Alle Artikel zum Thema ‘Ausrüstung’

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Gear-Tipp: Marmot-Variant-Jacket

17. Januar 2017
Gear-Tipp!

Bergfreund Stephan ist ein leidenschaftlicher Outdoorsportler und weiß für jedes Wetter die richtige Kleidung einzupacken. Heute stellt er ein echtes Multitalent vor. Die Variant Jacket – Kunstfaserjacke von Marmot. Ein Allrounder, den er im Winter genauso tragen kann wie in kühlen Frühlingsmonaten. Wie das möglich ist, erzählt er Euch in seinem Gear-Tipp.

Vorteile

Die Variant Jacket von Marmot ist mein persönliches Lieblingskleidungsstück für die Berge. Egal ob Frühling, Herbst oder Winter, die Jacke kommt bei fast jedem Wetter zum Einsatz und weiß funktionell wie optisch, entweder als Midlayer oder auch als Außenhaut zu überzeugen. Dabei trage ich sie sowohl zum Wandern, Bergsteigen und Schneeschuhgehen, als auch zum Langlaufen.

Die Marmot Variant überzeugte mich vor allem durch ihren tollen Tragekomfort, da sie stets gut am Körper anliegt. Dazu ist sie überaus leicht und sehr bequem, sodass nichts zwickt oder drückt.

Als Außenjacke kann sie bei windigen Frühlings- oder Herbst-Tagen ihre wahre Stärke ausspielen. Durch die winddichte Vorderseite und das Fleece-Material an Armen sowie Rücken wird es einem bei anstrengenden Touren nicht kalt. Außerdem sind bei dieser Jacke endlich mal die Ärmel lang genug für die Daumenschlaufen!

Und auch im Winter macht sie als Midlayer einen super Job, trägt nicht zu dick auf, drückt nicht am Hals und passt somit locker unter meine Hardshell-Jacke. Desweiteren hat mich das Jackentaschen-Konzept überzeugt. Sowohl die zwei Seitentaschen mit gut funktionierendem Reißverschluss (für Handschuhe oder Stirnband) als auch die Innentasche (für Handy oder Wertsachen) bestechen durch Funktionalität.

Verarbeitung & Qualität

Nach zwei Jahren im Einsatz kann ich bisher nur gutes über die Verarbeitung berichten; keine offenen Nähte oder Löcher, trotz sehr regelmäßiger Nutzung. Auch die Farbe der Jacke ist immer noch wie am ersten Tag.

Einsatzgebiet

  • Wandern
  • Bergtouren
  • Klettersteige
  • Langlaufen
  • Skitouren
  • Schneeschuhtouren
  • Freizeit

Für wen eignet es sich besonders

Für alle, die eine Jacke für zahlreiche verschiedene Outdoor Aktivitäten suchen und dabei Wert auf viel Bewegungsfreiheit legen.

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Gear-Tipp: Trangia – 27-3 Spiritus Sturmkocher

27. Dezember 2016
Gear-Tipp!

Trangia – 27-3 Spiritus Sturmkocher

Bergfreund Johannes hat auf seinen Reisen Stürmen und Gezeiten getrotzt und an den entlegensten Orten kampiert. Damit es dort nicht nur Käsebrot und Müsliriegel gibt verlässt er sich auf seinen getreuen Tangia Sturmkocher, um auch ohne Stromanschluss kulinarische Köstlichkeiten zu genießen. Warum es ihm gerade sein TRANGIA – 27-3 Spiritus Sturmkocher so angetan hat, erzählt er euch in seinem Gear-Tipp:

Was ist der TRANGIA – 27-3 Spiritus Sturmkocher genau?

Das Standardset des TRANGIA – 27-3 beinhaltet 2 Töpfe, eine Pfanne mit Non-Stick-Beschichtung, einen Spiritusbrenner, eine Topfzange, zwei zusammenschraubbare Teile die den Windfang bilden und einen Riemen zum verschnüren. All diese zusammengehörigen Teile ergeben im aufgebauten Zustand einen Sturmkocher mit verstellbarer Brennintensität, der selbst in bitterkaltem Wintersturm, im Schutze des Aluwindfangs „in Ruhe sein Ding köchelt“.

Zusammengepackt (was in diesem Falle bedeutet ineinander gestapelt) ergeben alle 8 Teile ein überraschend kleines, kompaktes und robustes Paket mit den Maßen 18,5cm x 10cm und einem Gesamtgewicht von 740 Gramm. Beachtlich wenn man bedenkt, dass es sich ja um ein komplettes Kochset handelt!

Alle aktuellen Trangia Kocher bestehe aus Ultralight-Aluminium, einer Aluminiumlegierung, die laut Hersteller bis zu 50% stärker ist, als herkömmliches Aluminium. Dadurch können alle Aluteile des Kochsets extrem dünnwandig sein, ohne sofort wie herkömmliches Aluminium überall Dellen zu bekommen oder zu verbiegen. Noch robuster und vor allem auch lebensmittelechter ist die „Ultralight Hardanodized“-Variante des Kochers. Durch die Hartanodisierung wird die Oberfläche des Materials extrem verdichtet und die Kratz- und Verschleißfestigkeit stark erhöht. Das ist vor allem für Leute interessant die herkömmlichem Aluminium als Ess- oder Kochgeschirr wegen der leicht gesundheitsschädlichen Eigenschaften eher kritisch gegenüberstehen. Die hartanodisierten Teile sind Titan so ähnlich, dass ich sie für Titan gehalten hätte, wenn ich nicht gewusst hätte was es für ein Material ist. Selbst Schaben mit Stahl verursacht auf der extrem harten, dunkleren Oberfläche keine Kratzer! Dass Aluminiumspähne im Essen landen gehört hiermit also der Vergangenheit an.

Den Trangia gibt es in 2 verschiedenen Größen. Die hier vorgestellte 27er Serie ist mit 1 Liter-Töpfen für das Kochen für 1-2 Personen gedacht. Die größere 25er Serie ist für 3-4 Personen bestimmt.

Sturmgeprüft

Zur Regulierung der Flammengröße gibt es für den Brenner übrigens einen Deckel dessen Oberseite sich stufenlos auf und zu machen lässt und somit einen fließenden Spielraum für die Regulierung der Brennintensität ermöglicht. In wenigen Minuten hat man mit dem Spiritusbrenner auf maximaler Stufe einen vollen Topf Wasser zum kochen gebracht. Man kann jedoch auch auf kleinster Flamme etwas über einen langen Zeitraum sanft köcheln und dabei den Brennstoffverbrauch minimieren und Anbrennen verhindern. Durch diese Möglichkeit wird der Trangia zu einer richtigen „Starkoch-Station“ wenn man es drauf anlegt!

Für alle, die ein klassische Gaskartusche dem Spiritus vorziehen gibt es den Trangia auch mit Gasbrenner.

Auch für die anfänglichen Brennschwierigkeiten von Spiritus bei niedrigen Temperaturen hat sich der Hersteller etwas einfallen lassen: Mit dem Winterset braucht man auch bei -20°C den Brennstoff vorher nicht mehr am Körper erwärmen. Eine kleine Menge Spiritus wird hierzu in die unten an den Brenner ansteckbare „Kralle“ gefüllt und angezündet. Durch die große Oberfläche die der Brennstoff dort hat, brennt er selbst bei niedrigsten Temperaturen bei direktem Kontakt mit einer Streichholz- oder Feuerzeugflamme sofort an. Diese Flamme erhitzt dann den Spiritus im Brenner. Sobald dieser warm genug ist springt die Flamme aus der Kralle in den den eigentlichen Brenner über et voilà: der Kocher brennt auch im eisigsten Nordwind wie gehabt.

Fazit

Der Trangia 27 Spirituskocher hat mich mit seiner Kompaktheit, Robustheit und Vielseitigkeit vollends überzeugt und ist mir seit vielen Jahren ein getreuer Begleiter auf allen Touren. Wenn es darum geht wirklich etwas zu kochen und nicht nur Wasser heiß zu machen, ist der Trangia meiner Meinung nach dem Gas- oder Benzikocher überlegen. Auch die unkomplizierte und sehr kostengünstigen Eigenschaften des Spiritus finde ich überzeugend. Zur Not lassen sich natürlich alle brennbaren Alkohole in dem Brenner verwenden und durch die minimalistische Kompaktheit gibt es am Brenner wirklich keinerlei Fehlerquellen – es kann nichts kaputt gehen es sei denn ein Panzer fährt über den Brenner drüber.

