Mit dem Wohnmobil frei stehen – Eine Reise durch die (verwirrende) Gesetzeslage Europas

17. September 2019

Neulich kam mir eine Idee: Warum nicht einfach mal den Camper packen und einmal quer durch Europa fahren? Einfach mal losziehen und dort bleiben, wo es mir gerade passt oder gefällt. Die Idee ist ja generell nicht schlecht, nur sollte man dabei einiges beachten, denn nicht überall in Europa kann man sich mit dem Camper oder Wohnmobil einfach so an den Straßenrand oder auf den nächstbesten Parkplatz stellen. In einigen Ländern ist das gänzlich verboten, in anderen gibt es strenge Regeln und in wieder anderen gibt es zeitliche oder regionale Einschränkungen. Bringen wir also ein wenig Licht ins Dunkel und teilen wir Europa!

Bevor es losgeht noch eine Anmerkung: Die Regelungen für die Wohnmobilstellplätze innerhalb Europas sind teilweise sehr komplex und unübersichtlich. Dieser Blogbeitrag dient nur dazu eine grobe Übersicht über die einzelnen Länder zu geben. Oft greifen aber auch Regelungen, die sich nur auf eine kleine Region, eine Gemeinde oder eine bestimmte Jahreszeit beziehen. Auch sollte klar sein, dass wir euch hier nur die offiziellen Regeln und Gesetze vorstellen können. Wie diese dann vor Ort umgesetzt werden, hängt oft von vielerlei Faktoren ab, die sich in den wenigsten Fällen allgemeingültig zusammenfassen lassen. Geht also bei diesem Beitrag nicht komplett von Vollständigkeit aus und checkt nochmals vor eurem Trip wie die genauen Regeln in der jeweiligen Region sind.

So, genug geredet, jetzt geht’s los:

Bad news first – Hier ist Wildcampen auch mit dem Wohnmobil verboten

Alles in das Wohnmobil gepackt und los geht die Reise quer durch Europa.

Warum nicht einfach mal den Camper packen und einmal quer durch Europa fahren? – Genau das hat sich unser Autor gefragt.

In vielen Ländern Europas ist das freie Stehen leider streng untersagt. Dies hat viele unterschiedliche Gründe, die nicht immer einer Logik unterliegen. Grundsätzlich sollte man sich hier jedoch an die Verbote halten, da das Missachten sonst (und gerade in Ferienregionen) zu teuren Bußgeldern führen kann. Außerdem trägt es vermutlich nicht gerade zur Erholung bei, wenn man mitten in der Nacht von einer Polizeistreife geweckt und dazu aufgefordert wird weiterzufahren oder einen Campingplatz aufzusuchen.

Dennoch gibt es in den meisten Ländern aber auch gute Alternativen zu herkömmlichen Campingplätzen. Vielerorts haben Kommunen Stellplätze ausgewiesen. Hierbei handelt es sich zumeist um günstig gelegene Parkplätze, auf denen das Stehen für eine Nacht erlaubt ist. Wer jedoch auf Stellplätzen übernachten will, sollte sich vorab informieren, welche Einrichtungen (Strom, Sanitär etc.) dort vorhanden sind und welche grundsätzlichen Verhaltensregeln gelten. Beispielsweise ist es oft nicht gestattet Stühle aufzustellen oder die Markise auszufahren.

Eine weitere Alternative kann in manchen Ländern das Stehen auf Privatgrund sein. Wer also den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung nicht scheut und ein bisschen diplomatisches Geschick mitbringt, hat vielleicht die Chance ab und an einen Landwirt oder Grundbesitzer für das Wildcampen auf seinem Grund und Boden zu überreden. Doch auch hier sei aufgepasst, denn in manchen Staaten ist selbst das Übernachten im Wohnwagen oder Wohnmobil nicht erlaubt.

Niederlande und Luxemburg

Mein erster Gedanke hierzu war: „Das kann ja nicht sein!“ Ich meine, die Niederlande sind ja das Campingland schlechthin. Aber in der Realität sieht es leider so aus, dass dort die Regeln sehr streng sind. Frei stehen wird in den Niederlanden nicht selten mit empfindlichen Strafen geahndet. Auch in Luxemburg sieht es leider nicht anders aus, sodass hier guten Gewissens nur der Campingplatz oder ein offiziell ausgewiesener Stellplatz bleibt.

Schweiz

Auch in der Schweiz ist das freie Stehen de facto unzulässig. Zwar mag es hier regionale Unterschiede bezüglich der genauen Gesetzeslage und deren Durchsetzung geben, dennoch ist und bleibt das freie Stehen untersagt. Um diesem Verbot zusätzlichen Nachdruck zu verleihen stehen an wirklich nahezu jedem Parkplatz Schilder, die das Abstellen von Wohnmobilen in der Nachtzeit verbieten. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Die Schweiz verfügt über zahlreiche gute Stellplätze, die nicht nur schön gelegen, sondern auch erstaunlich günstig im Preis sind.

Tschechien

In Tschechein gibt es leider keine genaue Gesetzgebung, die das Übernachten im Fahrzeug regelt. Grundsätzlich ist das Campen dort jedoch nur auf dafür vorgesehenen Camping- oder Stellplätzen erlaubt, was also im Umkehrschluss das Wildcampen verbietet (auch wenn es hierzu keinen eigenen Gesetzestext gibt). Diese Regelung schließt auch das freie Stehen mit dem Wohnmobil ein.

Wer lediglich auf der Durchreise ist und schnell mal eine Nacht im Auto (je kleiner und unauffälliger das Womo desto besser) übernachten möchte, der kann evtl. mit der rechtlichen Grauzone „der Übermüdung“ bzw. „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ durchkommen. Dies sollte allerdings wirklich nur als Notlösung gesehen werden und ist keine Garantie dafür, dass die Polizei nicht mitten in der Nacht mal vorbeischaut und fragt was los ist.

Iberische Halbinsel

Vielerorts ist das Wildcampen mit dem Wohnmobil verboten.

Mit dem Camper jeden Morgen an einem anderen wunderschönen Ort aufwachen. Aber das ist nicht überall so leicht.

In Spanien ist das Wildcampen bzw. das freie Stehen mit dem Wohnmobil grundsätzlich verboten. Allerdings gibt es keine landesweit einheitliche Regelung, wodurch die genaue Gesetzeslage sehr unübersichtlich ist. In manchen Landesteilen ist sogar das Campen auf Privatgrund untersagt, selbst wenn man die Einwilligung des Eigentümers nachweisen kann. In anderen Landesteilen wiederum wird das Wildcampingverbot ein wenig lockerer gesehen. Grundsätzlich sollte man in Spanien jedoch offizielle Stell- oder Campingplätze aufsuchen. Bei den Stellplätzen ist es außerdem wichtig auf die jeweils geltenden Ver- und Gebote zu achten, da auch hier ein Verstoß zu Strafen führen kann.

Ähnlich wie in Spanien sieht es in Portugal aus. Auch hier ist das freie Stehen grundsätzlich nicht erlaubt. Stattdessen kann man dort auf ein sehr gutes Netz an Stell- und Campingplätzen zurückgreifen.
Eine Übersicht über die Plätze und deren Ausstattung erhaltet ihr auf der Website von Turismo de Portugal.

Balkan

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das freie Stehen und das Wildcampen jeglicher Art auf dem Balkan verboten ist. Dennoch hat jedes Land seine eigenen Gesetze, die sich mancherorts sogar von Region zu Region unterscheiden. Was wo gerade wie gilt ist dabei für Außenstehende oft nicht zu durchschauen. In  Griechenland, Rumänien, Serbien, Slowenien und Ungarn sollte man sich daher auf jeden Fall nach einem Stell- oder Campingplatz umschauen. Ansonsten wäre auch das Stehen auf Privatgrund mit Einwilligung des Eigentümers eine Option.

Wer sich jetzt bereits dachte: „Verdammt, das sind aber viele Länder mit strengen Regeln.“, dem sei gesagt, es geht noch schlimmer. In Bulgarien und Kroatien ist nicht nur das freie Stehen untersagt, auch auf Privatgrund darf nicht im Camper, Wohnmobil oder Wohnwagen übernachtet werden. Das heißt, selbst wenn ihr auf eine gastfreundliche Bevölkerung trefft und beispielsweise ein Landwirt euch die Erlaubnis gibt, dass ihr auf seiner Wiese eine Nacht stehen dürft, bleibt das Kampieren an sich illegal und kann dazu führen, dass ihr nachts unsanft von der Polizei geweckt werdet.

Ja, nein, vielleicht – In diesen Ländern ist frei stehen möglich

Es gibt Länder in denen das freie Stehen weder richtig erlaubt, noch richtig verboten ist. Manche Staaten erlauben das freie Stehen grundsätzlich, schränken es dann aber mit regionalen oder kommunalen Verboten wieder stark ein. Andere verbieten das freie Stehen per Gesetz, verfolgen es aber nicht und tolerieren somit das eigentlich illegale Verhalten.

Ganz wichtig ist dabei jedoch: Wenn ihr in diesen Ländern frei stehen wollt, dann macht das möglichst unauffällig. Damit meine ich jetzt nicht, irgendwo versteckt hinter einem möglichst dicken Gebüsch, sondern vielmehr, dass ihr euch tadellos verhaltet. Lasst also keinen Müll zurück, blockiert mit eurem Wohnmobil nicht unnötig viele Parkplätze, nur weil es dann schöner steht und haltet euch auch mit lauter Musik etc. zurück. Denn eines sollte man sich immer vor Augen halten: Man ist hier oftmals nur geduldet und eine wohlgemeinte Geste schlägt schnell ins Gegenteil um wenn sie missbraucht wird.

Die meisten Länder und Kommunen haben öffentliche Campingplätze ausgeschrieben.

Meistens sind die erlaubten Campingplätze mit Schildern ausgeschrieben. Orientiert man sich an diesen, sollte rechtlich gesehen eigentlich nichts schief gehen.

Island

Auf Island ist das Wildcampen, sowie das freie Stehen mit dem Wohnmobil offiziell verboten. Dieses Verbot wurde jedoch in der Vergangenheit oft nicht verfolgt oder anders ausgedrückt: das freie Stehen wurde für eine Nacht toleriert. In den vergangenen Jahren ist das Tourismusaufkommen auf der Insel jedoch deutlich angestiegen. Dies und das leider nicht selten rücksichtlose Verhalten einiger Urlauber hat jedoch dazu geführt, dass die gesetzliche Regelung deutlich verschärft wurde und auch durchgesetzt wird. Kurz und gut: Wer sich hier keinen Ärger einhandeln will, sollte auf jeden Fall einen Campingplatz anfahren.

Frankreich

In Frankreich ist die Gesetzeslage leider total verwirrend. Hier hat nahezu jeder Ort seine eigene Regelung was das Wildcampen bzw. freie Stehen betrifft. Das heißt grundsätzlich: Erst einmal ist das Wildcampen nicht grundsätzlich verboten, aber jede Gemeinde legt selber fest, wie sie mit diesem Thema umgeht. Auch kann jede Gemeinde spezielle Plätze, Orte oder Areale ausweisen, an denen das Campen erlaubt ist. Manchmal sind dies größere Parkplätze oder eben der örtliche Camping Municipal. Verboten ist das Campen allerdings in Naturschutzgebieten und in der unmittelbaren Nähe zu Quellen, Sehenswürdigkeiten und Denkmälern.

 Das heißt jedoch nicht, dass man in Frankreich nicht frei stehen kann, man muss sich eben vor Ort informieren. 

Ein gute Alternative ist auch das System „France Passion“. Hierbei handelt es sich um ein Verzeichnis, das über 2000 kostenlose Stellplätze auf Privatgrund in ganz Frankreich ausweist. Nicht selten handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Betriebe oder Weingüter, die ganz offiziell für eine Nacht kostenlose Stellplätze für autarke Wohnmobile zur Verfügung stellen.

Großbritannien

Während in Schottland freies Stehen vielerorts möglich ist, gelten für England und Wales andere Bestimmungen. Also ist es wichtig die regionalen Unterschiede für Großbritannien zu kennen. Für Schottland gilt: wer einen angemessenen Abstand (von rund 15-20 Meter) zu öffentlichen Straßen einhält, niemanden stört oder behindert und sich (sofern erforderlich) das OK des Landbesitzers eingeholt hat, ist hier absolut auf der sicheren Seite.

