Wanderschuhe schnüren. Foto: Mammut

Wanderschuhe richtig schnüren

4. Dezember 2017

Die meisten von uns machen es täglich. Es ist uns so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir nebenher noch telefonieren, lesen, essen, trinken und autofahren können (keine Empfehlung). Viele von uns machen es auch schon so lange, dass wir gar nicht mehr weiter drüber nachdenken – wir schnüren Schuhe.

Also warum dann damit anfangen, wenn wir uns Wanderschuhe kaufen und uns auf den Weg machen, neue Berge zu besteigen?

Aus einem ganz einfachen Grund: wenn die Füße schmerzen, kann eine Tour schnell zur Tortur werden.

Wir haben Euch hier ein paar Tipps zusammengetragen, wie Ihr Druckstellen und Blasen vermeiden könnt oder Euch Erleichterung verschafft, wenn es doch dazu gekommen ist.

Der richtige Sitz ist entscheidend

Wanderschuhe richtig schnüren

Immer schön mittig bleiben.

Morgens, vor dem Start auf der Hütte ist meist noch ausreichend Zeit sich die Schuhe gründlich zu schnüren. Nach dem Anziehen, am besten den noch unverschlossenen Schuh mit der Ferse schräg nach hinten auf den Boden klopfen. So rutscht die Ferse optimal in Position (Danke für den Tipp, Matthias). Nach 15-30 Minuten Gehen hat sich der Schuh allerdings erwärmt und dadurch geweitet. Wo 30 Minuten vorher alles noch schön fest saß, rutscht es nun und fängt schnell an zu reiben.

Jetzt sollte man sich die Zeit nehmen, die Schuhe noch mal gründlich nach zu schnüren. Und lieber mal die Gruppe für fünf Minuten aufhalten, als sie am Nachmittag wegen Schmerzen ganz auszubremsen. Und vermutlich wird es den Mitläufern auch nicht schaden ihre Schuhe zu justieren!

Die Zunge (Lasche) sollte in der Mitte bleiben

Du solltest immer versuchen die Zunge des Schuhs in der Mitte zu halten. Denn rutscht sie an die Seite, kann sie zu unangenehmen Druckstellen führen. „Erzieht“ man die Zunge von Beginn an, hält sie sich gerne an ihren vorgestimmten Platz.

Bei widerspenstigen Laschen, kann man die Schnürung wie auf dem Bild verwenden. Allerdings geht dadurch auch etwas Druck auf den Schaft verloren, was wiederum unangenehm sein kann.

Die Schnürung am Schaft tiefer setzen

Wanderschuhe richtig schnüren

Mehr Luft nach oben..

Gerade bergauf kann es angenehm sein, den Knotenpunkt am Schaft etwas tiefer zu setzen und so oben etwas mehr Platz für den abrollenden Fuß zu schaffen.

Dazu kann man die Ösen nicht von unten sondern von oben schlaufen. Dadurch rutscht der Knotenpunkt um 1-2 cm tiefer. Wie viel der eine Zentimeter tatsächlich bringt sei jetzt mal dahin gestellt. Es gibt aber Menschen die schwören darauf.

Allerdings entsteht so mehr Reibung auf dem Senkel und der Schuh behält länger seinen Sitz und lockert sich nicht so schnell. Das ist sicher nicht schlecht.

Die Zwei-Zonen-Schnürung

Wanderschuhe richtig schnüren

Clever Schnürung durch Zonen

Viele Wander- und Bergschuhe verfügen über Feststellöse und geben so die Möglichkeit den Schuh in Schnürzonen zu unterteilen. Auf diese Art und Weise kann man den Spann unabhängig vom Schaft schnüren.

Geht es bergauf, empfiehlt es sich Zone 1 etwas fester zu schnüren um guten Halt zu haben. Gleichzeitig ist es bergauf oft angenehm dem Schaft etwas mehr Luft zu lassen – dazu hier etwas lockerer schnüren.

