Alles Wissenswerte zur OutDry-Membran

Dicht, dichter, OutDry – eine Materialinfo

19. März 2019

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Das Wörtchen OutDry habt ihr beim Ausrüstungskauf vielleicht schon mal gelesen. Ob beim Outdoorschuh-Shopping, beim Handschuhkauf oder beim digitalen Regenjacken-Schaufensterbummel, immer wieder mal begegnet uns das zweisilbige Wort bei den Materialangaben. Das macht die Klamotten anscheinend wasserdicht. Aber was steckt eigentlich dahinter? Ist wasserdicht nicht gleich wasserdicht, oder hat OutDry vielleicht mehr drauf als nur „Aha, die Treter haben ne’ OutDry-Membran, also bleiben mir nasse Füße erspart“? Meine kleine Materialkunde klärt euch auf!

OutDry, was ist das überhaupt?

Alles Wissenswerte zur OutDry-Membran

Dürfen wir vorstellen: Die OutDry-Membran!

Eigentlich erklärt sich der Begriff ganz gut von alleine. ‚Out‘ und ‚Dry‘ – die Nässe bleibt draußen und man selbst schön trocken. War es das also schon? Ganz und gar nicht, denn die clevere Membran hat mächtig was auf dem Kasten! Aber von vorne.

OutDry-Technologies ist eine italienische Textilfirma mit Sitz im Nordwesten der Lombardei. Seit 2010 ist das Unternehmen ein Teil von Columbia Sportswear, wobei die Membran-Technologie auch bei zahlreichen anderen bekannten Outdoorherstellern, wie beispielsweise Mountain Hardwear oder Scarpa, zum Einsatz kommt.

Die OutDry-Technologie ist dabei so simpel wie genial. Die wasser- und winddichte sowie atmungsaktive Membran wird direkt und ohne Zwischenräume von Innen auf das Obermaterial der entsprechenden Textilie laminiert. Dabei kommt ein thermisches Laminierungsverfahren zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Membran bei besonders hohen Temperaturen und hohem Druck mit dem Gewebe verbunden wird.

Alles Wissenswerte zur OutDry-Membran

OutDry wird aktuell in Jacken…

Somit werden das Außenmaterial und die Membran lückenlos miteinander vereinigt. Dadurch ergibt sich ein Wetterschutz, der Nässe und Zugluft nahezu keine Angriffsmöglichkeit bietet.

An den Stellen, an denen sich die Membran zwangsläufig überlappt, wird sie verschmolzen, wodurch ein umlaufender und lückenloser Nässeschutz entsteht. Man bleibt quasi rundherum trocken. Gleichzeitig wird durch die direkte Verheiratung von Gewebe und Membran eine weitere Bedeutung des Namens OutDry deutlich: Membran und Obermaterial werden praktisch eins, der Feuchtigkeitsschutz beginnt also direkt von außen (Out) und hält dort, wo die Feuchtigkeit eindringen könnte, trocken (Dry).

Was kann OutDry was ihre Membran-Geschwister nicht können?

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… in Rucksäcken…

Soweit so gut. Aber was ist der Unterschied zu anderen Membran-Technologien? Welche Vorteile gibt es? Die Besonderheit der OutDry-Technologie gegenüber einer „herkömmlichen“ Membran-Verwendung liegt auf der Hand. Während die Membran bei OutDry-Textilien – seien es Schuhe, Jacken oder Handschuhe – direkt an das Obermaterial laminiert wird, sieht das bei Gore-Tex und Co. etwas anders aus.

So ist die Membran bei vielen anderen Systemen erst auf dem Innenfutter verarbeitet, was einige Probleme mit sich bringt. Zum einen können sich in dem so entstehenden Zwischenraum Feuchtigkeit und auch Schmutz ansammeln. Zum anderen saugt sich das Obermaterial bei nachlassender Imprägnierung mit Nässe voll. Beides macht das Gewebe nicht nur unnötig schwer und mindert bei manchen Textilien die Atmungsaktivität und die Isolationsfähigkeit, sondern erhöht auch das Risiko, dass sich an irgendeiner Stelle, ein gewiefter Regentropfen durchmogeln könnte. Die OutDry-Membran kennt solche Probleme nicht.

Ein weiterer Vorteil der Membran-Technologie, dem sich unsere kleine Materialkunde widmet, ist, dass nahezu jedes Innenfutter verwendet werden kann. Die Hersteller können bei der Wahl des präferierten Innenmaterials praktisch auf alles zurückgreifen, was der Markt zu bieten hat. Bei Membran-Technologien, die auf das Innenfutter laminiert werden, ist das oftmals nicht der Fall.

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… Hand- und Outdoor-Schuhen eingesetzt.

Da die Membran mit dem Obermaterial verbunden ist und so in einem gewissen Abstand zum Körper liegt, ist eine deutlich bessere Luftzirkulation möglich. Weitere Pro-Punkte für die OutDry-Technologie? Die Gewebe sind flexibel, dehnbar und auch unter Belastung nicht brüchig. Bei Regentouren geht die Atmungsaktivität der Membran kaum zurück – vorausgesetzt auf dem Gewebe liegt keine dicke Wasserschicht, die das Material dicht macht.

In Sachen Umweltverträglichkeit gibt es ebenfalls wenig zu meckern. Die Membran ist PTFE-frei. Allerdings kommt weiterhin PFC um Einsatz. Die einzige OutDry-Technologie, die sowohl auch dies vermeidet, ist OutDry Extreme Eco. Beim Laminationsprozess kommt ein Kleber zum Einsatz, der komplett ohne schädliche Lösungsmittel auskommt, was OutDry sogar den Eco-Design Award auf der internationalen Sportmesse 2009 eingebracht hat.

Knochentrocken bei eisigen Brisen und fetten Regentropfen – die Einsatzgebiete für OutDry-Textilien

Eigentlich sind den Einsatzgebieten von Outdoortextilien mit OutDry-Membran wenige Grenzen gesetzt. Immer dann, wenn es nass wird und Wind und Wetter ein Wörtchen bei der Tourenplanung mitreden, kommen die Eigenschaften der Membran-Technologie wie gerufen. Sowohl der lockere Alltagseinsatz, die Wandertour bei Regenwetter, Wintersport oder Touren in hohen Höhen und unter schwierigen Bedingungen, für jede Outdoorfacette gibt es das passende OutDry-Äquivalent.

Und was ist mit der OutDry Membran ausgestattet? Im Prinzip alles, was einen Wetterschutz braucht! Von der Regenjacke (OutDry Extreme), über die wasserdichten Wanderschuhe (OutDry), bis hin zu Handschuhen, Rucksäcken oder Regenhosen – das alles gibt es mit der Technologie.

Somit erstreckt sich der Einsatzzweck natürlich auch auf alle möglichen Outdoor-Aktivitäten, allen voran natürlich Wandern, Trekking und Trailrunning. Doch wie steht es eigentlich mit der Rucksacktauglichkeit? Mit klassisch beladenen Daypacks gibt es laut Hersteller keine Probleme. Für schwere Trekkingrucksäcke empfiehlt Columbia, die Jacken aus der Outdry-Extreme-Diamond-Serie zu verwenden, die Verstärkungen an den Schultern aufweisen.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem effektiven Nässeschutz seid, der gleichzeitig den Wind draußen hält und gute Atmungsaktivität bietet, bekommt ihr mit der OutDry-Technologie eine clevere Alternative, die nicht von der Hand zu weisende Vorteile bietet und vielleicht einige vom Hereinschnuppern ins andere Membranen-Lager überzeugt!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Lars sagte am 13. Februar 2018 um 00:43 Uhr

    Die Membran ist übrigens nur PTFE frei jedoch nicht ohne PFC. Ohne PFC ist nur OutDry Eco!

    https://blog.columbia.com/preview-outdry-extreme-eco/

  2. Jörn sagte am 16. Februar 2018 um 14:59 Uhr

    Servus Lars,

    herzlichen Dank für die Info und die Recherche. Ich passe den Artikel in den nächsten Tagen entsprechen an.

    Deinen anderen Kommentar würde ich löschen, der hat sich damit ja erledigt. :)

    Liebe Grüße,

    Jörn

  3. Andi sagte am 30. Dezember 2018 um 09:28 Uhr

    Hallo wie kann ich meine outdry Schuhe pflegen? Kann bzw. ist es nötig Imprägnierspray zu benutzen?
    Vielen Dank vorab

  4. Bergfreund Marco sagte am 3. Januar 2019 um 09:21 Uhr

    Hallo Andi,

    die Grundidee hinter der OutDry-Technologie ist, dass die Membran im Unterschied zu anderen Membranen wie GoreTex oder Dermizax die letzte Schicht bildet. Daher soll eine Imprägnierung wie sie bei DWR-Außenmaterialien notwendig ist, gerade nicht mehr nötig sein, um die Funktionsfähigkeit der Membran zu erhalten. Ich kann Dir ehrlicherweise nicht sagen, wie gut und vor allem lange das letztlich funktioniert, wir werden hier aber einmal einen Test anstreben!

    Viele Grüße,

    Marco

  5. Andi sagte am 4. Januar 2019 um 08:54 Uhr

    Hallo Marco, vielen Dank für die rasche Antwort. Wenn Ihr den Test beendet habt wäre ich dir dankbar über eine Info.

  6. Jens-uwe sagte am 5. Januar 2019 um 14:55 Uhr

    Ich habe den herausgearbeiteten Unterschied der Jacken Laminierung, gegenüber Gore oder Dermizax, nicht nachvollziehen
    können. Gore wird doch auch auf das Trägermaterial laminiert. Oder?? Schuhe ist klar. Wie funktioniert denn die Membran
    wenn Wasserdampf heraus kann aber kein Wassertropfen rein.

  7. Bergfreund Marco sagte am 10. Januar 2019 um 13:35 Uhr

    Hallo Jens-Uwe,

    das schon, aber Membrane wie GoreTex oder Dermizax benötigen eine DWR-Beschichtung auf dem Außenmaterial um dauerhaft zu funktionieren.

    OutDry wiederum verzichtet darauf die Membran zwischen einem Außenstoff und einem inneren Liner zu verarbeiten. Die Membran bildet so die äußerste Schicht, was eine Imprägnierung überflüssig machen soll.

    Viele Grüße,

    Marco

  8. Volker sagte am 14. März 2019 um 19:56 Uhr

    Hallo
    ich (wie auch viele andere) haben bei GTX u.ä. Membranen das Problem nasse Füsse und müfflige Schuhe.
    Wie verhält sich das bei Out Dry? Haben wir die eierlegende Wollsau gefunden :-) ?
    Danke für `ne Info
    Volker

  9. Bergfreund Marco sagte am 18. März 2019 um 16:09 Uhr

    Hallo Volker,

    hier muss ich Dich eher enttäuschen, wie jede Membran ist auch OutDry von der Atmungsaktivität her so, dass man stärker darin schwitzt als in einem Schuh ohne Membran.

    Viele Grüße,

    Marco

  10. Jihses Kreist Zuppestah sagte am 18. März 2019 um 20:59 Uhr

    Ich finde die ganze Beschreibung sehr dubios und sie erinnert mich an Haarwuchswundermittelwerbung beim Friseur.
    Marie L von Columbia Sportswear antwortete heute auf meine kritische Anfrage:
    Ich fragte:
    „….die Venture On Jacke ist angebl. wasserdicht, aber wie wird das genau erreicht? Sie schreiben: (Zitat, Amazon Shop:) “ Die Außenschicht der Venture On ist dank vollständig getapter Nähte wasserdicht und atmungsaktiv“…… Das ergibt für mich als Erklärung aber leider null Sinn. Eine getapte Naht ergibt noch keine Wasserdichtigkeit allein. Wie also erreichen sie genau die angebliche Dichtheit der Aussenschicht „bei Erhalt der Atmungsaktivität“, ohne dabei offenbar eine Mebrane zu benutzen?“

    Marie L von Columbia Sportswear :
    „…. „OutDry™ Extrem verwendet eine patentierte Konstruktion (aha! …ein angebliches ominöses Patent also, welches?!) aus einem Stück, (aber Laminat ist doch aus 2 Schichten?) bei der eine wasserdichte und atmungsaktive Grenzschicht gefertigt wird, die mit Hilfe von Wärme direkt mit dem äußeren Material verbunden wird.“

    Also ich merke mir: Eine Innenbeschichtung. Getapte, gedichtete Nähte sind offenbar auch weiter nötig, („…dank vollständig getapter Nähte“) die aber doch oben im Blog-Werbetext als „obsolet“ erwähnt wurden. Merkwürdig…
    (Zitat: „Dadurch, dass die Membran sozusagen mit dem Gewebe verschweißt ist, wird eine zusätzliche Nahtversiegelung obsolet.“)

    Entscheidend ist doch:
    Wie hoch ist bei Trockenheit und Regen und bei verschiedenen Feuchte- und Temperaturbedingungen die meßbare Dampfdurchlässigkeit im Vergleich zu GoreTex, Sympatex,… o.ä., und werden überhaupt nennenswerte, bessere Werte nachweisbar erreicht?
    Das sollte natürlich nicht ein mit Gratisware möglichwerweise beeinflusster Marken-Werber feststellen, der seinen Werbeblog nicht einmal als Schleichwerbung kennzeichnet, wie hier oben offenbar geschehen, sondern ein unabhängiger kompetenter Fachmann.

    Amen.

  11. Jörn sagte am 19. März 2019 um 14:09 Uhr

    Hi,

    danke für die Kritik.

    Als erstes: Mea culpa. Tatsächlich sind die Nähte auch bei OutDry nach wie vor verschweißt. Da hatten wir eine Fehlinfo drin, die ich inzwischen rausgenommen habe.

    Die Kollegin von Columbia drückt sich vermutlich etwas ungünstig aus: Das wasserdichte Material in Verbindung mit den geschweißten Nähten macht die Jacke komplett wasserdicht. NICHT außschließlich die getapten Nähte.

    Die Patente zur OutDry-Technologie habe ich dir an dieser Stelle mal rausgesucht: https://patents.justia.com/assignee/outdry-technologies-corporation. Der Aufbau von OutDry ist tatsächlich, wie von dir auch richtig vermutet, aus zwei Schichten gefertigt, die allerdings direkt miteinander verschweißt werden und so „zu einem Stück“ werden. Die Außenseite der Jacke besteht also direkt aus Membrangewebe und hat keine zusätzliche Schicht drüber, wie z.B. bei Gore-Tex. Die Innenseite von OutDry ist eine atmungsaktive Schicht, die Schweiß aufnehmen und an die Membran weiterleiten soll.

    Zu den Werten: Die Dampfdurchlässigkeit konnte ich leider noch nicht recherchieren, die Wassersäule liegt bei 20.000 mm. Wir schicken aber nochmal eine Mail an unsere Kontakte bei Columbia raus.

    Und zum Schluss: Falls du unseren Blog schon länger verfolgst hast du vielleicht gesehen, dass wir regelmäßig über neue Technologien berichten. Das machen wir schon so, seid es uns gibt. Das dient primär dazu unsere Kunden zu informieren, was sie von einem Produkt erwarten können. In dem Fall – und das kann ich dir versichern – sind weder Geld noch Produkte von Columbia an uns geflossen.

    Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen ausreichend. Falls nicht, melde dich gerne nochmal. Sobald wir Informationen von Columbia bekommen, ergänze ich den Kommentar.

    Viele Grüße,

    Jörn

  12. Timo sagte am 8. November 2019 um 07:53 Uhr

    Hallo Bergfreunde,
    Gibt es auf dem Markt denn mittlerweile noch Alternativen zu Outdry? Ich brauche eine Jacke zum Wandern, aber vor allen Dingen fürs Mountainbiken. Eine Jacke die ich nicht, wie derzeit, ständig nachimprägnieren müsste wäre echt ein Segen.
    Bin bei meinen Recherchen bisher nur auf die Columbia OutdryEx Shell gestoßen (und das geht schon in die Richtung), aber es müssen doch noch andere Hersteller darauf gekommen sein die Membran direkt aussen anzubringen.
    Über spannende, und fashionable, Tipps wäre ich sehr froh.
    Grüße,

    T

  13. Bergfreund Marco sagte am 8. November 2019 um 09:28 Uhr

    Hallo Timo,

    nein dazu gibt es nach wie vor keine Alternative. GoreTex Shakedry arbeitet vergleichbar, aber das ist eine Membran ausschließlich für Trailrunner, weil extrem empfindlich. Ansonsten verarbeiten nach wie vor alle Hersteller die Membran innen, auch The North Face tut das mit seiner neuen Futurelight-Membran.

    Viele Grüße,

    Marco

  14. Ein anderer Andi sagte am 18. Juni 2020 um 11:05 Uhr

    Hallo Bergfreunde,

    darf eine Outdry Jacke gefaltet und komprimiert verpackt oder vielleicht sogar gelagert werden?

    LG,
    Andi

  15. Bergfreund Marco sagte am 19. Juni 2020 um 15:55 Uhr

    Hallo Andi,

    eine Jacke komprimiert zu lagern ist eigentlich nie eine gute Idee. Eine Outdry-Jacke kannst du aber auch für den Transport komprimieren, das ist kein Problem.

    Viele Grüße,

    Marco

  16. Dorota sagte am 27. Juli 2020 um 13:50 Uhr

    Hallo,
    bei der letzte strecke sind meine Schuhe auf der Innenseite voll treckig von Waldstreu geworden. ich überlege wie ich das waschen kann ohne OutDry Membrane kaputt zu machen. Vielleicht ne blöde frage, waschmaschiene kürzeste programm wie andere sportschuhe auch? in einem Schüssel auftauchen und mit Waschmittel und Brüste waschen<– darf ich das??? Teppich/Textilienteiniger im Spray von Vanisch zum Beispiel???
    Ich wäre für eure Tipps sehr dankbar
    lg, Dorota

  17. Hannes sagte am 30. Juli 2020 um 07:33 Uhr

    Hi Dorota!

    Du kannst die Schuhe mit lauwarmen Wasser und einem weichen Schwam reinigen. Dabei bitte nur, wenn überhaupt, eine neutrale Seife zum reinigen verwenden.
    Bitte nicht damit in die Waschmaschine, oder irgendwelche anderen Pflegemittel verwenden.

    Nachdem der Schuh dann abgetrocknet ist, kannst Du die Schuhe noch imprägnieren.

    Machs gut,
    Hannes

  18. Gregor S. sagte am 12. August 2020 um 07:56 Uhr

    Hallo! Ich habe jetzt schon etliche Columbia Outdry Jacken (4 Stück), und liebe den Umstand das ich keine Imprägnierungen oder ähnliches mehr machen muss. Die entsprechenden Modelle sind so klein komprimierbar, das die ohne Probleme im Rucksack verschwinden und im Einsatzfall immer bereit stehen. Wasserdicht ist Outdry definitiv, leider ist die Wasserdampfdurchlässigkeit jetzt nicht vergleichbar mit anderen Technologien, zum Beispiel dem Cutan von Klättermusen. Dafür war dort bei meiner Allgrön Jacke die Imprägnierung nach nur einer Nutzung an den Armen bereits hinfällig, und der Oberstoff saugte sich voll. Warum es in all den Jahren keine offiziellen Leistungsdaten von Outdry ins Internet geschafft haben stimmt mich etwas kritisch, herrlich die Aussage von Columbia warum das so ist:“ wir können für die Outdry Membran keinen der üblichen Werte wie RET angeben weil die Membran anders aufgebaut ist und anders funktioniert…“. Der beste Witz seit langem. Nichtsdestotrotz funktioniert das Material wunderbar im Alltag, und bei entsprechendem Verhalten – also nicht zu schweißtreibender Nutzung – hat man für Jahre Ruhe und Sicherheit mit so einer Jacke.

    Was extrem stört bei den ColumbiaOutdryJacken: die Schnitte und Verstellmöglichkeiten sind teilweise unterirdisch schlecht. Eine einigermaßen gute Kapuze hatte ich nur bei einem Prototypen gehabt, der Rest war immer so lala. Wären die Schnitte besser ( abgedeckter Reißverschluss , länger geschnitten) , Pit Zips länger und die Kapuze komplett einstellbar und nicht nur eine Alibi Notkappe, dann würden diese Jacken deutlich mehr Anklang finden, so fristen die meistens nur ein Schattendasein…

    Gruß Gregor S.

  19. Pitt Jacobs sagte am 25. September 2020 um 17:05 Uhr

    Habe mit Interesse die Kommentare gelesen und keine Verbindung zu Columbia. Und ich bin auch kein Händler. OutdryECO ist die eierlegende Wollmilchsau! Ohne Zweifel schwitzen wir doch stets und unter jeder Bekleidung und können uns auch so intensiv belasten, dass Membranen – egal welche – die Flüssigkeit nicht mehr abtransportieren können. Die Membran von Columbia benötigt aber weder einen Oberstoff noch einen Unterstoff. Sie hält selbst in strömendem Regen absolut dicht und dafür ist sie ja auch da. Man kann sie nach Regen einfach trockenwischen, Wasser in der Kapuze schöpfen u.s.w. . Was aber besonders überzeugt ist, dass das Material weder PTFE noch PFC enthält. Und das sollte unser unser aller Hauptkriterium sein, bevor wir unverrottbaren Membran- Sondermüll zu horrenden Preisen erstehen. Und man sollte vielleicht auch mal schauen, zu welchem Preis solche Jacken angeboten werden. Natürlich kann man auch sündhaft teure Produktwerbung durch die Landschaft tragen.

    Ich schone das Material nicht. Es kommt in die Waschmaschine, ich knicke und falte es ständig, ich sitze und knie drauf und ich benutze die Regenhose als Trekkinghose. Und ja, die Ärmel stoßen sich mit der Zeit auch auf, wie bei fast jeder anderen Jacke. Zugegeben, die Schnitte könnten besser sein und aus dem Material könnte man durchaus auch Arcteryx- formschön herstellen. Aber was will man eigentlich noch? Gore bekommt so eine robuste Membran, die auch als Außenhaut taugt, doch bis heute nicht hin. Also einfach mal ausprobieren und das gesparte Geld lieber in die nächste Reise investieren.

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