Der TRANGIA – 27-3 Spiritus Sturmkocher ist der optimale Kocher für jeden der es gerne „all-in-1“ hat und für sich allein und/oder einen zusätzlichen Bergfreund kochen, braten und köcheln will. Wer auf diese Möglichkeit auch in den kältesten, stürmischsten Nächten nicht verzichten möchte, trifft mit dem TRANGIA – 27-3 Spiritus Sturmkocher eine ausgezeichnete Wahl.

 

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Gear-Tipp: Lundhags – Makke Pant – Softshellhose

12. Dezember 2016
Gear-Tipp!

gt_blog_vorlageWer schon einmal an einer Kletterwand gehangen hat weiß, dass die richtige Kleidung den Unterschied zwischen Erreichen des nächsten Griffs und einem Absturz bedeuten kann. Bergfreund Philip hat das auch erkannt und sich auf die Suche nach einer verlässlichen Kletterhose gemacht. Dabei ist er auf die Makke Pant – Softshellhose von Lundhags gestoßen. Wie die Hose ihn überzeugt hat beschreibt er in seinem Gear-Tipp.

Allgemeines:

Für etwa zwei Jahre Kletterei habe ich eine hässliche graue Hose, in allen möglichen Kletterrouten, Klettergärten und Hallen mit mir rumgetragen, die ich bei irgendeinem Retailer in Tirol, für etwa 20€ erstanden hatte. Damit sollte nun endlich Schluss sein. Eine Erneuerung meiner Kletterhose stand an. Mein Schwerpunkt lag dabei auf alpinen Kletterhosen, da ich die neue Kletterhose eher nicht in Hallen tragen wollte. Die Wandplatten dort beanspruchen die Hosen bei Reibung stark.

Ich wollte, dass diese Hose mir extrem viel Bewegungsfreiheit, etwas Wetterschutz und viel Ventilationsmöglichkeiten bietet, sodass unter keinen Umständen ein Hitzestau entstehen könnte.  Darüberhinaus sollte Sie ein paar Taschen zum Verstauen von Kleinigkeiten haben. Und als letztes sollte sie robust sein, sodass die Hose bei Kontakt mit dem Felsen, nicht sofort den Geist aufgeben würde.

Hosenzipper, mit denen ich die lange Hose zu einer ¾ oder kurzen Hose umfunktionieren könnte, waren kein Kriterium für mich, da ich sowohl beim Wandern als auch beim Klettern eine schützende Schicht zwischen Haut und Außenwelt haben will. Häufig genug, habe ich üble Schürfverletzungen von anderen Kletterern erlebt. Umso wichtiger wurden dadurch allerdings die Belüftungsmöglichkeiten.

Nach einiger Beratung mit Händlern und Gesprächen mit Bergführern, aus meinem Bekanntenkreis, wurde ich auf die Makke Pant von Lundhags aufmerksam. Diese gab es in einigen verschiedenen Farben und diversen Passformen, von lang bis kurz. Sie sah gut und hochwertig aus. Daher habe ich mir die Hose, zur genaueren Ansicht, kurzerhand bestellt.

Marke:

Lundhags ist ein schwedischer Hersteller von Outdoor Bekleidung, der 1932 durch die Übernahme der väterlichen Schuhmacherei, durch Jonas Lundhag entstand. Über die Jahre konnte sich Lundhags zu einem weltweiten Unternehmen ausweiten, die für hohe Qualität und Maßstäbe bekannt sind. Unter Anderem ist Lunhags offizieller Zulieferer für die schwedische Königsfamilie und die Sirius Patrouille, eine dänische Militär Einheit.

Darüberhinaus setzt sich das Unternehmen auch für nachhaltige und umweltfreundliche Produktion ein.

Die Hose:

Als die Hose ankam bin ich natürlich sofort hineingeschlüpft. Sie soll, laut Herstellerangabe eng anliegen und durch einen verstellbaren Hüftbund, ohne Gürtel zu tragen sein. Sie erleichtert das Anziehen eines Gurtes zusätzlich durch eine verstellbare Beinabschluss-Weite.

Sofort fiel die wirklich enorme Bewegungsfreiheit in der Hose auf. Ich konnte ohne Probleme mein Knie zur Brust hoch ziehen. Ich freute mich sehr über die zwei Belüftungsreißverschlüsse, die ziemlich ungewöhnlich, auf der Innenseite der Oberschenkel und auf der Außenseite der Waden angebracht waren. Beide wirkten jedoch durch ihre Länge effektiv.

Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die Nähte, das Material und die gesamte Hose, den Eindruck einer sehr hochwertigen Verarbeitung machten, die den hohen Einkaufspreis rechtfertigten.

Das Material der Hose ist grundsätzlich zweigeteilt. Das farbige Hauptmaterial an den Oberschenkeln nennt sich LPC Strech und besteht zu 35% aus Baumwolle und zu 65% aus Polyester. Diese Kombination soll den Kompromiss zwischen Atmungsaktivität (65% Polyester) und Robustheit (35% Baumwolle) meistern.

Der zweite Teil, alles unterhalb des Knies und am Gesäß, besteht mit Schoeller Dry Skin aus 93% Polyamid und 7% Elasthan. Dieses Material schafft die enorme Bewegungsfreiheit der Hose.

Zusätzlich hatte die Hose, über die normalen Fronttaschen hinaus, zwei große horizontale Reißverschlusstaschen, außen auf dem mittigen Oberschenkel platziert. Somit gab es genügend Platz auch noch etwaige kalte Hände kurz mal in die Hosentasche zu stecken.

An der Wetterfestigkeit der Hose hatte ich so meine Zweifel, da Sie weder eine Membran, noch eine Imprägnierung aufwies.

Im Praxistest habe ich die Hose auf drei Gelegenheiten getestet. Zum Einen ging es über die Höllentalklamm wandernd auf die Zugspitze, am Roß- und Buchstein zum Klettern und am Gran Paradiso auf Hochtour.

In der Praxis hat mich die Hose überzeugt.

Die Makke Pant erwies sich auf allen diesen Gelegenheiten als hervorragender und sicherer Begleiter. Auf die Hose war absolut Verlass! Sie machte alles mit und ich hatte wirklich wenig zu beklagen. Ein tolles Feature war der Schuhhaken, den ich bisher noch bei keiner Hose gesehen habe, die ich nicht nur ausschließlich für Trekking hätte verwenden können. Zusätzlich erwies sich der Kantenschutz gerade auf Hochtour, als wichtig und durchdacht. Die Reißverschlussläufer sind allesamt groß und lassen sich auch mit Handschuhe bedienen.

Nachteile:

Die Belüftung hat mir dann doch, irgendwann im heißen August auf der niedrigen Höhe von etwa 600m zu schaffen gemacht. Zwar war die Hitze in der Hose erträglich, gerade für Bergsteiger, die weniger hohe Maßstäbe bezüglich Hitzestau ansetzen, allerdings hat es mich ein bisschen genervt. Der Oberschenkel konnte durch den Reißverschluss an der Innenseite einfach nicht ausreichend belüftet werden. Somit habe ich mir im Internet einen YKK Zip gekauft, bin damit zum Schneider gerannt, und habe mit auf der Oberschenkel-Außenseite diesen Reißverschluss einnähen lassen. Zugegeben ich bin ein Perfektionist.

Darüberhinaus würde ich diese Hose nicht dauerhaft zum Einsatz auf Hochtouren empfehlen, da der Nässeschutz, auf die Dauer, doch zu wünschen übrig lässt. Es ist halt eben eine Sommerhose, die etwas Nässe hin und wieder übersteht. Hier hilft dann eine ordentlich Imprägnierung.

