Interview Bergfreundin Christa

10 Jahre Bergfreunde – Interview mit Christa

25. Juli 2016
Die Bergfreunde

Wenn es bei den Bergfreunden so etwas wie einen „guten Geist“ gibt, dann ist das wohl unsere Christa, die als Assistenz der Geschäftsleitung den ganzen Tag von Besprechungsraum zu Besprechungsraum flitzt, so ziemlich alles organisiert und sich nebenbei auch noch um die Neueinstellungen und Personalthemen Intkümmert. Es war nicht ganz einfach, sie zu fassen zu kriegen, aber anlässlich unseres 10-jährigen Jubiläums haben wir sie dann doch für ein Interview gewinnen können, in dem sie unter anderem verrät, was ein Bewerber für die Bergfreunde alles mitbringen muss.

Interview Bergfreundin Christa Hallo Christa, die Bergfreunde werden 10 Jahre alt – was sagst Du dazu?

Dass es irgendwie einfach so passiert und ganz schön schnell gegangen ist. Und das Beste daran: es ist noch lange kein Ende in Sicht.

Damit die Leute wissen mit wem sie es zu tun haben: Christa in drei Sätzen…

Ui – nur drei Sätze?!

Das war der erste…

Ist nicht dein Ernst, oder?

Da war es nur noch einer…

Bekomme ich für ein Eis nochmal eine Chance mit drei neuen Sätzen?

Für ein Eis? Aber klar…los geht es.

Also: Ich trage lieber Bergstiefel und Merinofleece als Absatzschuhe und Handtäschchen. Felsklettern, Hochtour, Hüttenwandern oder zaghaftes Mountainbiken – ich mache alles gerne, aus Freude und am Ende doch viel zu selten. Und ich bin Teil der Frankenliga bei den Bergfreunden…

Ach ja: früher war ich mal Sozialarbeiterin und habe dort die Slackline zu schätzen gelernt.

Du weißt schon, dass es jetzt vier Sätze waren?! Aber was hat eine Slackline da zu suchen?

Eigentlich war es meine Aufgabe die Jungs und Mädls in Jobs und in Ausbildungen zu bekommen. Wenn die Sonne aber warm und die Unruhe im Seminarraum zu groß war, dann habe ich mir die Gruppe gerne geschnappt und bin in einen nahegelegenen Park zum Slacklinen. Ich bin überzeugt, die haben dort mehr über Physik, Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme gelernt als im übrigen Jahr zusammen.

Interview Bergfreundin Christa Kannst Du Dich an deinen ersten Kontakt mit den Bergfreunden erinnern?

Puh, lange ist es her. Das erste Mal wurde mir von einem Freund darüber berichtet, der sich vor fast sieben Jahren dort beworben hat – und bis heute dabei ist. Eines der ersten Bilder habe ich im Stern entdeckt – das für den Gründerpreis nominierte Team war da in roten T-Shirts abgelichtet. Ich erinnere mich, dass sogar Lutzi, der Bürohund, eines an hatte.

Und jetzt bist Du selbst Teil des Bergfreunde-Teams – wie ist es dazu gekommen?

Das war irgendwie ein Einstieg auf Raten. Ich habe in Reutlingen nochmal studiert und es hat sich ergeben, dass ich meine Masterarbeit für die Bergfreunde schreiben durfte. Während die dann korrigiert wurde, habe ich im Lager ausgeholfen um ein wenig Geld zu verdienen – übrigens perfektes Lauftraining.

Wenig später wurde ich von Matthias angesprochen, dass er sich über meine Bewerbung als Assistenz der Geschäftsführung freuen würde – ein paar Wochen später bin ich gestartet. Schon in dieser Zeit hatte ich viel mit dem Recruiting zu tun und darf seit Jahresbeginn jetzt die Personalabteilung aufbauen – ein wirklich spannendes Thema.

Verrate uns doch Dein Rezept für den perfekten Bergfreunde-Bewerber: was sollte man mitbringen, um ein Bergfreund zu werden?

Die Basis bildet an vielen Stellen ein solides Fachwissen. z.T. kann dieses durch Potential ausgeglichen werden, an das wir glauben. Hinzu kommt eine gesunde Prise Überzeugungstäter mit einem gehörigen Schuss sich entwickeln wollen. Verfeinert wird das Ganze mit viel Bock auf die Bergfreunde.

Im Ernst: wir können wenig mit super durchgetrimmten, hoch optimierten Lebensläufen oder perfekt auswendig gelernten Antworten in Vorstellungsgesprächen anfangen. Wir brauchen authentische Kollegen, die es gemeinsam mit uns Anpacken wollen. Zeig uns wer Du bist!

Es ist eine schöne Tradition und auch wenn ich vermute, dass Du dich nicht auf ein Produkt beschränken kannst: was würdest Du dir am liebsten direkt aus dem Lager mit nach Hause nehmen?

Da fällt mir tatsächlich Einiges ein :) Aber gut. Ich wähle zwei Produkte. Für die nächsten Projekte auf meiner Liste wären perfekt (selbstverständlich in der Frauenversion): eine leichte, biwaktaugliche Isomatte: z.B. die THERM-A-REST – Women’s ProLite Plus Isomatte und der  BLACK DIAMOND – Lotus – Klettergurt. Der taugt nicht nur zum Sportklettern, sondern auch für alpine Unternehmungen.

Bergfreunde Gear Tipp! (c) bergfreunde.de

Gear Tipp: Ortovox Rock’n’Wool Long Pant

19. Juli 2016
Gear-Tipp!

Erste Gedanken:

Sportler schwitzen. Der Eine mehr, der Andere weniger. Aber das bringt Sport eben mit sich, damit unser Körper sich auf seine korrekte Temperatur regulieren kann.

Dazu gibt unser Kühlsystem Feuchtigkeit ab. Dieses austretende Wasser hält die Temperatur der überschüssigen Körperwärme, trägt diese nach außen und verdunstet. Dadurch entsteht Verdunstungskälte.

Doch nun kommt das Problem: Sobald wir die Belastung unterbrechen, beispielsweise am Gipfel, bei einer Pause, oder am Standplatz auf Klettertouren fährt der Körper den Puls runter und kommt zur Ruhe. Somit wird keine weitere Wärme produziert.

Ein möglicherweise durchgeschwitztes Bekleidungsstück in dieser Situation wird weiterhin Feuchtigkeit nach außen transportieren. Diese Verdunstet und es entsteht Kälte am Körper. Der sogenannte „post-exercise-chill“. Dies ist besonders deutlich zu spüren bei kalten (Ski)Touren mit hoher Luftfeuchtigkeit.

 

Die Suche:

Aus diesem Dilemma resultiert, dass wir besonders hohe Anforderungen an unsere First-Layer Bekleidung stellen. Diese sollen warm sein, wenn es kalt ist; kühl sein, wenn es warm ist; schnell trocknen; wenig riechen; robust und langlebig; angenehm zu tragen und nicht zu schwer sein. Um diesen Spagat zu bewältigen, gehen verschiedene Hersteller, verschiedene Wege. Zumeist verwenden Hersteller Synthetik Materialien, allerdings haben sich einige wenige Marken der Merinowolle verschrieben. Dazu gehören bekannte Marken wie Icebreaker, Ortovox, Smartwool und Woolpower.

Nun, je nachdem was man will und was man sucht, beginnt nun eine Glaubensfrage, welchen Artikel und welche Marke man wählen sollte.

Für mich stellte sich dieses Problem anhand der Suche nach einer langen Unterhose, die ich als First-Layer unter einer Softshell-Hose bei Skitouren, oder auf kalten Hochtouren in den Schweizer Bergen tragen könnte. Daneben wollte ich die Unterhose auch noch beim Joggen tragen können, wenn der Frühling sich noch von seiner kalten Seite zeigt, oder ich mir im Winter mal was anderes überstreifen möchte, als immer nur die gleiche Hose. Eine drei Jahreszeiten Unterhose also, die mir mehr Spielraum eröffnet meine Bekleidung zu kombinieren und ein bisschen rumzutricksen.

Das Produkt und seine Vorteile:

Nach der oben genannte Suche habe ich mich für die Ortovox Rock’n’Wool Long Pants entschieden und somit meine eigene Glaubensfrage für Merinowolle entschieden. Die Rock’n’Wool Serie von Ortovox will neue bunte Farben in seine Unterwäsche bringen und weg von dem normalen schwarz oder grau anderer Funktionsunterwäsche. Darüberhinaus ist die Ortovox Rock’n’Wool Long Pant angenehm zu tragen. Dies liegt daran, dass Merinowolle eine durchschnittliche Faserstärke von 16,5 bis 24 Mikron aufweist. Zum Vergleich: Haare haben eine Faserstärke von 30 Mikron. Gröbere oder synthetische Fasern können bei Personen mit empfindlicher Haut reizend wirken.

Ein weiterer Vorteil der Merinowolle liegt in ihrer starken Kräuselung und den damit entstehenden Windungen, wodurch Luft zwischen Körper und der Außenseite der Ortovox Rock’n’Wool Long Pant gehalten wird. Da Luft ein guter Wärmespeicher ist, wärmt die Ortovox Rock’n’Wool Long Pants, wenn es kalt ist und kühlt, wenn es heiß ist. Gerade im Sommer können die einzelnen Fasern der Merinowolle einen hohen Anteil von Feuchtigkeit aufnehmen und leiten diese von der Haut weg.

Diese Eigenschaften hat Ortovox dem Ausbruch aus dem alten Produktionsschemata der bisherigen Herstellung zu verdanken. Bis dato wurden die Wolle entweder in der Stärke 150 g/m² für den Sommer, oder in der Stärke 200g/m² für den Winter verkauft. Die Ortovox Long Pants hat eine Stärke von 185g/m², was sie in einem mittleren Bereich zu einem ausgewogenes Kleidungsstück macht.

Das Allerbeste ist, dass die Ortovox Rock’n’Wool Long Pant auch dann wärmt, wenn sie nass ist. Dieser Vorgang ist die erstaunlichste Fähigkeit von Merinowolle. Die Wolle kann eine hohe Menge an Wasserdampf im Inneren der Fasern aufnehmen, während die Faseroberfläche wasserabweisend wirkt. Dadurch fühlt sich die Wolle auch bei schweißtreibenden Aktivitäten trocken und warm an und bei der Aufnahme des Wasserdampfes durch den Faserkern wird Absorptionwärme erzeugt. Bei kaltem Wetter wärmt diese lange Unterhose somit auch aktiv.

Fazit:

Nach einigen Wochen des Testens sowohl beim Joggen als auch auf Skitouren bin ich sehr zufrieden mit dieser Hose. Sie hält nicht nur die oben genannten funktionalen Eigenschaften, die sie verspricht, sondern ist auch auf der Hütte oder beim Joggen unter der kurzen Hose ein absoluter Hingucker.

Somit eine rundherum positive Kaufempfehlung.

#catchmagichtour (c) peak Performance

Glühende Oberschenkel garantiert – Vorbericht zum Vertikal K in Åre

18. Juli 2016
Die Bergfreunde

1659 Kilometer Luftlinie zeigt der Entfernungsrechner zwischen Heimat und Zielort. An der auswählten Destination findet am 2. August 2016 ein Berglauf über 1000 Höhenmeter und 5 Kilometer Laufstrecke statt. Die Ökobilanz für diesen viertägigen Ausflug erscheint denkbar ungünstig, aber das Angebot ist zu verlockend!

Doch alles der Reihe nach: Peak Performance lädt zu einer Reise nach Åre in Schweden ein, inklusive Flug, Unterkunft und Teilnahme am Vertical K, einem Berglauf auf den dortigen Hausberg Åreskutan. Gemeinsam mit einem Gewinnspielteilnehmer darf Bergfreund Markus die Heimat von Peak Performance besuchen und dort ein exklusives Programm genießen. So eine Gelegenheit gibt es nicht alle Tage und ist Grund genug, um gegen die ökologische Vernunft zu entscheiden. Trotzdem soll der nachfolgende Text eher Vorbericht als eine Rechtfertigung sein!

Standort Naturparadies

Nicht ohne Grund haben die skibegeisterten Firmengründer in den 1980er Jahren Åre in der Provinz Jämtland als Standort für Peak Performance ausgewählt:  Eine Mischung aus ungezähmter Natur und mondänem Skiort á la St. Moritz bot die perfekte Umgebung, um funktionelle und schlichte Bekleidung zu entwerfen und sofort ausgiebig zu testen. Das sympathische Ziel, gerade so viel Bekleidung zu produzieren, um davon leben zu können, wurde aber bald über den Haufen geworfen. Innerhalb von dreißig Jahren hat sich der Outdoor-Ausrüster zu einem erfolgreichen Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm entwickelt.

Unsere Reise führt uns zu den Wurzeln von Peak Performance.  Åre, das vielen wahrscheinlich durch die alpine Ski-WM 2007 bekannt ist, erreichen wir über Stockholm und Östersund per Flugzeug. Hier ist man nur noch eine Autostunde entfernt vom Åre-See, an dem der gleichnamige 1400-Einwohner-Ort liegt. Wir befinden uns nun ziemlich genau im Zentrum von Jämtland, das hinsichtlich der Fläche mit Baden–Württemberg vergleichbar ist. Ob es weitere Gemeinsamkeiten gibt, werde ich als Schwabe ausgiebig untersuchen…

Obwohl die Region in Mittelschweden vor allem für alpinen und nordischen Skisport bekannt ist, bieten die Fjälls, Gewässer und Wälder unzählige Möglichkeiten, um sich auch im Sommer in der Natur auszutoben. Die vorgeschlagenen Sportarten Klettern, Wandern, Mountainbiken und Gleitschirmfliegen sind ausgesprochen Bergfreunde-Kompatibel und die beigefügten Fotos scheinen dies zu bestätigen: Jämtland sieht nach Bilderbuch-Skandinavien aus und begeistert jeden Naturliebhaber – so vermutlich auch mich!

Grillfest, Outdoor fun und 1000m vertikal

Das Programm für unseren Aufenthalt hört sich sehr angenehm an – lässt man die Strapazen beim Berglauf mal außen vor. Die ganze Reisegruppe wird vor Ort im Peak Performance Mountain House untergebracht. Wer sich jetzt eine abgelegene Berghütte mit Brunnen vor der Türe vorstellt, liegt eher falsch. Für mich wird es hier ein weiteres Novum geben: Wenn ich die Bilder richtig deute, übernachte ich ausnahmsweise mal nicht auf der Isomatte oder im Auto, wie ich das sonst so im Urlaub mache, sondern in einem schicken Apartment mit Blick auf den See!

Außer den Bergfreunden sind noch drei weitere Sporthändler aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, die mit uns die Tage in Åre verbringen werden. Ist uns das Wetter wohl gesonnen, gibt es nach der Ankunft ein Grillfest am Mountain House und jede Menge Gelegenheit, um mit den anderen Teilnehmern zu plaudern. Am Folgetag steht dann „Outdoor fun“ auf dem Plan, was viel Platz für Spekulationen lässt. Wie gesagt, es gibt in Jämtland sehr viele Optionen der Freizeitgestaltung. Der ambitionierte Wettkämpfer versucht natürlich, diesen Tag für die Akklimatisation zu nutzen und die Beine möglichst locker zu halten!

Bestimmt hat Andre Jonsson hierzu Tipps auf Lager. Den Peak Performance – Athleten trifft man noch am gleichen Tag auf ein Meet & Greet. Der Skibergsteiger und Trailrunner wuchs unweit von Åre, ganz in der Nähe der norwegischen Grenze auf. Im Winter bestreitet er Skitourenwettkämpfe, im Sommer steht er oft bei langen Bergläufen und Bergmarathons am Start. Diese Kombination scheint gut zu funktionieren, denn international ist er oft auf Podestplätzen anzutreffen. Beim Gore Transalpine Run hatte er vor zwei Jahren  die hiesigen Stars der Trailrunningszene gut im Griff, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Ziemlich beeindruckende Leistung war das!

Etwas beunruhigend finde ich deshalb den Eintrag im Programm „Light Activity with André Jonsson“, das für den Vormittag am Wettkampftag geplant ist. Wahrscheinlich müssen wir schon vor dem eigentlichen Berglauf ans Limit gehen…

Angedacht ist aber vermutlich, dass man sich gemeinsam die Schlüsselstellen der Strecke anschaut, sich mental eine Taktik zurecht legt und locker ein paar Meter läuft, um den Kreislauf in Schwung zu bringen – so hoffe ich jedenfalls!

Die Strecke

Auf den 1420 Meter hohen Åreskutan führt eine permanente Berglaufstrecke mit Zeitmessung, die von Peak Performance gesponsert wird. Möchte man den Trail offiziell benützen, braucht man lediglich eine Runner’s Card. Diese ist online oder auch direkt im Peak Performance Store in Åre erhältlich, die Aktivierung erfolgt dann auf der Homepage ppverticalk.se. Nun folgt der anstrengendere Teil: In der Ortsmitte wird mit der Karte die Zeitmessung gestartet, danach folgt man möglichst schnell der Ausschilderung. Auf halber Höhe wird eine Zwischenzeit genommen, bevor man am Gipfel des  Åreskutan mit letzter Kraft die Stopptaste drückt. Die Zeiten werden dann unter der Rubrik „Leaderboard“ auf der Homepage veröffentlicht. So die Kurzform. Dazwischen liegen allerdings sehr anspruchsvolle Abschnitte mit bis zu 45° Steigung, Fixseilen, Treppenstufen und alpinen Trampelpfaden. Eine präzisere Streckenbeschreibung habe ich nicht gefunden, deshalb muss mit Überraschungen gerechnet werden. Fest steht, dass auf 5 Kilometer 1000 Höhenmeter zu bewältigen sind und dass die Oberschenkel brennen werden.

Der Wettbewerb

Der Vertikal K findet im Rahmen des 12. Fjällmaratons statt. Was einst mit 60 Teilnehmern begann, ist inzwischen zu einer einwöchigen Laufserie angewachsen. Die 43km – Marathonstrecke ist meist schnell ausgebucht, so dass es ein Privileg ist, wenn man zu den tausend Finishern gehören darf. Hier bei uns ist der Wettbewerb eher ein Geheimtipp, mir war er bisher gänzlich unbekannt. Nachdem ich einige Fotos und Videos zum Lauf gesehen habe, hat sich dieser aber zu einem Traumziel für die Zukunft entwickelt. Schaut selbst: fjällmaraton.se lautet die Homepage!

Aber zurück zum Vertical K. Der Berglauf findet – etwas ungewöhnlich – an einem Dienstag statt. Zwei Distanzen werden angeboten: Der 0,5K mit Ziel am Hummelplatan und der 1K, welcher bis zum Gipfel des Åreskutan führt. Startzeit ist 17.30 Uhr bzw. 18.15 Uhr. Da es sich dieses Jahr erst um die zweite Auflage des Laufes handelt, liegen noch nicht so viele Richtzeiten vor. Die Helden meistern den 1K aber sicherlich in 40 Minuten, was für den Normalsportler völlig unvorstellbar ist. Ich werde mich jedenfalls hüten, hier irgendeine Wunschzeit anzugeben und hoffe, dass auch einige Breitensportler wie ich den Weg nach Åre finden werden. Nachmeldungen sind sicherlich auch noch am Veranstaltungstag möglich ;-)

Training und Kompensation

Da ich die Strecke nicht im Detail kenne, ist eine recht universelle Vorbereitung nötig. Bei Bergläufen dieser Art bewegt man sich in sehr hohen Intensitätsbereichen, was bedeutet, dass mit anhaltend hohem Puls gelaufen wird und die Muskeln zur Übersäuerung neigen. Damit der Körper dieser Anstrengung gewachsen ist, sollte eine solide Grundlagenausdauer erlangt werden. Empfehlenswert ist, dass diese Phase mit langen, ruhigeren Dauerläufen zumindest ein halbes Jahr im Voraus eingeläutet wird. Momentan stecke ich in der speziellen Vorbereitungsphase, die in etwa drei Monate vor dem wichtigen Termin begonnen hat. Hier werden immer wieder Elemente eingebaut, die Wettkampfsituationen simulieren: Gleichmäßige Anstiege, die schnell gelaufen werden, steile Anstiege im Gehschritt, außerdem technisch anspruchsvolles Gelände, bei dem Kraftausdauer und Koordination gefragt sind. Wichtig ist für mich zudem, dass ich längere Anstiege mit mehr als 500 Höhenmetern trainiere.

Und dann gibt es natürlich noch die mentale Vorbereitung. Denke ich an Sportler aus Skandinavien, kommen mir Bilder von Langläufern in den Sinn, die sich völlig verausgaben, dabei die Konkurrenz in Grund und Boden laufen und halb ohnmächtig ins Ziel fallen. Echte Ausdauertiere, die vermutlich auch in Åre am Start sind! Ziemlich beängstigend. Gleichzeitig versuche ich aber auch, meine  Motivation aus solchen Bildern zu ziehen und freue mich riesig darauf, dass ich die Gelegenheit bekomme, an einer Sportveranstaltung fern der Heimat teilzunehmen.

Apropos, da war ja noch die Sache mit der Ökobilanz: Eigentlich versucht man, mit gezieltem Training eine sogenannte Superkompensation zu erreichen. Gibt es also auch die Möglichkeit über Laufkilometer eine CO2-Kompensation zu leisten? Hätte ich wirklich was drauf, sollte ich meine diesjährigen Trainingskilometer auf die Distanz Stuttgart –  Åre – Stuttgart erhöhen. Umgerechnet wären dies ein Jahr lang wöchentlich 63 Laufkilometer. Wahrscheinlich kein schlechter Wert, wenn ich mich beim Berglauf nicht blamieren will…

 

biwak

Packliste Biwak

14. Juli 2016
Ausrüstung, Packlisten

Biwakieren bedeutet draußen ohne Schutz in Form von einer Hütte oder Zelt zu schlafen. Also nur Du und die Sterne. Für manche der pure Graus, kann doch alles Getier nach Lust und Laune des Nachts hin und her kriechen, auch auf einem selbst, für andere der Inbegriff von Freiheit und Natur.

Hier die wichtigsten Sachen, die Du dabei haben solltest:

Bekleidung











Schlafen und Essen












Das sollte auch immer dabei sein













Optional (nach Jahreszeit und Tour)









Wenn noch Platz im Rucksack ist








Entscheidend bei der Zusammenstellung des Equipments für einen Biwak sind Jahreszeit, Dauer der Tour, Terrain sowie die Tatsache, dass man alles selbst tragen muss.
Vor allem beim Winterbiwak ist es natürlich entscheidend, den richtigen Schlafsack dabei zu haben. Sollte es dennoch kalt werden, kann auch mal die Trinkflasche zur Wärmflasche umfunktioniert werden.

Zu der oben aufgeführten Liste kommen dann natürlich auch noch die Ausrüstungsgegenstände hinzu, die man tagsüber auf der Tour braucht, zum Beispiel entsprechende Kletterausrüstung oder Hochtourenausrüstung.

Bouldern-Titelbild

Tipps zum besseren Bouldern – Teil 1: Training & Technik

12. Juli 2016
Tipps und Tricks

Die Hallen und Felsblöcke scheinen voll mit guten Boulderern – nur wie sind sie dahin gekommen und wie lange hat das gedauert?

Natürlich gilt beim Bouldern, wie bei jeder Sportart, Übung macht den Meister und ohne Fleiß kein Preis. Aber ein paar Dinge können zu Beginn hilfreich sein um sich etwas schneller zu verbessern.

Bouldertipps für Anfänger

Bouldern lernt man relativ schnell. Das ist die gute Nachricht. Ähnlich wie beim Klettern, sind die Erfolgserlebnisse zu Beginn zahlreich und die Fortschritte lassen bei regelmäßigem Training nicht lange auf sich warten.

Nach den ersten Trainingseinheiten schmerzt noch jeder Muskel und vor allem solche, von denen man gar nicht wusste, dass man sie besitzt. Außerdem erscheinen einem noch die meisten Griffe als vollkommen unhaltbar. Aber dann, nach nur wenigen Wochen, wird der Muskelkater weniger, die Projekte purzeln eins nach dem anderen und das Grinsen will nicht mehr aus dem Gesicht gehen. Wenn das der Fall ist, bleibt man beim Bouldern, jetzt ist es an der Zeit ein paar Dinge zu beachten.

Das richtige Material für den Start

Beim Bouldern braucht man eigentlich nicht viel. Eine bequeme Hose und die richtigen Schuhe. Aber hier wird es ziemlich spannend. Die ersten Wochen haben noch die Leihschuhe aus der Halle ausgereicht, doch schnell merkt man, dass die nicht immer förderlich sind. Steht der Kauf des ersten eigenen Paares an, tut sich schnell eine lange Liste an Fragen auf: „Wie eng sollen/müssen sie sein“ und „Braucht man beim Bouldern spezielle Schuhe?

Generell kann man nicht sagen, dass Kletterer und Boulderer unterschiedliche Schuhe tragen aber sie präferieren häufig etwas andere Modelle. Entscheidender als die Frage, Kletterer oder Boulderer, ist die Frage, welche Boulder man bevorzugt und somit häufiger bouldert.

Boulderer, die sich viel im Dach oder an stark geneigten Wänden aufhalten, brauchen eher vorgespannte Schuhe die an der Ferse richtig fest sitzen und damit einen hook gut halten können.

Boulderer, die senkrechte Wände oder Platten bevorzugen, brauchen Schuhe mit einem sehr guten Trittgefühl für kleine Tritte oder Reibung.

Bei der Auswahl des richtigen Schuhs sollte man sich Zeit nehmen und gründlich wählen. Daher besitzen nicht wenige Boulderer zwei oder mehr Paar Schuhe. Aber, das erste Paar hält in der Regel nicht sehr lange, also zu Beginn vielleicht nicht zu tief in die Tasche greifen.

Die richtige Bouldertechnik

Ähnlich, wie bei allen Sportarten, haben sich im Laufe der Jahre Standartbewegungen herausgebildet, die dem Boulderer helfen, Boulderprobleme zu meistern und die Effizienz zu steigern. Die Techniken orientieren sich an der Wandneigung, der Griff- und Trittform, dem Charakter der Route (Traverse oder Straight Up), der Wandbeschaffenheit (Leisten, Sloper, Riss, Kante) und natürlich auch dem Schwierigkeitsgrad.

In der Halle, werden die Boulder häufig als eine Aneinanderreihung von Techniken geschraubt. Die Summe der Bewegungen ergibt das „Boulderproblem“, das es zu knacken gilt. Häufig gibt es mehrere Lösungen und gerne fordern unterschiedliche Körpergrößen, Kraft und Reichweiten eigene Lösungswege. Je größer Dein Repertoire an Techniken und je schneller Du diese abrufen kannst, umso besser.

Eine gute Möglichkeit Bouldertechnik zu erlernen, ist natürlich einen Kurs zu machen und unter fachkundiger Anleitung die grundlegendsten Techniken auszuprobieren. Aber beim Bouldern lernt man ganz viel über den Austausch mit anderen Boulderern und dem gemeinsamen Ausbouldern von Problemen. Ist doch ein Riesenvorteil am Bouldern, dass man an (fast) jeder Stelle des Boulders einsteigen kann und nicht, wie beim Klettern, erst mal zahlreiche Meter klettern muss um an besagte Stelle zu gelangen.

Also einfach ausprobieren, anderen aufmerksam zusehen und mit einander Reden. Wenn man dann noch offen ist, für Bewegungen, die man im Traum nicht für möglich gehalten hätte, dann ist man auf dem richtigen Weg.

Das richtige Bouldertraining

Ein effizientes Training richtet sich immer nach den Stärken und vor allem Schwächen eines Boulderers, seiner Fitness und physiologischen und psychologischen Konstitution und sollte demnach individuell zusammengestellt sein. Aber folgende Punkte sollten in jedem Training enthalten sein.

Ganzheitliches Aufwärmen

Ganz wichtiger Bestandteil von jedem Training ist ein vernünftiges Aufwärmprogramm, damit der Körper sich auf die bevorstehende Belastung einstellen kann und wir uns nicht so schnell verletzten. Dabei geht es nicht nur darum die Betriebstemperatur zu erhöhen, sondern auch den Körper auf die bevorstehenden spezifischen Anforderungen vor zu bereiten. Beim Bouldern ist das viel Maximalkraft aber auch Beweglichkeit.

Hierzu bieten sich leichte Boulder an. Diese langsam und bewusst Bouldern und dabei versuchen die Techniken präzise und schön auszuführen. Zwischen den Bouldern immer etwas Pause machen, damit der Körper Zeit hat sich anzupassen. Daher langsam den Schwierigkeitsgrad der Boulder steigern.

Übrigens ist man inzwischen davon abgekommen sich vor dem Training zu dehnen, führt das doch eigentlich zu einer Entspannung der Muskeln.

Aufwärmen der Finger

Ganz wichtig! Die Finger und die dazugehörigen Muskeln (diese sitzen im Unterarm) werden beim Bouldern extrem belastet. Daher sollten diese unbedingt ausgiebig auf das Training vorbereitet werden.  Aber bitte an schön großen Griffen und nicht mit aufgestellten Fingern an kleinen Leisten und Finger weg vom Campusboard.

Das Training: Arbeite an Deinen Schwächen!

Das Training sollte in Dauer und Umfang fordern aber nicht überbelasten, denn sonst drohen Verletzungen.

Jeder Boulderer hat seine Stärken und Schwächen. Leider neigen wir dazu Boulder zu bevorzugen, die unseren Stärken entgegenkommen, denn diese fallen uns leichter und wir können schwerer Schwierigkeitsgrade Bouldern, was ungemein viel Spaß macht.

Trainieren wir jedoch fortwährend unsere Stärken, werden unsere Schwächen nicht kleiner. Daher sollte man lieber an seinen Schwächen arbeiten, als an seinen Stärken. Wer also wahnsinnig gut auf der Platte ist, sollte trotzdem regelmäßig ins Dach und umgekehrt. Ist häufig deprimierend, auf lange Sicht aber erfolgreicher.

Allerdings zeigen sich die Stärken und Schwächen nicht immer direkt in den einzelnen Bouldern. Ein paar Sachen bekommen wir noch durch Beobachtung hin, aber dann ist auch schnell

Schluss. Die Jungs von Wataaah haben das auch erkannt und sich eine Maschine ausgedacht, die eine umfangreiche Stärkenanalyse ermöglicht – den Kraftolizer.

Hier werden so Sachen getestet wie: Beweglichkeit, Maximalkraft, Ausdauer, Reaktionsfähigkeit etc. Am Ende erhältst Du dann eine genaue Auflistung, woran Du wie arbeiten sollten. Aber sei gewarnt, in den seltensten Fällen lautet die Analyse: „Kraft. Ab ans Campusboard“, denn das ist eher was für die Profis. Die meisten Amateure tun sich eher mit Technik und Beweglichkeit schwer.

Belohnung nicht vergessen

Die ist ein elementarer Bestandteil des Trainings und sollte nicht ausgelassen werden. Am besten gleich mit den Leuten, mit den man gebouldert hat, direkt an den Tresen wechseln.

Wie Du Verletzungen beim Bouldertraining vermeiden kannst, erfährst Du in unserem zweiten Teil der Reihe „Tipps zum besseren Bouldern“.

OutDoor-Messe 2016 (c) Messe Friedrichshafen

Ein kleiner Vorgeschmack auf die OutDoor 2016

12. Juli 2016
Die Bergfreunde

Gear-Junkies und Draußen-Nerds aufgepasst: Es ist wieder OutDoor-Messe! Die wichtigste Branchen-Zusammenkunft des Jahres ist natürlich auch 2016 ein Must-Visit für alle großen und kleinen Unternehmen, die in der Outdoor-Branche tätig sind. Und auch für die Bergfreunde ist es immer wieder ein spannendes Erlebnis, die zahlreichen Neuerungen zu begutachten und in der Hand halten zu dürfen. Standesgemäß sind wir als rasende Reporter für euch unterwegs und halten euch mit regelmäßigen Updates auf dem neuesten Stand. Hier sind schon mal ein paar kleine Häppchen, die euch neugierig machen dürften:

Ergonomie überdacht bei dem neuen Rucksacktragesystem von Arc’teryx

Dass die Mädels und Jungs von Arc’teryx was von ihrem Handwerk verstehen dürfte inzwischen klar sein. Das neuste Früchtchen, dass da aus British Columbia zu uns hinüber kommt, ist der Bora AR Rucksack. Das Besondere: Er ist mit dem neuen RotoGlide-System ausgestattet, das sowohl die Hüftbewegung als auch die Stauchung und Streckung des Rückens beim Gehen mitmacht. Dadurch soll die Reibung vermindert und der Komfort nochmals erhöht werden. Das Teil werden wir uns auf jeden Fall ansehen!

Black Diamond präsentiert eigenen Autotuber und Kletterseile

Auch Black Diamond macht mit einem neuen Sicherungsgerät von sich reden und hat mit dem ATC-Pilot den ersten Autotuber im Programm. Er wird im Set mit Karabiner, aber auch Solo zu erhalten sein. Außerdem wird die Produktpalette um hauseigene Kletterseile erweitert. Darunter natürlich auch imprägnierte Modelle.

Edelrid: Neue Klettersteig-Sets und ein interessantes Crashpad

Edelrid hat vor allem im Klettersteigbereich einige Neuerungen zu bieten. Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die Klettersteigset-Norm EN 958 befindet sich gerade in Überarbeitung, um den Anforderungen an besonders leichte und schwere Klettersteig-Geher besser gerecht zu werden. Außerdem wird die dynamische Belastbarkeit des Falldämpfers nun auch bei Nässe getestet. Dementsprechend hat Edelrid all seine Klettersteig-Sets an die neuen Anforderungen angepasst. Der Nachteil: Das Päckchen, in dem sich der Falldämpfer befindet, wird dadurch größer. Aber auch hierfür gibt es eine Lösung, denn die neuen Klettersteig-Sets ‚Jester‘ und ‚Jester Comfort‘ haben die Dämpfer-Schlinge in den Beinschlaufen integriert – clever!

Auch das neue Balance-Crashpad dürfte Interesse wecken. An der Unterseite ist ein Sack mit Styroporkügelchen angebracht, der sich dem Untergrund anpasst und so Unebenheiten ausgleicht.

Neue italienische Treter von La Sportiva

Bei den Italienern wird Geburtstag gefeiert: Der Miura wird 20 Jahre alt und kommt in einer speziellen Signature-Edition auf den Markt. ‚Signature‘ ist dabei wörtlich zu nehmen, denn niemand geringerer als Adam Ondra himself, der maßgeblich an der Entwicklung der Kletterschuhe beteiligt war, hat sich am Spann mit seiner Unterschrift verewigt. Mit dem brandneuen High-Perfomance-Modell Kataki gibt es außerdem was für sportliche Kletterer.

Bei Wildcountry wird das Rad neu erfunden – zumindest ein bisschen

Hand anlegen werden wir auf jeden Fall auch an das neuartige Sicherungsgerät von Wildcountry. Das Revo verspricht neue Maßstäbe zu setzen und hat einige interessante Features mit an Bord: Da das Gerät in beide Richtungen blockiert ist ein falsches Einhängen des Seils praktisch nicht mehr möglich. Apropos Blockierung: Die funktioniert beim Revo – mit leichter Verzögerung – ganz automatisch, falls der Sichernde die Hand gerade nicht am Gerät hat. Außerdem ist kein spezieller Verschlusskarabiner nötig. Wir finden: Einwandfrei!

Tagesaktuelle News und jede Menge Bilder gibt es auf unserer Facebook-Seite. Ihr seid herzlich eingeladen, eure Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren!

Rückruf DMM Klettergurte (c) bergfreunde.de

Rückruf: Klettergurte von DMM

11. Juli 2016
Ausrüstung, Rückruf Archiv

Und schon wieder müssen wir euch über einen Rückruf informieren:

Bei einem DMM-Klettergurt wurde bei einem Routinecheck durch einen Nutzer festgestellt, dass eine wichtige, tragende Naht fehlt. Es handelt sich zwar bisher nur um einen Einzelfall, dennoch bittet DMM alle Besitzer eines Klettergurtes darum, diesen zu prüfen.

Unter den folgenden Links findet ihr mehrere PDFs die euch erklären, wie ihr eure Klettergurte auf Fehler überprüft. Bitte lest sie aufmerksam durch.

Mithril & Venture
Maverick 2 & Vertesse
Renegade 2 & Puma 2
Viper 2 & Vixen
Tomcat
Tomkitten
Super Couloir
Brenin
Centre Alpine
Chest Harness

Rückruf DMM Klettergurte (c) DMM

Wie geht’s weiter?

Habt ihr einen Fehler gefunden, dann stellt sofort die Nutzung des Klettergurts ein und wendet euch an returns@dmmwales.com. Alle betroffenen Kunden der Bergfreunde werden direkt von unserem Kundenservice per E-Mail benachrichtigt und über den Ablauf des Rückrufs informiert. Für weitere Fragen stehen Dir auch sehr gerne unsere Kollegen im Kundenservice zur Verfügung. Du erreichst sie: Mo-Fr: 9:00 – 17:00 Uhr unter 07121/70 12 0.

Training für die Challenge Roth (c) foxletics.com

Jörn bei der Challenge Roth – Die Schinderei hat ein Ende

9. Juli 2016
Die Bergfreunde

Es sind nur noch wenige Tage, bis ich versuchen werde, meinen symbolischen Mt. Everest bei meinem ersten Langdistanztriathlon in Roth zu erklimmen. Alle wichtigen Trainingseinheiten sind erfolgreich absolviert, ich bin gesund und fühle mich gut – sofern ich immer genug zu essen bekomme. Wenn da nur diese Aufregung nicht wäre. Ich habe schon so manche Nummer durch: eine 24 Stunden Wanderung in den Dolomiten, ein 100-km-Ultralauf und diverse Mitteldistanz-Triathlons… und dennoch, die Ungewissheit gegenüber diesem Monstrum lässt mich regelmäßig erschaudern. Gibt es dafür einen guten Grund oder kann ich mich getrost zurücklehnen und mich freuen auf das was kommt? Wenn ich einen Blick auf meine Vorbereitung werfe muss ich sagen: Sowohl als auch…

Das lange Warten auf die Freibadsaison

Ich will ehrlich sein: Die Hallenbäder in unserem Umkreis sind zu den meisten Zeiten No-Go-Areas – vor allem für Sportschwimmer. Versteht mich nicht falsch, ich bin froh über jeden Menschen, der sich sportlich betätigt, aber wenn man in einem überfüllten 25 Meter Becken etwa 1,5 Stunden lang einen Trainingsplan absolvieren muss, ist das kein Spaß. Man muss ständig ein Auge auf das 3-Meter-Brett und die springenden Kids haben, dann kommen plötzlich andere Schwimmer, die meinen einfach mal quer zur Bahn schwimmen zu müssen und man selbst hat die größte Mühe, so gut es geht auszuweichen. Deshalb fiebere ich jedes Jahr dem Beginn der Freibadsaison entgegen.

Zum einen, sind die Becken mit 50 Meter deutlich länger und zum anderen sind immer zwei bis drei Sportschwimmerbahnen abgesteckt, auf denen immer im Kreis geschwommen wird. Das Schwimmtraining gestaltete sich deshalb bis Anfang Mai deutlich zäher als geplant und hat erst seitdem richtig an Fahrt aufgenommen. Auch ein Grund, warum ich diese Disziplin ein wenig vorsichtiger angehen werde.

Länger ist immer besser

Keine Angst, hier geht es ums Rennradfahren. Das ist eigentlich eine feine Sache. Auch wenn ich – seit ich im Besitz eines solchen bin – viel lieber auf meinem Cyclocrosser hocke. Aber in Roth stehen nun mal 180 km mit dem Renner auf dem Plan und deshalb musste ich ordentlich Asphalt schrubben. Bis die Tage wieder länger wurden, hielten sich die Radeinheiten relativ human und gingen nicht länger als drei Stunden. Da musste dann schon gelegentlich mal die Lampe herhalten, wenn ich bis spät abends unterwegs war.

Doch als die Sonne dann endlich mal nicht schon um 18 Uhr unterging, stieg auch die Kilometerzahl auf meinem Tacho bis in den dreistelligen Bereich. Schon Ende März gab es die erste 120 km Runde zum Großen Feldberg im Taunus und wieder zurück. Seitdem gab es mindestens einmal die Woche eine lange Tour, bei der ich nicht vor dem Erreichen der 80 km Marke vom Rad stieg. Und wenn doch, dann auch nur, weil danach direkt noch eine Laufeinheit anstand. Koppeltraining nennt sich dieser Modus und ist für Triathleten essentieller Bestandteil der Vorbereitung.

Das Beste kommt zum Schluss!

Auch hier ist der Bezug sportlich! Die meisten Triathleten sind in einer Sportart beheimatet. Bei mir ist es das Laufen. Dementsprechend ist die dritte Disziplin meine Trumpfkarte – und war im bisherigen Training auch fast ein bisschen zu stark gewichtet. Ich habe mir bewusst ein paar Laufwettkämpfe in meinen Trainingsplan gelegt, um meine langen Läufe in einem ansprechenden Umfeld zu absolvieren. Darunter war übrigens auch der Osser-Riese, ein 25 km-Trailwettkampf im Rahmen des Ultra Trail Lamer Winkel, den ich allen Trailrunnern nur wärmstens ans Herz legen kann.

Was natürlich ebenfalls nicht fehlen darf ist das Intervall-Training. Es dient zur Verbesserung der Leistung, aber auch der Abhärtung. Wenn man 5 x 2000 Meter Intervalle im Wettkampftempo nach einem Arbeitstag rausgehauen hat, dann ist man echt für einiges gewappnet.

Die vierte Disziplin

Von vielen belächelt, aber auch das Wechseln zwischen den Disziplinen ist eine Disziplin für sich. Die drei wichtigsten Utensilien: Babypuder, Babyöl und Haushaltsgummis. Das hat ausnahmsweise mal nichts mit vollen Windeln zu tun, sondern dient einzig und allein dem schnelleren Wechsel. Das Puder saugt Schweiß oder Feuchtigkeit vom Schwimmen auf und man schlüpft schneller in die Schuhe. Das Öl hilft beim besseren An- und Ausziehen des Neoprenanzugs und mit den Gummis werden die Radschuhe direkt am Rahmen befestigt, sodass man das Rad nur noch nehmen muss und direkt lostreten kann. Klingt recht einfach, will aber auch geübt werden, weshalb spezielle Wechseltrainings ebenfalls auf dem Plan standen.

Die Vorbereitung in Zahlen:

Packen wir zum Schluss noch mal die nackten Zahlen aus, die sich in den letzten sechs Monaten angesammelt haben:

  • Schwimmen: 80 km – definitiv ausbaufähig, die Grundlage passt aber.
  • Radfahren: 3000 km – auch hier hätte es etwas mehr sein dürfen, was sich aber lediglich in der Geschwindigkeit niederschlagen dürfte.
  • Laufen: 1000 km – Hätte weniger sein dürfen – aber es macht so viel Spaß!

Noch deutlicher wird die „kleine“ Diskrepanz, wenn man sich die Zeit anschaut: Ich bin fast genauso viele Stunden Fahrrad gefahren, wie ich gelaufen bin. Das wird mir letztlich nicht das Genick brechen und allerhöchstens dafür sorgen, dass ich einen etwas langsameren Radsplit fahren werde, was ich aber – mit Glück – beim Laufen wieder aufholen kann.

Wie auch immer es ausgeht – es dürfte ein ziemlich heißer Ritt werden und ich weiß aktuell nicht so ganz, ob ich mich freuen oder ob ich Angst haben soll. Aber so ist es ja immer bei neuen Herausforderungen.

Ich hoffe, Ihr haltet mir Daumen!

Hohe Geisel und links die Punta del Pin

Die Leiden des jungen Werther – Erstbegehung der Punta del Pin

7. Juli 2016
Die Bergfreunde

Das Kletterabenteuer der Bergfreunde Raffaele und Ulrich ließt sich fast wie der Roman von Johann Wolfgang von Goethe. Mit dem Unterschied, dass es sich hierbei nicht um eine fiktionale Geschichte handelt, sondern die zwei Kletterer mit der Unterstützung von Mountain Equipment in der Tat eine Erstbegehung an der Nordwand der Punta del Pin (250m, 7 Seillängen) begangen haben.

Wie es zu diesem zufälligen Abenteuer kam und mit welchen Hindernissen Raffaele und Ulrich zu kämpfen hatten, berichten sie euch selbst.

 

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Wandern mit Kindern

5. Juli 2016
Tipps und Tricks

Was gibt es schöneres, als zu Fuß die Natur zu erleben? Für leidenschaftliche Wanderer vermutlich nichts. Wenn dann Nachwuchs unterwegs ist, fragen sich viele Eltern, ab wann sie das neue Familienmitglied auf die erste Wanderung mitnehmen können und worauf sie dabei achten sollen.

Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Mit Kindern in die Berge zu gehen, ist für die ganze Familie ein traumhaftes Erlebnis. Allerdings sollte man dabei immer an die Weisheit denken: Nicht wir nehmen die Kinder mit ins Gebirge – sie nehmen uns mit.

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Die 24 Stunden von Bayern (c) Jan Dohle

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2. Juli 2016
Die Bergfreunde

Im südlichen Oberbayern, rund 100 km südlich von München, liegt die Alpenwelt Karwendel mit den Orten Mittenwald, Krün und Wallgau. Malerische Gebirgsketten ziehen sich hier von West nach Ost bis auf eine Höhe von knapp 2.800 Metern. So ist die Region nicht nur ein altehrwürdiger Anziehungspunkt für Bergsteiger und Outdoor-Liebhaber gleichermaßen, sondern auch Austragungsort der diesjährigen 24 Stunden von Bayern – der mittlerweile achten Auflage des beliebten Wanderkultevents. Nachdem wir bereits im letzten Jahr zum Dunstkreis der 24-Stunden-Wanderer gehörten, ging es diesmal vom 25. – 26. Juni 2016 für gleich vier Bergfreunde unter den offiziell 444 Startern auf die insgesamt über 70 km lange Strecke. Gelebtes Brauchtum, kulinarische Genüsse und qualmende Füße inklusive!

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Sportklettern am Fels

Packliste Sportklettern am Fels

30. Juni 2016
Ausrüstung, Packlisten

Sportklettern am Fels kann dem Klettern in der Halle sehr ähnlich sein, ist es aber doch nicht. Außerdem unterscheiden sich auch die Klettergärten zum Teil stark voneinander. Nicht nur, was das Gelände angeht (Zustieg, Wandfuß, Klima etc.) auch der Grad der Absicherung kann sich stark unterscheiden.

Daher dient diese Liste nur als Basis. Jeder sollte sich vor dem Ausflug ausführlich über den Klettergarten und seine Anforderungen schlau machen.

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