{"id":27005,"date":"2018-01-25T11:03:32","date_gmt":"2018-01-25T09:03:32","guid":{"rendered":"https:\/\/test-01.bergfreunde.de\/blog\/bergsteigen-alpamayo-und-artesonraju-teil-1\/"},"modified":"2023-11-20T08:06:50","modified_gmt":"2023-11-20T07:06:50","slug":"bergsteigen-alpamayo-und-artesonraju","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/bergsteigen-alpamayo-und-artesonraju\/","title":{"rendered":"Bergsteigen in der Cordillera Blanca am Alpamayo"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alpamayo und Artesonraju <\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Team.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Team.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:350px;height:264px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Team: Thomas (ich), Flo, Max, Steffen und Truffi.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als Bergsteiger ist die Frage nach dem n\u00e4chsten Projekt allgegenw\u00e4rtig. Ist einmal eines gefunden, dann fesselt es dich komplett und l\u00e4sst deine Gedanken nicht mehr los. Du bist gefangen, bis du es versucht hast. Wenn du gerade von einer Expedition wie dieser zur\u00fcckkommst, und vielleicht noch nicht einmal verarbeitet hast, was alles in den Wochen passiert ist, wie sollst du dann schon wieder ein neues Projekt finden? Projekt erledigt, Route geklettert, auf zur N\u00e4chsten!\u00a0 Meistens ist es leider nicht so einfach. Gro\u00dfe Projekte kosten mental viel Kraft. Doch dann reicht eben wieder ein einziges Foto von einem Berg, um ebendiesen nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zeig-mir-ein-foto-von-einem-schonen-berg-und-meine-abenteuerlust-ist-geweckt\"><strong>Zeig mir ein Foto von einem sch\u00f6nen Berg, und meine Abenteuerlust ist geweckt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zeitsprung &#8211; Es ist September 2016 in Arco und ich komme nach einem langen Klettertag aus der T\u00fcr von Marco Gelato und schau\u2019 auf mein Handy. Flo hatte mir ein Bild von der Alpamayo S\u00fcdwestwand geschickt und sofort waren Begeisterung und Abenteuerlust geweckt. Seit jenem sonnigen Nachmittag sollte mich die Wand nicht mehr loslassen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo-Quitaraju.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo-Quitaraju.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:351px;height:264px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mein Lieblingsfoto. Alpamayo vom Quitaraju aus gesehen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Bis es allerdings soweit war, kam noch einiges an Organisationsaufwand auf uns zu. Nach unz\u00e4hligen Skype-Sessions, n\u00e4chtelangem Studium des Kartenmaterials und abenteuerlichen Vorbereitungstouren, stehen wir endlich Mitte August 2017 bei 30 Grad in unseren 6000er Schuhen am Flughafen Frankfurt und warten darauf, dass die 20 Packungen Schokolade in Truffis <a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/daunenjacken\/\">Daunenjacke<\/a> anfangen, davonzulaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das richtige Team braucht es f\u00fcr solche Aktionen, und ich h\u00e4tte mir dieses mal kein besseres vorstellen k\u00f6nnen: Wir sind insgesamt zu f\u00fcnft &#8211; Max, Truffi, Steffen, Flo und ich. Allesamt mit Erfahrung im H\u00f6henbergsteigen und gute Alpinisten, der eine mehr, der andere weniger.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3000-hohenmeter-gestern-frankfurt-heute-lima-morgen-santa-cruz-die-akklimatisation-lauft\"><strong>3000 H\u00f6henmeter: Gestern Frankfurt, heute Lima, morgen Santa Cruz &#8211; die Akklimatisation l\u00e4uft<br><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nach guten 16 Stunden landen wir in Lima und haben direkt die n\u00e4chste Etappe vor uns. Bis zu unserem Ziel Huaraz sind es nochmal 7 Stunden mit dem Auto. Im Halbschlaf kommen wir nachts um 2:30 Uhr endlich nach 30 Stunden Reisezeit im Hotel Santa Cruz an, und schon der Weg in den zweiten Stock l\u00e4sst die Atmung kurz nach oben schie\u00dfen. Wir befinden uns bereits auf 3000 Metern \u2013 wie praktisch, die Akklimatisation l\u00e4uft! Das war bereits im Vorfeld ein gro\u00dfer Diskussionspunkt: Sollten wir von Huaraz erst ein paar leichtere Touren unternehmen, oder direkt durchstarten?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir entscheiden uns f\u00fcr letzteres. F\u00fcr eine Stadtbesichtigung ist damit am n\u00e4chsten Tag nur bedingt Zeit. Schlie\u00dflich wollen wir am Tag danach aufbrechen. Also steht die Logistik auf dem Plan: Essen, Nationalpark-Tickets sowie Gas m\u00fcssen besorgt werden. Der letzte Punkt auf der Liste bereitet uns allerdings ziemliche Kopfschmerzen. Zu unserer Zeit herrschte wohl ein ziemliches Gas-Monopol in Huaraz, das im kleinsten Outdoorladen erst einmal gefunden werden musste. Puh, wir haben alles, und endlich kann es losgehen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-4300-hohenmeter-auf-dem-weg-ins-alpamayo-basislager\"><strong>4300 H\u00f6henmeter: Auf dem Weg ins Alpamayo Basislager <\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-erste-Nacht.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-erste-Nacht.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:351px;height:261px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die erste Nacht beim Zustieg ins Alpamayo Basislager.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es ist der dritte Tag, und wir starten morgens in Richtung Santa Cruz Tal, dem Ausgangspunkt f\u00fcr Alpamayo und Artesonraju. Die offensive Akklimatisationsstrategie sollte sich allerdings noch etwas r\u00e4chen. Wir wollen langsam aufsteigen und je nach Bedarf noch den ein oder anderen Ruhetag einplanen.<\/p>\n\n\n\n<p>Willy, der Hotelmanager, f\u00e4hrt mit uns zum Taleingang nach Cashapampa, wo die von ihm organisierten Esel f\u00fcr den Transport ins Basislager warten. \u00dcber seine Unterst\u00fctzung sollten wir uns nicht das letzte Mal freuen. Es ist einfach Goldwert einen lokalen Kontakt vor Ort zu haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach zwei Tagen kommen wir im Alpamayo Basislager an, welches mit seinen 4300m schon f\u00fcr die ersten Kopfschmerzen bei uns sorgt. Mit einer kurzen Akklimatationstour zur nahe gelegenen Lagune Arhuaycocha passen wir uns weiter an die H\u00f6he an. Wir verbringen noch eine Nacht im Basislager, und deponieren tags\u00fcber den Gro\u00dfteil der Ausr\u00fcstung im n\u00e4chsten Camp. Flo hat leider derma\u00dfen Kopfschmerzen, dass er entscheidet, \u00fcber das Mor\u00e4nenlager hinaus nicht weiter aufzusteigen. Schade, aber sicher richtig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5500-hohenmeter-aufstieg-zum-high-camp-nbsp\"><strong>5500 H\u00f6henmeter: Aufstieg zum High Camp&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Basislager-Alpamayo.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Basislager-Alpamayo.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufstieg ins Mor\u00e4nencamp. Alles andere als karg.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von dort aus steht die letzte Etappe zum High Camp an, und diese hat es nochmal in sich. Es geht durch einen steilen Gletscherbruch auf 5500m hoch. Der Rucksack wird gef\u00fchlt von Schritt zu Schritt schwerer, und die d\u00fcnne Luft zwingt uns \u00f6fters eine Pause auf. Die Sinnfrage schie\u00dft mir die ganze Zeit durch den Kopf, bis wir endlich am Pass ankommen, und die Alpamayo Gipfelwand zu Gesicht bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Bildern sieht die Wand schon beeindruckend aus, aber jetzt stehen wir endlich davor. Das gibt Kraft f\u00fcr den restlichen Tag. Jetzt hei\u00dft es Zelt aufbauen, kochen, packen und ab ins Bett &#8211; der Ablauf ist mittlerweile automatisiert. Ersch\u00f6pft und aufgeregt zugleich, hei\u00dft es jetzt f\u00fcr ein paar Stunden die Augen zu machen, bis es um zwei Uhr in der Nacht weitergehen soll.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5947-hohenmeter-gipfelgluck-am-alpamayo\"><strong>5947 H\u00f6henmeter: Gipfelgl\u00fcck am Alpamayo<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dann ist es endlich soweit: Zun\u00e4chst wenig schwierig zum Bergschrund, \u00fcber den es senkrecht nach oben geht. Danach sind wir wach und gehen am laufenden Seil z\u00fcgig die Wand hoch, bis wir im letzten Teil auf eine weitere Seilschaft auflaufen. Dort wird es nochmal steil, und es folgen sch\u00f6ne L\u00e4ngen im Eis zum Gipfel. Die Aussicht an diesem Morgen ist unbeschreiblich, und ich kann es kaum glauben, dass wir schon nach einer Woche hier oben am Gipfelpilz stehen &#8211; Wahnsinn!