{"id":80284,"date":"2023-04-28T09:00:00","date_gmt":"2023-04-28T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/?p=80284"},"modified":"2025-08-11T08:43:56","modified_gmt":"2025-08-11T06:43:56","slug":"die-pyrenaeen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/die-pyrenaeen\/","title":{"rendered":"Die Pyren\u00e4en: Sch\u00f6nheit mit Charakter"},"content":{"rendered":"\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-0d7820cb116889deba1a6018fee4abb7\" id=\"h-das-wichtigste-im-uberblick\">Das Wichtigste im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Pyren\u00e4en liegen an der spanisch-franz\u00f6sischen Grenze und sind 450 km lang<\/li>\n\n\n\n<li>der h\u00f6chste Gipfel des Gebirges ist der Pico de Aneto mit 3404 m<\/li>\n\n\n\n<li>die vorherrschenden Gesteinsarten sind Kalkstein und Granit, im S\u00fcden des Gebirges findet man k\u00fcsten\u00e4hnliche Landschaften<\/li>\n\n\n\n<li>touristisch sind vor allem die drei Nationalparks ein Highlight sowie Stauseen, erschlossene H\u00f6hlen und eine historische Zahnradbahn<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Reise zu den Pyren\u00e4en planst du am besten zwischen Juni und September per Flugzeug, Bahn oder Auto ein<\/li>\n\n\n\n<li>zum \u00dcbernachten gibt es Bergh\u00fctten, unbewirtschaftete Schutzh\u00fctten und auch Campen ist m\u00f6glich<\/li>\n\n\n\n<li>neben Wanderungen sind in den Pyren\u00e4en auch Canyoning-Touren, Klettern, Mountainbiking, Kajakfahren oder Skifahren tolle Outdoor-Aktivit\u00e4ten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Sind die Pyren\u00e4en nur eine verkleinerte Ausgabe der Alpen? Theoretisch vielleicht, denn beide sind Faltengebirge und vor rund 50 bis 100 Millionen Jahren im Terti\u00e4r entstanden. Auch waren beide in den Eiszeiten von Gletschern bedeckt und sind dementsprechend \u00e4hnlich &#8222;nachgeformt&#8220; worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Theorie nach lohnt sich der lange Weg &#8222;dort r\u00fcber&#8220; also kaum. In Wirklichkeit jedoch ist das 450 km lange und bis zu 130 km breite Hochgebirge an der franz\u00f6sisch-spanischen Grenze jedoch alles andere als eine Kopie. Allein die s\u00fcdlichere Lage mit dem vor allem in Spanien stabileren Wetter und der etwas l\u00e4ngeren Saison macht einen Unterschied&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-gebirge-im-kurzportrait\">Das Gebirge im Kurzportrait<\/h2>\n\n\n\n<p>Die mutma\u00dfliche Namensgeberin ist laut griechischer und r\u00f6mischer Literatur die Pyrene, eine Figur der griechischen Mythologie. Man unterteilt die Pyren\u00e4en in die westlichen oder atlantischen Pyren\u00e4en, die Hoch- oder Zentralpyren\u00e4en und die \u00f6stlichen Pyren\u00e4en. Die Abgrenzung nach Westen zum Kantabrischen Gebirge ist flie\u00dfend, kann aber etwa entlang der Linie Pamplona \u2013 San Sebasti\u00e1n gezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es allein nach der <strong>H\u00f6he<\/strong> ginge, w\u00e4ren die Pyren\u00e4en mit ihren 3404 Metern am Pico de Aneto keine Konkurrenz f\u00fcr die Alpen \u2013 auch wenn es mit rund 200 eine stattliche Zahl an weiteren Dreitausendern gibt. Die H\u00f6chsten unter ihnen sind an den Nordseiten nach wie vor vergletschert, wenn auch nur noch in kleinen Resten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Reiz liegt auch nicht in den nackten Zahlen und Daten, sondern in der gro\u00dfen Vielfalt sch\u00f6ner <strong>Landschaften<\/strong>, die sich hier auf kleinem Raum aneinanderreihen. Sogar vulkanische Spuren hat die Geologie hinterlassen, beispielsweise im katalonischen Naturpark Garrotxa. Hinzu kommt das besonders f\u00fcr Mittel- und Nordeurop\u00e4er attraktive mediterrane Flair, das in den tieferen, wettergesch\u00fctzten Regionen hier und da zu sp\u00fcren ist \u2013 besonders nat\u00fcrlich an der Ostseite, wo die Vorberge fast auf das Mittelmeer treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere <strong>Besonderheit<\/strong>, die die Alpen nicht zu bieten haben, sind die (halb)w\u00fcstenhaften Landschaften im s\u00fcdlichen Vorland, besonders in den Autonomen Regionen Aragon und Navarra.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kalkstein und Granit dominieren<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Gebirge besteht im Westen \u00fcberwiegend aus <strong>Kalkstein<\/strong>, w\u00e4hrend in den zentralen Lagen verschiedene <strong>Granite<\/strong> dominieren. Von breiten Buckeln wie dem Pico Posets \u00fcber schroffe Plateaus und Riffe bis zu steilen Zacken wie dem Pic d&#8216; Ossau gibt es alle denkbaren Berg- und Gipfelformen. Dazwischen liegen lieblich-weite oder tief-steile T\u00e4ler, unz\u00e4hlige Gletscherseen sowie atemberaubende Abst\u00fcrze und Schluchten wie Ordesa und A\u00f1isclo. Die vielerorts bizarren Gesteins- und Erosionsformen begeistern nicht nur Geologen. Spannend sind auch die <strong>Kontraste<\/strong> zwischen der gr\u00fcnen und alpin anmutenden Nordseite und den steppen- bis w\u00fcstenhaften Gefilden der S\u00fcdseite.<\/p>\n\n\n\n<p>Von dieser Vielfalt kann es hier nur eine subjektive, unvollst\u00e4ndige Auswahl geben. Aber Du erf\u00e4hrst hier alles Wesentliche \u00fcber die Pyren\u00e4en und die dortigen Tourenm\u00f6glichkeiten. Falls Du daraufhin Lust auf einen Besuch hast, findest Du am Ende des Artikels praktische Reiseinfos.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/nacioanl-de-oddesa_2_zugeschnitten.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/nacioanl-de-oddesa_2_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Der Nationalpark Odesa hat tiefe Schluchten und hohe Gipfel.\" class=\"wp-image-80445\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/nacioanl-de-oddesa_2_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/nacioanl-de-oddesa_2_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/nacioanl-de-oddesa_2_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Nationalpark Odesa hat tiefe Schluchten und hohe Gipfel.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-landschaftliche-und-touristische-highlights\">Landschaftliche und touristische Highlights<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie erw\u00e4hnt gibt es sehr viel sch\u00f6ne Landschaft und dementsprechend ist die Auswahl gro\u00df. Man kann im Prinzip \u00fcberall anfangen und l\u00e4uft kaum Gefahr, v\u00f6llig danebenzugreifen. Eine erste Orientierung k\u00f6nnen die <strong>drei Nationalparks<\/strong> geben, die allesamt von besonderer Sch\u00f6nheit und Sehensw\u00fcrdigkeit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der franz\u00f6sischen Seite erfreut sich der 457 km\u00b2 gro\u00dfe <strong>Parc National des Pyr\u00e9n\u00e9es<\/strong> gro\u00dfer Beliebtheit. Er schl\u00e4ngelt sich als gut 100 Kilometer langes, schmales Band zwischen West- und Zentralpyren\u00e4en an der Grenze entlang.<\/p>\n\n\n\n<p>In Spanien stehen mit <strong>Ordesa y Monte Perdido<\/strong> und <strong>Aig\u00fcestortes i Estany de Sant Maurici<\/strong> zwei kleinere Nationalparks zur Auswahl. Der 156 km\u00b2 gro\u00dfe und 1917 gegr\u00fcndete <strong>Ordesa<\/strong> ist der \u00e4lteste Nationalpark Spaniens. Er verf\u00fcgt \u00fcber eine einzigartige Flora und Fauna und fasziniert durch die einzigartige Landschaftsarchitektur aus tiefen Schluchten und hohen Gipfeln. Neben der Ordesa-Schlucht und dem Monte Perdido geh\u00f6rt die kleinere, aber kaum weniger spektakul\u00e4re Schlucht von A\u00f1isclo zu den landschaftlichen Highlights. An der Nordseite des Monte Perdido befindet sich mit dem riesigen Felskessel <strong>Cirque de Gavarnie<\/strong> ein Highlight der franz\u00f6sischen Pyren\u00e4en.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nationalpark <strong>Aig\u00fcestortes<\/strong> wurde 1955 eingerichtet und eignet sich ideal f\u00fcr Bergtouren. Auch hier fasziniert eine einzigartige Szenerie aus Bergseen, B\u00e4chen und Wasserf\u00e4llen zwischen steilen Granitbergen. Aig\u00fcestortes bedeutet dementsprechend auch soviel wie &#8222;verschlungene Wasser&#8220;. Als Highlights gelten unter anderem das Seenplateau von Colomers und der wuchtige Symbolberg Encantats (siehe Tourentipps).