{"id":90375,"date":"2023-08-11T09:00:00","date_gmt":"2023-08-11T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/?p=90375"},"modified":"2023-08-01T11:37:32","modified_gmt":"2023-08-01T09:37:32","slug":"meditation-fuer-bergfreunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/meditation-fuer-bergfreunde\/","title":{"rendered":"Meditation f\u00fcr Bergfreunde"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Der Verstand ist wie die Sittlichkeit,<\/em> <em>ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.<\/em><\/p>\n<cite>Johann Wolfgang von Goethe<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00e4ucherst\u00e4bchengeruch wird von hauchzarter indischer Fl\u00f6tenmusik begleitet. Der Keramik-Buddha l\u00e4chelt verst\u00e4ndnisvoll vom Altar. Die Meditierenden verharren mit verknoteten Beinen im Lotossitz. Die Leiterin der Gruppe wippt ihren Oberk\u00f6rper gelegentlich hin und her und murmelt Gebetsformeln auf Sanskrit. Nach drei Stunden beginnt die Gruppe ein immer lauter werdendes &#8222;OOOOMMMMM&#8220; anzustimmen und ger\u00e4t in Ekstase. Schlie\u00dflich fallen sich alle weinend in die Arme.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls das jetzt ungef\u00e4hr Deine Vorstellung von Meditation war, kann Dir dieser Artikel viel Neues bieten. Die erste Neuigkeit w\u00e4re: Meditation ist weder etwas Abgehobenes noch etwas Exotisches, sondern im Gegenteil ein &#8222;bodenst\u00e4ndigerer&#8220; Zustand als unser gewohntes Alltags-Sein. Denn Letzteres wird bestimmt von einem Chaos aus teilweise ziemlich abgehobenen Gedanken und Gef\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-meditation\">Was ist Meditation?<\/h2>\n\n\n\n<p>Was Meditation wirklich ist, wird selten n\u00e4her erkl\u00e4rt, da sie nicht leicht zu fassen und einzuordnen ist. Sie ist ein Seinszustand, bei dem man sich aus dem Alltags-Ich &#8222;zur\u00fcckzieht&#8220; und es &#8222;von au\u00dfen&#8220; betrachtet. Und dabei bisweilen feststellt, dass wir gar nicht identisch mit diesem Alltags-Ich sind. Und dass dieses Ich wiederum fast nur aus dem kognitiven Verstand mit seinen gedanklichen Bildern und Konzepten besteht. Der Verstand ist hier so dominant geworden, dass wir ihn mit unserem Ich gleichsetzen. Er hat sich \u2013 um Bezug auf das Eingangszitat von Goethe zu nehmen \u2013 zum Herrn aufgeschwungen, obwohl er &#8222;nur&#8220; als ein geniales Diener-Tool unter Mehreren im Werkzeugkasten der Wahrnehmungsm\u00f6glichkeiten vorgesehen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwechslung des Verstandes mit dem Ich hat sich sp\u00e4testens mit dem descart&#8217;schen Paradigma &#8222;Ich denke also bin ich&#8220; in unsere Kultur eingebrannt. Meditation kann inneren Abstand schaffen und dadurch diese Verwechslung sichtbar machen. Falls das kompliziert klingt: ist es nicht, wie wir gleich am Praxisbeispiel konkret erfahrbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wachsende Interesse der &#8222;westlichen Welt&#8220; an der einst fremden Meditation liegt jedenfalls auch an einem Wandel dieser &#8222;descart&#8217;schen&#8220; Kultur und Sichtweise. Doch die Hauptrolle spielen die vielen Vorteile, die die Meditation im Leben verschaffen kann. Ein Vorteil kann das Geld sein, das sie abwirft, wenn man sie geschickt als Lifestyle- und Wellnessprodukt vermarktet. Gr\u00f6\u00dferes Wohlbefinden und bessere Gesundheit sind denn auch tats\u00e4chlich weitere handfeste Vorteile. Nicht umsonst wird Meditation inzwischen auch von den Krankenkassen empfohlen. Selbst in unserer kleinen alpinen Parallelwelt h\u00e4lt sie Einzug: So empfiehlt der Alpenverein auf seiner Homepage eine &#8222;Bergmeditation&#8220;, mit der Du &#8222;die Kraft der Berge zuhause sp\u00fcren&#8220; kannst. Berge sind allgemein ein beliebtes Motiv bei Visualisierungen in der Meditation.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Stein_zugeschnitten.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Stein_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Bei der Meditation werden Verstand und &quot;Ich&quot; wieder st\u00e4rker getrennt.\" class=\"wp-image-90491\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Stein_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Stein_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Stein_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei der Meditation werden Verstand und &#8222;Ich&#8220; wieder st\u00e4rker getrennt.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nur-die-praxis-zahlt-einfache-5-minuten-meditation\">Nur die Praxis z\u00e4hlt: einfache 5-Minuten-Meditation<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch wir machen hier eine Praxisprobe (allerdings ohne Visualisierungen und andere Techniken), weil die Meditation eine Erfahrungsangelegenheit ist, die sich mit dem Intellekt allein nicht begreifen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schlage daf\u00fcr folgende 5-Minuten-Minimalismus-Meditation vor, die von den zahllosen Anleitungen im Netz etwas abweicht, bei denen oft spezielle Techniken und Schnickschnack aller Art eingebaut sind. Wir peilen dabei &#8222;nur&#8220; die bewusstere Wahrnehmung des Moments an. Dass allein diese Wachheit schon entspannter und angenehmer als unser gewohnter &#8222;Traumzustand&#8220; ist, ist eigentlich nur ein Nebenprodukt des urspr\u00fcnglichen Meditationsziels (das in alten Zeiten nichts geringeres als Erleuchtung\/Erwachen war).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5 einfache Schritte<\/h3>\n\n\n\n<p>Folgende kurze und einfache Basismeditation soll zeigen, dass der &#8222;Normalmodus&#8220; ziemlich anstrengend ist und wir in ihm nicht wirklich wach sind. Lies Dir folgende Anleitung zun\u00e4chst durch und befolge sie dann in der 5-Minuten-Meditation:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Setze Dich so hin, dass Du 5 Minuten entspannt und ungest\u00f6rt verbringen kannst. Du kannst Dich anlehnen, musst aber den Oberk\u00f6rper soweit gerade halten, dass Dein Atem ungehindert durch Brust und Bauch zirkulieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Stelle Dir einen Wecker oder Timer auf 5 Minuten und schlie\u00dfe dann die Augen wie bei einem Nickerchen. Tue von nun an nichts weiter, als ganz normal zu atmen. Du beobachtest aus Deinem Inneren heraus Dein Atmen, ohne irgendetwas damit zu machen. Du atmest nicht tiefer oder schneller, sondern einfach nur wie immer.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Du nimmst die ganzen 5 Minuten \u00fcber wahr, wie Du atmest. Genauer gesagt atmest Du nur, das Wahrnehmen geschieht von allein. Du nimmst auch sonst alles, was geschieht oder auch nicht geschieht, von ganz allein wahr. Die Fliege, die Dich nervt, der Bauch, der grummelt, ein Knall, der Dich erschreckt, eine juckende Stelle, der Gedanke an einen vergessenen Termin: all das l\u00e4sst Du einfach vor\u00fcberziehen. Du bleibst bei den reinen Beobachtungen, ohne auf sie zu reagieren und ohne einzugreifen. Du kannst auf diese Weise auch eine juckende Stelle kratzen und Dein Kratzen wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Wenn Du doch einmal von Gedanken und Gef\u00fchlen &#8222;fortgerissen&#8220; wirst, kehrst Du, sobald Du es bemerkt hast, wieder zur\u00fcck zu Atem und Wahrnehmung. Du kannst dabei auch gern entspannen, denn Du hast ja nichts aktiv zu tun. Lass alles, was in Dir und au\u00dferhalb von Dir geschieht, wie einen Kinofilm ablaufen, den Du bequem vom Sessel aus siehst und an dem Du in keiner Weise beteiligt bist. Auch Deine Zweifel, ob Du &#8222;schon meditierst&#8220; oder nur wie ein Idiot herumsitzt und Deine Zeit verschwendest, l\u00e4sst Du so vorbeiziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Irgendwann, nach einer Ewigkeit oder viel zu schnell, sind die 5 Minuten vorbei. Du \u00f6ffnest die Augen und machst noch einige normale, aber bewusste Atemz\u00fcge.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Fuchs_zugeschnitten.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Fuchs_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Wie dieser Fuchs l\u00e4sst Du Deine Gedanken und Deinen Stress bei der Meditation los. \" class=\"wp-image-90497\" width=\"350\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Fuchs_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Fuchs_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Fuchs_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wie dieser Fuchs l\u00e4sst Du Deine Gedanken und Deinen Stress bei der Meditation los. <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-welchen-nutzen-hat-meditation\">Welchen Nutzen hat Meditation?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dieser \u00dcbung kannst Du vielleicht schon Meditations-Vorteile wie mehr Pr\u00e4senz und weniger vergeudete Energie erahnen. Wenn Du \u00f6fter meditierst, bemerkst Du irgendwann sofort, wenn Gedanken Dich in einen Zustand des Tagtr\u00e4umens ziehen, in dem Du nur noch &#8222;auf Autopilot l\u00e4ufst&#8220;. Du stellst dann auch fest, dass diese Tagtr\u00e4ume meist um vergangene Geschichten oder noch nicht eingetroffene Zukunftsszenarien kreisen, also nichts mit dem tats\u00e4chlichen jetzigen Moment zu tun haben. Und dass als Reaktion auf die Gedanken auch noch Emotionen oben drauf kommen (Stolz, Freude, Wut, Trauer, &#8230;), die ebenfalls nichts mit dem Hier und Jetzt zu tun haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jugendsprache hat mit &#8222;Filme schieben&#8220; und &#8222;Kopfkino&#8220; ziemlich passende Formulierungen f\u00fcr den Tagtraumzustand gefunden. Wer &#8222;am Filme schieben&#8220;, also in den inneren Bildern und Gedanken verloren ist, kann nur mit automatischen Reflexen und Programmen (dem Autopiloten) auf die Anforderungen des Moments reagieren. Diese Reaktionen wiederum sind meist nicht wirklich ad\u00e4quat und situationsgerecht, sondern schaffen eher Missverst\u00e4ndnisse und Fehlleistungen. Die wiederum der Stoff f\u00fcr k\u00fcnftige Tagtr\u00e4ume sind&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4senz im Hier und Jetzt<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer hingegen im Gewahrsein des Jetzt, also in der Meditation ist, bemerkt das &#8222;Filme schieben&#8220; sofort, kann es unterbrechen und wird nicht davon fortgetragen. Mit etwas Meditations\u00fcbung werden wir auch bemerken, wie viel Kraft und Energie das abwesende &#8222;Leben in den Gedanken&#8220; mitsamt seiner emotionalen Achterbahn kostet. Und wie viel wir dementsprechend mit Pr\u00e4senz im Jetzt gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das letztendliche Ziel von Meditation ist spiritueller Natur. Sie dient salopp gesagt der Erleuchtung bzw. ist Ausdruck von Erleuchtung. In pr\u00e4historischen Zeiten soll Meditation der normale Seinszustand des Menschen gewesen sein. So wie wir heute &#8222;im Westen&#8220; die Meditation nutzen, n\u00e4mlich als Wellnesstool, um uns &#8222;besser zu f\u00fchlen&#8220;, ist es aus spiritueller, &#8222;\u00f6stlicher&#8220; Sicht eigentlich ein Missbrauch. Aber wir k\u00f6nnen wohl auch kaum anders, denn wir sind g\u00e4nzlich von der kurzlebigen, durch Raum, Zeit und Materie begrenzten Lebenswelt vereinnahmt und k\u00f6nnen mit &#8222;spirituellen Dimensionen&#8220; wenig anfangen. Selbst die vielen Besucher der boomenden spirituellen Seminare streben nicht unbedingt nach Erleuchtung oder Erl\u00f6sung, sondern nach einem sch\u00f6neren Dasein in &#8222;dieser Welt&#8220;. Das ist aber auch legitim, denn hier muss, wie schon der Alte Fritz sagte, &#8222;jeder nach seiner Fasson selig werden&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-meditation-und-bergsport\">Meditation und Bergsport<\/h2>\n\n\n\n<p>Bis hierhin ist Dir vielleicht schon klar geworden, wie eng sich Meditation mit den Bergen und dem Leben der Bergfreunde verbinden l\u00e4sst. So kann beispielsweise jede Wanderung zum meditieren genutzt werden oder gleich ganz zur Meditation werden. In den Bergen haben wir gute Bedingungen, um den zweckfreien Hier-und-Jetzt-Zustand namens Meditation zu erleben, da sich&nbsp; der alleinige Fokus auf den Moment hier manchmal automatisch einstellt. Das Ambiente der Bergnatur macht es dem Kopf leichter, zur Ruhe zu gelangen. Dies wiederum mindert Stress, \u00c4rger und \u00c4ngste merklich. Der meiste Stress resultiert auch nicht aus tats\u00e4chlichen Ereignissen, sondern aus stressigen Gedanken \u00fcber vergangene oder k\u00fcnftig eventuell drohende Ereignisse. Meditation hilft, ihnen nicht zu viel Gewicht und Realit\u00e4tsgehalt zuzumessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut zu wissen ist auch, dass die Gedankenerzeugungsmaschine zwischen unseren Ohren der gr\u00f6\u00dfte Energieverbraucher im K\u00f6rper ist. Da bleibt viel Energie, die sich besser in den Beinen und Armen f\u00fcr die Fortbewegung gebrauchen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der meditative Zustand ist allerdings vorbei, sobald wir ihn gedanklich reflektieren. Wir sind dann wieder im allt\u00e4glichen Bewertungs- und Analysemodus: &#8222;Ah, das ist jetzt Meditation, toll, das will ich beibehalten. Daf\u00fcr muss ich jetzt wohl die Gedanken anhalten oder so.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht nicht darum, keine Gedanken mehr zu haben, oder diese wegzudr\u00fccken. Solche Bestrebungen erzeugen nur neuen Stress. Es geht darum, die Gedanken zu beobachten, ohne sie festzuhalten und zu unserer eigenen Geschichte und Pers\u00f6nlichkeit zu machen. Man kann also nicht &#8222;versuchen zu meditieren&#8220;, sondern man kann die Meditation nur zulassen, in sich hineinlassen. Sie ist folglich keine aktive T\u00e4tigkeit und kein vor\u00fcbergehender Zustand, sondern die Befreiung von T\u00e4tigkeiten und Zust\u00e4nden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Wandern_zugeschnitten.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Wandern_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Bei Wanderungen in den Bergen kannst Du Deinen Gedanken freien Lauf lassen, ohne sie zu greifen.\" class=\"wp-image-90485\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Wandern_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Wandern_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Meditation_Wandern_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei Wanderungen in den Bergen kannst Du Deinen Gedanken freien Lauf lassen, ohne sie zu greifen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-stolpermeditation\">Stolpermeditation<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Du Diesen Artikel &#8222;richtig verstanden&#8220; hast, nimmst Du bei Deiner n\u00e4chsten Tour Deinen Stolper-Fehltritt samt gl\u00fchendem Zehenschmerz und wildem Gefluche einfach nur wahr, anstatt Dich in die aufkommenden Gedanken und Geschichten zu verstricken (&#8222;Warum immer ich? Dem Wolfi und der Vroni w\u00fcrde das nie passieren! Die haben immer so ein Gl\u00fcck!&#8220;; &#8222;Diese Bl\u00f6dheiten darf ich mir nicht l\u00e4nger erlauben, ich verdammter Idiot. Letztes Jahr hats fast den F\u00fchrerschein gekostet, als ich&#8230;&#8220;; usw.). Stattdessen beobachtest Du sie nur, wodurch sie ganz nebenbei und unbeabsichtigt ihre negative Suggestivkraft verlieren. Wodurch Du wiederum mehr Energie f\u00fcr eine situationsgerechte Reaktion hast (z. B. den Zeh zu begutachten und zufrieden festzustellen, dass nichts kaputt ist). Du bleibst im Inneren entspannt und unbeteiligt. Du tust, ohne zu tun \u2013 Wu Wei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verstand ist wie die Sittlichkeit, ein guter Diener, aber ein schlechter Herr. Johann Wolfgang von Goethe Der R\u00e4ucherst\u00e4bchengeruch wird von hauchzarter indischer Fl\u00f6tenmusik begleitet. Der Keramik-Buddha l\u00e4chelt verst\u00e4ndnisvoll vom Altar. 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