Fazit:

Ich würde diese Hose als Sommerhose zum Wandern, Trekking und Klettern uneingeschränkt weiterempfehlen. Sie gehört zwar in die höhere Preisklasse, allerdings hat Lundhags auch sein ganzes Können und Repertoire in diese Hose investiert. Insgesamt eine schöne und funktionale Hose, die sich von den allgemeinen Ziphosen abhebt.

 

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Joggen mit Stirnlampe

Die passende Stirnlampe zum Joggen

10. Dezember 2016
Ausrüstung

Der Winter steht vor der Tür, die Tage werden kürzer … wer jetzt nach Feierabend noch schnell eine Runde Joggen gehen will, der sollte seine üblichen Strecken entweder ziemlich gut kennen – oder zumindest eine vernünftige Stirnlampe dabei haben. So gibt es die kleinen Kopflampen inzwischen in den verschiedensten Formen und Größen, mit Rücklicht, externen Akkus, verschiedenen Leuchtmodi und Co! Mit unserer Kaufberatung bringen wir etwas Licht ins Dunkel und verraten euch, mit welchen Modellen ihr sicher durch den Winter kommt.

Die Einsteigerklasse – Solide Allrounder zum Joggen

Grundsätzlich gilt, für die abendliche Laufrunde im Stadtpark muss es keine ausgefallene, übermäßig teure Stirnlampe sein. In diesem Segment gibt es reihenweise Modelle, die mit einem bequemen Stirnband, ausreichend Leuchtstärke (wird immer in der Maßeinheit Lumen angegeben) und zwei bis drei verschiedenen Leuchtmodi punkten. Stirnlampen wie die Black Diamond Spot beispielsweise sind nicht nur erschwinglich, sondern überzeugen mit einer 200 Lumen starken LED-Leuchte, 80 Metern maximaler Leuchtweite sowie einem Energiesparmodus. Zudem ist sie gemäß dem IPX Standard als wasserdicht klassifiziert (IPX 8) und somit auch bei schlechtestem Wetter zu gebrauchen. Was will man mehr?

Noch einen Schritt weiter, und vor allem für Stadtläufer interessant, geht die Mammut X-Shot. Von den Spezifikationen her ähnelt sie der Spot, bringt zusätzlich jedoch ein rotes Rücklicht mit, welches sich außen am Batteriefach befindet. Ein klares Plus an Sicherheit im Straßenverkehr!

Die Mittelklasse – Stirnlampen für fortgeschrittene Trailrunner

Richtig spannend wird es dann im Bereich der Trail-tauglichen Stirnlampen. Auch wenn wir uns hier bereits in einem deutlich fortgeschrittenen Preissegment bewegen, wissen LED-Stirnlampen wie die Silva Trail Runner 2x oder die Cross Trail 3 mit technischer Finesse zu überzeugen. Mit einer überragenden Ausleuchtung zwischen 300 bzw. 400 Lumen sowie einem ausgewogenen Lichtkegel zwischen 50 und 120 Metern (je nach eingestelltem Leuchtmodi) eignen sie sich ideal für’s moderate Trailrunning unter technisch wenig anspruchsvollen Bedingungen.

Für die wahren Technik-Füchse unter uns bieten sich wiederum Modelle, wie die Petzl Nao bzw. die Petzl Nao+ geradezu an. Beide Leuchten positionieren sich im Gesamtklassement im Übergangsbereich vom Trailrunning zum Bergsport. Mit bis zu 750 Lumen (Nao+) besitzen die Stirnlampen dazu nicht nur genügend Power für herausforderndes, alpines Terrain, sondern kommen ebenso mit einem zweiteiligen Kopfband daher. Das sorgt für den einwandfreien Sitz der Lampe, selbst wenn’s mal etwas ruppiger zur Sache geht. Ein Highlight an der ganzen Geschichte ist jedoch mit Sicherheit die sogenannte Reactive Lightning Technologie. Diese sorgt mit einem eingebauten Lichtsensor bei Bedarf für die automatische Anpassung der Leuchtstärke – je nach Umgebungslicht. Der Akku befindet sich hier zudem am Hinterkopf (sozusagen als Gegengewicht zum Leuchtkörper vorne) und lässt sich praktischerweise per USB-Kabel wieder aufladen. Wer es noch fortschrittlicher mag, der installiert sich gleich passend dazu die MyPetzl Light Smartphone App und konfiguriert sich so verschiedene Leuchtprofile für wechselndes, forderndes Gelände.

High-End Stirnlampen für alpine Ultra Trails und Co!

Alle, die jetzt noch nicht genug haben, und solche, die es gerne extrem mögen, sollten sich hingegen Leuchten wie die Lupine Neo X2 oder die Silva Sprint genauer anschauen. Auch wenn die Ausleuchtung bei der Lupine beispielsweise etwas spotlastig ausfällt, kann man hier mit dem integrierten Diffusor angenehme Lichtverhältnisse im Nahbereich schaffen. Die Leuchtstärken für solche Stirnlampen, die sich insbesondere für alpine Ultra Trails, 24 Stunden-Läufe und Co eignen, beginnen daher meist bei etwa 700 Lumen und kennen nach oben hin nur technische Grenzen. Eine Lupine Betty RX14 beispielsweise sorgt mit sage und schreibe 5000 Lumen gar für stadionähnliche Flutlichtverhältnisse…

Aber wie dem auch sei, anspruchsvolle Touren erfordern innovative Lösungen. Wer etwa im hochalpinen Gelände bei bis zu -20°C unterwegs ist, oder eine Durchquerung der Sahara plant, für den könnte die extrem robuste Silva Sprint die richtige Lösung sein. Wer das Gesamtgewicht seiner LED-Leuchte auf dem Kopf reduzieren will, dem empfiehlt sich ein Modell mit externer Energiequelle mitsamt Verlängerungskabel. Bei der Petzl Ultra Rush Belt lässt sich der extrem leistungsstarke Lithium-Ionen Akku mit 5200 mAh etwa separat am Gürtel befestigen – Leuchtstufenregler und Notbeleuchtung inklusive.

Welche Lampe ist nun für mich die Richtige?

Wie dieser kurze Beitrag gezeigt hat, gibt es für jedes Leistungsniveau, für kleine, wie große Geldbeutel die passende Stirnlampe. Ob also eher Breitensport-orientierter Freizeitläufer oder wettkampfgetriebener Ultra Trail-Bezwinger – wie so oft im Leben gilt: alles kann, nichts muss. Wer jedoch konkret auf der Suche nach einer seinen individuellen Anforderungen entsprechenden Stirnlampe ist, der findet sich hier hoffentlich in einer der drei genannten Kategorien wieder und erhält so einen ersten Überblick, nach welchen Marken und/oder Modellen er oder sie Ausschau halten sollte.

Wie immer könnt Ihr Euch bei Fragen auch gerne an unsere Experten aus dem Kundenservice wenden. Sie stehen Euch unter der Woche täglich von 10.00 – 17.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail zur Verfügung.

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Geschenke für Bergfreunde, die schon alles haben

2. Dezember 2016
Ausrüstung

Jeder hat so einen in der Familie. Der Typ, der vermeintlich schon alles hat. Meistens Mama oder Papa. Und jedes Jahr stellt sich die große Frage: Was schenkt man diesen Personen zu Weihnachten? Eine Fleecejacke? Das wäre dann Nummer 127. Eine neue Hardshell? Die komplette Gore-Tex-Palette ist eh schon da. Kletter-, Wander- und Bergstiefel haben sie noch und nöcher und sogar ein paar Laufschuhe stehen da jetzt rum. Gut, dass es die Bergfreunde gibt, denn wir haben für Dich Geschenke-Tipps für Outdoor-Leute, die definitiv nicht alltäglich sind.

Ein Gürtel aus Kork

bleed-cork-belt-men-guertel„Guter Mann, ich seh’s sofort, Ihnen steht am besten Kork“. Der Klassiker unter den 90er-Jahre-Bodenbelägen, gibt es jetzt als genialen Gürtel. Was er kann? Er sieht ziemlich cool aus, ist immerhin GOTS-zertifiziert und besteht aus einem nachwachsenden Material für das keine Bäume gefällt werden müssen. Ein absolutes Must-Have!