<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich sind die Parks auch <strong>Touristenmagnete<\/strong>, an denen es auf den Hauptrouten zur Hauptsaison sehr voll werden kann. Der Publikumsverkehr ist meist jedoch sehr konzentriert, sodass es nicht an Nebenwegen fehlt, die mindestens so sch\u00f6n wie die Hauptwege und dennoch weitaus ruhiger sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-hohe-gipfel-dominieren-die-landschaft\">Hohe Gipfel dominieren die Landschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben den Nationalparks geh\u00f6ren zahlreiche <strong>Bergmassive<\/strong> und <strong>Gipfel<\/strong> zu den Highlights. Unter den Bergen ist der <strong>Pic du Midi d\u2019Ossau<\/strong> hervorzuheben, der frei stehende westliche Eckpfeiler des Parc National des Pyr\u00e9n\u00e9es. Obwohl &#8222;nur&#8220; 2884 m hoch, ist dieser Stumpf eines ehemaligen Vulkans einer der Symbolberge Frankreichs und der Pyren\u00e4en. Deutlich h\u00f6her und massiger ist der <strong>Vignemale<\/strong> mit seinen 3298 Metern. Dieser zentral an der Grenze gelegene Gigant gilt wegen seiner vielen schwierigen Anstiege und seiner sch\u00f6nen Umgebung als einer der H\u00f6hepunkte der Pyren\u00e4en.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei besondere Gipfel der Kategorie &#8222;klein aber oho&#8220; sind der verwegen geschwungene, an den legend\u00e4ren Mont Aiguille erinnernde Plateauberg <strong>Castillo de Acher<\/strong> (2384 m) im Osten und der auff\u00e4llige Doppelzacken der <strong>Pedraforca<\/strong> (2506 m) im katalonischen Westteil.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pic-du-midi-osseau_zugeschnitten.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pic-du-midi-osseau_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Der Pic du Midi d'Ossau bietet einen atemberaubenden Ausblick\" class=\"wp-image-80435\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pic-du-midi-osseau_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pic-du-midi-osseau_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pic-du-midi-osseau_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Pic du Midi d&#8217;Ossau bietet einen atemberaubenden Ausblick.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Unter den <strong>Gebirgsmassiven<\/strong> geh\u00f6ren die drei H\u00f6chsten \u2013 <strong>Maladeta<\/strong> (bis 3404 m), <strong>Posets<\/strong> (bis 3375 m) und <strong>Monte Perdido<\/strong> (bis 3355 m) \u2013 sicher auch zu den Sch\u00f6nsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den markantesten und sch\u00f6nsten <strong>Pass\u00fcberg\u00e4ngen<\/strong> geh\u00f6ren die unverwechselbare Pforte der <strong>Br\u00e8che de Roland<\/strong> (2807 m) und die wilde, mit Biwakh\u00fctte versehene <strong>Br\u00e8che de Tuquerouye<\/strong> (2668 m). Beide liegen an der Staatsgrenze und im Massiv des Monte Perdido.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein absolutes <strong>Tourismushighlight<\/strong> ist der 2877 Meter hohe <strong>Pic du Midi de Bigorre<\/strong>. Sein mit der Seilbahn erreichbarer Gipfel liegt in Frankreich, etwa 30 Kilometer n\u00f6rdlich der Grenze, unweit des ber\u00fchmten Wallfahrtsorts Lourdes. Seine 750 m\u00b2 gro\u00dfe Aussichtsplattform er\u00f6ffnet an klaren Tagen ein Panorama \u00fcber mehr als die H\u00e4lfte des gesamten Pyren\u00e4en-Hauptkamms. Zudem beherbergt er eine bedeutende Sternwarte, die auch touristisch zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auch Stauseen geh\u00f6ren zum Landschaftsbild<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf der spanischen Seite gibt es mehrere <strong>Stauseen<\/strong>, die trotz ihres nicht nat\u00fcrlichen Ursprungs landschaftliche Highlights sind. Die <strong>Embalse de Mediano<\/strong> ist daf\u00fcr ebenso ein Beispiel wie die beiden Stauseen Embalse de Lanuza und <strong>Embalse de Bubal<\/strong> im herausragend sch\u00f6nen Tal des R\u00edo G\u00e1llego. Alle drei befinden sich am Fu\u00dfe des mittleren Teils der Pyren\u00e4en, in der Provinz Aragon. In den teilweise sehr trockenen, im Regenschatten gelegenen Regionen der S\u00fcdseite finden sich weitere erstaunliche Landschaften, bei denen man sich stellenweise eher im S\u00fcdwesten der USA als in Europa w\u00e4hnt. Ein zwar etwas abseits gelegenes, aber idealtypisches Beispiel daf\u00fcr ist das Naturschutzgebiet <a href=\"https:\/\/reisen-nach-spanien.com\/navarra\/naturpark-las-bardenas-reales-de-navarra\"><strong>Bardenas Reales<\/strong><\/a> im S\u00fcden von Navarra.