In England und Wales sind die Regeln deutlich strenger. Nahezu alle Parkplätze sind dort mit Schildern ausgestattet, die das Stehen über Nacht ausdrücklich verbieten. Wer hier dennoch stehen bleibt, der muss damit rechnen von den örtlichen Ordnungshütern angesprochen zu werden. Hat man allerdings die Erlaubnis des Besitzers auf dessen Privatgrund zu kampieren, sollte es auch hier keine weiteren Probleme geben.

Österreich

Ähnlich wie in Frankreich kochen auch in Österreich die Gemeinden und Kommunen oftmals ihr eigenes Süppchen. Eine allgemein gültige Regelung gibt es somit leider nicht. Je nach Gebiet wird das Stehen für eine Nacht toleriert. In den Regionen Tirol und Wien ist das Wild campen jedoch flächendeckend untersagt. Wie es sich mit den jeweiligen Bestimmungen genau verhält, erfragt man am besten vor Ort. In Österreich gibt es auch zwei große Campingclubs, die hierfür Aufschluss geben können.

Juhu, es gibt sie noch! – Diese Länder lassen das freie Stehen zu

Gleich vorab: Die Tatsache, dass freies Stehen erlaubt oder zumindest nicht verboten ist, heißt nicht, dass man hier tun und lassen kann was man will. Nichts kaputt machen, keinen Müll hinterlassen, niemanden stören und sich unauffällig verhalten sind dabei nur die Grundregeln, an die man sich eigentlich ohnehin immer halten sollte. Darüber hinaus gelten in vielen Ländern zusätzliche Bestimmungen, die das freie Stehen betreffen.

Belgien, Italien, Dänemark und Deutschland

Eine „Fahrtunterbrechung

Vielerorts wird das freie Stehen nur als „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“. Deshalb sollte man nicht den Eindruck erwecken, dass man dort langfristig campen möchte.

In Deutschland darf man überall dort, wo es nicht ausdrücklich verboten ist für eine Nacht (und nicht länger) mit dem Wohnmobil stehen bleiben. Wer dies tut, sollte sich jedoch der genauen Gesetzeslage bewusst sein, denn diese „Fahrtunterbrechung“ dient offiziell nur der „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“. Konkret: Wer sich zu müde fühlt weiterzufahren darf, egal zu welcher Uhrzeit, auf einem geeigneten Parkplatz stehen bleiben und sich so lange ausruhen, bis er wieder weiterfahren kann.

Schwierig ist es freilich immer abzugrenzen, wo „die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ aufhört und wo „Camping“ anfängt. Macht man von dieser Regelung Gebrauch, sollte man auf keinen Fall Stühle rausstellen, die Markise ausfahren, großartig Grillen oder dergleichen anfangen. Auch empfiehlt es sich möglichst spät „anzureisen“ und am nächsten Tag zeitig weiterzufahren. In der Regel wird eine Standzeit von nicht länger als 10 Stunden angenommen. Wer also beispielsweise auf der Durchreise ist oder ein, zwei Tage in Gebieten verbringen will, in denen die offiziellen Campingplätze ungeschickt liegen, wird mit dieser Regelung sicherlich gut klarkommen.

Diese Regelung gilt grundsätzlich auch für Belgien, Dänemark und Italien. Leider sieht es in der Realität aber so aus, dass viele Parkplätze mit entsprechenden Verbotsschildern versehen sind. In Italien ist dies vor allem in stark touristischen Regionen der Fall. Auch gibt es hier nicht selten Zufahrtsverbote für Wohnmobile.

Norwegen und Schweden

Auch in Schweden und Norwegen unterliegt das freie Stehen gewissen Bedingungen und sollte keinesfalls mit dem weithin bekannten ‚Jedermannsrecht‘ gleichgesetzt werden. Das Übernachten an einem Ort außerhalb eines offiziellen Camping- oder Stellplatzes ist generell auf eine Nacht beschränkt. Auch dürfen Waldwege, wegloses Gelände oder Naturschutzgebiete nicht befahren werden. In vielen Orten gibt es außerdem regionale Regelungen und Verbote. Wer sich aber abseits von besiedelten Flächen in Straßennähe so aufstellt, dass er niemanden behindert und auch den Untergrund nicht beschädigt, kann hier problemlos für eine Nacht mit dem Wohnmobil campiert werden.

Fazit

Für viele Länder ist es schwierig klare und allgemein gültige Aussagen zu treffen. Wenn ihr euch nicht sicher seid welche Regelung für euer Urlaubsland oder eure Region gilt, helfen oft die Tourismusverbände der einzelnen Länder weiter. Auch beim ADAC gibt es diesbezüglich zahlreiche nützliche Informationen.

Doch egal welche örtlichen Regeln gelten, eines gilt auf alle Fälle immer: Müll mitnehmen und niemanden belästigen oder behindern. Denn wer in fremden Ländern unterwegs ist, hat meist mehr vom Urlaub, wenn er sich mit den Einheimischen gutstellen kann. Und auf diese Weise hat es auch schon manchmal geklappt, dass nach einem Einkauf von Obst, Gemüse oder Wein beim regionalen Erzeuger, die Campingerlaubnis auf dem Grundstück erteilt wurde.

Falls euch das Reisen mit dem Wohnmobil nun allerdings ein bisschen zu heikel erscheint und ihr somit noch abwägt auf das Zelt umzusteigen, leiten wir euch dafür gerne an den entsprechenden Artikel über das Wildcampen mit Zelt weiter. In diesem Sinne „on the road again“…

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Benni sagte am 25. Juli 2019 um 11:24 Uhr

    der Bericht geht weit an der Realität vorbei. Die Gesetzetzeslage und die Realität vor Ort sind 2 paar Schuhe.
    In den Niederlanden z.B. ist es nach Gesetz und auch in der praktischen Anwendung gleich. Es wird kontrolliert und auch Bussgeld erteilt.
    In Albanien z.b. ist das Freistehen das Selbstverständlichste überhaupt. Da beschäftigt man sich noch nicht mal mit Frage, ob das verboten oder erlaubt sein könnte.
    In Griechenland dafür ist die Gesetzeslage beim klaren Verbot und die praktische Anwendung so, dass es in großem Umfang gemacht und toleriert wird. Da gibt es sogar die Mülltonnen an den freien Stellplätzen, die nicht erlaubt sind. Einzige Ausnahme: In unmittelbarer Nähe zu Campingplätzen darf man es nicht übertreiben. Dort sieht sich die Polizei gelegentlich gezwungen (von den Campingplatzbetreibern aufgescheucht), das Recht durchzusetzen. Bussgelder sind aber die absolute Ausnahme.

    Der Gipfel ist es aber, den Franzosen zu bescheinigen, man könne nicht freistehen. Dort gibt es neben den günstigen Gemeindeplätzen noch eine unendliche Zahl an Parkplätzen oder Picknickplätzen. Diese sind oft schön angelegt und ideal für den kurzen Stopp oder die Nacht. In fast jeden Dorf gibt es einen Parkplatz, der gut mit dem Womo benutzt werden kann. Nur direkt an der Mittelmeerküste geht auch in Frankreich nichts. Da ist fast alles bebaut, versperrt oder verboten. für mich ist Frankreich absolut Top zum Freistehen. Hier können auch die größeren Fahrzeuge gut ihr Plätzchen finden. Das gilt besonders für die nicht so touristischen Gebiete und im Westen/ Norden. Dort ist wirklich Platz. Teils auch wunderschön direkt am Meer.

  2. Bergfreundin Cora sagte am 7. August 2019 um 10:58 Uhr

    Hi Benjamin,

    danke für deinen Kommentar.

    Wie du sicherlich verstehen kann, können wir nur die offiziellen Regelungen der einzelnen Länder und Regionen anbieten.
    Ob dies inoffiziell anders gehandhabt wird, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Dies kann sich je nach Region ja auch stark unterscheiden und eventuell sogar ändern, z.B., wenn eine Region auf einmal einen großen Anstieg an Besuchern und auch Campern hat. In so einem Fall wird sie wahrscheinlich eher auf die festgelegten Regeln pochen, als wenn einmal im Jahr ein Camper in einer Ecke steht.

