Tipps und Tricks

Was Du schon immer wissen wolltest – aber Dich nie getraut hast zu fragen 2. Teil

2. Dezember 2012

Sportart

Soll das so sein?

Soll das so sein?

Da schreibt man einen Artikel, hat so eine Ahnung, dass man damit ein paar Leuten aus der Seele sprechen könnte und bäähm!: Lob von allen Seiten, Backlinks, Zitate, Ruhm, Annerkennung und … nein, leider keine Gehaltserhöhung. Die Resonanz auf den ersten Artikel dieser Art war so gut, dass ich nicht umhin komme (geschweige denn will) eine weitere Folge unserer sympatischen Rubrik: „It´s not a bug, it´s a feature“ zu schreiben. Dieses Mal geht es erneut um kleine Schlaufen und um grünes Licht. Aber lest selbst.

Aufhänger – aber richtig rum

aufgeräumt aufgehängt

aufgeräumt aufgehängt

Immer öfter finden sich an Handschuhen kleine Schlaufen. Zumeist eine pro Hand und zumeist am Fingerende. Einige von ihnen muten wie diese kleinen Fähnchen an, mit denen die Hersteller ihren Namen gerne der Öffentlichkeit kundtun. Oder man fragt sich einfach, warum zum Geier der Hersteller ausgerechnet da so eine Schlaufe angebracht hat, wo da doch mit die meiste Belastung und Abnutzung stattfindet.

Wer schon mal bei starkem Schneefall oder Regen seine Handschuhe an den Rucksack oder Klettegurt gehängt hat, kennt das Problem vieler Handschuhe: die Öffnung der Handschuhe zeigt „nach oben“ und bietet so einen wunderbaren Trichter für das herabfallende Nass. Schon nach kurzer Zeit ist das Innere der Handschuhe vollkommen durchnässt und die Wäremleistung hinüber. Deshalb verzichtet man gerne auf diese schnelle und praktische Lösung und packt die Handschuhe lieber gleich weg.

Die kleinen Schlaufen bieten hier Abhilfe. An ihnen kann man, mit Hilfe eines Karabiners, die Handschuhe „aufrecht“ am Rucksack oder Gurt parken. So aufgehängt sind sie schnell erreichbar, ihr Inneres aber dennoch vor Regen oder Schnee geschützt – zumindest vor dem „von oben“.

Ausgestrahlt

Es wollte partout nicht still halten

Es wollte partout nicht still halten

Es gibt Stirnlampen, die können, neben unterschiedlicher Helligkeit, auch rot leuchten. Das ist tatsächlich Absicht und für den Nahbereich gedacht. Nun gibt es aber auch Leuchten, die leuchten nach dem Ausschalten für eine kurze Zeit grün oder orange, zum Beispiel die X-Trail von Silva. Hierbei handelt es sich aber leider weder um ein Geocache-Code-Gadget noch um eine technische Neuerung zur optischen Datenübermittlung im Gebirge oder Wald, sondern schlicht um eine Batterieanzeige. Zugegeben, nicht sehr spektakulär aber ungemein hilfreich, erspart sie einem doch wahlweise unvermittelt im Dunklen zu stehen oder vollkommen umsonst Ersatzbatterien mit zu schleppen. Bei Stirnlampen von Black Diamond leuchtet nicht die Haupt-LED farbig, sondern eine kleine Leuchte am Rand. Auch hier kann man ganz bequem die Restleistung der Batterie im gewählten Modus ablesen.

Hochgezogen

Nach oben, bitte.

Nach oben, bitte.

Nein, nicht die Nase, das hatten wir letztes Mal. Es geht hier mal wieder um kleine Schlaufen. Diese sind in diesem Fall auf der Vorderseite des Kletterrucksacks Caliber von Black Diamond angebracht. Man könnte meinen sie seien als reine Materialschlaufen gedacht, schließlich wäre es ja nicht das erste mal, dass Black Diamond vermeintlich unwichtige Schlaufen extrem überdimensioniert baut. Wer sonst verbaut an Sportklettergurten Nachziehschlaufen mit einer Belastbarkeit von 12kN? Richtig, keiner. Und nein, sie sind nicht dazu gedacht einen Pickel quer am Rucksack anzubringen.

Doch in diesem Fall handelt es sich nicht um vollkommen überdimensionierte Materialschläufchen, sondern um eine clevere Erweiterung. Durch die zwei Schlaufen auf der Vorderseite und eine weitere auf der Rückseite, wir im Handumdrehen aus dem Kletterrucksack ein Haulbag. Was wiederrum auch die Form des Bodens des Rucksackes erklärt. So lässt sich der Rucksack ganz einfach und stabil an der Wand hochziehen.

Hast Du auch eine Frage?

Wenn Dir noch mehr Fragen einfallen, die Du schon immer mal stellen wolltest, Dich aber nicht getraut hast, ist dies Deine Chance. Schreib uns eine Email (basislager@bergfreunde.de) oder ein Kommentar und frag – natürlich ganz vertraulich.  Oder erzähl uns welche interessanten Funktionen Du kennst.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Steve sagte am 4. Dezember 2012 um 18:00 Uhr

    Wieder was gelernt…Danke ;-)

  2. Alex sagte am 4. Dezember 2012 um 21:20 Uhr

    Das rote Licht der Stirnlampen ist nicht für den Nahbereich gedacht, sondern vorwiegend dafür, dass man in der Nacht die Nachtsichtfähigkeit nicht verliert.

    Durch das monochromatische Licht bleiben die Pupillen geöffnet und man muss sich nach ausschalten der Lampe nicht erst neu an die Dunkelheit adaptieren.

  3. Wiebke sagte am 5. Dezember 2012 um 09:07 Uhr

    Hallo Alex, Du hast vollkommen Recht, dass das rote Licht für die Dunkeladaption der Augen ist. Wofür man die wiederum braucht, ist unterschiedlich. Die einen brauchen sie, um eine Karte zu lesen und anschließend den Weg sehen zu können und andere schwören auf das rote Licht, weil mal damit des Nachts besser Tiere beobachten kann.

  4. Jens sagte am 6. Dezember 2012 um 09:59 Uhr

    Danke, Wiebke! Das muss auch mal gesagt werden, wenn man schon soviele wissenswerte Sachen liest, die einem sonst keiner mitteilt. :) Und frohes Nikoläuschen!

  5. Wiebke sagte am 6. Dezember 2012 um 12:30 Uhr

    Hallo Jens, ich nehme das jetzt mal als Lob und bedanke mich ganz herzlich. Wenn Du noch Fragen hast, dann immer her damit ;-). Gruß, Wiebke.

  6. Thes sagte am 18. Oktober 2014 um 10:23 Uhr

    Hallo zusammen
    Wir haben in den Ferien festgestellt, dass die Insekten, wie auch Fledermäuse einen sehr viel weniger belästigen, wenn man das rote, statt das weisse Licht anlässt. Wir benutzen das rote nur, wenns von Viechern nur so wimmelt ;-)

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