Teil 12. Foto: Vango

Was Du schon immer wissen wolltest – aber Dich nie getraut hast zu fragen … Teil 12

9. Februar 2015

Seb schaut in den Seilsack

Soll das so?

Willkommen bei einer neuen Folge unserer beliebten Serie zu ungelüfteten, allgemein bekannten Outdoorgeheimnissen über die sich zu erkundigen keiner traut.

Wir hoffen, Euch auch diese Woche wieder mit ein paar überraschenden Details erfreuen zu können.

Dieses Mal haben haben wir, passend zum Winter, einen unbekannten Kragen, eine Mumie und dann noch die undichten Jackentaschen.

 

Ein innenliegender Kragen

Pajak - Radical 16 H - Daunenschlafsack

Schlafsack mit Wärmekragen

Wer sich einen richtig guten und warmen Schlafsack kauft, der hat allerlei Angaben zu vergleichen: Form, Größe, Gewicht, Reißverschluss links oder rechts… Das kann schon an das Abschließen eines Mobilfunkvertrages erinnern und irgendwann konzentriert man sich auf die wesentlichen Dinge, wie Daune oder nicht und wie warm soll er sein.

Dann kommt der Schlafsack an und es kann los gehen. Kalt ist es und man kuschelt sich in die wohlige Hightech-Hülle. Doch was ist das nerviges am Hals? Ein handbreiter Wulst läuft einmal kreisum durch den Schlafsack. Hierbei handelt sich zum Glück nicht, wie zunächst angenommen, um einen Produktionsfehler. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Wärmekragen. Ah ja, das stand bei den Funktionen mit auf der Liste, denkt sich dann der Schläfer. Der Wärmekragen soll verhindern, dass über den Schultern Wärme ungewollt den Schlafsack verlässt. Alle Schlafsackbesitzer, die nicht gerne ihre Kapuze eng um den Kopf schließen, werden ihn lieben.

Mumie oder Ei?

Haglöfs - Perseus -26 - Daunenschlafsack

Eine klassische Mumie

Wir sind noch mal bei den hilflosen Schlafsackkäufern gelandet. Noch lange vor der Entscheidung, warm oder nicht so, Wärmekragen ja oder nein, stellt sich die Frage nach der Form. Da stehen dann meist drei Begriffe: Deckenschlafsack, Mumienschlafsack oder Ei-Form. Und dann stellt sich natürlich die Frage, warum die unterschiedlichen Formen?

Kurz gesagt, je weniger frei fliegende Luft im Schlafsack, desto besser isoliert er. Der Mumienschlafsack orientiert sich sehr genau an der Silhouette des menschlichen Körpers und hat dadurch die besten Isolationswerte. Die Eiform kommt ursprünglich auch von der Mumie, soll dem Schläfer aber etwas mehr Bewegungsfreiheit bieten.

Eine Jackentasche, die undicht ist

Greif ich doch in die Jackentasche meiner Hardshelljacke und auf der Innenseite besteht sie aus nichts weiter als Netzstoff. Denk ich mir noch so, „aufpassen mit dem Autoschlüssel, nicht dass da was hängen bleibt“ und dann später auf Tour denke ich noch „schön die Taschen zumachen, nicht dass es mir in die Jacke regnet.“ Und dann denke ich noch „wie doof ist das denn? Eine Jackentasche, die nicht dicht ist.“

Aber eigentlich gar nicht doof. Manche Taschen von Outdoor-Jacken haben innen keinen festen Stoff, sondern einen leichten luftdurchlässigen Netzstoff. Das ist durchaus so gedacht, denn er hat mehrere Vorteile: man kann die Jackentasche durch Öffnen oder Schließen aktiv für die Belüftung der Jacke einsetzen. Wird es innen drin zu heiß, man will aber nicht den Frontreißverschluss öffnen, einfach die Taschen öffnen, so kann Luft rein und heiße Luft raus. Vor allem super, wenn der Wind direkt von vorne kommt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich in den Jackentaschen kein Kondenswasser sammeln kann, was bei manchen Jacken konstruktionsbedingt manchmal vorkommt.

Hast Du auch eine Frage?

Wenn Dir noch mehr Fragen einfallen, die Du schon immer mal stellen wolltest, ist dies Deine Chance. Schreib uns eine Email (basislager@bergfreunde.de) oder einen Kommentar und frag. Oder erzähl uns welche interessanten Funktionen Du kennst.

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