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Alpamayo.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Alpamayo.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27006\" style=\"width:261px;height:195px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Alpamayo.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Alpamayo-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Alpamayo.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Alpamayo.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27010\" style=\"width:260px;height:195px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Alpamayo.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Alpamayo-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27014\" style=\"width:260px;height:195px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Gleiche denkt sich wohl auch mein K\u00f6rper w\u00e4hrend des Abstiegs. Die Sonne knallt mittlerweile mit voller Kraft, und es hat gef\u00fchlte 40 Grad auf den letzten Metern zur\u00fcck ins Zelt. Nun streikt der K\u00f6rper komplett, und ohne einen Bissen runter zu kriegen geht es mit Kopfschmerzen ins Bett. Truffi ist es \u00e4hnlich, und wir beide m\u00fcssen den am n\u00e4chsten Tag geplanten Quitaraju leider abschreiben. Wir wollen nur noch schnellstm\u00f6glich runter ins Basislager, wo Flo noch auf uns wartet. Schnell geht das leider nicht vonstatten, da auch am n\u00e4chsten Tag noch keine gro\u00dfe Regeneration zu sehen ist. Nachdem das Zelt abgebaut war, h\u00e4tte ich mich gleich wieder reinlegen k\u00f6nnen. Puh &#8211; jetzt noch der Gegenanstieg wieder hoch zum Pass mit all dem Geraffel. Doch wie hat Hermann Buhl schon immer gesagt: <em>\u201cEs muss gehen!\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5500-hohenmeter-zuruck-im-basislager-alpamayo\"><strong>5500 H\u00f6henmeter: Zur\u00fcck im Basislager Alpamayo <\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo-Basislager-Ziel-Artesonraju.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Alpamayo-Basislager-Ziel-Artesonraju.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:350px;height:260px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schon im Alpamayo-Basislager haben wir unser n\u00e4chstes Ziel im Blick.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie erwartet ist der Abstieg nochmal eine echte Kraftprobe. Doch mit jedem Meter, den es nach unten geht, kommen wir besser voran, und schlie\u00dflich erreichen wir am Abend das Basecamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag gehen Flo und ich nochmals hoch ins Mor\u00e4nencamp, um den Rest der Ausr\u00fcstung zu holen. Das danken uns Steffen und Max, die ebenfalls ziemlich platt aber erfolgreich von der Quitaraju Nordwand zur\u00fcckkommen. Somit sind wir wieder vereint, und es geht nach einem Tag Pause im Basislager weiter in Richtung Artesonraju. Dessen Nordgrat hatten wir bereits die ganze Zeit im Blick und wundern uns daher nicht, warum er als Vorlage f\u00fcr Paramount Pictures gelten soll.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-5000-hohenmeter-das-moranencamp-des-artesonraju\"><strong>5000 H\u00f6henmeter: Das Mor\u00e4nencamp des Artesonraju<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Artesonraju-Basislager.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Artesonraju-Basislager.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" style=\"width:350px;height:259px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Mor\u00e4nencamp vom Artesonraju nach einem langen Aufstieg.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Mor\u00e4nencamp des Artesonraju liegt auf der anderen Seite des Tales, und ist vom Alpamayo- Basecamp in einem (langen) Tag zu erreichen. Wir vermissen die Esel und verfluchen des \u00f6fteren die steile Gletschermor\u00e4ne. In der D\u00e4mmerung kommen wir endlich auf 5000m an. Zum Abendessen gibt es eine Balkan-Reispfanne \u00e0 la Trek\u2019n Eat. Die Trockennahrung hatten wir f\u00fcr die Hochlager eingepackt &#8211; zum Gl\u00fcck, denn noch mehr Gewicht h\u00e4tte ich hier nicht hochschleppen wollen. Wir malen uns noch schnell eine Route durch den Gletscher aus, bevor wir in die Schlafs\u00e4cke kriechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-6025-hohenmeter-gipfelerfolg-am-artesonraju\"><strong>6025 