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liste der landschaftlichen und touristischen Attraktionen k\u00f6nnte hier noch um das <strong>Vall Nuria<\/strong> mit der historischen Zahnradbahn, die teilweise touristisch erschlossenen <strong>H\u00f6hlensysteme<\/strong> und viele weitere Punkte verl\u00e4ngert werden. Doch dann m\u00fcsste dieser Artikel zum Buch werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/EmbalseVadiello_zugeschnitten-1.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/EmbalseVadiello_zugeschnitten-1.jpg\" alt=\"Ein toller Blick auf den Stausee Embalse de Vadiello. Foto: Alf Lange\" class=\"wp-image-80468\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/EmbalseVadiello_zugeschnitten-1.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/EmbalseVadiello_zugeschnitten-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/EmbalseVadiello_zugeschnitten-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein toller Blick auf den Stausee Embalse de Vadiello.<br>Foto: Alf Lange<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wandern-in-den-pyrenaen\">Wandern in den Pyren\u00e4en<\/h2>\n\n\n\n<p>Entsprechend der gro\u00dfen Zahl an attraktiven Landschaften und Bergen gibt es in allen Regionen, H\u00f6henlagen, L\u00e4ngen und Schwierigkeiten eine gro\u00dfe Auswahl an Touren und Routen. Viele talnahe Touren zu Wasserf\u00e4llen, Almen oder Bergseen sind anf\u00e4nger- und familienfreundlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb und wegen der ausgewogenen Mischung aus <strong>Erschlie\u00dfung<\/strong> und <strong>Wildheit<\/strong> sind die Pyren\u00e4en ein ideales Terrain f\u00fcr Bergfreunde. Das Wegenetz ist zudem in einem guten Gleichgewicht: dicht genug, um all die Sch\u00f6nheiten zug\u00e4nglich zu machen, aber auch nicht so dicht, dass die wilden Freir\u00e4ume zerst\u00f6rt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>In den touristischen Hauptregionen sind die Pyren\u00e4en \u00e4hnlich erschlossen wie die Alpen, doch dazwischen ist die Erschlie\u00dfung weniger engmaschig. Vor allem auf der franz\u00f6sischen Seite rund um Andorra finden sich noch ganze Landstriche, die abgesehen von einsamen Bergpfaden unber\u00fchrt scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wege und Pfade sind in Wanderkarten ausgewiesen, gro\u00dfteils markiert und teilweise beschildert. <strong>Wegweiser<\/strong> und <strong>Markierungen<\/strong> sind dabei zwar eher unauff\u00e4llig und oft aus nat\u00fcrlichen &#8222;Baumaterialien&#8220;, aber verglichen mit anderen s\u00fcdeurop\u00e4ischen Regionen gut ausgebaut. Die <strong>Wege<\/strong> sind oft weniger ausgepr\u00e4gt als in den Alpen. Die Orientierung ist aber dennoch nicht unbedingt schwieriger, da nicht so viele Quer- und Seitenwege f\u00fcr Verwirrung sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Pyren\u00e4en gibt es viele bewirtschaftete und unbewirtschaftete <strong>Bergh\u00fctten<\/strong>. Wer es sportlicher und sparsamer mag, kann auch mit dem eigenen <strong><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/zelte\/\">Zelt<\/a><\/strong> und eigenem Proviant auf Tour gehen. Mehr dazu im Infoteil unten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wanderungen-und-bergtouren-7-vorschlage\">Wanderungen und Bergtouren: 7 Vorschl\u00e4ge<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Refuge d&#8217;Ayous<\/strong> (1970 m, T2)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bergh\u00fctte liegt an einem malerischen Bergsee in einer durch den majest\u00e4tischen Pic du Midi d&#8216; Ossau gekr\u00f6nten Traumlandschaft des franz\u00f6sischen Pyren\u00e4en-Nationalparks. Der Hin- und R\u00fcckweg ist problemlos in einer Tagestour von den Wanderparkpl\u00e4tzen am Stausee Bious-Artigues aus machbar. Eine \u00dcbernachtung empfiehlt sich, um die Landschaft intensiver zu erleben. Dabei bietet