Vanlife am Strand

Vanlife Essentials 2022 – 10 Must-have Gadgets

Inhaltsverzeichnis

Weniger ist mehr, aber manches ist auch unverzichtbar. Was der eine braucht, ist für den anderen nur Ballast. An manchen Gadgets kommst du im Van aber nur ganz schwer vorbei…

Kaffee kochen im Van

Kaffee kochen gehört auch im Vanlife zur Morgenroutine
Morgenstund ist Kaffeezeit

Nach einer kühlen Nacht im Van weckt der Kaffee am Morgen die Lebensgeister. Auch am Thema Kaffee scheiden sich bekanntlich die Geister – ob daheim oder beim Vanlife.

Tatsächlich gibt es kompakte Vollautomaten, die quasi auf Knopfdruck eine Latte macchiato ausgeben, oder Kapselmaschinen, die aus bunten Kapseln heiße Getränke und eine Menge Abfall machen. Ich persönlich habe beim Vanlife weder Lust auf komplizierte Geräte, die gewartet und gereinigt werden wollen, noch auf einen Haufen Müll.

Deswegen gehören in meinen Camper nur eine robuste French Press aus doppelwandigem Edelstahl und natürlich ein klassischer Camping Espressokocher. Beide sind leicht zu reinigen, unverwüstlich und universell einsetzbar. Und guten Kaffee gibt es auf Reisen zum Glück fast überall.

Auffahrkeile für den Van

Die meisten Stellplätze, Parkplätze oder Campingplätze sind leider so beschaffen, dass der Van immer leicht (oder manchmal sogar ziemlich) schräg steht.

Das kann gleich mehrere negative Auswirkungen auf das Vanlife und den Schlaf haben: man rollt zum Beispiel beim Schlafen seitlich weg, oder liegt unangenehm leicht über Kopf. Wasser in Waschbecken oder Dusche können nicht richtig abfließen und auch der Topf auf dem Kocher bleibt nicht da, wo er hingehört.

Einfache Abhilfe lässt sich mit einem Paar Ausgleichskeile, beziehungsweise Auffahrkeile schaffen. Es gibt die Keile für unterschiedlich schwere Vans, Wohnmobile und Wohnwagen. In der Regel sind sie aus leichtem, robustem und UV-beständigem Kunststoff gefertigt und verfügen über zwei oder drei Ebenen.

Je nach Parksituation heben sie das Fahrzeug entweder an der Front, am Heck oder seitlich an und ermöglichen bequemes Ausleveln und Parken in einer annähernd horizontalen Parkposition. Wer den Van ganz genau ausrichten möchte, nimmt zusätzlich noch eine kleine Wasserwaage zu Hilfe.

Moskitoschutz

Ob stechende Mücken, Wespen oder andere Insekten – beim Camping und Vanlife lernt man die lästigen Plagegeister oft von ihrer schlimmsten Seite kennen.

Auch dafür gibt es zum Glück hilfreiche Vanlife Gadgets für das Campingfahrzeug selbst und für den Außenbereich. Um gemütlich vor dem Van zu sitzen und den Sonnenuntergang zu genießen, helfen Citronella Kerzen und Fackeln recht gut.

Sich selbst schützt man am besten zusätzlich mit einer Mückenlotion, die mindestens 50% DEET enthält. Dann bleibt man in der Regel von Mücken und oft sogar von Zecken verschont. Im Van schützen Moskitonetze an Fenstern oder Türen sehr gut.

Mein persönlicher Tipp für alle Camper: vor dem Schlafen gehen mit einer Lampe die Flächen an der Decke absuchen und die Mücken, die es noch in den Van geschafft haben, mit einem Akku-Handstaubsauger einsaugen. Das funktioniert super und die Moskitos können lebendig gefangen werden. Am nächsten Morgen entlasse ich sie dann wieder in die Freiheit.

Markise als Sonnen- und Regenschutz

Alles Gute kommt von oben – Neue Vans sind meistens bereits von Werk aus mit einer praktischen Markise ausgestattet. Sie lässt sich schnell ein- und ausfahren und bietet Sonnenschutz und Regenschutz gleichermaßen. Bei Wind wird die Markise zusätzlich mit Spanngurten oder Zeltschnüren am Boden verankert. Durch Absenken einer Seite läuft Regen sehr gut ab und bildet keine Pfützen auf der Markise.

Einen Campingbus mit Markise nachzurüsten ist nicht ganz billig und erfordert eine kluge Dachnutzungsplanung, um sich nicht den Platz (und die Befestigungspunkte) für Dachfenster, Solarpanels oder Dachgepäckträger zu verbauen. Im Bedarf für Camper Zubehör sind hier im Grunde nur die Markisen von Thule und Fiamma nennenswert und an praktisch jedem Camper mit Markise zu finden.

Als günstigere Alternativen zur Markise bieten auch Van-Vorzelte, Tarps die über die Befestigungspunkte auf dem Dach verspannt werden oder ein wasserdicht beschichteter Sonnenschirm guten Schutz vor Sonne oder schützen dein Essen auf dem Gasgrill.

Entertainment für unterwegs

Mit einem Ball hat man viel Unterhaltung beim Vanlife dabei.
Manchmal ist auch ein einfacher Ball die beste Unterhaltung.

Spiel, Spass und Spannung – Gute Unterhaltung funktioniert auch 2022 nicht nur elektronisch. Je nachdem, ob man allein, mit dem Partner, als Familie oder in der Gruppe unterwegs ist, bietet sich eine große Auswahl an unterhaltsamen Spielen für Camper.

Ob ganz klassisch mit Würfeln (z.B. Kniffel) oder Karten (z.B. UNO), sportlich mit Kubb („Wikingerschach“), Frisbee oder Spikeball, oder kindgerecht mit „Ich sehe was, was du nicht siehst“.

Viele Spiele benötigen praktisch keine Vorbereitung und kaum Spielmaterial (z.B. Stadt, Land, Fluss) und nehmen damit auch keinen Platz im Van in Anspruch. Je nach verfügbarem Stauraum lassen sich mehr oder größere Spiele und Sportgeräte mit auf Tour nehmen.

Für große Brettspiele ist oft weniger Platz vorhanden (außer man verfügt über ein großes Vorzelt mit einem sehr großen und stabilen Tisch). Eine gewisse Auswahl an verschiedenen Spielen oder ein praktisches Spiele-Set sorgen für Entertainment bei jedem Wetter und eignen sich auch super, um Wartezeiten (z.B. auf die nächste Fähre) zu überbrücken.

Scheiben putzen

Wisch-Wasch Da gibt es die einen, die putzen ihr Wohnmobil am liebsten den ganzen Tag und die anderen, die mögen lieber eine ausgeprägte Patina mit Staub aus drei Kontinenten. Ein wenig Pflege wird dem Van auf Dauer sicherlich nicht schaden und zumindest die Fenster, Scheinwerfer und Rücklichter hin und wieder zu säubern, ist sicherlich sinnvoll.

Für unterwegs muss es dafür auch nicht unbedingt das riesige Pflegeset mit Putzmittel, Politur und Ballistol sein. Sehr praktisch ist allerdings ein ausfahrbarer verlängerter Scheibenreiniger mit Schwamm und Gummilippe zum Abziehen. Er sollte so lang sein, dass die Fenster auch ohne extra Leiter bis in den letzten Winkel erreicht werden.

So lassen sich Schmutz, Staub und vor allem Insekten einfach und komfortabel entfernen und man kann beim Fahren wieder das Panorama in voller Schärfe genießen.

Honcho Poncho

Der Honcho Poncho von Therm-a-Rest.
Der Honcho Poncho von Therm-a-Rest ist Decke, Umhang und Kissen in einem.

Besonders abends und an windigen Tagen wird es vor dem Van oft ziemlich schnell frisch. Wärmer wird es mit einer kuscheligen Fleecedecke und einem Paar warmer Hausschuhe. Wer es noch gemütlicher haben will, dem empfehle ich den „Honcho Poncho“ von Therm-a-Rest.

Der Honcho Poncho ist eine Kombination aus Poncho und Decke, kann bequem über der Kleidung getragen werden. Er besteht komplett aus Kunstfasern und verfügt über warme Kapuze und große Fronttasche. Eine leichte Füllung aus eraLoft Polyester macht den Poncho wunderbar warm.

Auch vor Wind schützt er hervorragend. Bei Bedarf lässt sich der Honcho Poncho öffnen (Druckknöpfe) und als große Decke verwenden. Für den Transport findet er Platz in der eigenen Tasche und kann so im Van sogar als praktisches Kissen benutzt werden. Ein wirklich gelungenes und multifunktionales Design von Therm-a-Rest.

Waschmaschine im Van

Schon nach wenigen Tagen on Tour, sind die ersten T-Shirts und Socken bereit für eine gründliche Wäsche.

Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um die Wäsche einfach und zügig zu reinigen. Angefangen von öffentlichen Waschsalons, Waschmaschinen auf Campingplätzen, über kompakte Waschmaschinen für den Van, bis hin zu alternativen Methoden, wie z.B. einer simplen Handwäsche im Eimer oder Waschbecken.

Kleine Waschmaschinen gibt es in unterschiedlichen Größen – von etwa 1 bis zu 5 kg Wäsche. (Viele liegen bei ca. 3 kg.) Die meisten werden mit Strom betrieben. Es gibt aber auch Modelle die sich rein manuell bedienen lassen. Vor allem bei Reisen mit kleineren Kindern und in dünn besiedelten Regionen macht die eigene Waschmaschine im Van durchaus Sinn.

Wäsche trocknen auf Reisen

Natürlich muss die Wäsche nicht nur gewaschen, sondern danach auch getrocknet werden.

Auf Campingplätzen gibt es teilweise sogar Wäschetrockner, die gegen eine kleine Gebühr benutzt werden können. Bei kühlem oder regnerischem Wetter ist das allemal besser, als ewig mit feuchter Wäsche durch die Gegend zu fahren. Auch wenn es etwas Platz beansprucht – eine freistehende und faltbare Wäschespinne aus Alu für den Camper ist an Komfort kaum zu überbieten, denn sie bietet richtig viel Platz und steht sehr stabil (kann mit Zeltheringen zusätzlich im Boden verankert werden).

Für kleinere Ladungen Wäsche gibt es auch praktische Wäschetrockner, die mit Saugnäpfen außen am Van zu befestigen sind. Alternativ ist eine Wäscheleine im Reisegepäck auch nie ein Fehler. Um aber den Inhalt einer kompletten Waschmaschine aufzuhängen, müsste die Leine ganz schön lang sein.

Kleiner Tipp: immer die Wettervorhersage im Blick behalten. Dann klappt das Trocknen der Wäsche umso besser.

Messer, Werkzeuge und Multitools

Messer von Casström
Ein gutes Messer sollte man immer dabei haben – selbst wenn man damit am Ende nur Grillstöcke anspitzt.

Vanlife ist zwar nicht Bushcraft, aber die nächste Reparatur oder Bastelei ist oft schneller durchzuführen, als man denken mag.

Ein gutes Messer sollte man beim Camping sowie dabei haben, denn das braucht man praktisch immer. Im Van sind außer dem üblichen Bordwerkzeug auch Schraubendreher, Gabelschlüssel oder ein kleines Ratschenset sehr nützlich. Ein kleiner Akku-Schrauber mit Bits und zusätzlichen Bohraufsätzen darf bei mir ebenfalls nicht fehlen. Genauso, wie eine kleine Metallsäge und natürlich ein Multitool mit Zange.

Außerdem sehr nützlich für alle, die sich gerne auch abseits von Stellplätzen und Campingplätzen bewegen: eine kleine Axt und eine klappbare Baumsäge. Beide gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und helfen allen, die Camping, Bushcraft und Vanlife gerne zu einem besonderen Naturerlebnis verschmelzen lassen.

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Bergfreund Jan L.

Bergfreund Jan L.

Angefangen hat alles mit Camping im selbstgebauten Wohnmobil. Im Winter erst auf zwei Brettern am Anfängerhügel, später dann nur noch auf einem im Powder. Im Sommer fast immer am und auf dem Wasser – ganz egal ob am Meer, See oder Fluss. Mal auf zwei Rädern über die Schwäbische Alb, mal auf vier Rollen durch die Stadt oder mit Wanderstiefeln an den Füssen in den Alpen, Pyrenäen und im Himalaya. Ob mit Kletterseil im Kalkstein, mit Klettersteigset im Granit oder mit Bouldermatte am Kunstharz.

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Bergfreundin Franziska Schrade

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