Geht es aber bergab, schnürt man gerne in der Beuge etwas fester, um so ein Vorrutschen des Fußes im Schuh zu verhindern. (siehe auch nächsten Absatz)

Der gefürchtete Fersenschlupf

Sitzt die Ferse nicht fest im Schuh, reibt sie bei jedem Schritt auf und ab. Das  macht nicht nur die guten Socken kaputt, es kann auch zu sehr schmerzhaften und unangenehmen Blasen führen. Um dem vorzubeugen (besonders, wenn man weiß, dass man an dieser Stelle anfällig ist), gibt es die Flaschenzugtechnik.

Dafür fädelst Du den Schnürsenkel direkt durch die beiden Zughaken (ohne sie zu überkreuzen!). Danach führst Du das gegenüberligende Ende durch den Schnürsenkel, der die beiden Zughaken verbindet. Ziehst Du nun an den Senkeln, wird Dein Fuss tiefer in den Schuh gedrückt und damit die Ferse besser fixiert.

Danach wie gewohnt über Kreuz weiter schnüren.

Mehr Platz am Spann

Manchmal drückt es unangenehm auf den Spann. Das kann an einem Überbein liegen oder einfach weil man einen unebenen Fussspann hat (wie die meisten Menschen). Hier kann es helfen, wenn man dem Spann etwas mehr Platz verschafft.

Dazu einfach den Schnürsenkel durch zwei Ösen (auf der selben Seite) führen und erst anschließend auf die gegenüberliegende Seite kreuzen. So wird eine Kreuzung ausgespart und an dieser Stelle auf den Spann weniger Druck ausgeübt

Feststellen ohne Feststellöse

Wanderschuhe richtig schnüren

Sitz, passt, wackelt …

Die meisten Schuhe verfügen nur über eine Feststellöse und somit zwei Schnürzonen. Es gibt jedoch einen Trick, wie man weitere Schnürzonen bilden kann.

Dazu den Schnürsenkel beim Kreuzen einmal mehr herumschlagen und dann erst wieder einfädeln. Dadurch entsteht so viel Reibung, dass ein Zurückrutschen des Senkels eher unwahrscheinlich ist.

Aber Vorsicht, an dieser Stelle entsteht auch mehr Druck auf den Fußspann.

Noch ein Tipp gegen Blasen

Wanderschuhe richtig schnüren

Wrightsock Socken sind speziell für sensible Füße gemacht

Ich habe mir sagen lassen, wenn man zu Blasen neigt, kann es helfen unter die dicken Wandersocken noch ein dünnes Paar Baumwollsocken zu ziehen. So reiben die Socken gegeneinander, aber nicht am Fuss. Allerdings verhindert die Baumwolle eine ordentlichen Abtransport des Schweißes, was sich wiederum unangenehm auswirken kann. Alternativ kann man auch ein Paar dünne Nylonsocken nehmen. Da ich eigentlich nie Blasen habe, brauchte ich es bisher noch nicht auszuprobieren. Aber Freunde von mir schwören auf den Tipp. Aber vorsicht, nicht dass der Schuh durch die doppelte Lage zu eng wird.

Es gibt inzwischen aber auch Hersteller, die von vornherein zweilagige Socken anbieten, wie zum Beispiel die Marke Wrightsocks.

Und noch etwas Basiswissen

Schnürsenkel sind dynamisch, sprich sie sind dehnbar. Das ist ganz entscheidend, denn so können sie sich dem Schuh/Fuß anpassen und geben nach.

Ersetzt man nun einen Senkel,  bspw. durch eine Reepschnur, wird die Schnürung sehr viel härter und kann stärker drücken. Ist man anfällig für Blasen und Druckstellen, sollte dies lieber nur als Notlösung betrachtet werden.

Offen für Eure Erfahrungen

Kennst Du eine weitere Schnürtechnik, die sich als sinnvoll und hiflreich erwiesen hat? Dann her damit. Wir erweitern gerne diesen Artikel um Eure Erfahrungen. Einfach eine Mail an basislager@bergfreunde.de schreiben.

