Hardshelljacken imprägnieren. Foto: Columbia

Hardshelljacken richtig imprägnieren – wenn es perlt, dann atmet es auch

15. Dezember 2015

Bergfreunde mit imprägnierter Hardshellausrüstung

Atmet sie noch oder schwitzt Du schon?

Hardshelljacken und -hosen schützen uns täglich vor Wind und Wetter und leisten uns großartige Dienste, wenn es darum geht, trocken und geschützt zu bleiben. Auf einer Bergtour ist das schon fast das A und O.

Damit das aber dauerhaft so bleibt, brauchen unsere Sachen ein wenig Hilfe in Form von Pflege. Denn während der liebende Radler schiebt, reinigen wir nach der absolvierten Tour unsere Sachen von Schmutz und Dreck, bessern Macken aus und schauen, dass für die nächste Tour wieder alles optimal vorbereitet ist.

Ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Ausrüstung ist die Imprägnierung unserer Hardshelljacken und -hosen, denn sie halten uns dauerhaft trocken und damit warm. Aber Imprägnierungen müssen regelmäßig aufgefrischt oder erneuert werden. Wir erklären Euch hier, wie Ihr das macht und wann es soweit ist.

Die Imprägnierung wirkt doppelt

Je nach dem, was für eine Jacke man trägt, wirkt die Imprägnierung zwei mal. Zunächst einmal führt sie dazu, dass das Wasser auf der Jacke abperlt und somit nicht in den Stoff eindringen kann. Das Wasser läuft also einfach an der Jacke herunter.

Bewegen wir uns viel und kommen stark ins Schwitzen, ist es ungemein wichtig, dass die Bekleidung in der Lage ist, den produzierten Wasserdampf aus der Jackeinnenseite abzutransportieren. Hierzu bedienen sich  Hersteller unterschiedlicher Systeme. Diese hier alle vorzustellen, würde zu weit und am Thema vorbeiführen. Aber allen gemein ist eigentlich, dass sie helfen den Wasserdampf durch den Stoff nach außen zu transportieren, zumeist über unterschiedliche Membranen*.

Das ist aber nur möglich, wenn der Stoff trocken ist, da sonst der Wasserfilm die Jacke von außen verschließt und den Wasserdampf somit in der Jacke einschließt. Die Folge: wir sind zwar von außen vor Regen geschützt, stehen aber klitschnass in unserem eigenen Schweiß, was irgendwann kaum noch einen Unterschied macht.

Die Imprägnierung schützt uns also nicht nur vor Regen, sie hilft auch unserer Kleidung zu atmen. Daher ist es wichtig, dass die Imprägnierung in unserer Kleidung funktioniert. Zum Glück kann man heute die Imprägnierung ganz einfach selber wieder aktivieren oder erneuern.

*Der Einfachheit halber und um die Lesbarkeit des Artikels zu verbessern, seien in diesem Artikel unter „Membran“ sämtliche Systeme für Hardshelljacken, also auch Beschichtungen etc. zu verstehen.

Warum lässt die Imprägnierung nach?

Imprägnierungen werden in Form von unterschiedlichen Stoffen auf das Material aufgebracht und anschließend aktiviert. Funktioniert eine Imprägnierung nicht mehr richtig, kann dies daran liegen, dass sie erneut aktiviert werden muss oder die imprägnierenden Stoffe aus dem Obermaterial ausgewaschen wurden.

Woran erkenne ich ein Nachlassen der Imprägnierung?

So sieht eine intakte Imprägnierung aus

So sieht eine intakte Imprägnierung aus

Um zu testen, ob die Imprägnierung noch funktioniert, kannst Du einfach zuhause ein paar Tropfen auf die Jacke geben und schauen was passiert. Bei einer funktionierenden Imprägnierung zieht das Wasser nicht in den Oberstoff der Jacke ein, sondern bildet kleine Tropfen, die dann an der Jacke herunter „rollen“ oder sich ganz leicht abschütteln lassen. Bilden sich solche Perlen nicht und das Wasser zieht in den Stoff ein, ist es Zeit sich um die Imprägnierung zu kümmern. Am besten direkt an den Stellen testen, die unterwegs am wichtigsten sind und am meisten beansprucht werden, also Schulterpartien, Außenseite der Arme. Und mehrere Stellen testen und nicht nur eine.