    Ich wünsche dir schönes Reisen.

    Viele Grüße
    Cora

  3. Katharina sagte am 13. August 2019 um 10:51 Uhr

    Sorry, aber ich finde den Beitrag auch wenig hilfreich, weil darin doch einiges falsch ist. 1. In England gibt es keine Möglichkeit, frei zu stehen, einfach gar keine. Es ist schlicht und einfach überall verboten. Das betrifft nicht, wie von euch geschildert, „viele Parkplätze“, sondern es gilt ein englandweites flächendeckendes Freisteh-Verbot. 2. Auch in Island hat sich die Gesetzeslage dahingehend verschärft, dass niemand mehr mit dem Wohnmobil freistehen darf, nirgends. Das Tolerieren für eine Nacht hat sich erledigt, das gibt es nicht mehr. Man muss auf den Campingplatz – und sollte es auch. Island wird von Touristen gerade überrannt, da ist es unverantwortlich, noch immer die angebliche Toleranz anzuführen. Die Einheimischen wollen ihre Insel intakt halten, mit vollem Recht. 3. Auch in Dänemark ist Freistehen durch Schilder fast überall verboten. Ihr habt in eurem Kommentar zu Benni gesagt, ihr könntet „nur die offiziellen Regelungen der einzelnen Länder und Regionen anbieten“, dann tut das bitte auch, und zwar korrekt.

  4. Jörn sagte am 17. September 2019 um 14:06 Uhr

    Hi Katha,

    danke für deinen Kommentar. Ich habe mit Lisa nochmal gesprochen und wir haben nochmal einiges korrigiert. Zu England – so sagt sie – hat sie bei ihrer Recherche allerdings unterschiedliche Aussagen gefunden. Hast du eine offizielle Quelle die besagt, dass es in England generell verboten ist? Wir wollen da nur auf der sicheren Seite sein.

    Ganz liebe Grüße, Jörn

  5. Marc Haarbauer sagte am 9. Oktober 2019 um 15:55 Uhr

    Hi,

    es ist ein großer Unterschied was man unter frei stehen mit dem Wohnmobil versteht. Der Grund warum es überhaupt zu Verwirrungen kommt sind die Menschen die meinen überall Tisch und Stühle auspacken zu müssen.
    Im Wohnmobil schlafen ist in 15 Jahren Reisen durch Europa noch nie und nirgends ein Problem gewesen!

    Man muss sich natürlich an gewisse Regeln halten… steht ein Schild dort mit einem durchgestrichenen Wohnmobil oder No Overnight parking usw dann ist klar da nicht…
    Es ist auch klar dass man nicht direkt vor einem Haus parkt (Ausnahme ich gehe dorthin klingle und rede mit dem Besitzer) In 99% aller Fälle ist er/sie interessiert an eurer Reise und sagt na klar doch kein problem. Natürlich gilt das auch nur für Leute mit Toilette im Mobil. Niemand will, dass überall in iherer Nähe Hingepinkelt und mehr wird! ;)

    Sollte nachts die Polizei kommen müsste sie euch ja erstmal nachweisen dass ihr hier schlaft und nicht einfach nur steht was ja nirgends verboten ist. Ihr könntet auch sagen oh wir haben beide was schlechtes gegessen können nicht fahren. Nirgends werdet ihr eine Strafe bekommen.

    Zum Thema England: Es ist dort verboten wo ein entsprechendes Schild steht sonst darf man das! Man findet allerdings häufig solche Schilder… dann redet man kurz dort mit Einheimischen und die sagen Blödsinn ihr könnt natürlich stehen bleiben.

    Grüße, Marc

  6. Lenki sagte am 3. November 2019 um 09:05 Uhr

    Herzlichen Dank für den Beitrag , für die Mühe und Arbeit.
    Man sollte aber trotz aller , Besserwisserei einen anständigen Ton für einander finden.
    Wir sind alle Traveller und froh über News und Anregungen von „Kollegen „
    Gute Reise
    Gruss Lenki

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