Im Bereich Klettern und Outdoor tut sich viel. Neue Produkte werden erfunden, bestehende überarbeitet oder verbessert und auch wir lernen täglich viel dazu. Und natürlich wollen wir unser Wissen an unsere Kunden weitergeben. Daher überarbeiten wir regelmäßig unsere Artkel im Basislager. Wunder Dich also nicht, wenn nach ein paar Monaten ein paar Dinge anders sind. Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.10.2015 überarbeitet.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sascha Herwig sagte am 16. August 2013 um 10:54 Uhr

    Hallo Wiebke,

    es gibt noch die Möglichkeit den Schnürsenkel von anstatt von unten durch die Zurrösen zu füren. Das bringt den Vorteil der Schnürsenkel klemmt sich selber und der Schuh geht so gut wie gar nicht mehr auf bzw. die Schnürung lockert sich nicht. Klappt bei mir bis dato wunderbar. Anbei mal noch ein Link zu einem Foto zur Verdeutlichung.
    https://lh6.googleusercontent.com/-uSRmuG3FN_k/T-eIH3DLa_I/AAAAAAAABMk/tZqqTVYATeo/s1024/IMG_5030.JPG

    Liebe Grüße Sascha

  2. Wiebke sagte am 26. August 2013 um 08:33 Uhr

    Hallo Sascha,

    also wie bei „Schnürung am Schaft tiefer setzen“ (nur Dein Bild zeigt es besser ;-)). Ja, das funktioniert auch sehr gut, die Schnürung lockert sich dadurch kaum.

    Lieben Gruß

    Wiebke

  3. Testbericht Wanderschuhe: Salomon Women's Synapse Mid CS WP sagte am 1. September 2013 um 17:36 Uhr

    […] das altmodisch und es wird nicht mehr geschnürt (obwohl im Bergfreunde Blog doch so ein schöner Artikel über Schnür-Varianten war kürzlich); stattdessen zieht am flachen Plastiknöppel bis der Schuh fest genug sitzt, schiebt […]

  4. Marcel sagte am 22. November 2013 um 10:26 Uhr

    Hey Wiebke,

    einen super Blog habt ihr hier!
    Interessante Beiträge und auch sonst eine nette Seite.

    Und ich weiß, Klugscheißer mag niemand ;-)
    aber im Beitrag steht im letzten Abschnitt „lieber nur als Norlösung betrachtet werden.“

    Viele Grüße,
    Marcel

  5. Wiebke sagte am 22. November 2013 um 10:35 Uhr

    Hallo Marcel,

    freut mich zu hören, dass Dir unser Blog gefällt. Und vielen Dank für den Hinweis, habe den Fehler gleich korrigiert.
    Gruß, Wiebke

  6. Hans-Ludwig sagte am 15. Januar 2014 um 23:05 Uhr

    Ich hätte da noch aus meiner Wanderpraxis eine Optimierung beizusteuern:
    bei der Flaschenzugtechnik ist es auf Dauer erheblich schonender für die Senkelspitzen und einfacher für den Schnürer, wenn man nicht die Schnürsenkel unter dem bereits im Klemmhaken eingespannten jeweils gegenüberliegenden Senkel durchfädelt, sondern die Bändel vorher schon locker dahin legt, und erst dann auf der jeweils gleichen Seite darüber und dann unter den Klemmhaken zieht (das liest sich jetzt erheblich komplizierter als es tatsächlich ist) und dann festzieht. Wenn man dann bei den darauffolgenden Hakenpaaren nochmal einen zweiten Flaschenzug macht, sitzen die Schuhe wie angewachsen!
    Gruß, Hans-Ludwig

  7. Markus sagte am 15. Mai 2014 um 16:56 Uhr

    Gibt es evtl. mal ein Foto von der Methode bzw. Optimierung von Hans-Ludwig
    Lg Markus