Eine mangelhafte Imprägnierung bedeutet aber nicht automatisch, dass die Jacke nicht mehr dicht ist. Bei den meisten Jacken schützt Dich die Membran in der Jacke davor, dass Wasser eindringt – nicht die Imprägnierung – und die Membran liegt unter der Oberschicht. Mehr zum Thema wasserdicht findest Du auch hier.

Imprägnierung reaktivieren

Gerade, wenn die Sachen noch recht neu sind, kann es ausreichen, die bestehende Imprägnierung zu reaktivieren. Dazu einfach die Jacke bei mittlerer Temperatur in den Trockner (Funktionsbekleidungsprogramm) geben und dort ca. eine halbe Stunde laufen lassen. Durch die Wärme wird die Imprägnierung reaktiviert.

Solltest Du keinen Trockner haben, geht das auch mit einem Bügeleisen und einem Tuch zwischen Eisen und Jacke. Dampf sollte dabei nicht zum Einsatz kommen! Ein Trockner ist aber in jedem Fall besser, da hier die Wärme gleichmäßig auf das Produkt wirkt. Außerdem solltest Du vorsichtig sein und die Jacke nicht zu stark zu erhitzen, da gerade Membranjacken Hitze unter Umständen nicht gut vertragen. Hier am besten die Angaben des Herstellers lesen, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Imprägnierung erneuern

Wird es Zeit für eine neue Imprägnierung, kannst Du das problemlos selber in die Hand nehmen. Zunächst musst Du Dich entscheiden, ob Du eine Imprägnierung nimmst, die in der Waschmaschine eingewaschen oder durch ein Spray nur von außen auf den Stoff aufgetragen wird.

Hersteller wie Sympatex, Gore-Tex oder Polartec scheinen hier keine Präferenz zu haben.

Wir von den Bergfreunden empfehlen allerdings die Spray-Variante und zwar aus folgenden Gründen:  Inzwischen gibt es viele verschiedene Membranen, die gänzlich unterschiedlich funktionieren. Bei manchen von ihnen würde eine Einwaschimprägnierung die Atmungsaktivität behindern, da sich auf der Innenseite eine wasserabweisende Schicht bildet. Bei anderen Jackensystemen entsteht dieses Problem nicht. Entscheidend ist, welche Membran mit welcher Imprägnierung (Hersteller) zusammengebracht wird. Da es hier viele verschiedene Kombinationen gibt und man genau wissen muss, welche Membran mit welcher Imprägnierung geht, gibt es viele Stolpersteine und man hat schnell seine schöne hightech Jacke unnötig verschlechtert.

Die Sprühvariante funktioniert hingegen bei jeder Jacke, egal welche Membran sie verwendet. Außerdem hat man hier die Möglichkeit die besonders beanspruchten Regionen besonders gründlich zu imprägnieren. Somit bekommt Deine Jacke die bestmögliche Behandlung ohne ein unnötiges Risiko einzugehen.

Einwaschen

Einfach die Jacke oder die Hose wie in der Waschanleitung gründlich waschen. Anschließend einen neuen „Waschgang“ laufen lassen und das Imprägnierungsmittel, wie einen Weichspüler hinzugeben.

Fibertec - Greenguard Spray-On - Imprägnierung

Fibertec – Greenguard Spray-On – Imprägnierung

Aufsprühen

Jacke oder Hose gründlich laut Waschanleitung waschen und anschließend das Spray auftragen. Ob im nassen oder im trockenen Zustand, erfährst Du aus der Gebrauchsanleitung des Herstellers. Hierzu die Jacke oder Hose am besten hinlegen, denn im Hängen am Bügel geht viel von dem Sprühnebel verloren. Bei manchen Produkten muss die Imprägnierung noch in den Stoff eingearbeitet werden. Hier die Gebrauchsanweisung gut lesen.

Imprägnierungen die auf Fluorverbindungen basieren, können brennbar sein. Bitte hier vorsichtig sein!

Aktivieren

Bei den meisten Herstellern muss die Imprägnierung nach dem Auftragen aktiviert werden (siehe oben). Ob dies nötig ist, steht in der Gebrauchsanweisung.

Umweltverträglichkeit

Wenn Du Dich für dieses Thema interessierst, haben wir gute Nachrichten für Dich, denn inzwischen gibt es auch umweltverträgliche Imprägnierungen für Deine Regenkleidung, wie z.B. die Produkte von Fibertec oder Nikwax. Und auch von Toko gibt es eine Eco Linie.

Wenn du noch Fragen hast oder Dich nicht entscheiden kannst, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Hier ist Hannes unser Fachmann für alles rund um Textil und Bekleidung. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 – 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

Im Bereich Klettern und Outdoor tut sich viel. Neue Produkte werden erfunden, bestehende überarbeitet oder verbessert und auch wir lernen täglich viel dazu. Und natürlich wollen wir unser Wissen an unsere Kunden weitergeben. Daher überarbeiten wir regelmäßig unsere Artikel im Basislager. Wunder Dich also nicht, wenn nach ein paar Monaten ein paar Dinge anders sind. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.12.2015 überarbeitet.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Timo sagte am 24. Juli 2014 um 09:12 Uhr

    Hallo,

    Ich habe eine Berghaus Jacke mit GoreTex Pro Membran.
    Nach 1 Woche intensiver Nutzung hat die Impregnierung deutlich nachgelassen. Nun möchte ich versuchen, sie zu reaktivieren (wie bei euch beschrieben).
    Welche Temperatur sollte ich bei dem Trockner einstellen und wie lange soll ich sie trocknen?
    Vielen Dank!

  2. Wiebke sagte am 24. Juli 2014 um 09:17 Uhr

    Hallo Timo,

    normalerweise sagt man 60°C für etwa eine halbe Stunde. Schau aber am besten mal, was der Hersteller der Jacke dazu schreibt.

    Lieben Gruß, Wiebke

  3. Max sagte am 24. Juli 2014 um 12:32 Uhr

    Hallo liebe Bergfreunde,

    warum empfehlt ihr die Spray-Variante? Beim Einwaschen wird die Imprägnierung doch sicherlich gleichmäßiger und vor allem überall verteilt.

    Viele Grüße
    Max

  4. Wiebke sagte am 24. Juli 2014 um 13:48 Uhr

    Hallo Max,

    die Antwort ist etwas komplexer uns gehört eigentlich oben direkt in den Text. Deshalb habe ich sie gleich oben im Artikel nachgtragen.

    Gruß, Wiebke

  5. Stefan sagte am 24. Juli 2014 um 14:17 Uhr

    Hallo liebe Bergfreunde,

    überall sonst liest man, dass bei Funktionsmaterialien auf keinen Fall Weichspüler verwendet werden soll, da dieser die porösen Materialien zerstört. Jetzt empfehlt ihr aber einen Weichspüler… Was ist jetzt richtig?

    Viele Grüße,
    Stefan

  6. Wiebke sagte am 24. Juli 2014 um 14:33 Uhr

    Halle Stefan,

    wir meinen damit nicht, dass Weichspüler hinzugegeben werden soll, sondern, dass man das Imprägnierungsmittel genauso hinzugeben kann, wie man es mit einem Weichspüler täte. Allerdings empfehlen wir die Sprühvariante und nicht die mit Einwaschen. Weichspüler sollte man auf keinen Fall verwenden!! Siehe dazu auch den Artikel http://www.bergfreunde.de/basislager/hardshell-richtig-waschen/.

    Gruß, wiebke

  7. Arne sagte am 4. August 2014 um 09:33 Uhr

    Hallo Bergfreunde Team,

    sofern ich es nicht überlesen habe werden im Artikel nur Jacken beschrieben, die eine Membran besitzen. Wie sieht es denn aus mit Jacken, die eine Beschichtung haben, wie HyVent?