Bürstenset für Biker

Eine wahre Wonne für jeden Zweiradfan, der sein Bike regelmäßig putzt (oder putzen sollte). Oft hat man ja das Problem, dass man nicht unbedingt in alle kleinen Ecken reinkommt. Mit dem fünfteiligen Bürstenset von Muc Off ist das jetzt absolut kein Problem mehr. Vor allem die Ritzel-Bürste, mit der sich hartnäckiger Schmutz aus Ritzeln, Kettenblättern und Schaltröllchen entfernen lässt, ist richtig praktisch! Liegt mit gerade einmal 29,95€ auch perfekt im Budget. Zum Produkt bitte hier entlang.

Pimp my Bike

shaman-racing-bullet-for-valve-pair-ventilaufsatz-detail-2Wer erinnert sich nicht mit Freude an die Serie „Pimp my ride“ zurück, in der der Rapper Xzibit abgehalfterte Karren zu wahren Designer-Glanzstücken umfunktionierte, die dann auch schon mal ne Playstation mitsamt Fernseher im Kofferraum hatten. Nun, soweit kann man es mit den Bullets von Shaman Racing nicht treiben, aber eine Ventilkappe in Form einer Gewehrkugel hebt den Coolnesfaktor des Gefährts durchaus auf ein völlig neues Level. Die bunten Dinger gibt’s hier.

Abheben mit dem Helicopter-Hoodie

Ein Hoodie mit nem‘ Propeller an der Kapuze? Ihr denkt jetzt vielleicht: „Haha, der Jörn hat wohl mal wieder etwas zu viel Höhenluft geschnuppert. So ein Schmarrn“. Aber nein, ich kann euch sagen: Das Teil gibt es wirklich. Der Propeller Hoodie von Degree ist DAS lässige Teil für unter den Weihnachtsbaum. Und wer keinen Bock auf den Propeller aus Holz oder gerade keine Möglichkeit zum Abheben hat, kann ihn einfach in der am Pullover angebrachten Tasche verstauen. Wenn das mal nicht total abgedreht ist! Und hier gibts das gute Stück!

Geruchshemmende Bananen

Jeder mag Bananen. Jeder. Sie schmecken gut, haben eine lustige Form und sind darüber hinaus auch noch gesund. Aber wusstet Ihr, dass sie auch als Schuherfrischer herhalten können? Also zumindest die Boot Bananas bekommen das ziemlich gut hin. Sie werden einfach nach der Berg- oder Klettertour in die Schuhe gesteckt und sorgen dank des Mix aus Aktivkohle, Soda, vulkanischen Mineralien sowie diversen pflanzlichen Ölen für Frische. Aber Obacht: Sie helfen leider nicht gegen schlechten Atem.

Ultraleicht und ultralöchrig

klymit-inertia-o-zone-isomatteGerade einmal 350 g für eine aufblasbare Isomatte. Nicht schlecht, oder? Wie das geht? Man haut einfach überall Löcher rein. Und dann ist das Ding sogar noch mega klein. Nur 9 x 15 cm Packmaß sprechen eine deutliche Sprache. Die Zaubermatte stammt aus dem Hause Klymit und ist ein echtes Schmankerl für alle Ultraleicht-Trekker. Durch das integrierte Kopfkissen ist gleichzeitig für soliden Schlafkomfort gesorgt. Der Hammer kommt aber ganz zum Schluss: Das Teil legt man direkt IN den Schlafsack. Ich dreh‘ durch. Du auch? Dann gleich zugreifen.

Nie mehr zerdepperte Eier

Jeder hat ja so ein Gipfelritual. Sei es die Gipfelhalbe, das Gipfel-Snickers (Empfehlung von Bergfreund Janpeter) oder das Gipfel-Ei. Ja, richtig. Ich kenne Menschen, die futtern am Gipfel traditionell ein hartgekochtes Ei. Und für genau solche Menschen – vermutlich aber auch einfach für Camper und Trekker – hat Coghlans eine Eierbox entworfen, in der man die empfindlichen Leckerbissen sicher verpacken kann. Praktischerweise ist die Box für zwei Eier ausgelegt – Anspielungen könnt ihr euch an dieser Stelle gerne sparen. Und hier gibts das gute Stück!

Energie!

powertraveller-crankmonkey-usb-ladegeraetDie Berge. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer von allen, die mit ihrem Smartphone unterwegs sind und keine Bilder machen können, weil der Akku schon wieder leer ist. Der Captain auf der Brücke empfiehlt hier: Das Crankmonkey USB-Ladegerät. Warum? Nun, es wird mit einer Kurbel betrieben und erzeugt damit Strom in Hülle und Fülle. Man muss lediglich ein wenig Kraft investieren und das Glück des richtigen Anschlusses haben. Ums jedoch gleich vorweg  zu nehmen: Liebe Apfel-Jünger, ihr seid leider raus. Micro-USB only! Wer das Teil haben will: Bitte hier entlang.

Bitte recht warm

Ihr dachtet immer, Heizdecken seien nur was für alte Leute? Ganz, ganz weit gefehlt. Denn mit der faltbaren und akkubetriebenen Heizmatte von Brunton kommt wohlige Wärme jetzt auch unterwegs fast wie von allein von unten. Das Teil kann einfach unter den Schlafsack gelegt werden und der integrierte Akku läuft bis zu zwölf Stunden. Nach Gebrauch wird das gute Stück zusammengefaltet und kann platzsparend verstaut werden. Am besten gleich zugreifen!

Das wird ein Fest

Wir wollen doch stark hoffen, dass hier schon was Schönes für euch und eure Liebsten dabei war. Wenn nicht, könnt ihr euch auch gerne in unserem Geschenkeshop umsehen. Dort haben wir für euch weitere schicke Präsente ausgewählt, an denen sich Wanderer, Kletterer, Tourengeher und Biker gleichermaßen erfreuen würden. Die sind zwar nicht so fesch, wie die im hiesigen Artikel, aber auch Klassiker kommen als Geschenk immer gut an!

Interview Antworks

Mein Holz und ich – Chris von Antworks im Interview

15. November 2016
Ausrüstung

Ihr kennt doch diese kleinen, sympathischen Ein-Mann-Betriebe, die coole Stories zu erzählen haben und richtig geile Sachen bauen. In der Regel betrieben von Menschen, die mit jeder Menge Herzblut an der Sache dran sind und fast ihre gesamte Freizeit für ihr Business opfern. Davon gibt es in der Outdoor-Branche einige! Zum Beispiel Chris, der unter dem Label antworks im Österreichischen Sankt Wolfgang, Trainingsgeräte für Kletterer baut. Hier ist seine Geschichte:

Chris, zunächst einmal vielen Dank, dass Du uns einen kleinen Einblick in Deine coole Klitsche gibst. Was mich brennend interessiert: Wie bist Du auf den Firmennamen gekommen?

Die Frage nach dem Firmennamen ist immer die erste. So genau weiß ich das heute auch nicht mehr, wie ich auf antworks gekommen bin. Vielleicht liegt es daran, dass mein privates Pseudonym Bienenfleiss ist. Bienenfleiss wollte ich aber nicht kommerzialisieren, deswegen habe ich nach einem anderen Gliederfüßer gesucht. Antworks hat mir dann deshalb sehr gut gefallen, weil Ameisen einfach ziemlich viel Power haben, was im übertragenen Sinn fürs Klettern nicht nachteilig ist.

Zudem gefällt mir die Analogie mit der fleißigen Ameise, die einfach immer weiterarbeitet, egal wie hindernisreich der Weg auch sein mag. Das passt in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist das Training nur dann effektiv, wenn man es halt mit Fleiß und Kontinuität betreibt. Zum anderen ist es meine persönliche Motivation, alles zu geben, um immer wieder gute Produkte zu entwerfen und zu produzieren, auch wenn es mal Rückschläge oder Hindernisse gibt. (Das kommt nicht so selten vor)

Hattest Du schon vorher mit Holzverarbeitung zu tun oder hast Du dir das alles selbst beigebracht? Wie fing das alles an?