  8. HL sagte am 19. Mai 2014 um 10:32 Uhr

    Liebe Wanderfreunde,
    Mich wundert ein wenig, dass immer schlechter klemmende
    Schnürsenkel (insbesondere moderne Schnürsenkel) bei Euch kein Thema sind.
    Selbst doppelte Knoten (früher kaum zu öffnen) sind nach kurzer Zeit wieder offen.
    Damit zb Radfahren .. ganz schön gefährlich, aber bei uns bekommt ja alles TüV
    und GS usw ..
    MfG
    HL

  9. Sandy sagte am 1. August 2014 um 08:40 Uhr

    Ganz wichtig: NICHTMALS NICHT BAUMWOLLSOCKEN IN WANDERSCHUHEN!!!

    Baumwolle wird nass, leiert dabei aus und wirft Falten! Unmöglich! Baumwolle trocknet nicht in der Pause. Also: Ich habe sehr empfindliche und sehr schmale Füße, die nie richtig in Bergschuhe passen. Ich ziehe hauchdünne Nylonsöckchen (20 oder 40 DEN) unter die Wandersocken, die idealerweise keine Baumwolle enthalten dürfen!!
    Und dann scheuert nicht die Haut am Socken bei jedem Schritt, sondern gleitet sanft über das dünne Nylonsöckchen und es gibt garantiert keinerlei Blasen!

    Und wer als Mann derartige Söckchen verachtet, der soll – wie auch die Damenwelt – sich mal nach den „Wrightsocks“ aus den USA erkundigen im Netz… zwar nicht billig, aber sie haben eine zweite Socke dünn, ungebleicht, innen eingenäht. Trocknen dank Funktionsfaser ultra schnell in der Pause (immer Schuhe und Socken ausziehen) und sind einfach ein Traum. Gibt es auch für Laufen, Speedhiken usw. – sind auch Testsieger.
    Gruß in die Berge!

  10. Gut zu(m) Fuß: Wandern ohne Blasen & Co. | wandern und schreiben sagte am 9. September 2014 um 07:49 Uhr

    […] Über die Schnürung kann die Passform von Wanderschuhen exakt angepasst werden. Diese Möglichkeit sollten Sie auch nutzen! Wenn die Ferse schlupft, der Spann nach einem langen Wandertag wehtut oder der Fuß beim Bergaufgehen oder bei Abstiegen anstößt, liegt das fast immer daran, dass die Schnürung nicht gut genug angepasst ist! Ziemlich gute Hinweise zur Schnürung finden Sie im Bergzeit-Blog. […]

  11. Ruben sagte am 5. September 2015 um 12:25 Uhr

    Hallo bergfreunde.de,
    Bin schonn eine zeit beim (Berg)Wandern dabei.
    Aber muss gestehen dass ich da doch ein paar Tricks dazu bekommen habe.
    Danke.
    Ruben

  12. Christina sagte am 7. Januar 2016 um 22:46 Uhr

    Hallo zusammen,
    Ich bin aktuell in Neuseeland und hab mir bei dieses Gelegenheit noch in Deutschland ein paar han wag Wanderschuhe gekauft.
    Nach der ersten Wanderung habe ich ziemliche schmerzen an der Außenseite oberhalb der Knöchel…
    Sind sogar leicht blaue Flecken geworden.
    Gibt’s da nen Tipp was ich beim nächsten Wanderausflug anders machen kann?
    Liebe Grüße
    Christina

  13. Wiebke sagte am 11. Januar 2016 um 10:35 Uhr

    Hallo Christina,

    hast Du die Schuhe denn vorher eingelaufen oder hast Du dich gleich damit auf Tour begeben? Als Tipp hätte ich jetzt höchsten, gepolsterte Wandersocken zu tragen und den Schaft nicht zu eng zu schnüren. Allerdings solltest Du schauen, dass Du trotzdem noch ausreichend Stabilität im Schuh hast, nicht dass Probleme an anderen Stellen auftreten. Lieben Gruß, Wiebke

  14. Auf Schusters Rappen | Weggefährte sagte am 21. März 2016 um 14:03 Uhr

    […] gute Erklärungen zu der richtigen Schnürung eurer Trekkingschuhe findet ihr hier und […]

  15. Alex sagte am 27. September 2016 um 16:37 Uhr

    Sehr geiler und interessanter Artikel, danke. Hat mir wirklich dabei geholfen einige Wanderschuhe besser, bzw. komfortabler tragen zu können.