    Viele Grüße

    Arne

  8. Wiebke sagte am 4. August 2014 um 09:53 Uhr

    Hallo Arne,

    danke für den Hinweis, das war tatsächlich nicht ganz klar zu lesen. Habe hinzugefügt, dass unter Membran in diesem Artikel auch andere Systeme zusammen gefasst werden. Bei der Imprägnierung ist nicht die Unterscheidung Membran oder Beschichtung entscheidend, sondern welche Beschichtung / Membran mit welchen Mittel. Allerdings nur bei der Einwasch-Variante. Beim Aufsprühen macht es keinen Unterschied. Gruß, Wiebke

  9. Dieter sagte am 4. September 2014 um 18:46 Uhr

    Ich habe eine North Face Point 5 Jacke mit Goretex Pro Shell, bei starken Regen sammelt sich jedesmal Wasser in den Taschen an, ist total blöd weil man außer Schlüssel nichts anderes mehr darin vestauen kann. Die Taschen sind aber immer fest geschlossen, ansonsten ist die Jacke jedoch dicht. Habt ihr da einen Tip für mich? Viele Grüße, Dieter.

  10. Wiebke sagte am 5. September 2014 um 10:05 Uhr

    Hallo Dieter,

    ich habe mir gerade bei unserem Kundenservice schlau gemacht und es gibt drei Möglichkeiten, wo Dein Problem herkommt. 1. Der Reißverschluss verfügt nicht über eine Reißverschlussgarage, das Ende des RV ist also nicht abgedeckt. Dadurch kann der RV nie 100% schließen und durch dieses Loch tritt dann Wasser ein. 2. Der RV ist nicht 100% wasserdicht, weil die Gummierung des RV nicht richtig schließt oder 3. und das ist am wahrscheinlichsten, Dein Schweiß sammelt sich als Kondenswasser auf der Innenseite der Jacke, weil der Wasserdampf nicht abtransportiert wird, weil a) das Temperaturgefälle zwischen innen und außen zu gering ist oder b) die Luftfeuchtigkeit außen ist so hoch, dass der auch hier der Transport nicht funktioniert.

    Lieben Gruß, Wiebke

  11. Thomas sagte am 8. September 2014 um 08:13 Uhr

    Hi!

    Ich war dieses Jahr längere Zeit auf einer Trekkingtour und nach einem heftigen Regentag hab ich meine VauDe Hardshell in den Trockenraum des Hostels gehängt.
    Kann die Wärme/Hitze im Raum der Jacke bzw sogar der Membran geschadet haben? Hatte bei einem Einsatz paar Tage später das Gefühl, dass sie die Masse an Regen nicht mehr verträgt…

    Gruß
    Thomas

  12. Wiebke sagte am 17. September 2014 um 09:48 Uhr

    Hallo Thomas,

    eigentlich sollte ein Trockenraum nicht so heiß sein, dass er Deiner Jacke schaden kann. Man soll ja auch Hardshelljacken in den Trockner stecken und ich schätze eine Trockenraum wird nicht heißer, als es im Trockner ist. Eine andere Sache wäre natürlich, wenn die Jacke direkt vor der Heißquelle hing oder direkten Kontakt zu einem Heizungsrohr etc. hatte und so die Temperatur punktuell an einer Stelle sehr heiß wurde. Wenn Du das ausschließen kannst, dann sollte es eigentlich nicht am Trockenraum geleben haben.