Gebastelt und geschnitzt habe ich schon seit der Grundschulzeit. Zuerst waren es Bögen, dann Armbrüste und noch allerlei Sachen, mit denen ich weit schießen konnte. Aus heutiger Sicht natürlich völlig unverantwortbar. Später habe ich dann E-Gitarren entworfen und gebaut. Einen richtigen Holzberuf habe ich allerdings nie gelernt. Ich bin eigentlich Industriemechaniker für Papiermaschinen. Während der Ausbildung bin ich auch zum Klettern gekommen. Über den Alpenverein war ich Teilnehmer bei einem „Kletterschnuppern“ und da ist der Funke übergesprungen. Teilweise bin ich sechs Tage die Woche von Osnabrück nach Münster in die Kletterhalle oder in den Teutoburger Wald gependelt um nach der Arbeit klettern zu können. Das hat (im Nachhinein) meine Lebensumweltbilanz ziemlich ramponiert. ;-) Jedenfalls habe ich damals, 1999, mein erstens Trainingsboard gebaut. Unmittelbar nach dem Fachabitur bin ich für ein Jahr nach Südamerika aufgebrochen um den Kontinent von Bolivien aus zu entdecken. Dabei konnte ich ein paar höhere Berge besteigen (u.a. den Aconcagua).

Zurück in Europa (2004) bekam ich daraufhin die Möglichkeit an der FH Salzburg Design und Produktmanagement zu studieren, speziell für den Holz- und Möbelbau. Jetzt habe ich aber noch gar nichts zur Gründung von antworks geschrieben: Also, gegründet habe ich die Firma im Herbst 2012, zu der Zeit war ich noch in ein anderes Start Up eingebunden. Der eigentliche Grund der Firmengründung waren 2.500 EUR. Ich hatte dieses Geld aus einer Rückzahlung übrig und wusste nicht was ich damit machen sollte. Anlegen war zudem schon damals nicht wirklich attraktiv. So habe ich von dem Geld die ersten 25 Strong Ant 1 Fingerboards, eine Platte Birkensperrholz und einen Exzenterschleifer gekauft. Die Formalia war schnell erledigt, der Account bei Amazon eingerichtet und im Dezember sind dann auch schon ganze zwei Bestellungen reingekommen. Seitdem arbeite ich nonstop 24/7-1 (also sechs Tage in der Woche) an der Entwicklung von antworks und meiner Selbständigkeit.

Du fertigst jedes Trainingsgerät per Hand, ganz ohne Fräsen. Ist das nicht deutlich aufwendiger?

So ganz stimmt das nicht mehr. Seit diesem April fertige ich einige Boards auf meiner CNC Fräse. Das letzte Jahr war vom Volumen her ordentlich, was allerdings dazu geführt hat, dass ich mich körperlich ziemlich verausgabt habe, um die Boards immer ausliefern zu können. Das Fräsen von Hand mit einer 3PS starken Oberfräse und Schablonen war richtige Knochenarbeit, die so nicht lange durchhaltbar war. Deswegen steht jetzt ein kleiner Fräsautomat in meiner Werkstatt, der einen Großteil der Fräsarbeiten übernimmt.

Die Boards sind seitdem noch besser, präziser und ich bin bei der Entwicklung und Formgebung von neuen Produkten wesentlich flexibler (siehe Climbing Burger). Aber auch wenn die Boards jetzt teilweise per CNC gefräst werden, ist die Qualität nicht schlechter geworden, obgleich der Output deutlich höher ist. Ich nehme mir nach wie vor sehr viel Zeit, die Boards richtig gut zu schleifen. Es ist ein bisschen schade, dass man im Web nicht diese Art der Verarbeitung der Boards fühlen kann. Auf Messen war das immer sehr amüsant zu sehen, welchen positiven Emotionen gut geschliffenes Holz auslösen kann.

Welches Holz nutzt Du für die Produktion?

Ich verarbeite verschiedene Hölzer und Werkstoffe. Für die Pegboards wird Birkenschichtholz verwendet, das ist schön hell und optimal für diese Anwendung. Die Fingerboards werden aus Esche oder Walnuss hergestellt, der Climbing Burger wiederum aus Lindenholz, was dem Ding eine „sakrale“ Komponente gibt. Lindenholz ist ein hervorragendes Schnitzholz, früher (und auch heute noch) wurden Statuen und Altäre daraus hergestellt, weswegen es in Kirchen mitunter auch nach Lindenholz riecht. Ein sehr aromatischer Duft (und nicht zu verwechseln mit Weihrauch).
Das Holz kaufe ich bei einem Händler ein paar Dörfer weiter. Der bezieht das Holz seinerseits bei den umliegenden Bauern und verarbeitet es weiter. Das ist auch der Grund, warum das Holz, das ich verwende kein FSC Siegel hat. Die Lieferkette ist zu kurz, als dass sich diese Zertifizierung für meinen Händler lohnen würde.

Dein Climbing-Burger ist echt große Klasse! Woher nimmst Du deine Ideen?

Wie schon gesagt bin ich diplomierter Produktentwickler, ich kenne also eine ganze Menge Kreativtechniken, wie ich zu meinen Funktionen und Formen komme. Das Initial für ein neues Produkt kommt meist von mir selber, wenn ich bei einem Kletterprojekt kraftmäßig anstehe. Dann überlege ich mir, wie genau man diesen einen Griff oder eine bestimmte Bewegung besser trainieren kann. Auf der anderen Seite bekomme ich aber auch Vorschläge von Freunden. Beim Climbing Burger kam der Luki (Lukas Wöber, einer der sehr guten Kletterer und Routenbauer hier in der Gegend) in meine Werkstatt mit einer riesigen, gedrechselten Holzbirne unterm Arm. Wir haben das Ding aufgehängt, getestet und schon war ich angefixt. Den ersten Prototypen hatte ich noch kurz vor dem Urlaub auf Facebook online gestellt und war überrascht von den vielen Likes und der Reichweite. Der Urlaub war dann für mich nicht mehr so entspannend, es hat sich alles um eine möglichst effektive und kosteneffiziente Produktion gedreht.

Bei der Produktion setzt Du voll auf Strom aus Wasserkraft. Ist Nachhaltigkeit für Dich ein großes Thema?

Interview AntworksIch denke, um den Gedanken der Nachhaltigkeit kommt man heute nicht mehr herum. Der maßvolle Einsatz von Energie in der Produktion ist mir schon aus finanziellen Gründen ein großes Anliegen. Aber ja, ich beziehe meinen Strom von einem der letzten kleinen Stromerzeuger hier direkt aus dem Ort. Die Firma Eisenhuber produziert dabei ausschließlich durch Wasserkraft. Ob der Strom aus meinen Steckdosen nun tatsächlich aus Wasserkraft oder doch Atomkraft produziert wurde weiß ich nicht, die Stromrechnung kommt jedenfalls vom Wasserkrafterzeuger.

Worauf ich bei meinen Produkten so gut wie möglich verzichte, ist der Einsatz von Kunststoff. Klar, in Form von Leim ist er in den Boards vorhanden, aber diese Menge könnte man auch als homöopathisch bezeichnen. Nur für den Ant Bar und das Strong Ant 4 brauche ich zwei kleine Kunststoffdrehteile, ansonsten setze ich ganz auf inerte Materialien wie Edelstahl oder Aluminium, die nach dem Produktlebenszyklus wieder einfach sortenrein getrennt werden können. Die Boards aus Massivholz könnten sogar noch thermisch verwertet werden. Ich zumindest heize meinen Kamin mit Ausschussware.

Kommt man bei der ganzen Arbeit eigentlich selbst noch zum Klettern? Wo kann man dich antreffen, wenn du doch mal am Fels und nicht am Holz hängst?

Selber klettern, das wäre schön. Haha, im Ernst. Ich komme nur mehr selten zum Klettern. Neben der Firma habe ich noch drei kleine Kinder zu Hause und die wollen auch Zeit mit mir verbringen. Deswegen beginnt mein Tag mittlerweile zwischen 3:30 und 4:00 in der Früh, dann habe ich bis zum Nachmittag genug Zeit, meinen Workload abzuarbeiten und es bleibt dann noch ein bisschen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Wenn ich draußen bin, dann im Höllental an der Rax, oder der Hohen Wand, beides schöne Gebiete südlich von Wien. Und hier in Kirchberg gibt es auch ein paar interessante Boulder. Damit ich mein Niveau halten oder verbessern kann, baue ich während der Arbeit öfter mal kurze Trainingseinheiten mit ein. Material dafür hängt in meiner Werkstatt eh genug herum. Und das Training funktioniert wirklich, denn wer trainiert wird besser oder kann zumindest den Status Quo konservieren.

