Ausrüstung

Was Du schon immer wissen wolltest – aber Dich nie getraut hast zu fragen Teil 11

25. November 2014

Kategorie

Sportart

Gehört das so ?

Gehört das so ?

In der letzten Folge unserer wahnsinnig unglaublich erfolgreichen Reihe haben wir uns ja mit Rucksäcken beschäftigt. Und da ich es in dieser Folge auch versprochen hatte, mich in der nächsten Ausgabe wieder mehr dem Thema Klettern zu widmen, folgen dieses Mal ein paar unbekannte Funktionen aus dem Bereich Klettern.

Da das Wetter jetzt nur noch selten einen Ausflug an den echten Fels zulässt, habe ich mich auf Produkte konzentriert, die auch in der Halle Verwendung finden. War gar nicht so einfach, hier Produkte zu finden, denn so viele hat man in der Halle gar nicht dabei.

Komische Sohlen

Kletterschuhe mit neuem Randgummi

Links sieht man gut den erneuerten Randgummi

Manchmal schaut man ja in der Kletterhalle, was um einen herum so alles an Kletterschuhen mit an der Wand steht. Ok, manchmal sucht man auch einfach die Quelle für üble Gerüche, um diesen besser aus dem Weg gehen zu können. Aber so beim Umherschauen fallen einem manchmal Schuhe auf, die eine seltsame Sohle haben. Sehen aus, als hätte jemand den Schuhen noch eine zweite Sohle drunter geschnallt und die auch noch unsauber zugeschnitten, denn da steht so viel über dem Rand ab.

Nein, da hat niemand schlampig geschnitten. Das, was da oben absteht, ist ein sogenannter Randgummi. Wenn der Kletterschuh sich sehr punktuell abnutzt, macht es Sinn ihn wieder besohlen zu lassen, denn es braucht ja nicht immer gleich ein neues Paar. Dabei wird dem Schuh im vorderen Teil einfach ein neues Gummi drunter geklebt. Häufig ist aber auch die Spitze des Schuhs von der Abnutzung betroffen, dann braucht der Schuh einen sogenannten Randgummi. Dabei wird die Spitze mit einer Zusatzschicht Gummi erneuert. Das ist der komische Rand, den man an manchen Schuhen sieht.

Ampellaschen am Seilsack

Petzl - Kab - Seiltasche

Petzl – Kab – Seiltasche

Wer seinem Kletterseil etwas Gutes tun möchte, der besorgt ihm einen Seilsack. Das schützt nicht nur vor Schmutz, man spart sich auch das ewige Seilaufnehmen. Und in den schicken Säcken sind dann auch immer diese praktischen Planen, auf die man das Seil legen kann und die haben gerne auch noch Laschen, mit denen man die Plane handlich von Route zu Route bringen kann. Aber wozu haben die unterschiedliche Farben? Rot für die rechte und grün für die linke Hand? Und ist es schlimm, wenn ich das mal vertausche?

Nein ist es nicht, allerdings sind diese Schlaufen dafür da, die Seilenden zu fixieren, damit sich beim Transport keine Knoten bilden, die dann das flüssige Sichern behindern. Einfach die Seilenden jeweils an einer Lasche verknoten und los geht es. Die Laschen haben zwei Farben, weil man sich so merken kann, welches Seilende das „obere“ ist. Ist nicht tragisch, wenn man das vertauscht, ist aber fürs Sichern angenehmer.

Nutzlose Schlaufen an Klettergurten

Black Diamond - Xenos - Hüftgurt

Black Diamond – Xenos – Hüftgurt

Klar zum Klettern braucht man ein paar Materialschlaufen. Vor allem, wenn man draußen klettert, dann sollten schon mindestens zwei am Gurt sein, vier sind eigentlich noch besser. Kennt man also schon, alles ein alter Hut. Aber dann gibt es Gurte, die haben zwischen oder über den Materialschlaufen noch so kleine leere Schlaufen, eigentlich mehr Ösen. Wären super um den Gurt zurück zu fädeln, hätten sie die Öffnung nur nicht nach oben und würden sie weiter vorne liegen. Man könnte auch versuchen, eine Exe darin zu transportieren, aber die sitzt dann so eng da drin und überhaupt ziemlich unhandlich.

Aber genau so ist es gedacht: dass ein Karabiner fest drin sitzt und schlecht raus geht. Genau genommen nämlich ein spezieller Eisschrauben-Karabiner. So erhält man nicht nur zusätzlichen Platz am Gurt – denn Eisklettern ist eine ziemliche Materialschlacht – der Karabiner sitzt auch fester und höher am Gurt, als wenn man seine Eisschrauben an einem Karabiner in einer der Materialschlaufen transportiert. Also ist die Lasche nicht sinnlos oder überflüssig. Obwohl, in der Halle schon ;-).

Hast Du auch eine Frage?

Wenn Dir noch mehr Fragen einfallen, die Du schon immer mal stellen wolltest, ist dies Deine Chance. Schreib uns eine Email (basislager@bergfreunde.de) oder einen Kommentar und frag. Oder erzähl uns welche interessanten Funktionen Du kennst.

Kommentare zu diesem Artikel
Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar