Ausrüstung

Wildwexel: handgearbeitete Chalkbags aus Tübingen

15. Dezember 2013

Kategorie

Sportart

Nicht nur schick sondern auch funktional

Nicht nur schick, sondern auch funktional

Eigentlich jeder, der etwas mit Klettern oder Bouldern zu tun hat, besitzt eins (außer in Sachsen): ein Chalkbag. Das sind diese Beutelchen, die Kletterer hinten am Gurt tragen (außer in Sachsen).

Es gibt sie in allen möglichen Farben, Formen, Größen und Preisklassen. Und jetzt gibt es sie auch als handgefertigte Unikate aus Tübingen.

Und ganz nebenbei sind sie das perfekt Geschenk für jeden Kletterer. Aber jedem, der sich für einen Wildwexel entscheidet, kann ich nur raten sich zu beeilen, denn es gibt sie nur in geringer Stückzahl.

Erlebnispädagogin mit einer Leidenschaft fürs Nähen

Der klassische Wildwexel

Der klassische Wildwexel

Von Beruf ist Judith Günther eigentlich Erlebnispädagogin und Team-Trainerin und betreibt in Tübingen und Umgebung ihre eigene Firma. Neben ihrem eigentlichen Beruf ist Judith aber auch eine leidenschaftliche Kletterin und Klettertrainerin und am liebsten am Fels unterwegs.

Wenn das Wetter das aber nicht zulässt oder die Finger mal eine Pause brauchen, ist Nähen ihre liebste Freizeitbeschäftigung.

Wie alles begann

Die Herstellung von Chalkbags entstand vollkommen zufällig. Sie fragte eine Freundin, was sie sich zum Geburtstag wünscht: „Ein Chalkbag.“ Es folgten ein paar kleine Wünsche bezüglich Form, Farbe, Muster und Features und ein Lächeln. Die Freundin war zufrieden mit sich, denn wer sagt schon gerne, was er sich wünscht, zog ab und dachte sie wäre fein raus.

Wenig später war das Chalkbag fertig und wurde in der Halle Probe getragen. Das Geschenk schlug ein wie eine Bombe und die ersten Anfragen von anderen Freunden ließen nicht lange auf sich warten.

Als die Anfragen nicht aufhörten und entschiedener wurden, entschloss sich Judith ein paar Bags mehr zu nähen und in der Kletterhalle in Reutlingen anzubieten. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.

Unikate aus Handarbeit

Nach wie vor werden die Chalkbeutel von Wildwexel von Judith in Handarbeit in Tübingen hergestellt. Die Stoffe für die Bags stammen aus der ganzen Welt und wurden von Judith auf zahlreichen Reisen zusammen gesammelt und persönlich mitgebracht. Immer nur soviel, wie gerade noch in den Rucksack passte, was oft nicht viel war. Daher ist eigentlich jedes Chalkbag von Wildwexel ein Unikat.

Nur für die Bergfreunde hat Wildwexel eine Ausnahme gemacht und fünf Modelle in etwas größerer Menge produziert.

Produziert wird ausschließlich in Tübingen

Für die Bergfreunde wurde bei der Auflage eine Ausnahme gemacht

Für die Bergfreunde wurde bei der Auflage eine Ausnahme gemacht

Und zwar auf der heimischen Nähmaschine, nach Feierabend zum Entspannen. Da neben dem eigentlichen Beruf und dem Klettern nicht mehr viel Zeit bleibt, produziert Wildwexel nach wie vor nur in sehr kleiner Stückzahl. Wer sich also für einen Wildwexel entscheidet, sollte lieber schnell zugreifen, denn wir können zwar Chalkbags nachbestellen, aber ob die dann genau in dem Design noch zu bekommen sind und wie lange es dauert, können wir schlecht vorhersagen.

Die Weiterentwicklung steht nie still

Ein großer Vorteil, wenn man so nah an seinen Kunden ist wie Wildwexel: Wünsche und Verbesserungsvorschläge können umgehend übernommen und eingearbeitet werden. Die kleine Stückzahl der Produktion erlaubt auch mal das eine oder andere auszuprobieren. So haben sich die Bags in recht kurzer Zeit zu richtigen Schmuckstücken entwickeln können, sind gleichzeitig aber auch funktional und bestens auf die Bedürfnisse der Kletterer angepasst.

Wer also noch ein schickes Weihnachtsgeschenk sucht … . Aber wie gesagt: Ich würde mich beeilen, denn es könnte gut sein, dass sie schnell Liebhaber finden. Potential zum Kultobjekt haben sie.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jochen sagte am 16. Dezember 2013 um 18:57 Uhr

    Ok, sorry, aber ich verstehe den Witz mit Sachsen einfach nicht. Bitte um Aufklärung xD

  2. Wiebke sagte am 17. Dezember 2013 um 09:51 Uhr

    Hallo Jochen,

    die sächsischen Kletterregeln unterscheiden sich etwas von gängigen Gepflogenheiten in anderen Klettergebieten. So darf man dort zum Beispiel kein Chalk verwedenen. Aus diesem Grund wirst Du in Sachsen eigentlich nie jemanden mit einem Chalkbeutel sehen und wenn doch, dann ich es kein Einheimischer. Die Kletterregeln umfassen noch ein paar Punkte mehr. Für Hintergründe und mehr empfehle ich den Artikel in Wikipedia.

    Lieben Gruß, Wiebke

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