{"id":29010,"date":"2022-07-05T09:37:00","date_gmt":"2022-07-05T07:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/test-01.bergfreunde.de\/blog\/der-ideale-standort-fuers-zelt\/"},"modified":"2025-12-23T14:54:00","modified_gmt":"2025-12-23T13:54:00","slug":"der-ideale-standort-fuers-zelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/der-ideale-standort-fuers-zelt\/","title":{"rendered":"Der ideale Standort f\u00fcrs Zelt"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem Artikel geht es nicht um die Suche nach dem Zeltplatz auf dem \u00fcberf\u00fcllten Campingplatz, sondern um Standorte beim sogenannten <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/hotel-europa-wo-ist-wildcampen-wie-erlaubt\/\">Wildcampen<\/a>, also in der freien Natur. Einen sch\u00f6nen Standort selber zu finden, kann ein richtiges Erfolgserlebnis sein, vor allem wenn die Suche langwierig und schwierig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Um jedoch im Zelt keine b\u00f6sen \u00dcberraschungen zu erleben, solltest Du eine Reihe potenzieller Szenarien und Schwierigkeiten beachten. Diese m\u00f6chte ich hier einmal m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig durchleuchten. Einige davon m\u00f6gen gerade erfahrenen Campern trivial erscheinen und manche lassen sich allein durch einfaches Nachdenken vor Ort erschlie\u00dfen. Doch ich m\u00f6chte fast wetten, dass niemand wirklich <em>alle<\/em> der folgenden Aspekte schon auf dem Schirm hat. Schaue es Dir am besten mal der Reihe nach an:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-vorbereitung-in-den-eigenen-vier-wanden\">Die Vorbereitung in den eigenen vier W\u00e4nden<\/h2>\n\n\n\n<p>Die beste Wahl des Zeltplatzes n\u00fctzt nichts, wenn der <strong>Aufbau des Zelts<\/strong> nicht klappt. F\u00fchre deshalb&nbsp;bei neuen Zelten immer zuerst einen <strong>Probeaufbau daheim<\/strong> durch. Dabei wird dann auch gecheckt, ob der Lieferumfang wirklich vollst\u00e4ndig enthalten und unbesch\u00e4digt ist. Bei \u00e4lteren, bereits erprobten Zelten kann sich die Mitnahme von ein oder zwei <strong>Ersatzheringen<\/strong> und <strong>Reparaturmaterial<\/strong> lohnen. Letzteres muss nichts Kompliziertes sein, schon ein bisschen Tape (auch Duct Tape, Panzerband oder Gafferband genannt) kann zum Flicken und Kleben vollauf gen\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein etwas ausgefallenerer, aber brauchbarer Tipp ist die Mitnahme von einigen <strong>Felshaken<\/strong>. Diese eigenen sich bei steinigem Untergrund, wo normale Heringe schwer einzutreiben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Art des Untergrunds kann man \u00fcbrigens durchaus beeinflussen, indem man nicht erst bei Sonnenuntergang mit der <strong>Zeltplatzsuche<\/strong> beginnt, sondern mindestens 2 Stunden vorher. Gut, das war jetzt einer dieser Tipps, auf die Du bestimmt auch selbst gekommen w\u00e4rst. Daf\u00fcr kommen aber jetzt ein paar Aspekte, die Du nur dann selbstverst\u00e4ndlich findest, wenn Du ein*e wirklich smarte*r Bergfreund*in bist:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zeltplatzsuche-wo-darf-ich-mein-zelt-aufbauen\">Zeltplatzsuche: wo darf ich mein Zelt aufbauen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Spontane Freiheit ist sch\u00f6n, doch es kann vorteilhaft sein, geeignete Zeltpl\u00e4tze auf der geplanten Tour schon <strong>von zu Hause<\/strong> aus zu recherchieren. In viel besuchten Nationalparks gibt es ohnehin diverse Beschr\u00e4nkungen und die Zeltpl\u00e4tze sind oft vorgegeben. Manchmal