Tipps und Tricks

Was Du schon immer wissen wolltest – aber Dich nie getraut hast zu fragen Teil 6

18. November 2013

Sportart

gehört das so??

gehört das so??

Ich habe die letzten Wochen die Augen und Ohren offen gehalten und versucht mir zu merken, was mir zufällig über den Weg lief oder zugetragen wurden. Leider sind mir ein paar Dinge durch geschluppt – ein paar wirklich gute. Ich werde in Zukunft wohl Stift und Papier zum Wandern und Klettern mitnehmen müssen.

Einige Sachen konnte ich mir jedoch merken und bin somit in der Lage in dieser Folge Eure Wissenlücken auf dem Gebiet des Kletterns ein Stückchen weiter zu schließen.  Dieses Mal haben wir hier Kletterhelme mit seltsamen Klemmdingern, natürlich Schlaufen und einen Schuh, dessen Ösen sich als Enten erweisen.

Für außen an den Helm

Arbeitssicherheit wird bei uns groß geschrieben

Arbeitssicherheit wird bei uns groß geschrieben

An vielen Kletterhelmen gibt es außen so Clipps. Und vielleicht hat sich der eine oder andere von Euch beim Aufhängen des Kopfhörers oder beim Anbringen der Christbaumkugel gefragt, warum zum Geier diese Clipps die Öffnung nach unten haben? Da rutscht doch immer alles raus! Wie soll man denn da was aufhängen? Und außerdem, das baumelt dann auch immer so um den Kopf herum.

Naja, eigentlich sind diese Clipps dazu gedacht das Gummiband von Stirnlampen zu befestigen. Durch die runde Form des Helmes (und die häufig glatte Oberfläche) rutscht das Band gerne nach oben weg. Aus diesem Grund sind die Clipss „verkehrt herum“, also mit der Öffnung nach unten, angebracht.

Hoch funktioneller Zustiegsschuh

Wer sich viel im steilen und gerölligen Gelände bewegt, der hat es gern wenn seine Schuhe fest am Fuß sitzen. Und wer mit seinen Zustigsschuhen gerne mal ein paar Meter klettert, der weiß es zu schätzen, wenn die Ferse fest im Schuh sitzt. Hier zieht die alte Weisheit „sitzt, passt, wackelt und hat Luft“ nur bedingt.

Von den drei Ösen ist nur die mittlere von Werk aus durchgängig

Von den drei Ösen ist nur die mittlere von Werk aus durchgängig

Mit diesen Vorgaben suchte ich vor einigen Wochen denn nach meinen neuen Approachschuhen und entschied mich für den Escalator von Hanwag, schließlich lässt der sich bis zu den Zehen schnüren und hat am Knöchel drei Ösen zu Feineinstellung: der muss gut einstellbar sein.

Umso größer war meine Überraschung, dass von den drei Ösen nur die mittlere für den Gebrauch gedacht zu sein scheint. Die anderen zwei sind Attrappen und gehen nicht durch. Erstaunt schrieb ich eine Email an Hanwag und siehe da, es ist kein Produktionsfehler sondern so gedacht.

Warum man an einem technischen Schuh in diesem Preissegment eine Funktion als Attrappe anbringt, sei jetzt mal dahingestellt. Ich brauchte die hintere Öse, denn ich wollte mehr Halt an der Ferse. Also habe ich die hintere Öse durchgestochen. Das geht recht einfach, z.B. mit der „Scharfen Nadel“ in einem Taschenmesser. Nur das Einfädeln ist etwas mühsam und man sollte es wohl nicht zu häufig machen, damit das Loch nicht zu sehr ausfranst, bisher hält es sich aber sehr gut. Der Tragekomfort und der Halt haben sich durch die kleine Modifikation auf jeden Fall verbessert.

Pickelschlaufen

So kann der Pickel nicht rausrutschen

So kann der Pickel nicht rausrutschen

Manche Rucksäcke haben an der Unterseite zwei Schlaufen. Da kann man seine Hüttenschuhe dranhängen (nur für Leute, die das Gebaumel beim Laufen nicht stört) die Trekkingstöcke befestigen oder man kann sie auch häufig in kleinen Taschen im Rucksack verschwinden lassen, wenn man sie nicht braucht. Kann in Kletterpassagen ganz angenehm sein wenn man verhindern möchte mit dem Rucksack hängen zu bleiben.

Eigentlich sind sie aber dafür gedacht, Eispickel oder Eisgeräte am Rucksack zu verstauen. Damit der Pickel, respektive das Eisgerät, aber auch wirklich fest am Rucksack „sitzt“, reicht es nicht das Gerät in die Schlaufe einzuhängen. In diesem Fall schlackert das Eisgerät am Rucksack herum und kann auch nach unten rausrutschen.

Fädel den Schaft des Pickels von oben nach unten durch die Schlaufe ein bis der Pickel in der Schlaufe hängt (Schaft Richtung Boden). Dann klappst Du den Schaft parallel zum Rucksack nach oben hoch. Nun kannst Du ihn oben in der Halterung arrettieren. So angebracht, kann er nicht mehr nach unten durchrutschen und ist ordentlich am Rucksack befestigt.

Hast Du auch eine Frage?

Wenn Dir noch mehr Fragen einfallen, die Du schon immer mal stellen wolltest, ist dies Deine Chance. Schreib uns eine Email (basislager@bergfreunde.de) oder ein Kommentar und frag – natürlich ganz vertraulich.  Oder erzähl uns welche interessanten Funktionen Du kennst.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Erika sagte am 19. November 2013 um 15:00 Uhr

    Cool, das mit dem Pickel falschrum einfädeln ist ein guter Tipp! Ich hab ihn bisher immer ganz normal eingehängt und dann ein paar gezwirbelt. Eure Lösung ist aber weniger umständlich. Danke!

    Erika
    ulligunde.com

  2. Sachse sagte am 1. März 2015 um 23:50 Uhr

    Hallo, die „alte Weisheit“ heisst eigentlich „Passt, wackelt NICHT und hat trotzdem Luft“.
    Ihr habt einen tollen Shop und faire Preise und das „Basislager“ ist echt lesenswert und liebevoll gestaltet. Weiter so!

    Sachse

  3. Wiebke sagte am 2. März 2015 um 09:48 Uhr

    Hallo Sachse,

    ich kenne die Weisheit so, wie sie im Text steht. Da gibt es sicherlich auch regionale Unterschiede. Aber vielen Dank für die Blumen, hört man immer gerne. Lieben Gruß, wiebke

Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar