waschanleitung des Herstellers lesen.

Qualitätskontrolle Merinowolle

Feinste Wolle im Prüfstand

Hier eine Zusammenfassung:

Waschen:

Zwischen 30°C und 40°C im Normalwaschgang mit einem Wollwaschmittel (optimal: ph-neutral, ohne Protease). Das Material hält normales Vollwaschmittel in der Regel aus, es kann aber auf Dauer dazu führen, dass es „hart“ wird. Finger weg von Bleichmitteln oder Weichspülern! Man sollte auch ein Auge darauf haben, ob Enzyme im Waschmittel verwendet werden. Will man unterwegs waschen, kann man auch gut ein Shampoo nutzen.

Wie immer ist es ratsam, dunkle und helle Produkte nicht gemeinsam zu waschen, um ein Verfärben zu verhindern.

Reißverschlüsse sollte man vor dem Waschen immer schließen und bedruckte Produkte auf links drehen, also den Druck nach innen.

Icebreaker zieht explizit die Waschmaschine der Handwäsche vor, da bei der Handwäsche Schmutzreste zurückbleiben können und dann fängt es vielleicht doch mal an zu riechen.

Trocknen:

Nicht im Trockner!!! Merinoprodukte kann man ganz einfach auf der Leine trocknen. Eigentlich ist Merino ziemlich formstabil, aber es kann nicht schaden, die Sachen liegend zu trocknen.

Pilling verhindern:

Beim Herstellen von Wolle schleichen sich immer mal kürzere Wollfäden zwischen die langen. Diese kurzen Stücke können mit der Zeit an die Oberfläche gelangen wo sie zu kleinen Knötchen verfilzen. Diese Knötchen nennt man Fussel oder neudeutsch Pilling.

Pilling kann man verhindern, indem man hin und wieder seine Merino Produkte gemeinsam mit einem raueren Produkt (z.B. einer Jeans) in die Waschmaschine steckt. So werden die kleinen Fädchen abgerubbelt, bevor sie überhaupt verfilzen können. Bitte hier auch darauf achten, dass alle Reißverschlüsse geschlossen sind.

Und wie ist das jetzt mit dem Riechen?

Merinoschafe beim Weiden

Man kann schlechter leben als Schaf

Inzwischen ist es ja schon fast Volkssport geworden sich zu erzählen, wie lange man sein Merino-Shirt getragen hat, ohne es zu waschen und dass es sogar „nach drei Wochen noch gar nicht gestunken hat!“ Ob man nun davon beeindruckt sein sollte, ein Shirt drei Wochen ungewaschen zu tragen, sei mal dahin gestellt. Merino hat aber tatsächlich die Eigenschaft, kaum zu riechen.

Das liegt daran, dass die Wollfaser am menschlichen Körper im Grunde genauso funktioniert wie beim Schaf. Sie nimmt den Schweiß auf und speichert ihn, bis er vollständig an die Außenluft wieder abgegeben wurde. Da der Schweiß so nicht auf der Haut bleibt, entstehen keine Gerüche.

Wenn Du noch Fragen hast, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Hannes ist hier unser Fachmann in Sachen Textil und Bekleidung. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

Im Bereich Klettern und Outdoor tut sich viel. Neue Produkte werden erfunden, bestehende überarbeitet oder verbessert und auch wir lernen täglich viel dazu. Und natürlich wollen wir unser Wissen an unsere Kunden weitergeben. Daher überarbeiten wir regelmäßig unsere Artikel im Basislager. Wunder Dich also nicht, wenn nach ein paar Monaten ein paar Dinge anders sind. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.11.2016 überarbeitet.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Angela sagte am 24. November 2013 um 18:43 Uhr

    ich habe einiges an Icebreaker-Sachen – die werfe ich allesamt in den Trockner und es ist noch nie was passiert :)

  2. Wiebke sagte am 25. November 2013 um 17:01 Uhr

    Hallo Angela,
    freut mich zu hören, dass Deine Icebreakter-Sachen so „flexibel“ sind. ;-) Ich kann leider nur sagen, was Icebreaker in seinen Pflegeanleitungen vorgibt und da raten sie vom Trocker generell ab (außer bei Socken, das scheint etwas anderes zu sein).
    Ich wünsche Dir aber noch ganz viel Spaß mit den Teilen.