    Gruß, Wiebke

  13. Julian sagte am 16. März 2015 um 13:39 Uhr

    Hallo,
    ich habe meine Skijacke diese Woche gewaschen (mit membrangeignetem Waschmittel) und wollte sie dann mit Toko Eco Textile Proof imprägnieren. Also eingesprüht (ca. 2/3 von der Flasche), zwei Stunden gewartet, 10 Minuten in den Trockner und Wassertropfentest gemacht… leider ziehen die Tropfen ziemlich schnell ein.
    Kann ich was falsch gemacht haben?
    vg,
    Julian

  14. Wiebke sagte am 17. März 2015 um 08:40 Uhr

    Hallo Julian, hast Du versucht, die Imprägnierung noch mal zu aktivieren? Vielleicht hat die erste Runde Trockner nicht ausgereicht. Gruß, wiebke

  15. Anja sagte am 31. Mai 2015 um 11:37 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Bergans Hardshelljacke(300€), die jetzt 4 Jahre alt ist.Sie war jedes Jahr im Gebirge im Einsatz. Auch bei Regen. 3 Jahre hat sie dem auch super getrotzt und der Regen perlte richtig schön ab.
    Letztes Jahr hat sie erst nur an den Schultern Wasser gesogen, danach auch an den Armen.
    Muss sie neu imprägniert werden? Wie sollte ich das am besten tun?

    Viele Grüße,
    Anja

  16. Wiebke sagte am 1. Juni 2015 um 16:07 Uhr

    Hallo Anja,

    Du kannst ganz einfach testen, ob die Imprägnierung Deiner Jacke noch taugt in dem Du mit dem Finger oder der Hand etwas Wasser darüber laufen lässt. Bilden sich kleine tropfen, die auf der Jacke zu liegen scheinen, die man dann auch einfach runter schütteln oder pusten kann, dann ist die Imprägnierung noch in Ordnung. Zieht das Wasser jedoch ein, musst Du die Imprägnierung erneuern. Hier empfehlen wir Imprägnierungen zum Aufsprühen. Wie das geht wird im Artikel erklärt. Sollten aber noch Fragen offen sein, kannst Du Dich gerne an meine Kollegen im Kundenservice wenden. Die helfen Dir gerne weiter. Lieben Gruß, Wiebke

  17. Bettina Faltin sagte am 22. Januar 2016 um 18:10 Uhr

    Hallo, habe hier eine Imprägnierung ausprobiert, die fluorfrei ist! Das Ergebniss war sehr gut!
    Auch nach 5 maligen Waschen der Jacke hinter her, so gut wie kein Verlust der Imprägnierung. Wäre eine Erwähnung in ihrem Blog mäglich, fände ich sehr wichtig! Es suchen ja alle nach guten Produkten.

  18. Daniel sagte am 27. Januar 2016 um 12:26 Uhr

    Hallo Bettina,

    die Eco Linie von Toko beinhaltet mit dem TOKO eco Proof bereits eine fluorfreie Imprägnierung. Aber wir sind immer dankbar um weitere umweltfreundliche Produkte.

    Liebe Grüße,
    Daniel

  19. Alex sagte am 24. August 2016 um 16:05 Uhr

    Servus, bei uns in Österreich gibt’s ein Einwasch-Produkt von Erdal im Drogeriemarkt – das ist viel günstiger als die ganzen Marken im Sporthandel.

    Hab extra beim Kundenservice nachgefragt, wie das funktioniert, bevor ich meine teure Vaude Jacke damit imprägniert habe. Laut dem Hersteller funktioniert das auf ALLEN Membranen, weil es sich nur minimalst um die Fasern legt und die ursprüngliche „Technik“ nicht beeinflusst….

    Hab das mitlerweile auch auf Handschuhen und Schuhen verwendet – bin sehr zufrieden. Fluorid-frei ist es außerdem noch, das ist mir als Vaude-Käufer wichtig :) LG Alex

  20. Jörn sagte am 25. August 2016 um 10:46 Uhr

    Hi Alex,

    danke für Deinen Einwand. Gute Sache! Wir empfehlen allerdings dennoch die Sprühvariante – dafür Verweise ich einfach mal ganz frech in den Text und den Abschnitt „Imprägnierung erneuern“. Soweit es vom Kundenservice allerdings abgesegnet ist, sollte es ja keine Probleme geben.

    Lieben Gruß,

    Jörn

  21. Wiebke sagte am 1. September 2016 um 17:09 Uhr

    Meine Membran-Outdoor-Jacke habe ich gerade mit einem Kombi Waschmittel in der Maschine. Die Imprägnierung soll durch die Hitze im Trockner aktiviert werden oder durch Bügeln. Da ich keinen Trockner habe, würde ich gleich mit der Bügelvariante loslegen und frage mich: Erst die Jacke an der Luft trocknen lassen, oder im feuchten/nassen Zustand bügeln?