muss die Zeltplatzwahl sogar im Voraus mit den Rangern abgesprochen werden. Die jeweiligen <strong>nationalen und lokalen Zelt- und Campingregeln<\/strong> sollte man, egal ob Nationalpark oder nicht, sowieso im Voraus recherchieren und unbedingt respektieren. Du wirst dabei oft feststellen, dass Zelten in der freien Natur nicht wirklich erlaubt ist, aber auch nicht streng abgehandelt und unter allen Umst\u00e4nden verboten wird. Hier bewegt man sich in einer Grauzone und wird meist geduldet, sofern man au\u00dferhalb von Privatgrund und au\u00dfer Sichtweite von Ortschaften und Wegen sein Zelt aufschl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da man auch in der \u201eWildnis\u201c nicht immer wirklich allein ist, kommt man um die eine oder andere <strong>Benimmregel<\/strong> nach guter alter Knigge-Art nicht umhin. Dazu geh\u00f6rt, dass man sich nicht direkt in die Panoramaaussicht anderer Camper pflanzt und generell eher versucht, sich in die Szenerie einzuf\u00fcgen statt reinzuplatzen. Das kann dann beispielsweise bedeuten, dass man einen bereits eingeebneten Platz von Vorg\u00e4ngern benutzt, anstatt weitere Quadratmeter unber\u00fchrter Naturwiese plattzuwalzen. Wenn man sich selbst an einer sch\u00f6nen und unber\u00fchrten Umgebung erfreut hat, will man den Nachfolgenden keine umgepfl\u00fcgte <strong>M\u00fcllkippe<\/strong> hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder etwa doch? Leider gibt es \u201ePragmatiker\u201c, die mit solchen \u00dcberlegungen nichts anfangen k\u00f6nnen. Diesen Zeitgenossen sei gesagt, dass die Anstandsregeln im eigenen Interesse liegen. Warum? Ganz einfach: Je mehr \u00c4rger es durch achtloses Kreuz-und-quer-Zelten gibt, desto mehr Regulierungen und Beschr\u00e4nkungen wird es k\u00fcnftig geben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-bodenbeschaffenheit\">Bodenbeschaffenheit<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Bodenbeschaffenheit.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Bodenbeschaffenheit.jpg\" alt=\"Bodenbeschaffenheit beim Zeltplatz bzw. -aufbau.\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nicht jeder Boden ist als Zeltplatz geeignet.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Knallhart ist oft schon der <strong>Boden<\/strong> der Tatsachen, auf dem wir das Zelt aufstellen. Das ist allerdings kein Problem, solange er <strong>flach und waagerecht<\/strong> ist. Ist er das nicht, gen\u00fcgt schon eine leichte Neigung, um den Schl\u00e4fer nachts auf der <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/isomatten\/\">Isomatte<\/a> (oder die Isomatte auf dem glatten Zeltboden) rutschen zu lassen. Wenn eine leichte Neigung unvermeidlich ist, solltest Du Zelt oder Isomatte so positionieren, dass Du mit dem Kopf h\u00f6her liegst als mit den F\u00fc\u00dfen. Das kann sogar recht bequem sein, umgekehrt ist es das eher weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Allererste Wahl f\u00fcr den Zeltplatz ist nat\u00fcrlich eine <strong>Grasfl\u00e4che<\/strong>. Solange das Wetter trocken bleibt, ist auch eine<strong> Sandfl\u00e4che<\/strong> sehr angenehm. Diese Idealfl\u00e4chen sind frei von herumliegenden oder im Boden steckenden Steinen, Wurzeln, Baumzapfen und von Dornengestr\u00fcpp. Weiche Materialien wie Tannennadeln, Bl\u00e4tter, Moos oder Sand d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch gerne den Boden bedecken. Die \u201eharten Sachen\u201c sollten nicht nur wegen des Schlafkomforts, sondern auch zum Schutz des Zeltbodens m\u00f6glichst entfernt werden. Wenn das Zusatzgewicht keine gro\u00dfe Rolle spielt, kannst Du den Zeltboden mit einer <strong>Plane<\/strong> sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Befindet sich der weiche, angenehme Boden jedoch in einer <strong>Senke<\/strong>, ist der erh\u00f6ht gelegene h\u00e4rtere und unebene Boden die bessere Wahl f\u00fcr den Zeltplatz. Denn der weiche Untergrund ist deshalb so weich, weil sich hier gern <strong>Wasser sammelt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Winter<\/strong> gilt generell die \u201elieber oben Regel\u201c. Das hei\u00dft, dass das Zelt lieber auf h\u00f6her liegenden Pl\u00e4tzen aufgeschlagen werden sollte, da sich kalte Luft bevorzugt in Senken und T\u00e4lern sammelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bevor das&nbsp;Zelt fixiert&nbsp;wird<\/strong> und Ihr m\u00fcde auf die Matte sinkt, solltet Ihr erst noch <strong>Probe liegen<\/strong>, denn oft verbirgt sich doch noch irgendwo ein feststeckendes Steinchen oder eine kleine Bodenwelle. Da das Zelt noch nicht verankert ist, k\u00f6nnt Ihr es jetzt noch ein paar Zentimeter umherschieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bodenverh\u00e4ltnisse gekl\u00e4rt, ist es nun Zeit, die Zeltumgebung zu bekundschaften. Je nachdem wie es hier aussieht, muss eventuell weitergesucht werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gefahrenquellen-ausschliessen\">Gefahrenquellen ausschlie\u00dfen<\/h2>\n\n\n\n<p>In Sachen Untergrund und Komfort hat jeder Mensch andere \u201eSchmerzgrenzen\u201c. Deshalb gibt es in dieser Kategorie auch viel Spielraum f\u00fcr Kompromisse. Bei den folgenden Zeltplatzwahl-Kriterien gilt dies jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wasser\">Wasser<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort.jpg\" alt=\"Ein Zeltstandort nahe einer Wasserquelle ist auf jeden Fall zu empfehlen. \" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit einem Zeltplatz nahe einer Wasserquelle k\u00f6nnen die Grundbed\u00fcrfnisse wie Trinken, Kochen und Waschen erf\u00fcllt werden.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wasser will man gern in der N\u00e4he haben, aber auch nicht zu nah. Auf jeden Fall ist ein <strong>Wasserzugang<\/strong> wichtiger als die sch\u00f6ne Aussicht. Ohne Wasser wird es nichts mit <strong>Trinken, Kochen und Waschen<\/strong>. Doch wenn wir nicht gerade in der W\u00fcste oder Steppe unterwegs sind, ist der Wasserzugang eigentlich eher selten ein Problem. Im Gebirge gibt es fast immer ein flie\u00dfendes und sch\u00f6n sauberes Gew\u00e4sser in der N\u00e4he. Hier solltest Du sogar eher darauf achten, gen\u00fcgend<strong> Abstand<\/strong> zu den Wasserquellen zu halten. Ideal ist eine Entfernung von 50 bis 100 Metern, in einer Position oberhalb des Gew\u00e4ssers und m\u00f6glichst nicht auf einem zum Wasser f\u00fchrenden Wildtierpfad.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gew\u00e4sser im Gebirge<\/strong> k\u00f6nnen \u00fcberraschend schnell und stark <strong>anschwellen<\/strong> \u2013 und zwar nicht nur bei Unwettern, sondern auch, wenn oberhalb eine (in vielen Alpent\u00e4lern vorhandene) Staustufe ge\u00f6ffnet wird. Au\u00dferdem kann es am rauschenden Gebirgsbach auf Dauer ziemlich <strong>laut<\/strong> werden. Deshalb k\u00f6nnen Ohrst\u00f6psel durchaus in der himmlischen Ruh der Berge vorteilhaft sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flussbetten und enge Schluchten<\/strong> sind die denkbar schlechtesten Optionen f\u00fcr den Zeltplatz &#8211; auch wenn sie noch so trocken aussehen. Selbst wenn der Himmel wolkenlos ist, kann es flussaufw\u00e4rts wie aus Eimern gie\u00dfen. Irgendwann kann \u201eaus dem Nichts\u201c eine <strong>Flutwelle<\/strong> heran schie\u00dfen, bei der man, wenn \u00fcberhaupt, nur noch die eigene Haut retten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>Meeresstrand<\/strong> findet man hingegen durchaus gute Standpl\u00e4tze. Nat\u00fcrlich muss man hier oberhalb der <strong>Gezeiten- bzw. Hochwasserlinie<\/strong> stehen, aber diese kann man oft an einem Streifen aus angeschwemmten Muschelschalen, Algenresten, Holzst\u00fccken und Zivilisationsm\u00fcll erkennen. Zus\u00e4tzlich sollte man noch einen <strong>Sicherheitsabstand f\u00fcr hohe Wellen<\/strong> einrechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der N\u00e4he von <strong>stehenden oder tr\u00e4gen Gew\u00e4ssern<\/strong> sind meist viele M\u00fccken und andere Plagegeister unterwegs. Hier kann es hilfreich sein, sich eine etwas luftigere Stelle mit Winddurchzug zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Sommer<\/strong> kann die k\u00fchlere Luft in Senken angenehm sein, der <strong>feuchtere Boden<\/strong> in unmittelbarer Gew\u00e4ssern\u00e4he ist es jedoch nie. Nasser oder feuchter Untergrund entzieht dem Zeltinneren W\u00e4rme und kann am Zeltboden (vor allem bei unzureichender Bel\u00fcftung und l\u00e4ngerer Aufbewahrung) zu Stockflecken oder gar Schimmelbildungen f\u00fchren. Entscheidet man sich dennoch f\u00fcr diesen Untergrund, kann das nasse Zelt f\u00fcr ein paar Stunden oder einen Tag eingepackt werden, sollte aber so schnell wie m\u00f6glich getrocknet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wasser-von-oben\">Wasser von oben<\/h3>\n\n\n\n<p>Normalerweise sind Regenschauer kein Problem \u2013 daf\u00fcr ist das Zelt ja schlie\u00dflich auch als Schutz da. Doch wenn der Schauer zum Dauerregen wird und man nicht f\u00fcr immer an dem Platz verweilen m\u00f6chte, muss man wom\u00f6glich irgendwann das Zelt im Regen abbauen. Hier sind nat\u00fcrlich die Zelte klar im Vorteil, bei denen sich das Innenzelt zuerst abbauen l\u00e4sst (wie zum Beispiel bei <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/marken\/hilleberg\/zelte\/\">Hilleberg-Zelten<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich von vornherein auf l\u00e4ngere Regenperioden einstellen muss, kann rund um das Zelt einen <strong>Regenabflussgraben<\/strong> ziehen. Am schnellsten geht das mit einem <strong>stabilen Stock<\/strong>. Der Graben kann den Unterschied machen, ob sich das Wasser unter dem Zeltboden sammelt oder nicht, und ob der Zeltplatz unter Wasser steht oder nicht. Schon wenige Zentimeter Tiefe und Breite k\u00f6nnen das verhindern. Zieht man den Graben direkt am Zelt-Au\u00dfenrand, wird auch das vom Zeltdach herabflie\u00dfende Wasser abgeleitet. Allerdings sollte diese Ma\u00dfnahme sehr genau auf <strong>Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit<\/strong> gepr\u00fcft werden. Auf Campingpl\u00e4tzen ist das Herumgraben normalerweise verboten und auch sinnlos, da es dort Unterst\u00e4nde oder Aufenthaltsr\u00e4ume gibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-starker-wind-und-sturm\">Starker Wind und Sturm<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Schutz.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Schutz.jpg\" alt=\"Als Schutz vor Wind und Gewitter dienen Felsen, B\u00e4ume und B\u00fcsche.\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Felsen, B\u00e4ume und B\u00fcsche k\u00f6nnen bei miesem Wetter als Schutz dienen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Den Schutz vor starkem Wind und Sturm zu beachten, ist immer und \u00fcberall eine gute Idee. Ideal ist es, wenn der Zeltplatz durch gro\u00dfe <strong>Felsbl\u00f6cke<\/strong>, <strong>Felsvorspr\u00fcnge<\/strong> oder <strong>kleine Felsw\u00e4nde<\/strong> gesch\u00fctzt wird. B\u00e4ume und B\u00fcsche in Windrichtung sind zun\u00e4chst auch nicht schlecht, vor allem wenn sie nicht nur den Wind brechen, sondern mit ihren Bl\u00e4tterd\u00e4chern auch das n\u00e4chtliche Ausk\u00fchlen verhindern. Nah ran sollte man aber nur bei jungen und wirklich stabilen B\u00e4umen gehen. Ansonsten ist es besser, gen\u00fcgend Abstand zu halten. Wenn die M\u00f6glichkeit besteht, dass der Baum bei Sturm umknicken oder ausgerissen werden k\u00f6nnte, sollte der Abstand mindestens dessen Bauml\u00e4nge sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Windschutzma\u00dfnahme sollte die richtige<strong> Ausrichtung des Zelts<\/strong> sein: das Zelt muss so stehen, dass der Wind m\u00f6glichst wenig Angriffsfl\u00e4che hat. Bei Tunnelzelten bedeutet das, dass die Schmalseite dem Wind zugewandt wird. Der Eingang kommt auf die windabgewandte Seite. An der Seite, die dem Wind und Wetter zugewandt ist, muss das Zelt straff und sicher fixiert sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr <strong>starke Windb\u00f6en<\/strong> k\u00f6nnen das <strong>Zeltgest\u00e4nge<\/strong> (vor allem leichtes Alugest\u00e4nge) brechen lassen. Wohl sei dem, der f\u00fcr diesen Fall <strong>Reparaturh\u00fclsen<\/strong> dabei hat. Mit solch einem passgenauen Alur\u00f6hrchen, dass \u00fcber die Bruchstelle geschoben wird, kann die besch\u00e4digte Stange \u201egeschient\u201c werden. Falls die H\u00fclsen nicht im Lieferumfang enthalten oder verloren gegangen sind, sollte man das Gest\u00e4nge in den Baumarkt mitnehmen und sich dort ein Leichtmetall\/Alur\u00f6hrchen mit einem m\u00f6glichst eng dar\u00fcber passendem Durchmesser aussuchen. Das R\u00f6hrchen kann man sich dann auch gleich im Baumarkt zu passenden \u201eSchienenst\u00fccken\u201c zurecht s\u00e4gen lassen. F\u00fcr gekr\u00fcmmte Zeltstangen sollten diese St\u00fccke sehr kurz sein, da man sie ansonsten nicht verschieben kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Winter<\/strong> gibt es die M\u00f6glichkeit,&nbsp;Windmuster an der <strong>Schneetextur<\/strong> abzulesen. Hat die Schneedecke eine harte, spr\u00f6de Textur, w\u00e4hrend andere Oberfl\u00e4chen in der Umgebung weicher sind, ist das ein Hinweis auf h\u00e4ufige starke Windb\u00f6en. Ist dies der Fall, sollte das Zelt besser woanders aufgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gewitter\">Gewitter<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Thema <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/zelten-bei-gewitter\/\">Zelten und Gewitter<\/a> gibt es bereits einen umfassenden Bergfreunde-Artikel. Dort findet ihr auch Informationen dazu, was man bei der Auswahl des Zeltplatzes im Hinblick auf Gewitter beachten muss. Das ist<strong>alles andere als nebens\u00e4chlich<\/strong>, denn das Zelt ist keineswegs ein vor Blitzen gesch\u00fctzter Faradayscher K\u00e4fig. Schl\u00e4gt ein Blitz in das Zelt ein, bleibt nur noch Asche \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Urlaubsbehausung darf bei Gewittergefahr also niemals allein auf einer Anh\u00f6he oder anderen bevorzugten Blitzeinschlagpunkten wie der unmittelbaren N\u00e4he von (Strom-)Masten, Hochspannungsleitungen, Stangen, Waldr\u00e4ndern oder einzelnen B\u00e4umen stehen. Zwischen sehr vielen B\u00e4umen oder hohen B\u00fcschen ist es hingegen relativ sicher \u2013 mit den im Abschnitt zu Wind und Sturm genannten Einschr\u00e4nkungen. Ebenfalls gelten die zuvor genannten Risiken von pl\u00f6tzlich auftretenden Wassermassen<strong>&nbsp;<\/strong>mit dem Auftreten von Gewittern.