    Lieben Gruß, Wiebke

  3. Ulrich sagte am 25. November 2013 um 23:38 Uhr

    Also ich habe meine Icebreaker Shirts bis vor kurzem in den Trockner getan und habe jetzt bemerkt dass sie einen Großteil ihrer Substanz verloren haben. An den meisten Stellen dürfte die Stoffstärke auf die Hälfte reduziert sein! Ich lasse es seit ich das bemerkt habe.
    Das Zeug trocknet ohne Trockner immer noch schneller als ein normales T-Shirt mit Trockner!

  4. Christian sagte am 4. Dezember 2013 um 09:39 Uhr

    Ich habe meine icebreaker Jacke in den Trockner geschmissen. Ich glaube jetzt nehme ich mir den klasse Guide her. :) Besten Dank für die Info

  5. Frank sagte am 9. Dezember 2013 um 10:55 Uhr

    Merinowolle kann nicht immer im Normalwaschgang gewaschen werden. Sie reden von behandelter Superwash Merinowolle die aber nicht immer verwendet wird und auch nicht 100% Filzfrei ist. Unbehandelte Merinowolle verfilzt genauso schnell wie normale Schurwolle.

    Auch tut normales Waschmittel Wolle im Allgemeinen und Merinowolle im speziellen nicht gerade gut denn es wäscht auch das letzte bisschen Fett aus. Das scheint zwar meist keine Schäden zu verursachen sollte aber möglichst vermieden werden.

    Und das Pilling kann man bei Merinowolle nicht vollends vermeiden, man kann es reduzieren aber das Produkt wird mit der Zeit dünner wenn man „ein rauhes Produkt“ mit in die Maschine gibt.

    Merinowolle ist ein super Material, klimaregulierend und geruchsneutral, aber es ist kein Zauberstoff sonder nur simple Wolle.

  6. Sabine sagte am 15. Februar 2014 um 12:26 Uhr

    Ich habe Merino Shirts und Leggings von Icebreaker. Gewaschen habe ich sie im Wollwaschgang auf 30° mit Perwoll flüssig, selbstverständlich ohne Weichspüler und selbstverständlich auf der Leine getrocknet, sie sind immer innerhalb von ein paar Stunden trocken (solange kann man ja wohl warten). Alle Teile sind wunderbar geworden.Was das stinken betrifft kann ich mich nicht anschließen. Ich habe die Erfahrung gemacht das die Shirts sehr wohl nach Schweiß riechen (trotz Deo), da hilft kein Lüften, sondern nur waschen. Was das Wärmen betrifft kann ich mich nur anschließen. Merinounterwäsche hält schön warm, selbst wenn man schwitzt ist man nicht naß.

  7. kathleen112 sagte am 19. Februar 2014 um 18:51 Uhr

    hallo, habe heute meine ersteigerte super longstrickjacke über ebay erhalten. sehr stabil. angegeben ist Merinowolle. soll aus Italien seindrin steht made in hong kong. leider war ich zu schnell mit dem waschen.dachte bei 40 grad normalwaschgang kann nichts schief gehen. habe auch einen schuß Weichspüler reingemacht, ist ja keine Mikrofaser, so dachte ich. es ist eine gr. L obwohl ich gr. m trage. nun aus der Waschmaschine genommen und der schreck- sie ist sehr straff, wie verfilzt und auch enger und kürzer.ich habe sie feucht aufgehängt und in form gezogen. viel ist nicht zu ziehen gegangen. nun hoffe ich,daß sie vielleicht nach dem durchtrocknen doch wieder ihre vorherige schlapperform annimmt? oder war der fehler mit dem Weichspüler schuld.was ist, wenn man sie nochmals ohne Weichspüler wäscht?

  8. Wiebke sagte am 20. Februar 2014 um 09:53 Uhr

    Hallo Kathleen,
    das hört sich nicht gut an. Da ich nicht weißt, welches Produkt Du hast, kann ich Dir nicht genau sagen, wie die Merinowolle in deiner Jacke verarbeitet wurde. Im Outdoor-Bereich wir die Merinowolle zumeist vor der Verarbeitung so bearbeitet, dass sie sehr pflegeleicht ist. Unbehandelte Merinowolle sollte man vorsichtshaler lieber wie Schurwolle behandeln um auf der sicheren Seite zu sein. Deshalb kann es gut sein, dass Du mit dem Weichspüler die Fettschicht der Wolle kaputt gemacht hast und sie nun deshalb verfilzt ist. Wenn das der Fall ist, wird auch eine erneute Wäsche nicht viel helfen. Aber versuch es ruhig, so wie Du Deine Jacke beschreibst, kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden. Für die Zukunft würde ich Dir raten, bei allen Naturfasern (Wolle, Seide, Daune etc.) im Zweifel lieber das Wollwaschprogramm zu nehmen und sämtliche chemischen Zusätze wie Bleichmittel oder Wichspüler auf keinen Fall verwenden. Und genau in die Waschanleitung des Herstellers schauen. Gruß, Wiebke