Wann gibt’s den ersten Antido im Bergfreunde-Look? ;)

Gute Idee, darüber sollten wir mal in der Bergfreunde Homebase schnattern. Vor Weihnachten wird sich das aber sicher nicht ausgehen.

Und das werden wir sicher tun. Wir danken Dir für Deine Worte und wünschen Dir alles Gute für die Zukunft. 

Wenn ihr es jetzt kaum noch abwarten könnt, euren Trainingsraum mit den schicken Geräten von antworks auszustatten, dann schaut doch mal im Shop vorbei. Im antworks-Markenshop gibt es Boards, Pegs und Klimmzugstangen!

expedition

Packliste Expedition

11. November 2016
Ausrüstung, Packlisten

Da das Wort Expedition eine ganze Reihe möglicher Aktivitäten umfasst, von der Skidurchquerung Grönlands, über eine Motorradtour quer durch die Sahara bis hin zum Survival-Trip im Amazonasgebiet, wollen wir erstmal kurz definieren, worum es uns hier gehen soll.

Die folgende Packliste soll eine Übersicht geben über die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, die für eine mehrwöchige hochalpine Expedition nötig sind. Angefangen von den Basics, über die Ausrüstung für das Basislager bis hin zur eigentlichen Kletterausrüstung sollte die Liste einen guten Überblick über das Nötigste bieten. Weitere wichtige Hinweise folgen im Anschluss an die Packliste.

Anmerkung: Die Ausrüstung, die mit auf den Berg geht, ist kursiv gehalten.

Im Vorfeld solltest du checken:









Ausrüstungs-Basics:




















Basislager & Hochlager:












Kochausrüstung & Lebensmittel

















Expeditionskleidung















Kletterausrüstung














Zusätzliche Hinweise zur Packliste für Expeditionen

Wie oben im Text bereits angemerkt, ist es schwer, eine allgemeingültige Packliste für Expeditionen zusammenzustellen, weil der Begriff an sich ein sehr weites Feld abdeckt. Selbst wenn man, wie hier geschehen, den Fokus auf außereuropäische, hochalpine Bergexpeditionen setzt, gibt es noch zahlreiche Varianten.

Es ist eine völlig andere Hausnummer, ob man sich einer kommerziellen, geführten Expedition anschließt oder alles selbst organisiert. Eine Expedition mit Trägern, Fixseilen und mehreren festen Zwischenlagern bedarf einer ganz anderen Planung (und ganz anderer Ausrüstung) als eine Besteigung im Westalpen-Stil (bei der man alles, was man braucht, im Rucksack mit sich führt). Nicht zuletzt machen der Charakter und die Höhe des Berges sowie die Schwierigkeit der Route einen erheblichen Unterschied aus.

Um es nicht unnötig zu komplizieren: die Packliste geht von einer geführten Expedition in einer Gipfelhöhe aus, in der noch kein künstlicher Sauerstoff (und die entsprechende Ausrüstung) benötigt wird.

Leistungsumfang im Vorfeld in Erfahrung bringen

Der Reiseveranstalter wird im Vorfeld sehr genau beschreiben, was zum Leistungsumfang der Expedition gehört und was nicht. Falls es hier Unklarheiten gibt, diese unbedingt rechtzeitig abklären und ggfs. erforderliche Ausrüstung kaufen und noch zu Hause ausprobieren (ein Gletscher ist der falsche Ort um zu lernen, wie man Steigeisen anzieht). Wichtig sind hier die Punkte Versorgung mit Lebensmitteln, Brennstoff und Unterkünfte. Es macht einen großen (auch finanziellen) Unterschied, ob man sich mehrere Höhenzelte selbst kaufen muss, oder auf gestelltes Material zurückgreifen kann. Gleiches gilt auch für die Kletterausrüstung, insbesondere Seile. Fixseile, insofern benötig, werden vermutlich von den Guides gestellt und auch verlegt, bei Kletterseilen kann das anders aussehen.

Je besser man im Vorfeld Bescheid weiß, desto weniger unnötige Eigenausrüstung fliegt man im Zweifelsfall um die halbe Welt. Andererseits sollte man bei bestimmten Dingen auch keine Kompromisse eingehen und zum Beispiel bei der Besteigung nur Lebensmittel nutzen, von denen man weiß, dass man sie auch verträgt. Hier muss man mit gesundem Menschenverstand abwägen, wo man Prioritäten setzen sollte.

Wichtige Abschlussbemerkung

Wie schon mehrfach erwähnt, ist jede Expedition verschieden, also kann es nie eine perfekte Packliste geben, die generell stimmt. Die hier angegebenen Ausrüstungsgegenstände können nur ein Vorschlag sein, der individuell (am besten in Absprache mit den Bergführern) erweitert oder zusammengestrichen werden muss.

Außerdem gilt es eine gesunde Balance zu finden zwischen „alles dabei“ vs. „schnell und leicht unterwegs“ und zwischen „leicht“ vs. „robust“. Viel Spaß beim Packen für die Expedition und natürlich beim Bergsteigen!

eisklettern

Packliste Eisklettern

10. November 2016
Ausrüstung, Packlisten

Eisklettern wird von Jahr zu Jahr beliebter. Und das, obwohl die Hürde bei dieser Kletterdisziplin eher hoch ist: der Zeitraum kurz, nur an wenigen Orten möglich, und man muss einiges wissen über Eis, Wetter und Sicherung im Eis. Und dann braucht es auch noch die Technik und die Kraft, sich mit Steigeisen und Eisgeräten an der Wand zu halten.

Die folgende Liste dient in diesem Sinne als Grundausstattung, die ein jeder individuell an die Charakteristika der Route anpassen kann:

Bekleidung









Ausrüstung













Das sollte auch immer dabei sein













Je nach Bedarf





Eisklettern sollte nur, wer auch weiß, was er tut und wo er sich bewegt. Fürs sicheres Eisklettern reicht das Wissen über Sportklettern nicht aus.

Beim Eisklettern ist es meist ziemlich frisch. Zumindest der Sichernde bekommt schnell kalte Füße, dem Kletterer hingegen wird schon nach wenigen Metern ziemlich warm. Man sollte sich bei der Auswahl der Kleidung auf die zum Teil deutlichen Minusgrade einstellen und die Tatsache, dass man sich an gefrorenem Wasser bewegt, welches gerne schmilzt, wenn es mit dem Körper in Kontakt kommt. Wasserdichte Hosen und Jacken sind zu empfehlen.

Auch bedenken sollte man, dass man mit spitzen und scharfen Gegenständen hantiert wird. Steigeisen und Eisgeräte sind so gemacht, dass sie sich leicht ins Eis fressen und dort halten. Bei der Auswahl der Kleidung sollte man daher robuste Materialien aussuchen oder sensiblere Schichten (Daunenjacke) unter eine robuste Schicht (Hardshelljacke) packen.

mountainbike_transalp

Packliste MTB Transalp

7. November 2016
Ausrüstung, Packlisten

Einmal eine Transalp zu unternehmen steht auf der To-do-Liste vieler ambitionierter Mountainbiker. Neben guter Trainingsvorbereitung und akkurater Planung der einzelnen
Etappen ist die richtige Ausrüstung ausschlaggebend für das Gelingen einer Alpenüberquerung.

Hier findest du eine Packliste für deine anstehende Transalp.

Bekleidung










Ausrüstung unterwegs











Werkzeug & MTB-Kleinteile







Für die Hütte













Am Körper trägst Du Deine MTB-Schuhe und Socken, eine gepolsterte Radhose und ggf. eine Baggy-Shorts, ein Funktionsunterhemd und ein Trikot. An den Händen sorgen MTB-Handschuhe für guten Grip an den Lenkergriffen und der Helm für Sicherheit und Sonnenschutz zugleich. Eine passende Outdoor-Brille schützt die Augen vor der Sonne und vor Schmutz.

