Tipps und Tricks

Trekkingnahrung aufwerten – Einfache Tipps für Outdoor-Gourmets!

12. Juni 2015

Sportart

Wie könnte man schöner Kochen?

Wie könnte man schöner kochen?

Die Zeiten, in denen Outdoor-Nahrung nach nichts schmeckt, sind zum Glück schon lange vorbei. Was heute auf Tour kredenzt wird, überrascht häufig mit gutem Geschmack und ist vor allem sehr leicht zu kochen. Ist man dann aber mehrere Tage und Wochen unterwegs, kann es schon mal fad werden, wenn es jeden Tag Tütenessen gibt.

Dabei gibt es ziemlich einfache Tricks, mit denen man die Gerichte sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch aufwerten kann – und das eigentlich ohne großen Aufwand. Wir zeigen euch wie!

 

Herzhafte Outdoor-Nahrung verfeinern

Salz, Curry & Co. immer dabei!

Salz, Curry & Co. immer dabei!

Der erste Tipp lautet: Gewürze! So einfach wie naheliegend. Gerade getrocknete Gewürze lassen sich leicht im Rucksack verpacken und können in der richtigen Verbindung wahre Wunder vollbringen. Das zuvor fad schmeckende Kartoffelpüree wird durch eine Prise Muskat aufgewertet und eine Portion Chili-Pulver macht aus pikanten Speisen schnell eine feurige Angelegenheit. Die Schärfe hat zudem den Vorteil, dass sie den Kreislauf anregt – perfekt, wenn man gerade zu Mittag isst und noch den halben Tag unterwegs ist.

Die oftmals anzutreffende Geschmacksrichtung „Curry“ wird durch echtes Curry-Pulver oder einen Teelöffel Curry-Paste richtig genial. Auch Knoblauch oder Zwiebel lassen sich gut aufbewahren. Allerdings solltet ihr beides als Knolle transportieren und immer frisch zubereiten. Alternativ gehen auch getrocknete Röstzwiebeln, die gut im Rührei oder im Püree verwendet werden können. Damit ihr die richtigen Gewürze immer zur Hand habt, gibt es von Trek’n Eat einen praktischen kleinen Helfer.

Für Süßmäuler

Bei gutem Essen genießt man die Aussicht umso mehr. Foto: Travellunch

Bei gutem Essen genießt man die Aussicht umso mehr. Foto: Travellunch

Ihr seid der Meinung, dass eure Frühstückstrekkingnahrung etwas mehr Pep vertragen könnte? Dann nehmt doch einfach mal ein bisschen Zimt und Zucker mit und streut beides in das morgendliche Porridge. Eine echt leckere Angelegenheit. Oder ihr greift zu getrocknetem Obst und Nüssen, die ebenfalls eine tolle Abwechslung darstellen und euer Frühstück mit guten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen aufwerten. Außerdem sind sie ein toller Zwischensnack, wenn euch der Hunger ereilt, ihr aber gerade keine Zeit zum Kochen oder Rasten habt!

Auch frisches Obst ist eine hervorragende Möglichkeit, eine neue Geschmacksnuance einzubringen. Dafür solltet ihr euch allerdings gut mit der Flora vor Ort auskennen. Frische Wildheidelbeeren oder -Himbeeren sind es aber allemal wert.

Nehmen, was die Natur hergibt

Einige frische Kräuter sorgen für den guten Geschmack. Foto: LYO-FOOD

Natürlich könnt ihr nicht nur Wildbeeren pflücken, um das Essen zu pimpen. Nicht selten stolpert man über Wildkräuter und Pilze, die am Wegesrand zu finden sind. Bärlauch fügt herzhaften Speisen ein herrliches Knoblauch-Aroma hinzu und eine Schwammerlpfanne aus selbst gesammelten Pilzen ist was für echte Outdoor-Gourmets. Aber auch hier gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Denn gerade unter den Pilzen und den Kräutern kann man schnell daneben greifen – was im Ernstfall zu tödlichen Konsequenzen führen kann. Hier könnt ihr euch mit einem Buch behelfen, zum Beispiel dem Naturführer Pilze aus dem Kompassverlag.

Mehr Energie für Outdoor Lebensmittel

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es gut, etwas mehr Energie im Gepäck zu haben. Bei entsprechend niedrigen Temperaturen kann man auch mal ein Päckchen Butter mitnehmen. Neben dem runden Geschmack verpasst sie der Trekkingnahrung eine ordentliche Portion Kalorien. Im Sommer ist Butter nicht unbedingt zu empfehlen. Hier könnte man auf Rapsöl oder Leinöl zurückgreifen – letzteres ist reich an Omega-3-Fettsäuren, hat aber einen etwas stärkeren Eigengeschmack. Was auch immer geht, sind kleine Trockensalamis oder Hartkäse. Beide haben viel Energie und schmecken super – auch als Ergänzung zu herzhaften Gerichten.

Trockennahrung selbst gemacht

Die Auswahl an Treckingnahrung ist groß. Nach ein paar Tagen will man dennoch das Essen

Die Auswahl an Trekkingnahrung ist groß. Nach ein paar Tagen will man dennoch das Essen „aufpeppen“!
Foto: Travellunch

Wenn ihr eure Trekkingnahrung mal selbst zuhause herstellen wollt, dann geht das am besten mit einem Dörrautomaten. Von Fleisch über Gemüse und Obst bis hin zur Suppe kann man mit den elektronischen Helferlein seine eigenen Outdoor Lebensmittel zubereiten.

Bei leichter Wärme werden die Zutaten schonend getrocknet und dadurch sehr lange haltbar gemacht. Obst und Fleisch kann man im trockenen Zustand gut verzehren. Wenn ihr allerdings Suppen oder Eintöpfe trocknet, müssen diese später wieder hydriert werden. Damit ihr wisst, wieviel Wasser ihr hinzufügen müsst, einfach die Lebensmittel vor und nach dem Trocknen wiegen. Die Differenz ergibt die Menge an Flüssigkeit. Zum Transport während der Tour eignen sich Ziplock-Beutel. Solltet ihr die Lebensmittel für längere Zeit lagern wollen, könnt ihr sie auch mit einem Vakuumierer luftdicht verpacken. Dadurch erhöht sich die Haltbarkeit nochmals enorm.

Übrigens: Bei unseren Outdoor-Rezepten findet ihr weitere leckere Ideen, die ihr beim Trekking ganz leicht realisieren könnt. Darunter Kaiserschmarrn, Omelett oder eine leckere Nudelsoße. Klickt euch rein!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Uwe Kammer sagte am 22. Mai 2016 um 17:33 Uhr

    Hallo Jörn,
    Danke für die Tipps. Hab mir Trekkingnahrung zum ersten Mal gekauft. Bisher wurde immer „klassisch“ gekocht. Geschmack und Qualität waren erstaunlich gut. Die add on’s hatte ich bereits dabei. Somit war für Abwechslung und guten Geschmack gesorgt.
    Wenn ich mal ein besonderes gutes Rezept habe lasse ich es euch wissen.

    Grüße aus dem Schwarzwald

    Uwe

  2. Jörn sagte am 23. Mai 2016 um 08:55 Uhr

    Hallo Uwe,

    freut mich, dass ich Dir helfen konnte.

    Guten Hunger,

    Jörn

  3. Reinhard sagte am 5. November 2016 um 11:59 Uhr

    Hallo Jörn,
    danke für die Tipps!
    Vieles war mir bekannt, aber man kann in dieser Hinsicht nie genug an Tipps bekommen!

    Ich verwende Travellunch seit über 20 Jahren und auch Trek´n Eat seit gut 5 Jahren auf all meinen Anden-Vulkan-Trekkingtouren und auch auf meinen 2 Solo-Expeditionen, wovon ich einmal 21 Tage(2013) und einmal 24 Tage(2015)non-stop-solo in Chile unterwegs war!

    Grüße aus Wien

    Reinhard

  4. Jörn sagte am 5. November 2016 um 18:14 Uhr

    Es gibt einfach nichts Schöneres als Essen, auch unterwegs! :)

    Danke für Deinen lieben Kommentar!

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