  9. Susi sagte am 28. Februar 2014 um 08:30 Uhr

    Hallo Wiebke,
    danke für Deinen Bericht. Ich trage fast nur noch Merino… Mag gar nichts anderes mehr auf der Haut haben. Da mir die Tiere sehr am Herzen liegen, bin ich froh, dass die meisten Hersteller dieses Thema auch angehen und eben auf das grausame Mulesing verzichten.
    Was mir aber bei den Hersteller-Infos und auch in Deinem Bericht fehlt: Was passiert mit den „ausgedienten“ Schafen. Man liest leider sehr viel darüber, dass sie auf elendslangen Transporten in Schlachtfabriken gekarrt werden und dort mehr tot als lebendig ankommen. Ich kann nirgends eine Information finden, dass die Tiere vor Ort oder eben beim Schlachter um die Ecke geschlachtet werden…
    Hast Du darüber Informationen?

  10. Wiebke sagte am 4. März 2014 um 15:40 Uhr

    Hallo Susi,
    vielen Dank für Deine Frage. Ich habe mal beim Ortovox nachgefragt. Die haben mir bestätigt, dass die Schafe, die für die Merino-Produktion gezüchtet werden, auch für die Milchproduktion und die Landschaftspflege genommen werden. 2x im Jahr werden sie geschoren, danach aber nicht ausrangiert. Es ist viel mehr so, dass die Schafe in der Schweiz und Tasmanien auf den Farmen sterben auf denen sie vorher auch gelebt haben. Lieben Gruß, Wiebke

  11. Thomas sagte am 3. April 2014 um 18:11 Uhr

    hallo Wiebke,

    Merino ist einfach genial. Ob Sport, Geschäft oder Daheim. Nun zum Waschen…die Temperatur finde ich auf jedem Etikett. Das Wollwaschprogramm kann nie schaden und ist glaube das schonenste. ABer das Waschmittel. Da gibt es Perwoll für Wolle und Feines…was sich gut anhört. Spezielle (nicht billige) Merinowaschmittel und normales Flüssigwaschmittel und dann noch den Biowashball. Icebreaker sagt: kein spezielles Wollwaschmittel (also fällt Perwoll weg) nur normales Waschmittel. Ortovox hat mir geschrieben Wollwaschmittel und kein Biowashball…der PH Wert soll so gering wie möglich gehalten werden, am besten bei 4,9 (aber das wäscht ja gar nichts mehr). Rapha (hat die beste Unterwäsche) und sagt mildes Wollwaschmittel. Würde aber gern alle Merino Sachen in einer Maschine waschen. Und will auch nicht mehrere Mittel kaufen.
    Gruß Thomas

  12. Nuray sagte am 3. Juli 2014 um 09:46 Uhr

    Hallo, ich habe unbehandelte und gewaschene Naturwolle. Wie und wo kann ich so große Mengen waschen und trockenen. Ich plane damit Matratzen und Kissen zu füllen.
    Vermutlich wird es ziemlich müffeln, so das ich das nicht zu Hause machen kann.
    Wer hat einen Tipp für mich? Leider kann ich es nicht wie auf dem Lande einfach auf der Wiese trocken lassen. Wohne leider in Frankfurt :-( …? Und nu?
    Danke im Voraus.

  13. Kristina sagte am 8. Juli 2014 um 15:44 Uhr

    Liebe Bergfreunde,

    soeben habe ich mir einige von den superhübschen Kask-Merinoshirts in eurem Shop bestellt und im Anschluss zum ersten Mal über obigen Artikel vom Mulesing erfahren. Könnt ihr etwas dazu sagen, wie sich der Hersteller Kask zu dem Thema positioniert? Ist die verwendete Wolle „Mulesing-frei“?

    Danke, Kristina

  14. Michael sagte am 31. Oktober 2014 um 23:05 Uhr

    Vielen Dank für den guten Artikel.

    Als Besitzer von vielen Icebreaker-Teilen habe ich bisher keine Probleme mit dem Waschen gehabt. Wofür gibt es denn die Pflegehinweise.

    Als Waschmittel verwende ich von ecover http://de.ecover.com/de/wasche/produkt/color-waschmittel-konzentrat/ das Konzentrat. Wenn schon ein Naturprodukt als Kleidungsstück, dann auch so viel wie möglich Natur beim Waschmittel.

