Tests und Bewertungen

Mountain Equipment - Sentinel Jacket - Hardshelljacke im Test

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Profilbild von Anton
| Wien

Der Beitrag wurde am 15.02.15 überarbeitet

Absolute Topjacke!

Die Jacke habe ich seit 3 Monaten im Einsatz und konnte bisher keinen Mangel feststellen. Die Kapuze ist gut einstellbar und ich finde die Länge auch beim Radfahren absolut ausreichend. Bei meiner Körpergröße von 178 und 70kg passt die Jacke in M optimal, sodass noch Unterwäsche, dünne Fleecejacke, Primaloft darunter passen.

  • Vorteile
    Belüftung
    Gute Details
    Atmungsaktiv
    Preis/Leistung
    Guter Schnitt
    Robust
    Winddicht
    Wasserdicht
  • Einsatzbereich
    Hochtouren
    Skitouren
    Winterwandern
    Wandern
    Schneeschuhwandern
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Profilbild von Daniel
| Konstanz

98% finden die Bewertungen
von Daniel hilfreich

Der Beitrag wurde am 21.01.15 überarbeitet

Sehr guter Allrounder

Ich vergleiche an dieser Stelle die Mountain Equipment Sentinel mit der Berghaus Mount Asgard II, da ich die beiden recht unterschiedlichen Jacken besitze und einen kleinen Überblick über die jeweiligen Stärken und Schwächen geben möchte. Die Einzelbewertungen (0* bis 5*) befinden sich unter den jeweiligen Abschnitten.



Gewicht/Packmaß:

Die Mount Asgard II ist mit um 430g wirklich außerordentlich leicht, was durch das dünne Gore-Tex Active Dreilagenlaminat mit 40D/60D Stoffstärke und die Reduzierung der Jackenausstattung auf das Notwendigste zu erklären ist. Im Vergleich dazu ist die Sentinel aus klassischem Dreilagen-Gore-Tex in 50D/70D nicht nur durch den etwas dickeren Stoff, sondern auch durch die sehr viel komfortablere Ausstattung um einiges schwerer, aber mit knapp 650g immer noch sehr leicht. Sie wirkt allerdings auf den ersten Blick wesentlich robuster. Umgekehrt lässt sie sich nicht so klein zusammenrollen wie die Berghaus, auch fehlt ein Packsack.

BH: 5*
ME: 4*



Atmungsaktivität:

Die Atmungsaktivität der dünnen Active-Membran der Berghaus ist sehr hoch, allerdings kommt sie wie jede Membran bei sehr schweißtreibenden Aktivitäten über längere Zeit einfach an ihre Grenzen. Zusätzliche Belüftung durch Unterarmreißverschlüsse wäre hier schön, gibt es aber leider nicht. Die DWR hat in der Tat ein bisschen schnell aufgegeben, vollkommen wind- und wasserdicht ist die Jacke aber trotzdem auf jeden Fall.
Umgekehrt das Bild bei der Mountain Equipment. Subjektiv habe ich das Gefühl, ein bisschen früher ins Schwitzen zu kommen, allerdings wird dies durch den angenehmeren Griff des Innenstoffes aufgefangen. Die Wettertauglichkeit der Sentinel ist jenseits allen Zweifels, ebenso die beständige DWR. Gut zugängliche Unterarmzipper lassen bei Bedarf den Dampf raus.

BH: 4*
ME: 4*



Ausstattung:

Die vorne sitzenden Reißverschlüsse der Berghaus (anders als beim robusten und handschuhfreundlichen Profilreißverschluss in der Mitte sind hier feine Spiralzipper verarbeitet) sind sowohl die einzige Belüftungsmöglichkeit, als auch der Zugang zu den beiden einzigen Taschen aus dünnem Mesh im Inneren der Jacke. Mit Rucksack sind diese Reißverschlüsse oben schlecht zugänglich, da die Enden genau unter den Schulterriemen liegen (zumindest bei mir) und sich so nicht problemlos auf- und zumachen lassen.
Mountain Equipment setzt an der Front und der reichhaltigen Ausstattung der Jacke (zwei große Einschub- und eine Napoleontasche außen, sowie eine Mesh-Innentasche und zwei lange Unterarmzips) überall auf etwas hakelige und weniger vertrauenserweckende Spiralzipper, bietet aber das bessere Allroundpaket und gute Zugänglichkeit zu allen Taschen. Einzig mit Hüftgurt sind die Einschubtaschen ein bisschen zu groß, ein Teil des Volumens liegt immer unter dem Gurt.
Beide Jacken verfügen über Zweiwegereißverschlüsse an der Front (prima), die leider in beiden Fällen die Abdeckleiste nur innen tragen (minimal Stoff gespart, dafür komplette Wasserdichtigkeit bei Frontalregen geopfert, naja...).

BH: 3*
ME: 5*



Kapuze:

Die Kapuze der Mount Asgard ist sehr großvolumig, um auch den Einsatz von Helmen zuzulassen, was ohne weitere Kopfbedeckung (z.B. Mütze) trotz der guten Einstellbarkeit aber stört. Durch das große Volumen dreht sie einfach nicht mit, wenn man sie über dem bloßen Kopf hat. Trägt man eine (ruhig dickere) Mütze oder einen Helm, ist sie super. Allerdings lässt sich im Vergleich dazu die Mountain Equipment-Kapuze noch besser justieren bei quasi gleichem Platzangebot.
Ebenso ist der Kragen der Berghaus sehr hochschließend (bis unter die Nase bei mir), was bei starkem Wind und auf dem Gipfelgrat prima ist, in der Flachlandanwendung außer bei Dauerregen aber etwas nervt, weil der Kragen hierbei wenn er geöffnet ist wild in irgendwelche Richtungen absteht. Mountain Equipment lässt hier mehr Platz, wodurch sich bei sehr windigen Verhältnissen auf jeden Fall der Einsatz eines Buffs oder anderen Halstuches empfiehlt.

BH: 4*
ME: 5*



Schnitt:

Der Schnitt der Berghaus ist ein bisschen seltsam: Mir (1,80 groß, 76kg, eher athletisch gebaut) passt die Mount Asgard II in L ganz gut, am Brustkorb vielleicht ein wenig eng und insgesamt bei Weitem nicht so gut wie meine Mountain Equipment Sentinel (Größe M), die für den Alltagseinsatz und lange Wanderungen in Regengebieten vom praktischeren Layout und dem grundsätzlich robusteren Material insgesamt besser geeignet ist. Die Sentinel ist bei Rucksackeinsatz ein bisschen bauchig, sonst aber super geschnitten mit der richtigen Ärmel- und Rückenlänge. Vielleicht ist die Berghaus auch mehr für Menschen mit sehr langen Armen und schmalerem Brustkorb konzipiert.
Gewöhnungsbedürftig sind bei der Mount Asgard II vor allem bei geschlossenem Kragen der relativ enge Halsschnitt und die sehr langen Ärmel. Beim Klettern und Radfahren ist das praktisch, beim Wandern eher nervig, zumal wie gesagt die Armbelüftung fehlt. Anders als das Material vermuten ließe, erweist sie sich bislang aber als sehr robust. Die Sentinel macht bislang alles klaglos mit und musste sich nur bei einem Sturz vom Rad dem Asphalt geschlagen geben, welcher mir ein paar eurogroße Löcher in den Ärmel hineinfraß. Reparatur und -bericht stehen noch aus.

BH: 3*
ME: 5*



Fazit:

Als Schlechtwetterbackup z.B. über der Softshell und in den Bergen macht sich die Berghaus wirklich gut bislang, zumindest mit Rucksack unter zehn Kilo und bei zeitlich begrenztem Einsatz.
Dass die Jacke grundsätzlich nicht für Rucksäcke geeignet ist, halte ich für Unfug, allerdings gibt es natürlich Modelle, die für schwereres Gerät (mehrwöchiges Trekking oder Hochalpines) weitaus besser geeignet sind. Dann wiederum ist das Layout dieser Jacke auch nicht an solchen Einsätzen orientiert. Sehr schick sieht sie außerdem auch aus, was aber bei Funktionsjacken für mich immer noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Die Verarbeitung der Berghaus ist tadellos, einzig die etwas verspielten Nahtverläufe und das insgesamt avantgardistischere Layout mit dem vorgenannt geringen Gewicht lassen ein bisschen die Stirn runzeln.
Ist die Verarbeitung bei der Berghausjacke sehr gut, ist sie bei der Mountain Equipment hervorragend. Ein super Allrounder für so ziemlich alles, wenn man auf kleinstes Packmaß und Ultraleichtgewicht nicht angewiesen ist und auf extravagantes Erscheinungsbild verzichten kann.

Gesamtbewertung:
Berghaus "Mount Asgard II": 3,8
Mountain Equipment "Sentinel": 4,6

  • Vorteile
    Wasserdicht
    Atmungsaktiv
    Belüftung
    Guter Schnitt
    Winddicht
    Robust
  • Nachteile
    Schlechter Reißverschluss
  • Einsatzbereich
    Wandern
    Freizeit
    Winterwandern
    Trekking
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Profilbild von Dieter
| Schweighausen
Die Jacke werde ich empfehlen !

Ich hatte sie erst einmal im Einsatz.
Bei strömenden Regen und starkem Wind.Sie war absolut dicht und das Wasser perlte ab..Sie ist ja auch neu !
Sie macht einen robusten und gutverarbeitetenden Eindruck.Sie hat tolle große Unterarmbelüftungsreisverschlüsse.Ärmel und Kaputze lassen sich prima einstellen.
Auch die Kaputze lässt sich verstauen.Bei vielen gleichartigen Jacken geht das leider nicht:-(.
Die obere Tasche ist allerdings viel zu tief.Wenn da was Kleines drin ist kommt man n nicht mehr oder der Rücksackgurt schnürt es ab.
Die Jacke macht aber einen klasse Eindruck.
Nach der ersten Bergtour erweitere ich meine Bewertung

  • Vorteile
    Wasserdicht
    Robust
    Gute Details
    Belüftung
  • Einsatzbereich
    Hochtouren
    Winterwandern
    Allround
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Profilbild von Arne
| Hamburg
Dicht und robust!

Hatte das gute Stück auf einer Trekkingtour durch die portugisische Regenzeit dabei. Es war warm, regenreich, windig und es ging durch viel Gestrüpp und Dornen. Die Jacke war dafür ein optimaler begleiter, robust und trotz des geringen Temperaturunterschiedes zwischen "drinnen" und "draussen" sehr atmungsaktiv. Die Napoleon-Tasche war mir etwas zu tief, so daß beim Rucksack anlegen das GPS immer unter den Hüftgurt gerutscht ist. Auch ist sie mir im Brustbereich etwas zu weit geschnitten, so daß der immer schnell "ausbeult". Deshalb nur vier Sterne, Ist ja aber bei jedem anders. Super Details und gut verarbeitet eine super Jacke. Ob ich einen Schneefang vermissen würde, konnte ich noch nicht testen. Für einen stark reduzierten Preis bei den Bergfreunden aber genau das Teil das ich brauche.

  • Vorteile
    Robust
    Belüftung
    Atmungsaktiv
    Gute Details
    Winddicht
    Preis/Leistung
    Leicht
    Wasserdicht
  • Nachteile
    Schlechter Schnitt
  • Einsatzbereich
    Allround
    Schneeschuhwandern
    Expedition
    Trekking
    Skitouren
    Reisen
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