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige weitere wichtige Verhaltensma\u00dfnahmen, sowie einen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/entfernung-gewitter-rechner\/\">Gewitter ausget\u00fcftelten Entfernungsrechner<\/a> findet ihr in diesem Bergfreunde-Artikel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-beschuss-durch-funken-steine-und-lawinen\">Beschuss durch Funken, Steine und Lawinen<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Feuer.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Feuer.jpg\" alt=\"Hat man das Zelt neben einem Feuer, k\u00f6nnen die Funken L\u00f6cher verursachen.\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Noch ein Zelt daneben und die Situation w\u00e4re bestimmt nicht so lustig&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was assoziiert man mit einem (Lager-)Feuer? Klar, Knistern und Funken. W\u00e4hrend beides eine wohlige Atmosph\u00e4re schafft, kann die Situation jedoch auch ziemlich brenzlich sein, denn die Funken aus der Feuerstelle k\u00f6nnen durchaus mal ein paar Meter weit fliegen.&nbsp;Wenn sich dann das Zelt im Weg befindet, gibt es ruckzuck <strong>L\u00f6cher<\/strong> in der Wand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Steine<\/strong> k\u00f6nnen weit mehr als nur L\u00f6cher in die Zeltwand machen. Deshalb sollte man von allem, das Steine in die Tiefe schicken kann, geb\u00fchrenden Abstand halten. Dazu geh\u00f6ren alle Felsw\u00e4nde, die h\u00f6her als eine handvoll Meter sind. Auch bei steilen H\u00e4ngen k\u00f6nnen sich kleine Steine l\u00f6sen, die bei gen\u00fcgend Fallh\u00f6he gro\u00dfen Schaden anrichten k\u00f6nnen.&nbsp;Das Gute ist, dass Stellen mit h\u00e4ufigem Steinschlag wegen ihrer <strong>Einschlagspuren<\/strong> einfach zu erkennen sind. Vor allem im Gebirge bilden sich deshalb vielerorts <strong>Schneisen<\/strong>, an deren unteren Ende sich die Steine sammeln. Auch h\u00e4ufiger Wasser-, Schlamm, oder Schneefall sind Kennzeichen f\u00fcr das Bilden der Schneisen.&nbsp;Im Winter&nbsp;sind gerade auch Schneeansammlungen unter Steilh\u00e4ngen, \u201eausgefegte\u201c Gel\u00e4ndeareale und geknickte B\u00e4ume deutliche Hinweise auf <strong>Lawinenschneisen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Den <strong>B\u00e4umen<\/strong> muss man im Hinblick auf \u201eBeschuss\u201c leider <strong>noch drei Minuspunkte<\/strong> vorwerfen: erstens tr\u00f6pfeln sie mit Harz herum, welches die Zelth\u00fclle verkleben kann, zweitens lassen sie gelegentlich ohne Vorwarnung \u00c4ste fallen, und drittens tropfen sie nach Regeng\u00fcssen teils noch stundenlang auf das Zelt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sonne-oder-schatten\">Sonne oder Schatten?<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Sonne.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Zelt-Standort-Sonne.jpg\" alt=\"Sonne und Schatten beeinflussen ebenfalls den Standort des Zeltes. \" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch Sonne und Schatten k\u00f6nnen Einfluss auf die Platzwahl haben.