sich eine <a href=\"https:\/\/www.hikr.org\/tour\/post29486.html\">f\u00fcnfst\u00fcndigen Rundtour<\/a> zur H\u00fctte an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Valle Ordesa, S\u00fcdkante<\/strong> (~T2)<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese Tour bietet die besten Blicke auf das schluchtartige Trogtal des Valle Ordesa. Statt dem vielbegangenen Weg durch den Talgrund zu gehen, wandert man hier am s\u00fcdlichen Rand des Abgrunds entlang \u2013 mit gewaltigen Aussichten! Man startet im idyllischen Torla und folgt an der \u00f6stlichen Talseite dem steilen Wanderweg oder der Forststra\u00dfe hinauf zum Kloster Santa Ana und den beiden Aussichtspunkten Mirador del Rey und Mirador de Punta l&#8217;Acuta. Von hier aus geht es unverfehlbar immer in etwa 2100 bis 2200 m H\u00f6he an der S\u00fcdkante des Valle Ordesa entlang.<\/p>\n\n\n\n<p>Das letzte Drittel f\u00fchrt \u00fcber einen traumhaften Bergpfad zur bewirtschafteten H\u00fctte <a href=\"https:\/\/www.goriz.es\/\">Refugio Goriz<\/a>. Dort empfiehlt sich die \u00dcbernachtung, denn mit R\u00fcckkehr \u00fcber den Talwanderweg des Valle Ordesa ist die Tour sehr lang (8-10h). Au\u00dferdem ist die H\u00fctte der Ausgangspunkt f\u00fcr den Normalweg auf den Monte Perdido (3355 m, ~T3), eine \u00e4u\u00dferst lohnende, wenn auch im Hochsommer \u00fcberlaufene Tour.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. &#8222;Insidertipp&#8220; Tozal del Mallo<\/strong> (2254 m, ~T4)<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein echter Blickfang im Valle Ordesa ist der Tozal del Mallo. Obwohl er als m\u00e4chtiges und k\u00fchnes Felsriff auff\u00e4llig \u00fcber dem Tal prangt, haben ihn nur die wenigsten Wanderer als erreichbares Ziel &#8222;auf dem Schirm&#8220;. Dabei ist sein einzigartiger Gipfel f\u00fcr ge\u00fcbte Bergfreunde ohne Kletter- und sonstige Ausr\u00fcstung gut erreichbar. Mangels online zu findender Beschreibungen habe ich die <a href=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/1056121621?share_token=aey3LL1PjN1CTE34mqql7I4KALtHqv3h5Y2G66o3A1iYJhWiTY&amp;ref=\">Tour mit GPX-Track<\/a> erstellt. Dort werden Abschnitte als &#8222;sehr gef\u00e4hrlich&#8220; eingestuft, doch handelt es sich dabei lediglich um das Schrofen- und Kraxelgel\u00e4nde im mittleren Abschnitt, das den Einsatz der H\u00e4nde und Konzentration erfordert. Die Tour folgt durchgehend Wanderwegen und Bergpfaden, erh\u00f6hte Steinschlaggefahr besteht nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Cirque de Gavarnie Spaziergang oder Wanderung<\/strong> (T1-T2)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Cirque du Gavarnie ist ein grandioses Amphitheater aus Fels, in dessen Mitte ein Wasserfall in die Tiefe st\u00fcrzt. Von der Ortschaft Gavarnie mit ihren Restaurants und Besucherparkpl\u00e4tzen kann man sich auf bequemen Spazierweg unten im Tal oder auf dem Wanderweg \u00fcber das Plateau Bellevue n\u00e4hern. Die Wege lassen sich auch zu einer sehr lohnenden Runde verbinden. Einsam ist es hier freilich selten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Forau d&#8217;Aigualluts und Coll de Toro<\/strong> (T2)<\/h3>\n\n\n\n<p>Diese <a href=\"https:\/\/www.outdooractive.com\/de\/route\/wanderung\/benasque\/forau-d-aigualluts-coll-de-toro\/120195152\/\">einfache Wanderung im Maladeta-Massiv<\/a> f\u00fchrt durch das wundersch\u00f6ne Esera-Tal zum tosenden Wasserfall Aigualluts und dem malerischen Bergsee beim Coll de Toro. Von der gegen\u00fcberliegenden Talseite gr\u00fc\u00dft der h\u00f6chste Pyren\u00e4enberg, der Pico de Aneto mit seiner noch vergletscherten Nordseite.