    Gruß
    Alex

  16. St. Brinkmann sagte am 18. Februar 2017 um 12:10 Uhr

    Tesafilm bei Blasen.
    Beginnt sich die Haut an der Ferse zu lösen um eine Blase zu bilden, einfach ein möglichst breites stück Tesafilm waagerecht drüber kleben. Es sollte rechts und links mindestens 2-3 cm überstehen und keine Falten schlagen. Die Ränder müssen auf gesunder Haut enden und dürfen nicht drücken, andernfalls können sie sich in die Haut einschneiden.
    Es ist so glatt, dass der Strumpf wie auf Eis darüber rutsch und die Haut vollständig entlastet. Nach etwa 30min. beginnt es sich abzulösen oder zu verrutschen und muss ggf. erneuert werden.

  17. Jörn sagte am 20. Februar 2017 um 09:21 Uhr

    Danke für den guten Tipp – und vor allem für den Hinweis, dass sich der Tesa-Film relativ schnell wieder löst!

    Liebe Grüße,

    Jörn

  18. Erb Thomas sagte am 28. April 2017 um 13:49 Uhr

    Nun ja Schnürung ist ja gut und schön aber ich habe mir ja den Salomon – X Ultra 2 – Wanderschuhe gekauft und da ist leider für mich so eine blöde Salomon Schnürung dran die ich nur mit festziehen beeinflussen kann und leider bin ich immer am nachziehen da diese Schnürung sich immer löst. Kommentar von Bergfreunde ich Zitiere “ Es müsse sich erst etwas abnutzen damit es funktioniert. “ Was ich beim heutigen stand der Technik etwas dünn bzw lächerlich finde niemals wieder so ein Schuh mit solch einer Schnürung

  19. Jörn sagte am 28. April 2017 um 13:56 Uhr

    Hi Thomas,

    die Quick-Lace-Schnürung erfordert tatsächlich etwas Übung. Unsere Anleitung ist natürlich auch für klassische Schnürungen ausgelegt. Ich habe die Schuhe jetzt gerade nicht vor mir – aber eventuell besteht ja die Möglichkeit, normale Schnürsenkel nachzurüsten? Allerdings befürchte ich, dass man dafür die Salomon-Schnürung mit der Schere auftrennen muss. Aber vielleicht ist es trotzdem ein Ansatz.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  20. Katrin sagte am 9. Juli 2017 um 21:23 Uhr

    Hallo,
    bald steht eine Alpenüberquerung über den E5 an. Dieses Wochenende habe ich meine neuen Wanderschuhe (Hanwang) ausgetestet. Nach dem 2. Tag habe ich totale Schmerzen an den Schienbeinen und Blasen an den Füßen (den Tipp mit den Nylonsocken teste ich direkt mal aus).
    Habt ihr noch einen Tipp für die starken Schienbeinschmerzen?

    Liebe Grüße,

    Katrin

  21. Jörn sagte am 10. Juli 2017 um 11:58 Uhr

    Hi Katrin,

    versuch‘ mal die Techniken, die den Spann etwas entlasten. Eventuell hilft das, den Zug auf die Schienbeinmuskulatur zu reduzieren. Hast du eine Blackroll zuhause? Damit kannst du die Muskel ein wenig ausrollen, was eventuell auch hilft. Die Blasen können tatsächlich einfach durch das Eintragen entstehen und haben sich hoffentlich bald erledigt :)

    Kannst du eine Überbelastung des Schienbeins ausschließen? Klassiker wären: Kühlen, Dehnen, leichte Massagen und das Bein entlasten.