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Pr\u00e4ferenzen h\u00e4ngen hier haupts\u00e4chlich von der <strong>geografischen Lage<\/strong> und der <strong>Jahreszeit<\/strong> ab. In einer hei\u00dfen Gegend wird man vermutlich jeden Schatten begr\u00fc\u00dfen. Doch ist mal kein \u201enat\u00fcrlicher\u201c Schatten in Sicht, kann man ihn auch mit einem Tuch, Tarp oder Segel jederzeit selbst schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch selbst in der W\u00fcste kann es, w\u00e4hrend der sommerlichen Jahreszeit und am fr\u00fchen Morgen, knackig k\u00fchl sein, sodass man dort sogar etwas Morgensonne bevorzugen wird.&nbsp;Wenn B\u00e4ume oder B\u00fcsche in der N\u00e4he sind, kann man durch eine geschickte Platzwahl beeinflussen, ob das Zelt morgens oder nachmittags aufgeheizt wird. Dabei sollte auch an das Zelt selbst gedacht werden, denn anhaltende direkte <strong>UV-Strahlung<\/strong> setzt den Polyester- und Nylongeweben zu. Besonders bei l\u00e4ngeren Touren und station\u00e4ren Camp-Aufenthalten ist diese \u00dcberlegung wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-tierische-besucher\">Tierische Besucher<\/h3>\n\n\n\n<p>In beliebten Outdoor-Regionen, wie zum Beispiel dem S\u00fcdwesten der USA, kann es \u00fcberall zu Begegnungen mit <strong>Schlangen<\/strong> und anderen wehrhaften Einwohnern kommen. In subtropischen und tropischen Regionen, sowie Steppen und W\u00fcsten ist damit generell zu rechnen. Wenn man jedoch keine Lebensmittel und stark riechende Stoffe und Substanzen offen im Zelt liegen l\u00e4sst, sollten sich die Probleme in Grenzen halten. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte darauf achten, dass das Zelt nicht offen steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Weltgegend gibt es nat\u00fcrlich auch noch gr\u00f6\u00dfere<strong> Raubtiere<\/strong>. Tats\u00e4chlich (und erfreulicherweise) erweist sich hier die d\u00fcnne<strong> Zelth\u00fclle als Schutz<\/strong>. Es soll n\u00e4mlich bisher nur \u00e4u\u00dferst selten vorgekommen sein, dass Raubtiere Zelte einfach einrei\u00dfen. Auch vor<strong> B\u00e4ren<\/strong> besteht dieser Schutz, obwohl B\u00e4ren sehr wohl schon Zelte eingerissen haben. Das geschah jedoch wiederum nur, weil sie an das leckere Essen kommen wollten, dass die Camper unklugerweise im Zelt hatten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-last-but-not-least-schonheit-und-aussicht\">Last but not least: Sch\u00f6nheit und Aussicht<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Sch\u00f6nheit und Aussicht kannst Du den Zeltplatz aussuchen, wenn alle anderen hier zuvor genannten Kriterien \u201eabgehakt\u201c sind. Einen Platz, der s\u00e4mtliche Risiken ausschlie\u00dft und zudem komfortabel und filmreif sch\u00f6n ist, wirst Du damit nicht immer finden. Das ist aber auch gut so, denn<strong> einer der<\/strong> <strong>Reize der Natur<\/strong> ist ja gerade, dass nicht alles berechenbar ist. Solange man morgens einigerma\u00dfen ausgeruht aufwacht und den Tag mit Tatendrang angehen kann, ist doch alles bestens, oder!?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/zelte\/\">Zelte gibt&#8217;s hier &gt;&gt;<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel geht es nicht um die Suche nach dem Zeltplatz auf dem \u00fcberf\u00fcllten Campingplatz, sondern um Standorte beim sogenannten Wildcampen, also in der freien Natur. Einen sch\u00f6nen Standort selber zu finden, kann ein richtiges Erfolgserlebnis sein, vor allem wenn die Suche langwierig und schwierig war. 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