Scheibenbremsen

Scheibenbremsen

Im Vergleich zu Felgenbremsen bieten Scheibenbremsen vielfältige Vorteile: Die in der Regel vollhydraulischen Fahrradbremsen bieten eine besonders hohe Bremskraft. Sie entfalten ihre volle Bremswirkung auch bei Nässe und bewahren die Felgen vor Abnutzung und Überhitzung. Der Bremssattel einer Scheibenbremse kann mithilfe von Adaptern an jede Fahrradgabel und an jeden Hinterbau montiert werden. Jedoch muss ein Fahrrad für die Nutzung von Scheibenbremsen vorbereitet sein. Die Bremsscheibe wird dabei direkt an den Radnaben montiert, wo sie dann ihre Bremswirkung entfalten kann.

Aufbau und Funktionsweise

Eine Scheibenbremse setzt sich aus dem Bremshebel, der Bremsleitung, dem Bremssattel und der Bremsscheibe zusammen. Der Bremshebel wird direkt am Lenker montiert. Aufgrund des hohen Wirkungsgrads bedient der Fahrer die Scheibenbremse in der Regel mit einem oder mit zwei Fingern. Die hydraulische oder mechanische Bremsleitung verbindet den Bremshebel mit dem Bremssattel, durch dessen Schlitz die Bremsscheibe rotiert. Betätigt der Fahrer den Bremshebel, drücken die Bremskolben die Bremsbeläge beidseitig auf die Scheibe, diese Kolbenstellung erzeugt die verzögernde Wirkung.

Scheibenbremsen

Unterschiedliche Konstruktionen für verschiedene Einsatzgebiete

Je nach Konstruktionsart arbeiten zwei oder vier Bremskolben im Bremssattel. Vier Bremskolben entfalten eine stärkere Wirkung als zwei, in der Regel bringen sie jedoch ein höheres Gewicht mit sich. Vor allem abfahrtsorientierte Mountainbikes für alpines Gelände setzen auf Vierkolbenbremsen, weil bei diesen Fahrrädern eine außerordentlich hohe Bremskraft benötigt wird. Einen besonderen Weg geht der Hersteller BrakeForceOne: Die innovative Konstruktion arbeitet mit hydraulischen Übersetzungsverhältnissen, die als Bremskraftverstärker fungieren. Bei Rennrädern und Cyclocrossern kommen teilweise wartungsärmere mechanische Scheibenbremsen mit Bowdenzug zum Einsatz. Weiter entscheidet die Größe der Disc über die Bremswirkung. Oft kommen am Vorderrad größere Discs zum Einsatz, weil dort eine höhere Bremskraft benötigt wird. Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 140 Millimetern eignen sich für Rennrädern oder Trekkingbikes. 160 - 180er Scheiben kommen bei Cyclocrossern, Trekkingrädern und bei Mountainbikes zum Einsatz. Enduro-MTBs, Freerider und Downhillbikes setzen entweder auf eine Kombination von 180 / 200 (vorne / hinten) oder 200 / 200. Auch schwerere Fahrer geben größeren Bremsscheiben den Vorzug, da sie weniger anfällig für Überhitzen sind. Der Fahrer hat weiter die Wahl zwischen gesinterten und organischen Bremsbelägen.

Mit der richtigen Pflege zur perfekten Bremse

Für eine optimale Funktion muss der Fahrer die Scheibenbremse regelmäßig reinigen und warten. Hierfür gibt es spezielle Reinigungssets. Da die Bremse von elementarer Bedeutung für die Sicherheit ist, darf ihr korrektes und schleiffreies Setup und die Wartungsarbeit ausschließlich von Fachpersonal durchgeführt werden.
Scheibenbremsen entfalten starke Bremskräfte und lassen sich kraftsparend bedienen. Die korrekte Einstellung und regelmäßige Kontrolle und Pflege vorausgesetzt, sind sie klassischen Felgenbremsen weit überlegen. Je nach Konstruktion sind sie für alle Arten von Fahrrädern geeignet.

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