Ausrüstung

Materialinfo: Gore Windstopper – Die Bastion gegen Sturm und Wind

1. Juli 2015

Kategorie

Sportart

Windstopper Produkte von Gore

Gore hat auch Windstopper Produkte im Angebot

Ein eisiger Wind weht über die Piste und der Schnee weht einem Sandsturm gleich über die Berge. Die Muskeln zittern schon alleine vom Hinsehen, obwohl Ihr noch in der warmen Liftstation steht, aber gleich bläst Euch der Sturm gewaltig um die Ohren. Ihr zieht die Skijacke bis oben hin zu, stülpt die Kapuze über den Helm und schreitet mutig durch die Tür.

Wenn Ihr euch in einer ähnlichen Situation schon einmal wiedergefunden habt, wart ihr sicher froh, winddichte Bekleidung dabei gehabt zu haben. Und wahrscheinlich prangerte sowohl auf Hose als auch auf der Jacke das markante, achteckige, rote Windstopper-Logo der Firma W. L. Gore & Associates, die sich auch für die berühmten Gore-Tex-Laminate verantwortlich zeigt. Denn die Amerikaner können nicht nur Regenjacken, sie setzen auch in Sachen Windbekleidung immer wieder neue Maßstäbe.

Windstopper: Absolut winddicht und sehr vielseitig

Ähnlich wie beim großen, wasserdichten Bruder sind auch die Gore Windstopper-Laminate dreilagig aufgebaut. Den Kern bildet eine ePTFE-Membran (expandiertes Polytetrafluoretyhlen), die mit zahlreichen kleinen Poren versehen ist: auf einem Quadratzentimeter liegen über 1,4 Milliarden Poren. Diese sind so klein, dass sie Wind und Wetter ausschließen, zugleich aber Wasserdampf durchlassen. Das Gewebe ist also absolut winddicht und wasserabweisend, ohne dabei die Atmungsaktivität zu vernachlässigen. Bei entsprechendem Temperaturgradienten können Schweiß und Feuchtigkeit nämlich so sehr schnell nach außen abgegeben werden.

Diese fortschrittliche Membran ist das Herzstück verschiedener Laminate:

  • Windstopper Active Shell ist besonders leicht und platzsparend, bleibt dabei aber voll winddicht und hat eine hohe Atmungsaktivität. Dadurch eignet sie sich ideal für hochintensiven Sport wie Trailrunning, Laufen oder Radfahren.
  • Windstopper Soft Shell ist die klassische Variante, die eine ausgewogene Mischung aus Winddichtigkeit, Atmungsaktivität und Beweglichkeit bietet. Produkte mit diesem Laminat sind ideal für fast jede Sportart.
  • Windstopper Technical Fleece kombiniert die Vorteile einer winddichten Membran, mit denen von Fleece. Dadurch lässt sie nicht das leiseste Lüftchen passieren und ist gleichzeitig warm und atmungsaktiv. So kann sie sowohl als Außen- wie auch als Zwischenschicht zum Einsatz kommen.
  • Winstopper Insulated Shell besteht nicht wie die anderen Laminate aus drei, sondern aus vier Schichten. Die Zusatzschicht bildet eine leichte, atmungsaktive Kunstfaserisolation. Dadurch ist das Material das Wärmste in der Windstopper-Familie. Wobei es seine atmungsaktiven und winddichten Eigenschaften natürlich nicht einbüßt. Eingesetzt wird es bei Funktionsjacken wie der Vanguard Jacket von Mountain Equipment.

Allen Laminaten gemein ist, dass sie durch die Membran wasserabweisende Eigenschaften erhalten. Zusätzlich sind sie mit einer DWR-Imprägnierung versehen, die vor allem das Obermaterial vor Nässe und Schmutz schützt. Diese Beschichtung muss nach mehrmaligem Waschen erneuert werden. Wie das funktioniert und warum das wichtig ist, liest Du hier.

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit, finden sich die Windstopper-Laminate in so gut wieder jeder Art von Outdoor-Bekleidung wieder. Besonders im Bereich Skitour ist das Material aufgrund seiner Eigenschaften heiß begehrt, denn es schützt zuverlässig vor Kälte, bietet viel Bewegungsfreiheit, ist atmungsaktiv und hält Schneefall locker aus. Aber auch bei Baselayern wird es gerne eingesetzt, zum Beispiel bei dem Active Extreme WS Shirt von Craft, das vor allem für Radfahrer konzipiert wurde, die oft mit starkem Fahrtwind zu kämpfen haben.

Wider dem Windchill-Effekt

Guter Schutz vor Wind ist unbedingt notwendig! Foto: Hiro Kurkako

Guter Schutz vor Wind ist unbedingt notwendig! Foto: Hiro Kurkako

Winddichte Sportbekleidung an sich sollte in Eurer Ausrüstung auf keinen Fall fehlen. Schließlich schützt sie zuverlässig vor dem berüchtigten Windchill-Effekt. Dieser beschreibt den Unterschied von gefühlter zu tatsächlicher Temperatur in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit. Soll heißen: Je kräftiger der Wind weht, umso kälter fühlt es sich an. Was in der Theorie erstmal harmlos klingt, kann in der Praxis schnell zum Problem werden, spätestens wenn man aufgrund von fehlendem Windschutz auskühlt. Schon bei einer geringfügigen Unterkühlung werden die Extremitäten – also Arme und Beine – nur noch schwach durchblutet und der Kreislauf zentralisiert sich. Zittern und leichte Taubheitsgefühle können die Folge sein. Bekommt der Wind aber gar nicht erst die Möglichkeit unter die Bekleidung zu kommen, kann er auch die warme Luft am Körper nicht wegnehmen.

Winddichte Bekleidung nimmt also eine wichtige Funktion im Lagensystem ein und sollte keinesfalls unterschätzt werden. Zwar sind wasserdichte Jacken immer auch gleichzeitig winddicht, reichen aber an die Atmungsaktivität von Windstopper-Bekleidung nicht heran. Daher solltet Ihr es euch gut überlegen, ob ihr auf der nächsten, anstrengenden Bergtour nicht doch lieber eine luftigere, aber dafür winddichte Jacke einpackt.

Ihr habt noch Fragen? Dann hilft Euch unser Kundenservice gerne weiter. Daniel ist hier unser Fachmann in Sachen Softshell. Ihr erreicht ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

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