Damit du all die empfohlenen Sachen in deinem Rucksack auch Platz hast, empfehlen wir dir Rucksäcke ab 25 l. Es gibt spezielle Ausführungen für Mehrtagestouren. Achte darauf, dass die Rucksäcke über einen Regenschutz verfügen.

Tipp: Packe deine Wechselklamotten in Plastiksäckchen! So bleiben sie garantiert trocken.

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Welche Ausrüstung brauche ich für meine erste Skitour?

2. November 2016
Ausrüstung

Jedes Jahr freue ich mich bereits im Hochsommer auf die anstehende Skitourensaison. Das liegt vor allem daran, dass ich es einfach mag auf hohe Berge zu steigen und dann elegant mit den Skiern abzufahren. Hinzu kommt noch, dass sich über die Jahre hinweg bei mir eine gewisse Routine etabliert hat. Typische Anfängerfehler sind überwunden und das genau ist einer der Gründe, warum ich diese Sportart so sehr mag.
„Schön!“, wird jetzt da der eine oder andere sagen, „aber was bringt das mir persönlich?“. Ganz einfach, nur weil ich teilweise mit der falschen oder unpassenden Ausrüstung unterwegs war, muss das nicht zwangsläufig auch jeder Skitourenneuling machen. Schauen wir uns also einmal an, welche Ausrüstung für eine Skitour benötigt wird und wo dabei die Feinheiten liegen.

Aufstiegs- oder Abfahrtsorientiert – Wo liegt dein Fokus?

Um das weite Feld der Skitourenausrüstung ein wenig besser fassen zu können, lohnt es sich, zwei weit verbreitete Philosophien einmal näher anzuschauen. So lassen sich zwei Typen von Skitourengängern unterscheiden: die Aufstiegsorientierten und die Abfahrtsorientierten. Natürlich handelt es sich hierbei nur um Stereotype und es gibt sicherlich auch zahlreiche Personen, die sich irgendwo dazwischen einordnen. Nutzen wir aber einmal dieses vereinfachte Bild zur Verdeutlichung:

Der aufstiegsorientierte Skitourengeher

Vom athletischen Tourengänger, der den Berg förmlich hinaufrennt, bis zum Bergfex, dem sprichwörtlich kein Weg zu weit und keine Nordflanke zu steil ist, sind hier die unterschiedlichsten Bergphilosophien vertreten. Eines eint sie jedoch: Der Weg ist das Ziel! Also in diesem Fall der Aufstieg. Dieser kann eigentlich gar nicht lang oder anspruchsvoll genug sein. Die Abfahrt ist dabei eher zweitrangig. Ob diese durch Tiefschnee oder Bruchharsch geht, spielt nur selten eine Rolle. Beim Thema Material achtet er vor allem auf das Gewicht. Skier, Schuhe und Co. müssen so leicht wie möglich sein. Da die Abfahrt nur als Nebenprodukt des Aufstiegs betrachtet wird und der Fahrspaß zweitrangig ist, kommen hier zumeist kürzere, schmalere und leichtere Skier zum Einsatz. Auch in Sachen Schuhe wird in erster Linie Wert auf ein ermüdungsfreies Gehen gelegt. Hie kommen nicht selten vergleichsweise weiche und flexible Skitourenschuhe zum Einsatz. Auch bei der Tourenskibindung und den Fellen stehen ein geringes Gewicht und ein möglichst angenehmes Gehen im Vordergrund.

Der abfahrtsorientierte Skitourengeher

„No friends on powder days!“, ist das Lebensmotto des Abfahrtsorientierten Tourengängers. Er ist immer auf der Suche nach dem idealen Spot, der genialen Tiefschneeabfahrt oder dem herausfordersten Couloir. Man kann den abfahrtsorientierten Tourengeher nicht unbedingt als lauffaul bezeichnen. Wenn sich aber durch eine geschickte Tourenplanung die Länge der Abfahrt im Vergleich zur Aufstiegslänge steigern lässt, nimmt er das gerne mit. Für den abfahrtsorientierten Skitourengänger ist es in erster Linie wichtig, dass es den Berg runter möglichst gut läuft. Ein Ski, der im Tiefschnee oder Firn förmlich absäuft, wird hier nicht nur als unangenehm empfunden, sondern stellt den Sinn des ganzen Tages infrage. Ähnlich wie beim Freeriden kommen hier daher vergleichsweise breite und lange Skier zum Einsatz. Da der Aufstieg eher ein notwendiges Übel als zusätzlicher Bergspaß ist, sind Schuhe, Bindung und Skier stark auf Robustheit und Fahrperformance getrimmt. Ein geringes Gewicht ist dabei eher zweitrangig.

Gerade für Einsteiger ist es oft schwierig, die passende Ausrüstung zu finden. Daher empfiehlt es sich, schon vor dem Kauf von Ausrüstungsgegenständen darüber nachzudenken, worauf der persönliche Fokus liegt. Auch ist es wichtig, das Fahrkönnen und die allgemeine Fitness in die Betrachtung einfließen zu lassen. Wer sich beispielsweise mit Spitzkehren am Steilhang schwertut, sollte eher zu kürzeren Skiern greifen. Wer aber ein hohes Körpergewicht mit sich bringt, ist sicherlich mit etwas breiteren und längeren Skiern besser bedient.

Lawinenausrüstung – Lebensretter im Notfall

Eine gute Lawinenausrüstung ist bei jeder Skitour ein Muss. Bestehend aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, sorgt sie im Ernstfall dafür, dass eine schnelle Kameradenrettung erfolgen kann. Wo hier die Unterschiede liegen und was beim Kauf beachtet werden sollte, haben wir in einem gesonderten Artikel einmal näher beleuchtet. Trotzdem möchte ich euch hier einmal die wichtigsten Infos zusammenfassen.

  • LVS-Gerät. Ein gutes LVS-Gerät kann Leben retten. Dabei ist es aber nicht nur wichtig, dass das Gerät über eine möglichst neue Technik verfügt, sondern dass man auch damit umgehen kann. Für Personen, die technisch nicht sonderlich versiert sind, ist im Zweifelsfall ein Gerät mit wenigen bis keinen Zusatzfunktionen besser zu verstehen, als ein ausgesprochenes Profigerät. Welches hier das beste Gerät ist, hängt also stark von persönlichen Faktoren ab. Wer nach einem Lawinenabgang erst einmal in der Bedienungsanleitung nachlesen muss, hat eigentlich schon verloren. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Gerät zu wählen, das man schon fast intuitiv bedienen kann. Auch muss der Umgang mit dem LVS-Gerät regelmäßig geübt werden.

  • Lawinenschaufel. Für Schaufeln lässt sich verallgemeinernd sagen, dass mit einem längeren Stiel der Wirkungsgrad steigt und mit einem größeren Schaufelblatt selbstverständlich auch mehr Schnee bewegt werden kann. Auch ist ein Trittrand am Schaufelblatt gerade bei hartem Schnee sehr hilfreich. Dennoch sollte man nicht einfach die größte und längste Schaufel kaufen, die sich auf die Schnelle finden lässt. Denn eine größere Schaufel ist immer auch schwerer als eine Kleinere. Außerdem sind hier kleinere Personen deutlich im Nachteil. Wer mit einer zu langen Schaufel gräbt, ermüdet deutlich schneller. Auch kann es sein, dass die einzelnen Segmente des Schaufelstiels zu lang für eher kleinere Rucksäcke sind.
  • Lawinensonde. Im Bereich der Sonden gibt es deutliche Gewichtsunterschiede. Dies liegt zumeist am Material sowie der Bauart. Neben einer ausreichenden Länge (mindestens 2,40 m) und einer guten Verwindungssteifigkeit, ist es auch wichtig, dass die Sonde in den Rucksack passt. Gerade bei Sonden variiert die Länge der einzelnen Segmente je nach Modell stark. Wer selbst eine kurze Rückenlänge hat und somit einen eher kleinen bzw. niedrigen Rucksack besitzt, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Segmente möglichst kurz sind.