    VG, Michael

  15. Jule sagte am 6. März 2015 um 14:15 Uhr

    Danke für die tolle Anleitung. Ich habe viele Merinowollsachen und kann berichten, dass das mit dem „Riechen“ außerordentlich unterschiedlich ist.
    Bergans T-Shirt (Fjellrapp) riecht praktisch gar nicht. Auch nach langem Tragen und Sport nicht. icebreaker Shirts und Hosen riechen recht schnell.
    Und zum Trockner: Ich trockne meine gesamten Merinosachen immer kurz im Schontrocken-Programm an. 15 Minuten. Das wird nicht besonders warm und scheint auch nach vielen Wäschen den Klamotten nicht zu schaden.
    Denke, es kommt da auf die Temperatur des Trockners an…

  16. Brigitte Vogel sagte am 17. April 2015 um 13:57 Uhr

    Unsere Familie ist eine Icebreaker-Fangruppe, Genau weil alles so unkompliziert ist. Mir sind auch schon einige Stücke in die 60-Grad-Wäsche reingerutsch. Nichts passiert. Super.

  17. Karin sagte am 26. Juli 2015 um 09:36 Uhr

    4 Wochen Island und Färören mit dem Fahrrad und Zelt – kältester Sommer seit ~ 50 Jahren – Ich liebe Merino … (Radelshirt, Schlafanzug, Schlafsackinlet etc.) Nicht gefroren auch bei Nässe und Kälte. Waschen bis 40° in der Maschine und Wäschetrockner bei niedriger Temperatur Waschmittel Bio flüssig und Nikwax Wool Wash Travel Gel – alles wieder schön :-) 5 Sterne

  18. Miriam sagte am 7. August 2015 um 18:09 Uhr

    Hallo liebe Icebreaker-Merino-Fans, könnte mir bitte jemand weiterhelfen? Ich habe Merino-T-Shirts aus Versehen mit Weichspüler gewaschen und jetzt ist die wasserabweisende Wirkung mehr oder weniger dahin. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man diesen Effekt wieder zurückbekommt? Danke !

  19. Dorothea sagte am 9. August 2015 um 10:38 Uhr

    Hallo, ich trage Merinowoll-Unterwäsche seit vielen Jahren und nun auch meine Kinder! Ich habe gute Erfahrungen mit den hier genannten Pflegetipps gemacht (30°C Normalwaschganng, Normalwaschmittel, kein Trockner). Mir ist auch schon mal ein Stück in die 60° C Wäsche geraten – nix passiert! Dass die Unterwäsche bei wöchentlichem Tragen und Wäsche nach einer gewissen Zeit (ca. 2-3 Jahre) den Geist aufgibt, ist normal. Auch Baumwollwäsche hält unter diesen Bedingungen nicht wirklich länger, oder?! In jedem Fall sind meine Tochter und ich seither unsere „Problemchen“ mit unerwünschtem Pilz durch falsche Wäsche los, sogar bei engen Hosen! Unsere Jungs lieben die Shirts, weil sie auch jetzt in der Pubertät nicht so riechen….

  20. Julius sagte am 24. September 2015 um 12:56 Uhr

    Hallo,

    bei Decathlon.de wird Unterwäsche aus 100% Merinowollen angeboten, aber nur Waschbar bis 30°.
    Kratzt das die Backterien überhaupt?

  21. Wiebke sagte am 24. September 2015 um 14:17 Uhr

    Hallo Julius,

    bei Merino ist das insofern kein Problem, da Wolle von Hause aus schon eine antibakterielle Wirkung hat. Daher riecht Merinowolle ja auch nicht so stark, wie Synthetik. Bitte nicht über 30 – oder 40°C waschen, sonst geht die Struktur der Wolle kaputt.
    Lieben Gruß, Wiebke

  22. Julius sagte am 25. September 2015 um 19:07 Uhr

    Danke für die schnelle Antwort.

  23. Walli sagte am 25. Oktober 2015 um 11:07 Uhr

    Geht Merinowolle beim ersten Waschen ein?

  24. Wiebke sagte am 26. Oktober 2015 um 16:33 Uhr

    Hallo Walli,

    normalerweise nicht. Icebreaker gibt an, dass sie um 3% eingehen kann, aber das ist ja praktisch nix.
    Lieben Gruß, Wiebke

  25. Harald sagte am 21. November 2015 um 21:37 Uhr

    Hallo Wiebke,
    ich hatte bei euch im August ??? ein Houdini – Airborn Base Tee – T-Shirt gekauft …
    75% Merino / 25% Seide !!! ein super Teil !!!
    Aber gleich bei der ersten Wäsche … Feinwasch. 30° und normales Flüssig – Waschmittel …
    hab ich mir das T-Shirt ziemlich verzogen :-( seither nehme ich Wollwaschmittel und muß
    es dann im nassen Zustand einigermaßen gerade ziehen … es geht … und eine schiefe
    Naht stört mich nicht :-)
    Jetzt meine Frage : hast du für Merino / Seide …
    auch noch einen Indianer Trick ????
    Lieben Gruß
    Harald

  26. Wiebke sagte am 25. November 2015 um 11:17 Uhr

    Hallo Harald,
    Houdini schreibt auf seiner Seite man solle lediglich Wollwaschmittel verwenden, das Wollwaschprogramm der Maschine und die Bekleidung nach der Wäsche zurecht ziehen (machst Du ja auch schon) und außerdem nicht hängend, sondern liegend trocknen. Außderm wird ein ph-neutrales Waschmittel ohne Enzyme empfohlen.

    Lieben Gruß, Wiebke

  27. Robert sagte am 24. November 2015 um 12:13 Uhr

    Hellou,

    Und vielen Dank für die beste Email die ein Versandhändler mir jemals hat zukommen lassen✌?️. Keine direkte Werbung, sondern eben Langlebigkeit der erworbenen Produkte im Fokus- awesome??.
    Nu denn, ade.

    Grüßle

  28. Günther sagte am 4. Dezember 2015 um 16:24 Uhr

    Hallo! Ich wüsste gerne, bei wieviel Schleudertouren man Merinowolle schleudern darf!

  29. Dennis Krause sagte am 24. Januar 2016 um 09:51 Uhr

    Zum Thema Waschtemperatur kann ich nur eins sagen: Woolpower. Ob 30 oder 40 grad juckt die Bakterien nicht. Erst ab 50 Grad kriegt man die Viecher klein, sodass die sachen auch wieder langanhaltend frisch bleiben ( wer hatte das noch nicht das das alte Merinoshirt trotz Wäsche dennoch leicht roch). woolpower ist bei 60 grad waschbar, was ein wesentlicher Hygienegewinn ist wie ich finde. Ohne Aufdrucke oder anderen Firlefanz ist hier das Motto: Function not Fashion.

  30. Daniel sagte am 2. Februar 2016 um 16:13 Uhr

    Hallo Dennis,
    Woolpower ist einer der wenigen Hersteller, der seine Ware vor Verlassen der Produktion noch einmal bei 60 Grad wäscht und diese Temperatur auf dem Etikett angibt. Wenn man seine Merinounterwäsche nur bei niedrigerer Temperatur waschen darf, hilft meist schon ein entsprechendes Wollwaschmittel, welches z.B. Benzosäure enthält (Toco Eco Wool Wash). Diese wirkt antibakteriell. Ansonsten hilft schon das Trocknen im Freien, denn UV-Strahlen mögen Keime gar nicht.
    Lieben Gruß, Daniel

  31. Uschi sagte am 29. Januar 2016 um 14:22 Uhr

    Hallo,
    bin Merino Neuling und hab mich mit ein paar Einzelteilen eingedeckt um sie auszuprobieren. Zum Einsatz werden sie auf Motorradtouren kommen, wie dieses Jahr für drei Wochen Zelten in Schweden. Ich bin froh, wenige Klamotten und dazu leichte mitnehmen zu können. Und muss im September hoffentlich nicht frieren.
    Habe zur Pflege aber doch noch eine Frage, Vieles ist super informativ gewesen. In meinen Icebreaker Sachen steht in der Waschanleitung, dass sie nicht geschleudert werden dürfen. Beim Waschen zu Hause noch ok, aber muss das sein bzw. darf das nicht sein, weil die Sachen dann ausleiern? Aber dann dauert es mit dem Trocknen und das ist ja eigentlich das Schöne dran. Ich mags nicht ausprobieren und dann die Teile hin sind.
    Danke schonmal und liebe Grüße

  32. Daniel sagte am 2. Februar 2016 um 16:14 Uhr

    Hallo Uschi,
    beim Schleudern der nassen Kleidung kann es passieren, dass die Faser ausleiert. Ähnliches kann auch geschehen, wenn der nasse Artikel auf einem Bügel zum Trocknen hängt. Das Wassergewicht zieht dann recht ordentlich am Stoff.
    Lieben Gruß, Daniel