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Cascade d&#8217;Ars<\/strong> (T2)<\/h3>\n\n\n\n<p>Weniger bekannt und fast ein Geheimtipp ist dieser in Frankreich, nahe Andorra gelegene Wasserfall. Ein Besuch dieses Prachtst\u00fccks lohnt sich und ist im Rahmen einer Halbtageswanderung problemlos m\u00f6glich. Der Weg beginnt an der ersten Spitzkehre der Landstra\u00dfe, die den sehenswerten Ort <strong>Aules-les-Bains<\/strong> s\u00fcdw\u00e4rts verl\u00e4sst. Zun\u00e4chst geht es auf breitem Forstweg, dann zunehmend wurzeliger und steiniger in stets gem\u00fctlicher Steilheit in etwa zwei Stunden zum Fu\u00df des Falls. Wer Luft und Lust hat, kann dem Weg weiter hinauf zur Oberkante folgen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/CascadedArs_zugeschnitten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/CascadedArs_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Der Cascade d'Ars ist ein echter Geheimtipp. Foto: Alf Lange\" class=\"wp-image-80452\" style=\"width:351px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/CascadedArs_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/CascadedArs_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/CascadedArs_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Cascade d&#8217;Ars ist ein echter Geheimtipp.<br>Foto: Alf Lange<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>7. Gran Encantat<\/strong> (2748 m, ~T4), Symbolberg der Aig\u00fcestortes<\/h3>\n\n\n\n<p>Das markante Encantats-Massiv wacht direkt \u00fcber dem \u00f6stlichen Nationalpark-Eingang und ist dementsprechend schnell erreichbar. <a href=\"https:\/\/www.summitpost.org\/gran-encantat\/922961\">Parkpl\u00e4tze und H\u00fctte<\/a> befinden sich direkt unterhalb, neben dem sch\u00f6nen Bergsee Estany de Sant Maurici. Allerdings ist der Gipfel ambitionierteren Bergfreunden vorbehalten, die ausgesetzte Kraxelstellen nicht scheuen. F\u00fcr den Zustieg zum Coll Dels Encantats ist ein <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/kletterhelme\/\">Helm<\/a> empfehlenswert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fernwanderwege<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>So wie die Alpen ihre popul\u00e4ren \u00dcberquerungen haben, sind in den Pyren\u00e4en die L\u00e4ngstraversen durchs ganze Gebirge popul\u00e4r. Es gibt eine nordseitige und eine s\u00fcdseitige Variante. Nordseitig in Frankreich verl\u00e4uft der <strong>GR10 (Grand Randonn\u00e9e 10)<\/strong>, in Nordspanien legt der <strong>GR11 (Gran Recorrido 11)<\/strong> die Route auf der anderen Seite zur\u00fcck. Zwischen diesen beiden Wegen folgt der grenz\u00fcberschreitende <strong>Haute Randonn\u00e9e Pyr\u00e9n\u00e9enne (HRP)<\/strong> dem Hauptkamm des Gebirges. Selbstverst\u00e4ndlich kann man sich auch auf einzelne Abschnitte beschr\u00e4nken oder an verschiedenen P\u00e4ssen zwischen den Routen wechseln.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"schema-faq wp-block-yoast-faq-block\"><div class=\"schema-faq-section\" id=\"faq-question-1683809324161\"><strong class=\"schema-faq-question\">Was kann man in den Pyren\u00e4en noch unternehmen?<\/strong> <p class=\"schema-faq-answer\">An Berg- und Abenteuersport wird in den Pyren\u00e4en so gut wie alles auf hohem Niveau ausge\u00fcbt. Eine Spezialit\u00e4t ist das <strong>Canyoning<\/strong>, in Spanien als Barranquismo bekannt, das hier sogar &#8222;erfunden&#8220; wurde. Der &#8222;Geburtsort&#8220; liegt in der Sierra de Guara, einem s\u00fcdlichen Vorgebirge bei der aragonischen Provinzhauptstadt Huesca. In der Sierra de Guara befindet sich auch das ber\u00fchmte <strong>Sportklettergebiet<\/strong> von Rodellar.<br\/>Dank der vielen Seen und Gebirgsfl\u00fcsse ist vom <strong>Rafting<\/strong> bis zum <strong>Kajakfahren<\/strong> jeder denkbare Wassersport vertreten. Vor allem der s\u00fcdlich des Ordesa-Nationalparks abflie\u00dfende R\u00edo Ara ist in dieser Hinsicht popul\u00e4r.<br\/>Auch <strong>Mountainbiker<\/strong> finden Trails und Reviere f\u00fcr jeden Anspruch, ebenso wie <strong>Skifahrer<\/strong> und <strong>Skitourengeher<\/strong> endlose Abfahrten finden. F\u00fcr <strong>Motorradfans<\/strong> sind die Pyren\u00e4en ebenfalls ein erstklassiges Ziel. Und wer genug von Bergen und Natur hat, kann sich auf <strong>Ausfl\u00fcgen<\/strong> nach Lourdes oder Pamplona kulturelle Abwechslung g\u00f6nnen. Kurz und gut, es gibt so gut wie alles, au\u00dfer Gletschertouren und Vulkantourismus.<\/p> <\/div> <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-reiseinfos-zu-den-pyrenaen\">Reiseinfos zu den Pyren\u00e4en<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anreise<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die schnellste und unter Umst\u00e4nden auch preiswerteste Anreise bietet das <strong>Flugzeug<\/strong>. Von Deutschland aus werden Barcelona und Bilbao direkt angeflogen, die meisten anderen St\u00e4dte erfordern Zwischenstopps. Auch die <strong>Bahnanreise<\/strong> ist durchaus schnell m\u00f6glich, von Stra\u00dfburg aus durchquert man im TGV in nur 7 Stunden ganz Frankreich bis nach Lourdes, inklusive 80 Minuten Umsteigezeit in Paris. Im <strong>Flixbus<\/strong> dauert die preiswertere, aber nicht gerade komfortable Frankreich-Durchfahrung um die 20 Stunden, bevor man im katalonischen Girona eintrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem eigenen <strong>Auto<\/strong> teilt man die Anreise am besten auf zwei Tage auf und genie\u00dft dann vor Ort die unkomplizierte Mobilit\u00e4t. Mit dem <strong>\u00f6ffentlichen Nahverkehr vor Ort<\/strong> verh\u00e4lt es sich wie in den meisten Gebirgsregionen: er ist zwar durchaus vorhanden und man gelangt von A nach B, doch der Zeit- und Planungsaufwand ist nicht selten erheblich.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-resized\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Torla_zugeschnitten-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Torla_zugeschnitten-1.jpg\" alt=\"Die Berggemeinde Torla lebt heute vor allem vom Tourismus.\" class=\"wp-image-80487\" style=\"width:350px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Torla_zugeschnitten-1.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Torla_zugeschnitten-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Torla_zugeschnitten-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Berggemeinde Torla lebt heute vor allem vom Tourismus.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beste Reisezeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das <strong>Klima<\/strong> der Pyren\u00e4en ist feuchtwarm, wechselhaft und regional vielf\u00e4ltig. Die <strong>Sommersaison<\/strong> mit guten Bedingungen f\u00fcr Gipfel ab 2500 m reicht etwa von Anfang Juni bis Ende September. Im franz\u00f6sischen Norden ist das Klima mild und feucht, zur spanischen Seite hin wird es hei\u00dfer und trockener. In den Hochlagen kann es auf beiden Seiten der Pyren\u00e4en im Sommer jederzeit zu starken Gewittern kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterk\u00fcnfte, Bergh\u00fctten, Zelten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In den gesamten Pyren\u00e4en, auch in Andorra, gibt es viele <strong>Bergh\u00fctten<\/strong>, die nicht selten gem\u00fctlich und idyllisch sind. Die <strong>Preise<\/strong> f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung klettern dem mitteleurop\u00e4ischen Niveau entgegen, sodass man auch als Alpenvereinsmitglied mit Gegenrecht mittlerweile gut 40 \u20ac f\u00fcr eine \u00dcbernachtung im Lager mit Abendessen zahlt (die Preisnachl\u00e4sse sind trotzdem gro\u00df genug, dass sich die DAV- oder OeAV-Mitgliedschaft lohnt, besonders bei h\u00e4ufigen H\u00fcttenbesuchen). Fr\u00fchzeitige Reservierungen sind vor allem in der Hochsaison (Juli und August) und in den Nationalparks anzuraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich gibt es eine beachtliche Zahl an <strong>unbewirtschafteten, einfachen Schutzh\u00fctten<\/strong>, die mit&nbsp; Bettgestellen ausgestattet sind. Die \u00dcbernachtung mit eigenem Schlafsack und <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/isomatten\/\">Isomatte<\/a> ist hier kostenlos. Da Reservierungen nicht m\u00f6glich sind, ist es eine Frage der Tageszeit und des Gl\u00fccks, ob die Schlafpl\u00e4tze bei Ankunft leer oder belegt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Pyren\u00e4en gibt eine empfehlenswerte<a href=\"https:\/\/www.pyrenees-refuges.com\/#8\/42.446\/0.360\"> <strong>Datenbank<\/strong> mit Kartensuchfunktion<\/a>. Es gibt kaum eine H\u00fctte, die auf dieser franz\u00f6sischsprachigen Website nicht erfasst w\u00e4re, auch die offenen, unbewirtschafteten H\u00fctten sind dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zelten<\/strong> ist in den Pyren\u00e4en erfreulich unproblematisch, wobei je nach Region und Naturschutzstatus unterschiedliche, sich gelegentlich \u00e4ndernde und deshalb vor Ort zu erkundende Regelungen gelten. In den Hochlagen ab 2000 m und in gen\u00fcgender Entfernung zur n\u00e4chsten Ortschaft und Stra\u00dfe geht das Aufschlagen des Zelts f\u00fcr eine Nacht in der Regel problemlos. Nur im Nationalpark Aig\u00fcestortes ist es g\u00e4nzlich verboten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wanderf\u00fchrer<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Standardwerke f\u00fcr deutsche Besucher sind die vier Rother Wanderf\u00fchrer:<\/p>\n\n\n\n<p>Band 1, Spanische Zentralpyren\u00e4en: Panticosa bis Benasque, 70 Touren inkl. GPS-Tracks<\/p>\n\n\n\n<p>Band 2, Franz\u00f6sische Zentralpyren\u00e4en: Arrens bis Seix, 58 Touren inkl. GPS-Tracks<\/p>\n\n\n\n<p>Band 3, Katalanische Pyren\u00e4en und Andorra, 60 Touren inkl. GPS-Tracks<\/p>\n\n\n\n<p>Band 4, Spanische und franz\u00f6sische Westpyren\u00e4en, 53 Touren inkl. GPS-Tracks<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Karten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Detaillierte Wanderkarten mit \u00dcbersichten \u00fcber H\u00fctten und Wanderwege finden sich problemlos vor Ort in Sportgesch\u00e4ften, Buchl\u00e4den oder Hotels.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Benasque_zugeschnitten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Benasque_zugeschnitten.jpg\" alt=\"\u00dcber der Gemeinde Benasque thront der Pico Aneto.\" class=\"wp-image-80493\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Benasque_zugeschnitten.jpg 1000w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Benasque_zugeschnitten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Benasque_zugeschnitten-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00dcber der Gemeinde Benasque thront der Pico Aneto.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wichtigste im \u00dcberblick Sind die Pyren\u00e4en nur eine verkleinerte Ausgabe der Alpen? 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Eine Spezialit\u00e4t ist das <strong>Canyoning<\/strong>, in Spanien als Barranquismo bekannt, das hier sogar \\\"erfunden\\\" wurde. Der \\\"Geburtsort\\\" liegt in der Sierra de Guara, einem s\u00fcdlichen Vorgebirge bei der aragonischen Provinzhauptstadt Huesca. In der Sierra de Guara befindet sich auch das ber\u00fchmte <strong>Sportklettergebiet<\/strong> von Rodellar.<br\/>Dank der vielen Seen und Gebirgsfl\u00fcsse ist vom <strong>Rafting<\/strong> bis zum <strong>Kajakfahren<\/strong> jeder denkbare Wassersport vertreten. Vor allem der s\u00fcdlich des Ordesa-Nationalparks abflie\u00dfende R\u00edo Ara ist in dieser Hinsicht popul\u00e4r.<br\/>Auch <strong>Mountainbiker<\/strong> finden Trails und Reviere f\u00fcr jeden Anspruch, ebenso wie <strong>Skifahrer<\/strong> und <strong>Skitourengeher<\/strong> endlose Abfahrten finden. F\u00fcr <strong>Motorradfans<\/strong> sind die Pyren\u00e4en ebenfalls ein erstklassiges Ziel. Und wer genug von Bergen und Natur hat, kann sich auf <strong>Ausfl\u00fcgen<\/strong> nach Lourdes oder Pamplona kulturelle Abwechslung g\u00f6nnen. 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Eine Spezialit\u00e4t ist das <strong>Canyoning<\/strong>, in Spanien als Barranquismo bekannt, das hier sogar \"erfunden\" wurde. Der \"Geburtsort\" liegt in der Sierra de Guara, einem s\u00fcdlichen Vorgebirge bei der aragonischen Provinzhauptstadt Huesca. In der Sierra de Guara befindet sich auch das ber\u00fchmte <strong>Sportklettergebiet<\/strong> von Rodellar.<br\/>Dank der vielen Seen und Gebirgsfl\u00fcsse ist vom <strong>Rafting<\/strong> bis zum <strong>Kajakfahren<\/strong> jeder denkbare Wassersport vertreten. Vor allem der s\u00fcdlich des Ordesa-Nationalparks abflie\u00dfende R\u00edo Ara ist in dieser Hinsicht popul\u00e4r.<br\/>Auch <strong>Mountainbiker<\/strong> finden Trails und Reviere f\u00fcr jeden Anspruch, ebenso wie <strong>Skifahrer<\/strong> und <strong>Skitourengeher<\/strong> endlose Abfahrten finden. F\u00fcr <strong>Motorradfans<\/strong> sind die Pyren\u00e4en ebenfalls ein erstklassiges Ziel. 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