Vaude Nachhaltigkeit

VAUDE – Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

14. September 2017

Taucht man ab in den Dschungel aus Labels, Zertifizierungen und hochtrabenden Versprechung, fühlt man sich schnell verloren. Zahlreiche Hersteller sind inzwischen sehr bemüht, das Thema Nachhaltigkeit sowohl in ihrer Produktpalette als auch der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren. Eine Entwicklung, die absolut zu begrüßen ist. Einige Marken sind dabei regelrecht federführend und bilden die Speerspitze der Nachhaltigkeitsbewegung in der Outdoor-Industrie.

Eine davon ist sicherlich VAUDE. Das deutsche Unternehmen aus Tettnang ist Mitglied des Bündnisses für Nachhaltige Textilien und hat mit Green Shape gar ein eigenes Label etabliert, nach welchem, Stand 2017, über 88% der firmeneigenen Produkte hergestellt werden. Wir wollen an dieser Stelle somit einmal auseinanderklamüsern, was genau Green Shape ausmacht und was VAUDE sonst noch alles unternimmt, um Mensch und Umwelt zu schonen.

Ein eigenes Label muss her

Vaude-green-shape

Das Green-Shape-Logo

Das Green-Shape-Label entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, ein einheitliches Bewertungssystem für ökologische Produkte einzuführen, das auf alle Teile des Produktlebenszyklus abzielt und nicht nur einzelne Bereiche abdeckt. Es wird also nicht nur auf umweltfreundliche Materialien und eine sozialverträgliche Produktion geschaut, sondern ebenso genau auf die Recyclebarkeit der Produkte, auf eine leichte, schonende Pflege sowie auf eine lange Lebensdauer und Reparaturmöglichkeiten. Im Einzelnen heißt das:

  • Das Material ist ressourcenschonend und zertifiziert (nach bluesign, Ökotex 100, GOTS, etc.) oder stammt aus Recycling-Quellen. Außerdem werden umweltfreundliche Naturmaterialien wie Bio-Baumwolle, Tencel oder Hanf verwendet. Green-Shape-Produkte kommen ohne PTFE-Membranen, Nanotechnologie oder Gentechnik aus. Genauso wenig kommen chlor- oder hypochloridhaltige Bleichmittel zum Einsatz.
  • Bei der Produktion wird auf verifizierte Sozialstandards wert gelegt. Alle Zulieferer wurden und werden intensiv in den Bereichen Umwelt-, Chemikalien- und Arbeitssicherheitsmanagement und Sozialstandards geschult. Druckverfahren sind umweltfreundlich und frei von schädlichen Stoffen.
  • Beim Design und der Entwicklung sind eine gute Reparierbarkeit und die Langlebigkeit der Produkte ein zentrales Thema.

Ausführlichere Informationen zum Green-Shape-Label könnt ihr hier nochmals nachlesen!

Ganzheitlich Nachhaltig

Das Engagement, das VAUDE an den Tag legt, reicht weit über Jacken, Hosen und Schuhe, Mitarbeiter und Zulieferer hinaus. Die Firma selbst nennt das „den grünen Faden“. Der Unternehmensstandort in Deutschland ist klimaneutral, es gibt eine Bio-Kantine und sogar ein Kinderhaus. Die Produkte werden umweltfreundlich transportiert und mit dem hauseigenen Reparaturservice gibt es eine hilfreiche Adresse, an die sich Kunden wenden können, wenn doch mal ein Problem mit einem Kleidungs- oder Ausrüstungsstück auftritt. Auf der Plattform Ebay gibt es zudem einen eigenen VAUDE-Second-Hand-Shop, in dem alte Produkte dargeboten werden können.

Starke Partner

Wie schon erwähnt, ist VAUDE Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien und bluesign-Systempartner. Darüber hinaus sind sie Teil der Fair-Wear-Foundation, die einen genauen Blick auf die Produktionskette wirft und dabei hilft, soziale Standards einzuhalten. Zusammen mit der Organisation Gemeinwohl Ökonomie erstellt VAUDE regelmäßig eine Bilanz, bei der bewertet wird, inwieweit sie dem Gemeinwohl dienen.

Vaude Nachhaltigkeit

Egal ob Sommer oder Winter – alle Produkte stehen auf dem Prüfstand.

Unter den zahlreichen Partnern findet sich ebenso der WWF. Hier unterstützt VAUDE diverse Projekte, zum Beispiel die sogenannten Geisternetze – bei dem es um die Bergung von alten Fischernetzen in der Ostsee ging – und stattet WWF-Mitarbeiter mit Bekleidung sowie Ausrüstung aus. Zusammen mit der Initiative „myclimate“ arbeitet man beständig daran, Emissionen zu reduzieren und bereits seit 2002 ist VAUDE Hauptsponsor des DAV.

Nur Lippenbekenntnisse?

Tatsächlich fällt es bei der Recherche ziemlich schwer, ein Haar in der Suppe zu finden. Und ehrlicherweise: Ich habe keins gefunden. Man könnte allerhöchstens bemängeln, dass noch ein kleiner Teil der Ausrüstung mit PFCs (per- und polyfluorierte Chemikalien) behandelt wird. Aber auch das soll sich – angestoßen durch die Detox-Kampagne von Greenpeace – bis zum Jahr 2018 erledigt haben. Einen noch genaueren Einblick in die Bemühungen von VAUDE könnt ihr im firmeneigenen Nachhaltigkeitsbericht nachlesen. Solltet ihr weitere Fragen haben, könnt ihr euch selbstverständlich auch an uns wenden. Hinterlasst einfach einen Kommentar oder schickt uns eine Mail an info@bergfreunde.de.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jules sagte am 17. Juni 2017 um 11:45 Uhr

    Schöne Nachhaltigkeit, durchaus auch schöne und gute Produkte, im Vergleich zu Amerikanischen Firmen wie Patagonia, OR oder Arc’teryx aber eine schlechte Garantie und damit mangelnder Support über die gesetzliche Gewährleistung hinaus.

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