Gore-Tex Nachhaltigkeit

GORE-TEX® – Wie stehts um die Nachhaltigkeit?

23. November 2017

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Gore-Tex Nachhaltigkeit

GORE fühlt sich dazu verpflichtet, verantwortungsbewusst mit Mensch und Natur umzugehen.

Neben den Fragen nach Qualität, Verarbeitung, funktionellen Materialien, angenehmer Passform und raffinierten Features, betrachten die meisten Kunden auch das Thema einer nachhaltigen Herstellung immer genauer und kritischer. Moderne Outdoorbekleidung muss nicht nur gut vor Wind und Regen schützen, sondern sollte auch aus umweltfreundlichen Materialien bestehen, mit hohen ökologischen Vorgaben und sozialverantwortlicher Herstellung produziert werden und nach einer hohen Lebensdauer, möglichst vollständig recycelbar sein.

Dass diese Ziele auch in der Outdoorbranche mit Sicherheit noch nicht in allen Punkten erreicht werden, hat vielschichtige Gründe, die hier unmöglich alle erörtert werden können. Fakt ist allerdings, dass die Entwicklung in Richtung einer nachhaltigeren Produktion voll im Gange, voll im Trend und auch in hohem Maße erfolgreich und zukunftsweisend ist.

Der Erfolg von Kennzeichnungen für umweltfreundliche und sozialverantwortliche Produktion wie bluesign, Öko-Tex 100 oder Fair Wear Foundation setzen dabei ebenso markante Meilensteine, wie die starke Nachfrage der Kunden, die sich immer bewusster mit der nachhaltigen Herstellung ihrer Outdoorbekleidung auseinandersetzen.

Auf einem langen Weg zu noch mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Als Marktführer für wasserdichte und atmungsaktive Bekleidung steht GORE schon seit langem unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Bei der Herstellung von GORE-TEX® Membranen wird dabei vor allem PFC immer wieder kritisiert. Diese „per- und polyfluorierten Chemikalien“ (PFC) sind derzeit die Grundsubstanz für die Herstellung von PTFE und damit auch von wasserdichten GORE-TEX® Laminaten. Sie gelten als umweltbelastend und können gesundheitsgefährdend sein. In der Regel landen solche Produkte am Ende ihrer Nutzungsdauer auf der Mülldeponie oder werden verbrannt.

GORE ist sich der Problematik mit PFCs durchaus bewusst. In einem zweistufigen Plan wird GORE deshalb zunächst 85% aller GORE-TEX® Laminate bis zum Jahr 2020 auf eine PFC-freie Produktion umstellen und bis 2023 alle ökologisch bedenklichen PFCs aus ihrer Herstellung verbannen. Die Funktionstextilien dürfen dabei laut GORE natürlich keinerlei Kompromisse in Bezug auf ihre Qualität, Langlebigkeit und Performance eingehen.

Maßnahmen zur Verbesserung von umweltfreundlichen Produktion und fairen Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern gibt es bei GORE allerdings schon fast so lange, wie das wasserdichte Laminat selbst.

Bereits 1986 ersetzt GORE die Klebstoffe seiner Laminate durch lösungsmittelfreie Alternativen und galt schon damals als innovativer Pionier. Die meisten Produkte von GORE sind heute nach dem bluesign-Standard zertifiziert oder erfüllen den Öko-Tex 100 Standard. Unabhängige Prüfungen garantieren so die Vermeidung von umweltbelastenden Materialien und Verfahren in der textilen Wertschöpfungskette.

Darüber hinaus investiert GORE etliche Millionen Dollar in die Suche nach alternativen DWR-Beschichtungen und Systemen, um die ganzheitliche Umweltbelastung in der Herstellung von Bekleidung und Schuhen besser sichtbar und vergleichbar machen zu können. Als Gründungsmitglied der Substainable Apparel Coalition (SAC) rief GORE in Zusammenarbeit mit anderen Firmen, Zulieferern, Rohstofflieferanten und zahlreichen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen den Higg-Index ins Leben. Durch diesen Index soll eine ganzheitliche Betrachtung und Bewertung aller umweltbeeinflussenden Faktoren auf einfache und transparente Weise abgebildet werden können.

Gore-Tex Nachhaltigkeit

GORE engagiert sich bei einem Bergwald Projekt in den Alpen.

GORE übernimmt nicht nur in seinen Produktionsstätten in Asien soziale Verantwortung mit klaren und verbindlichen Grundsätzen, die gesunde Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung garantieren sollen, sondern bringt sich darüber hinaus weltweit in zahlreichen sozialen Projekten ein.

Ob in der nachhaltigen Sensibilisierung und Umwelterziehung in Nordamerika, der Unterstützung von Schul- und Hilfsprojekten in der Nähe ihrer chinesischen Produktionsstätten oder bei Aufforstungsprojekten in den bayerischen Alpen – GORE unterstützt also soziale und umweltfördernde Projekte im großen und kleinen Maßstab.

Der Ansatz des Life Cycle Assessments (LCA)

Trotz aller Bemühungen und technischen Fortschritte, wird die Produktion von Bekleidung und Schuhen auch in Zukunft mit dem Verbrauch von Rohstoffen und Energie verbunden sein und auch in Zukunft werden dabei CO² freigesetzt und Abfälle entstehen. Selbst wenn die Umweltbelastung in der Produktion auf ein Minimum reduziert werden kann, ist jede weitere Jacke und jedes weitere Paar Schuhe auch automatisch eine weitere Belastung unserer Umwelt.

Das Prinzip des LCA, das GORE dieser Entwicklung entgegen setzt, ist denkbar einfach und effektiv: der Anspruch und das Ziel beim Design und bei der Herstellung der GORE-TEX® Produkte ist eine maximale Lebensdauer jedes einzelnen Schuhs, jeder Hose und jeder Jacke. Mit seinem Grundsatz „Guaranteed to keep you dry“ verspricht GORE seinen Nutzern bereits eine lebenslange Garantie in Bezug auf die Wasserdichtigkeit.

Aber auch das Obermaterial, das Design, hochwertige Reißverschlüsse und stabil versiegelte Nähte, zählen zu den Markenzeichen der GORE-TEX® Outdoorbekleidung. Durch die hohe Qualität verlängert sich die Nutzungsdauer der GORE-TEX® Produkte und bei kleinen Beschädigungen durch Risse oder Schnitte können die Reparaturen mit den Reparaturtapes für GORE-TEX® ganz einfach von jedermann selbst und auch unterwegs durchgeführt werden. Die so gepflegte GORE-TEX® Bekleidung hat beste Chancen ihre lebenslange Garantie auf die Membran in Anspruch zu nehmen.

Weitere Infos zu den Bestrebungen von GORE könnt ihr auf ihrer Webseite nachlesen.

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