  33. Thorsten sagte am 30. April 2016 um 20:56 Uhr

    Wascht niemals ein Merino Pullover aus 100% Merinowolle einfach so mit, er kam eine Nummer kleine aus der Wäsche, bin echt sauer und überlege mir mein Lieblings Pullover zurück zu schicken nach Bergfreunde, hatte ihn jetzt 4 Monate immer auf Wollprogramm gewaschen und alles super! Nach den ich die Pflegeanleitung von Bergfreunde gelesen hab, hab ich es mal probiert :-(. Macht es nur mit der Merinounterwäsche und nie mit einem Pullover!!! 150€ fürn Arsch.

  34. Magy (Bergfreunde.de) sagte am 18. Mai 2016 um 08:51 Uhr

    Hallo Thorsten,
    es tut uns leid, dass Dein Pullover in der Wäsche gelitten hat. Wir haben uns Deines Kommentars angenommen und haben sogar bei ein-zwei Herstellern angefragt – weshalb unsere Antwort etwas gedauert hat – und diese konnten uns jeweils bestätigen, dass es keine Auswirkungen hat ob das Produkt einzeln oder mit anderen Wäschestücken gewaschen wird. Wichtig ist und bleibt die Temperatur. Dies Wollfaser zieht sich nicht mehr oder weniger zusammen in Abhängig der Anzahl an Wäsche. Einzelwäsche ist ratsam, wenn der Artikel stark färbt oder die andere Kleidung scharfe Reißverschlüsse aufweist. Hersteller wie Icebreaker geben sogar auf ihrer Website an, Artikel gemeinsam zu waschen.
    Dies hat sogar Vorteile, da gröbere Stoffe (Jeans) Pilling Fussel abreiben können. Unsere Anleitung https://www.bergfreunde.de/basislager/merino-eine-pflegeanleitung/ ist insofern richtig.
    Nichts desto trotz können wir Dir anbieten, dass Du Dich mit Deinem Anliegen bzw. Reklamation an unseren Kundenservice wendest. Dieser wird den Sachverhalt entsprechend prüfen. Die Informationen hierzu findest Du hier: https://www.bergfreunde.de/reklamation/
    Wir hoffen, das wir Dir weiterhelfen konnten.
    Es grüßt Bergfreundin Magy

  35. Siegfried sagte am 9. Oktober 2016 um 20:46 Uhr

    Habe einige an Sachen aus Merinowolle, war damit in Nepal, Ecuador und andere Bergtouren, was das Müffeln angeht habe ich nur allerbeste Erfahrungen gemacht, in Nepal habe ich mich wirklich 10Tage nicht geduscht. Allerdings verwende ich kein Deo spray unter die Arme sondern einen Kristallstift. Die Sachen kommen auch nicht in den Trockner, werden nach dem Schleudern aufgehangen und sind noch nach Jahren in Topform. Waschmittel ist ganz normales Flüssigwaschmittel.

  36. Jörn sagte am 10. Oktober 2016 um 08:46 Uhr

    Hi Siegfried,

    danke, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Die denken sich auch voll und ganz mit den Unsrigen!

    Viele Grüße,

    Jörn

  37. Hoffellner Elisabeth sagte am 21. Oktober 2016 um 20:02 Uhr

    Ich habe alles mit großem Interesse gelesen. Ich besitze einige Lang- und Kurzarmshirts aus Merinowolle und bin begeistert vom Tragekomfort. Mein letztes Merino-Shirt Marke Otrovox, gekauft am 26. August 2016 bei Bergfreunde.de, hat nach der zweiten Wäsche auf einmal drei Löcher im Vorderteil. Ich kann mir nicht erklären woher diese kommen, werde wohl eine Reklamation einbringen müssen.

  38. Maren sagte am 2. Dezember 2016 um 13:45 Uhr

    Diese plötzlichen Löcher kommen meist davon, dass man das Shirt mal unbemerkt im Reißverschluss eingeklemmt hat. Dadurch werden die Fasern nicht zerrissen und man sieht es erst gar nicht, sie sind aber etwas dünner und empfindlicher. Erst bei der Wäsche reißen sie dann und es fallen ein paar Maschen raus. Das kann bei Jersey allgemein schnell passieren, auch wenn er aus Baumwolle ist.
    Bei Männern häufig auf Höhe des Gürtels.
    Natürlich kann es sich auch um einen Materialfehler handeln.

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