H\u00f6henmeter: Gipfelerfolg am Artesonraju<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Gegen Mitternacht geht dann der Spie\u00dfrutenlauf los. Der Neuschnee verdeckt die letzten Spuren. Steffen, der Erfahrenste, f\u00fchrt uns durch den wilden Gletscher, und wir gewinnen Meter f\u00fcr Meter. Das vorab ganz gut vorausgesagte Wetter l\u00e4sst noch auf sich warten. Mit dem Sonnenaufgang stechen wir durch die Wolkendecke. Hier oben ragen nur noch die h\u00f6chsten Gipfel aus ihr hervor. \u201c<em>Wie muss das erst am Gipfel aussehen\u201d<\/em> &#8211; schie\u00dft es mir durch den Kopf. Bis dahin ist es allerdings noch ein gutes St\u00fcck: Ein steiles Eis-Couloir f\u00fchrt bis zum eigentlichen Grat hinauf, der sich dann noch in die L\u00e4nge zieht, und unsere Aufmerksamkeit bis zur letzten Minute fordert. Endlich zeigt der H\u00f6henmesser die 6025m an. <strong>Gipfelerfolg am Artesonraju, und die Cordillera Blanca liegt uns in einem Wolkenmeer zu F\u00fc\u00dfen.<\/strong> Da spar ich mir jede weitere Beschreibung &#8211; schaut euch die Bilder an!<\/p>\n\n\n\n<p>So sch\u00f6n es hier oben auch ist &#8211; dies war erst die erste H\u00e4lfte des Abenteuers. Mit ein paar Mal abseilen ist es diesmal nicht getan. Der Abstieg wird nochmal ein sch\u00f6ner Ritt. Es geht den gleichen Weg retour, und der weicher werdende Schnee macht es uns nicht leichter. Als wir wieder im Mor\u00e4nenlager ankommen, werden die letzten Essensreserven mobil gemacht, und wir sto\u00dfen auf den Tag an. So langsam wird das doch was mit der Akklimatisierung!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27018\" style=\"width:260px;height:196px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Artesonraju.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Artesonraju.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27026\" style=\"width:259px;height:194px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Artesonraju.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfelziel-Artesonraju-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju2.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Alpamayo und Artesonraju - Teil 1\" class=\"wp-image-27022\" style=\"width:263px;height:196px\" srcset=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju2.jpg 600w, https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Artesonraju2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keine-pause-in-sicht-eseltreiber-petro-will-nicht-verpasst-werden\"><strong>Keine Pause in Sicht &#8211; Eseltreiber Petro will nicht verpasst werden<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In unserer Planung war nat\u00fcrlich kein Pausentag einkalkuliert, also ist an ausschlafen nicht zu denken. Wir m\u00fcssen unseren Eseltreiber Petro am n\u00e4chsten Morgen im Alpamayo Basislager erwischen, wo noch ein Gro\u00dfteil unserer Ausr\u00fcstung deponiert ist. Die Schleife muss also auch noch gedreht werden bevor es dann endg\u00fcltig zur\u00fcck ins Tal Cashapampa geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es m\u00fcssen bald an die 30 Kilometer gewesen sein, die es bei strahlendem Sonnenschein wieder nach unten ging. Gestrahlt haben auch wir \u00fcber beide Ohren als uns Willy wieder empfangen hat, um uns schnellstm\u00f6glich zur\u00fcck nach Huaraz zu Pizza und Bier zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war Tag 13 von 22 der Expedition und wir haben die beiden Hauptziele Artesonraju und Alpamayo bereits erfolgreich abgehakt. Wie es weitergehen sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt selber noch nicht. Wollen wir uns an Perus H\u00f6chstem, dem Huascaran (6768m), versuchen oder doch die technisch anspruchsvollere Pisco S\u00fcdwand inklusive Huandoy Norte in Angriff nehmen? Das erfahrt ihr im Folgenden!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pisco S\u00fcdwand und Huandoy<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ersten beiden Wochen mit der<strong><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/bergsteigen-alpamayo-und-artesonraju-teil-1\/\">\u00a0<\/a>Besteigung des Alpamayo und des Artesonraju<\/strong>\u00a0haben uns ordentlich gefordert. Zum Gl\u00fcck haben wir noch einen Tag \u201cfrei\u201d in Huaraz, um die n\u00e4chsten Touren zu planen, Ausr\u00fcstung zu sortieren und einzukaufen. Und als ob das noch nicht genug w\u00e4re, kommt uns die ganze Zeit unser st\u00e4ndiger Begleiter \u201eHunger\u201c dazwischen. So wurde die Tourenplanung direkt ins Cafe Andino verlegt. Das Cafe ist sozusagen der Bergsteiger- Treffpunkt in Huaraz und wird also schon die n\u00f6tige Inspiration mit sich bringen. Wir freuen uns noch dar\u00fcber, dass Michi und Lukas dazu gesto\u00dfen und wir jetzt daher zu siebt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Durchbl\u00e4ttern des F\u00fchrers kommen die ersten Luxusprobleme auf: Ein Berg sch\u00f6ner als der andere, dabei haben wir nur noch sieben Tage Zeit. Weit oben auf unserer Liste steht nat\u00fcrlich Peru\u2019s H\u00f6chster \u2013 der&nbsp;<strong>Huascar\u00e1n mit seinen 6768 Metern<\/strong>. Aber bei der Auswahl eines Berges z\u00e4hlt eben nicht nur die H\u00f6he, weshalb wir uns f\u00fcr die Abenteuer Variante entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\u00a0<strong>Pisco S\u00fcdwand<\/strong>\u00a0wollen wir als Erstes angehen. Die ist noch nicht mal im F\u00fchrer enthalten. Wer kam \u00fcberhaupt auf die Idee? Den kr\u00f6nenden Abschluss soll der\u00a0<strong>Huandoy Norte<\/strong>\u00a0\u00fcber die Nordost-Route bilden. Puh \u2026beide Routen sehen im Jahr, wenn \u00fcberhaupt, nur eine Handvoll Begehungen. Verh\u00e4ltnisse? Bisher ganz gut \u2013 wird schon passen. Zur Not haben wir auch noch einen Plan B. Also los geht\u2019s!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf dem Weg zum Pisco Basislager <\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_37052\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Pisco-Moraenencamp.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Pisco-Moraenencamp.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Pisco Mor\u00e4nencamp mit der S\u00fcdwand im Hintergrund.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir sitzen nun wieder im Kleintransporter und biegen in das hinter dem Huascar\u00e1n liegende Llanganuco Tal ein. Alleine hier erstrecken sich acht 6000er in die H\u00f6he. Zur\u00fcck in der Bergwelt ist die Vorfreude wieder bei uns angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bleiben unserem Stil treu und nehmen die Esel nur wieder f\u00fcr den Gep\u00e4cktransport ins Basislager in Anspruch. Dort wandert der 30 Kilo schwere Rucksack auf die eigenen Schultern, und am n\u00e4chsten Tag geht es zu unserem eigentlichen Ausgangspunkt, dem\u00a0<strong>Pisco Mor\u00e4nencamp<\/strong>. Von hier wollen wir die S\u00fcdwand angehen, und sp\u00e4ter ins Huandoy Hochlager aufsteigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die wilde Pisco S\u00fcdwand<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich hatte fast vergessen, wie sch\u00f6n es ist, um Mitternacht aufzustehen \u2013 so hat man doch direkt mehr vom Tag! Im Lichtkegel der Stirnlampe geht es zum Anfang des Gletschers. Immer wieder stehen wir vor&nbsp;<strong>tiefen Spalten<\/strong>&nbsp;und m\u00fcssen uns einen anderen Weg durch das&nbsp;<strong>Eislabyrinth<\/strong>&nbsp;suchen. Bis wir schlie\u00dflich mit der D\u00e4mmerung an der Wand ankommen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\" id=\"attachment_37055\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Zustieg-Pisco.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Zustieg-Pisco.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:350px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wilde Kletterei durch bizarre Eisformationen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die ersten Seill\u00e4ngen gehen noch einigerma\u00dfen z\u00fcgig voran. \u00dcber eine kurze Felsstufe geht es weiter in ein Rinnensystem, das uns hoffentlich oben durch die&nbsp;<strong>Seracs<\/strong>&nbsp;schl\u00fcpfen l\u00e4sst. Leider haben wir alles andere als sch\u00f6nen Trittfirn in der Wand.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit zunehmender Steilheit kommt immer mehr Schnee und Eis von oben herunter. Unsere pers\u00f6nliche Schneefr\u00e4\u00dfe Truffi gr\u00e4bt sich allerdings unerm\u00fcdlich nach oben und wir gewinnen Meter f\u00fcr Meter.&nbsp;<strong>Die Sicherungspunkte liegen bis zu einem Meter unter dem Schnee<\/strong>, was das Ganze nicht schneller macht. Teilweise stehen wir bis zu einer Stunde schlotternd am Stand, bis es endlich weiter geht und wir langsam wieder auftauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon sp\u00e4ter Nachmittag, als wir die letzten Seill\u00e4ngen erreichen. Immer noch fragen wir uns, wie wir die riesigen Seracs \u00fcberwinden sollen. Durch senkrechtes Eis geht es im wilden Zickzack kurz unter den Gipfel. Wir sind alle schon ziemlich mitgenommen, aber die letzten Meter lassen wir uns nicht entgehen. Geschafft! Mit dem Sonnenuntergang stehen wir alle Sieben auf dem\u00a0<strong>Gipfel des Nevado Pisco (5752m)<\/strong>. Ein gigantisches Gef\u00fchl, das mit seinen Freunden zu teilen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_37050\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfel-Pisco.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfel-Pisco.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:350px;height:264px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gipfelfoto vom Pisco.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nun aber schnell weiter, und mit der Stirnlampe den Normalweg runter. Nach gut 18 Stunden kommen wir endlich am\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/zelte\/\">Zelt<\/a>\u00a0an. Das hatten wir uns leichter vorgestellt. Morgen ist wohl erst mal ein Ruhetag angesagt. Trotz M\u00fcdigkeit wird noch richtig gut aufgekocht \u2013 selten hat ein Dosenbier so gut geschmeckt!<\/p>\n\n\n\n<p>Am anschlie\u00dfenden Tag verabschieden wir Flo, der bereits zur\u00fcck nach Huaraz muss, um seinen Flug zu erwischen. Lukas entschlie\u00dft sich ebenfalls gegen die Tour.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auf ins Huandoy Hochlager auf 5700m<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Zustieg ins\u00a0<strong>Hochlager von Huandoy Norte<\/strong>\u00a0ist schon eine Tour f\u00fcr sich, denn um dorthin zu gelangen, m\u00fcssen wir einen objektiv nicht ganz sicheren Gletscher queren, und dann noch eine 600 Meter hohe Firnflanke nach oben pickeln. Und das ganze Gep\u00e4ck will ja auch noch mit nach oben.<\/p>\n\n\n\n<p>So starten wir also wieder mitten in der Nacht und haben diesmal nur das N\u00f6tigste eingepackt. Die Au\u00dfenw\u00e4nde der Zelte,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/handschuhe\/konstruktion--faeustling\/\">F\u00e4ustlinge<\/a>\u00a0und sonstige Notfallreserven bleiben da. Es gilt, m\u00f6glichst schnell dort hoch, und eben auch wieder runter zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zustieg \u00fcber den Gletscher l\u00e4uft gut, und wir steigen mit dem ersten Licht in die Flanke ein. Der Schnee ist etwas besser als beim Pisco, und wir kommen z\u00fcgig voran. Doch auch hier steilt der letzte Teil der Wand immer mehr auf, und wir\u00a0<strong>klettern nur auf den Frontalzacken stehend<\/strong>\u00a0auf den Grat nach oben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier folgt gleich die n\u00e4chste \u00dcberraschung. Das Wetter hat wohl genug von guter Laune und wir m\u00fcssen aufpassen, dass uns der Wind nicht runter bl\u00e4st. Nichts wie weg hier \u2013 nur wie? Der Plan war, kurz auf das Gletscherplateau abzuseilen und gut. Leider stellt sich da nun eine riesige Randspalte in den Weg, und wir m\u00fcssen noch weitere zwei Seill\u00e4ngen halb abklettern. Jeder will nur noch schnellstm\u00f6glich in seinen Schlafsack. Die gef\u00fchlte Temperatur -20 Grad.\u00a0<em>Wo sind eigentlich die verdammten F\u00e4ustlinge?<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Zustieg-Hochlager-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Zustieg-Hochlager-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px;height:-61px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit schwerem Gep\u00e4ck geht es in Richtung Hochlager.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Lager-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Lager-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Endlich im Hochlager bei eisiger K\u00e4lte angekommen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Hochlager-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Hochlager-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sonnenuntergang kurz nach unserer Ankunft im Hochlager. Gewaltig!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbruch zum Huandoy &#8211; Welcher soll es werden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Mitten in der Nacht geht es erneut raus. Ich habe so gut wie nicht geschlafen. Das Zelt wurde die ganze Nacht durchgesch\u00fcttelt, und es hat immer noch nicht nachgelassen. Wir kochen Wasser f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck, welches direkt wieder kalt aus der M\u00fcslipackung kommt. So macht das keinen Sinn \u2013 wir legen uns noch mal hin und entscheiden uns f\u00fcr den niedrigeren Huandoy- Ostgipfel.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Stunden sp\u00e4ter der n\u00e4chste Startversuch. Der Berg hat sich ein wenig beruhigt, und mit der Sonne wird es schon besser werden. Wir versuchen es! Zun\u00e4chst\u00a0<strong>\u00fcber einen leichten Firnhang<\/strong>\u00a0zu einer Steilstufe, \u00fcber die ein Eisband f\u00fchrt. Sowas bin ich zuvor auch noch nicht geklettert \u2013\u00a0<strong>auf allen Vieren<\/strong>\u00a0geht\u2019s dort hindurch. Wenig sp\u00e4ter stehen wir bereits auf dem Gipfel.<\/p>\n\n\n\n<p>Sensationell,\u00a0<strong>ein weiterer 6000er<\/strong>! Das h\u00e4tte in der Nacht noch keiner f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Doch wir m\u00fcssen heute noch runter ins Mor\u00e4nencamp, wo Lukas auf uns wartet. Abstieg, Zelte einpacken, und die komplette Flanke abseilen. Nat\u00fcrlich wird es bereits dunkel, bis wir ankommen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Aufstieg-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px;height:-61px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kriechband kurz unter dem Huandoy Gipfel.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfel-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Gipfel-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die letzten Schritte vor dem Gipfel. Das Gipfelfoto wurde wegen der leichten Brise verschoben.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Abstieg-Huandoy.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Abstieg-Huandoy.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:260px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wieder beim \u201cAbstieg\u201d. Zun\u00e4chst aber nochmal die 2 Seill\u00e4ngen hoch zum Grat.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wir verbringen den letzten Tag mit dem Abstieg und der R\u00fcckfahrt nach Huaraz, wo die letzte gro\u00dfe Feier steigt. Zum Tanzen ist wohl keiner mehr in der Lage, aber bei Pizza und Coca-Bier l\u00e4sst es sich auch aushalten!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\" id=\"attachment_37067\"><a href=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Abschied.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergfreunde.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Peru-Expedition-Abschied.jpg\" alt=\"Bergsteigen in der Cordillera Blanca: Pisco S\u00fcdwand und Huandoy \u2013 Teil 2\" style=\"width:350px;height:263px\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die letzte Nacht im Zelt bevor es in die Heimat geht. Wir werden es vermissen!<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n<\/h3>\n\n\n\n<p>Die drei Wochen in Peru neigen sich dem Ende zu, und damit eine richtig l\u00e4ssige Zeit. Wir freuen uns, dass alle wohlbehalten die Heimreise antreten k\u00f6nnen. Ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n geht an jeden Einzelnen f\u00fcr die Organisation, Motivation und super Stimmung in der Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso bedanken wir uns f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von den\u00a0<strong>Bergfreunden und Trek\u2019n Eat<\/strong>! In einer selbst organisierten Expedition steckt einiges an Arbeit, weshalb sie jedem von uns umso mehr in Erinnerung bleiben wird. Nun ist aber erst einmal Pause angesagt, bis uns das n\u00e4chste Projekt wieder in die Ferne zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt aktualisiert: 02.08.2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alpamayo und Artesonraju Als Bergsteiger ist die Frage nach dem n\u00e4chsten Projekt allgegenw\u00e4rtig. Ist einmal eines gefunden, dann fesselt es dich komplett und l\u00e4sst deine Gedanken nicht mehr los. Du bist gefangen, bis du es versucht hast. 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