  22. Jörn sagte am 2. September 2016 um 09:57 Uhr

    Hi Wiebke,

    bitte die Jacke nicht bügeln. Du kannst alternativ einen Föhn verwenden, um die Imprägnierung besser zu aktivieren.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  23. Thomas sagte am 13. September 2016 um 21:17 Uhr

    Hallo, ich habe letzten Winter meine Snowboardjacke mit Toko Proof imprägniert! Allerdings hat die Jacke danach einen derart penetranten chemischen Geruch, dass ich sie nicht mehr tragen konnte! Erst nach mehreren Waschgängen war der Geruch fast weg! Allerdings auch die Imprägnierung! Jetzt würde ich meine Mtb Herbstkleidung gerne schonmal in Schuss bringen! Gibt es Alternativen die nicht riechen? Oder hab ich beim letzten Mal was falsch gemacht? Ich denke allerdings dass ich die Anwendungshinweise richtig angewendet habe!
    ich bräuchte Impägnierspray sowohl für Hardshell- wie auch für Softshelljacken!
    Beste Grüße

  24. Jörn sagte am 14. September 2016 um 11:57 Uhr

    Hi Thomas,

    da würde mir jetzt auch nur einfallen, dass man die Jacke nochmal extra an der frischen Luft ausdampfen lässt. Aber das es so penetrant ist, habe ich selbst noch nicht gehört.
    Ich persönliche – und auch einige Kollegen – nutzen die Eco-Sprays von Toko:

    https://www.bergfreunde.de/toko-eco-soft-shell-proof-intensivimpraegnierung-500-ml/
    https://www.bergfreunde.de/toko-eco-textile-proof-500-ml-pflegemittel

    Alternativ kannst du auch mal das Spray von Holmenkol probieren:

    https://www.bergfreunde.de/holmenkol-set-2-textile-wash-textile-proof/

    Ein Geruch ist Anfangs immer da. Bei der Anwendung auf meiner Jacke (Toko Eco Spray) hat sich der aber relativ schnell verzogen.

    Ich hoffe, das hilft dir weiter,

    Jörn

  25. Michael sagte am 26. September 2016 um 08:57 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine nagelneue Softshelljacke, die laut Hersteller 8000 mm Wasserfestigkeit und 3000 mm Atmungsaktivität hat. Sie sollte mit einer Imprägnierung versehen sein, die 10000 mm Wasserfestigkeit und 5000 mm Atmungsaktivität sicherstellt.

    Ich habe die Jacke jetzt nach dem Kauf einmal gewaschen und nach dem Trocknen 10 Sekunden mit der Dusche bei regenähnlichen Verhältnissen vollständig nass gemacht. Das Wasser zog überall in den Oberstoff ein.

    Jetzt habe ich die Jacke mit Fibertec Blue Guard neu imprägmiert. Die Softshell darf aber laut Hersteller weder in den Trockner noch gebügelt werden. Was empfehlt ihr? Einen Föhn habe ich nicht, nur eben ein Bügeleisen. Laut Fibertec sollte bereits ein Trocknen bei Raumtemperatur die grundsätzliche Imprägnierung gewährleisten.

    Grüße

  26. Jörn sagte am 26. September 2016 um 11:42 Uhr

    Hi Michael,

    die Imprägnierung kann durch das Trocknen reaktiviert oder verstärkt werden. Eine grundsätzliche Imprägnierung ist durch das einfache Trocknen bei Raumtemperatur gegeben. So weit, so richtig.

    Du kannst die Wärme allerdings auch mit deinem Bügeleisen erwirken. Dabei aber unbedingt darauf achten, dass das Bügeleisen auf niedrigster Stufe fährt, kein Dampf zum Einsatz kommt und ein Tuch zwischen Jacke und Eisen ist.

    Viele Grüße,

    Jörn

  27. Kelley sagte am 2. Oktober 2016 um 15:16 Uhr

    Hi
    Ich besitze eine viel-getragene Mammut DryTech Regenjacke (Material: 100% nylon mini rip stop dyed), die mittlerweile fast 8 Jahre alt ist. Bisher habe ich gute Erfahrungen gemacht mit NikWax Tech Wash und TX. Direct Wash-In. Leider beim letzten Mal Waschen und Behandeln in Waschmaschine und Trockner, ist das DWR nicht mehr zurückgekommen. Meine Frage lautet, hat die Jacke jetzt ausgedient oder kann ich sie noch retten?
    Bitte um Rat!
    Kelley

  28. Jörn sagte am 4. Oktober 2016 um 12:54 Uhr

    Hi Kelley,

    tatsächlich kann es über die Jahre – gerade wenn man die Jacke sehr häufig trägt – dazu kommen, dass das Material nicht mehr gut imprägnierbar ist und man sie häufiger behandeln muss. Ich würde es vielleicht noch einmal probieren und mich im Zweifel für eine neue Jacke entscheiden.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  29. Marcus sagte am 26. Oktober 2016 um 20:24 Uhr

    Hallo,

    ich habe eine Kaikkialla Jacke bei der ich die Imprägnierung reaktivieren möchte. Die Jacke musste bis jetzt nie gewaschen werden. Meine Frage nun, um die Imprägnierung zu reaktiveren, muss ich die Jacke vorher waschen oder kann ich die einfach in den Trockner legen?

    Vielen Dank.

  30. Jörn sagte am 28. Oktober 2016 um 12:33 Uhr

    Hallo Marcus,

    nein, das sollte auch ohne Waschen funktionieren.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  31. Lydia sagte am 15. November 2016 um 22:09 Uhr

    Hallo,
    ich habe einen The North Face Mantel, der ist bestimmt schon 5 Jahre alt. Könnte ein Modell „Metropolis Parka“ sein. Ich habe ihn in second hand use von meiner Tante bekommen. Zum Ende des letzten Winters habe ich ihn gewaschen und danach festgestellt, dass er nicht mehr wasserdicht ist, vor allem an den Schultern. Beim Nachlesen wurd emir klar, dass ich durch dass ich nach dem Waschgang die Imprägnierung erneuern muss.
    ich würde mich jetzt anhand eurer Informationen für ein Spray entscheiden, bitte jedoch um euren Rat, welches Spray ich am besten nehmen soll.

    Vielen Dank schon mal! Und eure Seite ist echt klasse!

    Gruß Lydia

  32. Jörn sagte am 17. November 2016 um 10:37 Uhr

    Hi Lydia,

    danke für deinen Kommentar und dein Lob, das freut uns sehr :) Vorab aber noch kurz zur Information: Die Imprägnierung macht das Material nicht gänzlich wasserabweisend. Wenn es wirklich das Modell „Metropolis Parka“ ist, dann ist dieser auch nicht dafür ausgelegt – zumindest lt. den Informationen, die ich hier finden kann. Eine Imprägnierung schützt aber zumindest bei kurzen Regenschauern oder vor Nieselregen.

    Jetzt aber zu deiner Frage: Generell kann man alle Sprays der namhaften Hersteller empfehlen (Toko, Nikwax etc.). Ich persönlich verwende das Eco Textile Proof Spray von Toko und bin sehr zufrieden damit. Es ist zudem noch biologisch abbaubar, falls du darauf Wert legst.

    Das Problem ist aktuell nur, dass wir keine Textilpflegemittel im Shop haben. Das hängt mit unserem Lagerumzug und einer sehr strikten Gefahrengutvorschrift zusammen. Wir hoffen, dass wir das demnächst behoben haben.

    Ich hoffe, die Information hilft dir weiter.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  33. Lydia sagte am 17. November 2016 um 17:46 Uhr

    Hallo Jörn,
    das hat mir sehr geholfen! Vielen Dank!
    Viele Grüße und eine gute Wintersaison!
    Lydia

Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar