Tipps und Tricks

Was Du schon immer wissen wolltest – aber Dich nie getraut hast zu fragen Teil 7

15. Februar 2014

Sportart

gehört das so??

gehört das so??

Man könnte ja meinen, dass nach sechs Folgen mal alle unbeantworteten Fragen erledigt seien, aber falsch gedacht. Es gibt noch immer genug Schlaufen und Ösen und Falten und Knöpfe, deren Zweck sich nicht jedem auf den ersten Blick erschließt.

Und die Fragen kommen von überall her: Freunde, Kollegen, Kunden. Gut für mich, denn so habe ich genug Stoff für meine Rubrik, die, zugegeben, ziemlich viel Spaß macht. Auch, weil Sie Euch so gut zu gefallen scheint.

Genug geredet, dieses Mal haben wir Klettersteighandschuhe, einen Klettergurt und eine Hardshellhose.

Fingerlinge mit kleinen Läppchen

Bug oder Feature? Manchmal echt schwer zu sagen.

Bug oder Feature? Manchmal echt schwer zu sagen.

Wer gerne Klettersteige geht, der weiß, dass hier Handschuhe zum Schutz der Hände angebracht sind. Klettersteighandschuhe gibt es in ganz normal oder als Fingerlinge, also mit freien Kuppen, so dass der Kletterer mehr Gefühl in den Fingern hat.

Manche Klettersteig-Fingerlinge haben auf der Handflächen-Seite an den Fingerenden so komische Läppchen als Abschluss. „Schön, so werden meine Fingerbeugen auch geschützt“ wird sich mancher gedacht haben. Oder: „Sehr praktisch, wenn man die Handschuhe zum trocknen an die Wäscheleine klammern möchte.“

Aber nein, dem ist nicht so. Die Läppchen dienen dazu nach einer Tour die Handschuhe leichter von der Hand zu bekommen. Fingerlinge haben die Angewohnheit, sich in der Fingerbeuge zusammenzuschieben. Will man den Handschuh von der Hand ziehen, ist es schwer einen Punkt zu finden, an dem man ziehen kann. Die Läppchen sollen hier Abhilfe schaffen.

Alternativ zu den Läppchen gibt es auch Handschuhe, die auf der Handrücken-Seite Laschen haben, an denen man ziehen kann. Habe mir sagen lassen, dies sei die bevorzugte Variante unter Fahrradfahrern.

Der 2-Wege-Hosenstall

Wer hat da schon Lust nach dem oberen RV zu angeln?

Wer hat da schon Lust nach dem oberen RV zu angeln?

Letztens erreichte mich die Frage, wozu man bei einer Hardshellhose am Hosenstall einen 2-Wege-Reißverschlus braucht, z.B. bei der Antelao Hardshell Pant von Berghaus. Zugegeben, die Antwort fiel mir nicht ganz leicht. Ich bin eine Frau und am Berg „mein Geschäft“ zu erledigen ist eigentlich fast immer ziemlich leidig, bzw. unbequem, kalt, peinlich … ok, genug davon. Aber warum es Männern hilfreich sein könnte einen 2-Wege-RV zu verwenden, erschloss sich mir auch mit etwas Phantasie nicht sofort.

Also bin ich zu meinen Kollegen (den männlichen und einer weiblichen, die eigentlich voll der Feature-Guru ist, denn sie schreibt bei uns die Produkttexte) und habe sie gefragt. Doch die haben eigentlich alle erste erstaunt geguckt, dann gekichert, dann wieder nachgedacht, dann noch mal gekichert und dann gelacht. Doch, sie halten sich glaub für ziemlich erwachsen.

Dann dachte ich mir, ich nutze die Schwarmintelligenz und stellte die Frage über Facebook. Aus dem Schwarm wurde mehr so ein Schwärmchen aber die Lösung haben wir trotzdem gefunden.

Die Hose ist ziemlich hoch geschnitten. Ist der (männliche) Träger am Berg unterwegs, trägt einen Gurt und möchte sich erleichtern, wäre es ein ziemliches Gefrickel den Reißverschluss unter dem Gurt hertvorzukramen und zu öffnen. Ganz zu schweigen, wenn noch eine Jacke darüber hängt. Den Reißverschluss jedoch von unten zu öffnen erscheint schon wesentlich einfacher.

Für uns Mädels macht das freilich keinen Unterschied.

Mal wieder ein Plastik-Schnöppel an einer Materialschlaufe

Komischer kleiner Plastiksteg an der Materialschlaufe

Komischer kleiner Plastiksteg an der Materialschlaufe

Auch dieses Frage wurde an mich herangetragen.  Beim Togir Slide von Mammut befinden sich an den hinteren Materialschlaufen so kleine Plastikstege.  Den aufmerksamen Leser dieser Rubrik erinnert das natürlich gleich an das „Ding“ an dem Black Diamond Gurt aus Folge 4. Aber nein, dem ist nicht so.

Währe jetzt Weihnachten würde ich wieder meinen Witz mit der Christbaumkugel machen und dass man die da hinhänge könnte. Aber Weihnachten ist rum und auf Hasenwitze habe ich jetzt keine Lust. Daher schreiten wir auch gleich weiter und widmen uns der Auflösung.

Wie zaubere ich mir eine weitere Materialschlaufe?

Wie zaubere ich mir eine weitere Materialschlaufe?

Ist man in so richtig großen Wänden unterwegs, hat man gerne richtig viel Zeug dabei. Da kann es in vier Materialschlaufen schon mal eng werden. Daher dachte sich Mammut, sie bauen ihre hinteren Materialschlaufen so, dass man sich leicht selbst eine fünfte bauen kann. Einfach eine dünne Reepschnur durchfädeln, gut verknoten (besser als ich auf dem Bild) und fertig ist die fünfte Materialschlaufe. Durch die Öse kann sich die Reepschnur auch nicht mit dem Material in der Matrialschlaufe verhaken.

 

 

Hast Du auch eine Frage?

Wenn Dir noch mehr Fragen einfallen, die Du schon immer mal stellen wolltest, ist dies Deine Chance. Schreib uns eine Email (basislager@bergfreunde.de) oder ein Kommentar und frag – natürlich ganz vertraulich.  Oder erzähl uns welche interessanten Funktionen Du kennst.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Robert sagte am 3. Mai 2014 um 11:07 Uhr

    Hallo Bergfreunde!

    Was mich schon länger interessiert: worin liegt der Unterschied mit Vor- und Nachteilen bei Rundschlingen aus Polyamid bzw. Dyneema?

    Viele Grüße,
    Robert

  2. Sebastian sagte am 21. August 2014 um 16:08 Uhr

    Hallo Robert,

    das ist doch mal eine gute Frage mit der wir uns in einem eigenen Blogbeitrag befassen sollten. Wir werden in den nächsten Wochen mal etwas zusammen schreiben und dann veröffentlichen. Denn den Unterschied und die Hintergründe zu beschreiben könnte etwas länger werden als in einem Kommentar angebracht wäre ;-)

    Es grüßen die Bergfreunde,
    Sebastian

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