    Ich hoffe, dass du dein Schienbein damit in den Griff bekommst und die Tour wie geplant stattfindet.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  22. Anne S. sagte am 12. September 2017 um 11:47 Uhr

    Ihr Lieben, danke für die tollen Tipps.
    Ich trage seit 3 Jahren einen Meindl Air Revolution. Seit Anbeginn fremdel ich mit dem Schuh. Mein alter geliebter Lowa war zu klein geworden. Fussgewölbe senkte sich, Fersenschmerz etc. alles was dazu gehört. Heuer sind wir wieder im Südtirol. Sowohl mit der alten Meindlsohle wie auch mit der extra neuen Sohle zur Fersenentlastung ( top ledersohle mit Polster) drückt mir nun der Schuh beim den hiesigen steilen Abstiegen im Ballenbereich. Eine gelockerte Schnürung über den Spann, hilft zwar etwas , aber nicht wirklich, da mir der Schuh dann nicht mehr fest genug um den Fuss sitzt.
    Habt ihr vielleicht einen Tipp? Schuhe insgesamt zu eng? Eigentlich habe ich keine breiten Füße und bin sehr froh, dass ich meinen Fersensporn an beiden Füßen gut in den Griff bekommen habe. Doch andere Schuhe und wenn ja worauf beim Kauf achten? Dank Euch, liebe Grüße Anne

  23. Jörn sagte am 13. September 2017 um 10:55 Uhr

    Hi Anne,

    meine erste Vermutung: Hast du die neue Einlegesohle direkt über die Alte gelegt? Oder hast du diese entfernt, bzw. gegen die neue ausgetauscht? Wie ist es denn, wenn du die Schnürung am Schaft etwas stärker machst, damit der Fuß nicht so weit nach vorne rutscht? Um zu überprüfen, ob die Schuhe nicht zu klein sind, kannst du dich mal direkt auf die Einlegesohle stellen. Ist vorne noch etwa Platz für einen Zeigefinger, sollten die Schuhe zumindest von der Länge her in Ordnung sein.

    Ansonsten würde ich tatsächlich zu einem neuen Schuh tendieren. Vielleicht wieder zurück zu Lowa, wenn die besser gepasst haben? Ist leider immer recht schwierig hier eine allgemein gültige Aussage zu treffen.

    Viele Grüße,

    Jörn

  24. Matthias sagte am 20. September 2017 um 16:37 Uhr

    Hallo Wiebke,
    super Artikel, vielen Dank. Eine kleine Ergänzung: Nach dem anziehen, den noch unverschlossenen Schuh mit der Ferse schräg nach hintenauf den Boden stupfen. So kriegt die Ferse kontakt nach hinten und der Fuß ist optimal positioniert.

    Viele Grüße
    Matthias
    Orthopädieschuhmachermeister

  25. Jörn sagte am 21. September 2017 um 10:39 Uhr

    Hi Matthias,

    guter Tipp, danke. Nehmen wir doch gleich auf!

    Liebe Grüße,

    Jörn

  26. Ruth sagte am 4. Dezember 2018 um 13:11 Uhr

    ich habe das Problem, dass an meinem Wanderschuh (Hangwang) die seitlichen Schnürhaken so angebracht sind, dass ich – Gott sei Dank bevor ich den E5 gewandert bin – zwei mal gestürzt bin, weil ich mit den Schnürsenkeln an den Schnürhaken hängen geblieben bin. Ich verstecke jetzt immer irgendwie die Schuhbänder. Die Wanderhose reicht zwei über die Schnürung, aber je nach Bewegung kann das Hosenbein ja auch mal hochrutschen. Ich dachte erst, ich laufe irgendwie seltsam, aber einer Wanderfreundin ist jetzt das gleiche passiert. Habt Ihr einen Tipp für eine optimale Schnürtechnik?
    Finde aber auch so eine Ausstattung bei einem Wanderschuh wirklich nicht optimal.

  27. Bergfreund Marco sagte am 4. Dezember 2018 um 13:38 Uhr

    Hallo Ruth,

    um ganz ehrlich zu sein, ist das Problem jetzt so aus der Ferne recht schwer zu beurteilen. Auch Schnürsysteme unterscheiden sich natürlich von Modell zu Modell und Hersteller zu Hersteller.
    Vielleicht ist es am einfachsten, wenn wir das einmal telefonisch besprechen. Du erreichst uns von Montags bis Freitags von 10-17 Uhr unter:

    07121/7912-0

    Ganz generell empfiehlt es sich die Schnürsenkel möglichst kurz zu halten, aber das löst jetzt glaube ich nicht wirklich Dein Problem.

    Viele Grüße,

    Marco

  28. Boris sagte am 16. Februar 2019 um 12:20 Uhr

    Hallo,

    ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, also sorry, falls schon erwähnt. Meine bisher immer bewährte
    Lösung gegen Blasen ist ganz simpeles präventives tapen. Bevor ich einen Schritt tue, tape ich die Ferse ab (oder wer andere anfällige Stellen hat, dann diese).
    Ich nehme dazu das teure leukotape, habe schon andere aussprobiert, aber in Verbindung mit Schweiß, halten die nicht so lange.
    Das leukotape hält auch schon mal 3 Tage durch. Viele Wanderer haben Tape mit, aber nutzen es meist erst wenn sich Blasen gebildet haben, dann bringt es nur noch Schonung aber nicht viel gegen den Schmerz.

    Gruß Boris

  29. Frank sagte am 14. April 2019 um 10:19 Uhr

    Euer Bild zu: „DIE SCHNÜRUNG AM SCHAFT TIEFER SETZEN“ verstehe ich nicht. Das sieht doch aus wie ganz normal von unten nach oben geschnürt. Worauf muss ich da genau achten um den Unterschied zu erkennen?

    Gruß

    Frank

  30. Bergfreund Marco sagte am 15. April 2019 um 14:04 Uhr

    Hallo Frank,

    in der Tat haben wir hier ein falsches Bild von dieser Grundidee, sorry dafür.

    Wir werden das versuchen im Laufe der Woche zu korrigieren und hoffen das dann visuell aufklären zu können.

    Viele Grüße,

    Marco

  31. Andreas sagte am 23. April 2019 um 08:06 Uhr

    Hallo,

    ein wirklich guter Artikel der mir schon einmal sehr geholfen hat. Ich habe mir Wanderschuhe von Lowa gekauft und nach dem ersten Tragen hat mein Spann sehr weggetan. Daraufhin habe ich den Spann wie in eurem Artikel beschrieben mehr Platz gegeben. Damit war das Problem mit dem Spann behoben. Seitdem habe ich das Problem, dass meine rechte Ferse nach ein paar Kilometern weh tut und längeres Laufen sehr schmerzhaft wird (keine Blasen) – auch merke ich kein großartiges Auf- und Abrutschen der Ferse. Nun beschreibt ihr die Flaschenzugtechnik, ich gehe mal davon aus, dass diese Technik ehr wieder schlecht für den Spann ist (oder?). Habt ihr vielleicht noch einen anderen Tipp, den ich mal ausprobieren kann?

    LG
    Andreas

  32. Bergfreund Robert sagte am 25. April 2019 um 16:18 Uhr

    Lieber Andreas,

    Ich falle mal mit der Tür ins Haus. Die Schuhe passen dir schlichtweg nicht. Ich gehe mal davon aus, Du hast einen sehr hohen Rist und deshalb Probleme mit Deinem Schuh. Egal ob wie Du den Schuh bindest er wird Dir nicht passen. Ich empfehle Dir hier mehrere Schuhe zur Auswahl kommen zu lassen um für Dich den Richtigen zu finden. Gerne kannst Du bei uns im Gearhead Team anrufen und Dich von Uns beraten zu lassen.
    Viele liebe Grüße vom Robert

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