Skitourenrucksack – worauf kommt es an?

Neben den herkömmlichen Skirucksäcken hat sich in den letzten Jahren im Bereich der Lawinenrucksäcke so einiges am Markt getan. Zahlreiche Hersteller bieten die unterschiedlichsten Systeme mit den verschiedensten Funktionsweisen an. Wiebke hat in ihrem Artikel zum Thema Lawinenrucksäcke die wichtigsten Entwicklungen am Markt einmal zusammengefasst und näher erläutert.
Wir wollen uns daher hier nur auf den Rucksack in seiner Funktion als Gepäckstück beschränken. Zunächst einmal ist es wichtig, dass der Rucksack passt. Er muss gut sitzen und darf auch bei längerem Tragen nicht drücken. Darüber hinaus müssen alle Ausrüstungsgegenstände in den Rucksack passen. Es ist also wichtig, dass der Rucksack weder ein viel zu großes, noch ein deutlich zu kleines Volumen hat. Ein paar Features können dabei das Leben auf der Tour wesentlich erleichtern:

  • Fach für Notfallausrüstung. Hierbei handelt es sich um ein Fach, in dem Schaufel und Sonde untergebracht werden können. Je nach Rucksack ist hier auch zusätzlich Platz für Erste-Hilfe-Beutel und Biwaksack. Hierdurch ist im Notfall die entsprechende Ausrüstung schnell griffbereit und muss nicht lange im Rucksack gesucht werden.
  • Kompatibilität mit Trinksystemen. Viele Skitourenrucksäcke bieten die Möglichkeit, ein Trinksystem zu integrieren. Besonders praktisch sind dabei Rucksäcke mit isolierten Fächern und einem isolierten Trinkschlauchkanal im Träger. Hierdurch bleiben heiße Getränke warm und kalte Getränke frieren nicht ein. Verfügt der Rucksack selbst nicht über eine entsprechende Isolation für den Schlauch, kann diese auch an den Trinkblasen nachgerüstet werden. Dies ist sehr zu empfehlen, da sonst mitunter schon nach kurzer Zeit Schlauch und Mundstück völlig vereist sind.
  • Ski- und Eispickelhalterung, Materialschlaufen. Wer auch auf Skitour hoch hinaus will und sich öfter in hochalpinem Gelände tummelt, hat nicht selten auch einen Eispickel im Gepäck. Auch kann es sein, dass der letzte Aufschwung zum Gipfel nur gehend oder kraxelnd zu erreichen ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Rucksack zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für Skier, Stöcke und Eispickel besitzt.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt…

Wer auf Skitour geht, sollte sich vorab ein paar Gedanken zu seiner Ausrüstung machen. Die Frage nach dem „Wofür“ ist hierbei entscheidend. Auch lohnt es sich, seine Bekleidung angemessen zu wählen. Wer hier zu viel mitnimmt, hat die ganze Tour mit unnötigem Ballast zu kämpfen. Gerade bei Touren mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten ist es wichtig, die Felle möglichst gut zu behandeln. Diese sollten bei Pausen nach Möglichkeit immer zum Trocknen aufgehängt werden. Auch gibt es Modelle, die weniger zum Durchnässen und somit zur Stollenbildung neigen.

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Packliste Bouldern am Fels

31. Oktober 2016
Ausrüstung, Packlisten

Bouldern – das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – erfreut sich als Alternative bzw. Ergänzung zum Sportklettern nicht nur im Winter großer Beliebtheit. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem klassischen Klettern ist, dass man zum Bouldern nahezu kaum kostenintensive Ausrüstung braucht. Ein paar bequeme Kletterschuhe, normale Sportsachen und ein kleiner Magnesiumbeutel mitsamt einer Handvoll des weißen Goldes reichen für den Anfang bereits vollkommen aus.

Wer jedoch länger dabei bleibt und sich die recht steile Lernkurve nach oben wurschtelt, wird schnell merken, dass das Kraxeln an künstlichen Griffen in der Halle längst nicht alles sein kann. Spätestens wenn der Frühling mit den ersten Sonnenstrahlen lockt, zieht es einen förmlich hinaus an den Fels. Dass hierzu ein bisschen mehr an Equipment nötig ist liegt auf der Hand. Schließlich sind weiche Matten draußen genauso Fehlanzeige, wie stickige Luft und aufgepumpte Fitnessstudio-Flüchtlinge.

Aus diesem Grund folgt hier in aller gebotenen Kompaktheit eine kurze Packliste zum Bouldern am Fels.

Boulderausrüstung & Bekleidung








Zusätzliche Ausrüstung (Optional)






In diesem Sinne heißt es nicht zu Unrecht: Vor dem Bouldern ist nach dem Bouldern. Ein solides Aufwärm- und leichtes Dehnprogramm vor dem ersten Einstieg macht also nicht nur aus sportphysiologischer Sicht Sinn, es reduziert auch deutlich das Verletzungsrisiko. Und wie wichtig eine aktive Nachbereitung zum Training der Antagonisten ist, wissen spätestens alldiejenigen mit muskulären Verkürzungen und dem klassischen „Kletterrücken“. Hier empfiehlt sich also zusätzlich das Lesen einschlägiger Literatur zum Thema „Gimme Kraft“, als auch „Yoga für Kletterer“ sowie sonstiger Lehr- und Trainingshandbücher.

Bergfreunde Gear Tipp! (c) bergfreunde.de

Gear-Tipp: Lowa – Camino GTX – Wanderschuhe

27. Oktober 2016
Gear-Tipp!

gt_blog_vorlageFür Wanderer beginnt jetzt die beste Jahrszeit. Nicht zu kalt, nicht zu warm und die Natur zeigt sich mit buntem Blätterwerk von ihrer besten Seite. Bergfreund Stephan treibt es ebenfalls regelmäßig hinaus und weiß deshalb was einen guten Wanderschuh ausmacht. Seine Wahl fällt auf den Camino GTX von Lowa. Was den Schuh so besonders macht, verrät er Euch in seinem Gear-Tipp!

Ich war auf der Suche nach einem Wanderschuh, der weder zu klobig noch schwer ist. Gleichzeitig sollte er eine steife Sohle haben, damit ich auch mal schweres Gepäck tragen oder eine einfache Bergtour/Klettersteige gehen könnte.

Vorteile

Wie man es von Lowa gewohnt ist, sind die Schuhe sehr bequem und passen wie angegossen. Dazu besitzt er eine zwei Zonen Schnürung, die mir persönlich besonders zusagt, da ich einen schmalen Fuß habe. Ich muss beim Bergabgehen nur kurz die Schnürung nach oben ziehen und laufe nicht Gefahr, dass sich der Rist dabei lockert.

Ebenso der Schaft des Schuhs – der ist wirklich gelungen, drückt nicht und ermöglicht einen leichten Einstieg. Außerdem ist dadurch ein gutes Abrollverhalten gegeben. So verleiht er dem Fuß einen guten Halt am Knöchel, was vor allem beim Bergabgehen ein Plus an Sicherheit gibt.

Auch die Vibram-Sohle des Camino GTX hat mich bisher nicht enttäuscht, sowohl im Fels/Geröll, als auch auf Waldboden finde ich guten Halt, selbst wenn der Untergrund feucht ist. Nur bei starkem Matsch ging etwas von der ansonsten soliden Griffigkeit verloren.

Verarbeitung; Qualität

Nach einen halben Jahr kann ich bisher nur positives über die Verarbeitung berichten. Keine offenen Nähte, die Ösen verbiegen sich nicht und der Schuh ist weiterhin absolut wasserdicht. Das Leder ist zudem bisher noch sehr geschmeidig und sieht auch nach einigen bestandenen Touren noch aus wie neu. Die Qualität des Schuhes entspricht damit in Gänze meinen Erwartungen.

Einsatzgebiet

  • Wanderungen (von einfach bis schwer)
  • Leichte Bergtouren
  • Leichte Klettersteige

Für wen eignet er sich besonders

Top Schuhe für alle Allrounder, die es auf langen Touren gerne bequem mögen. Durch die tolle Schaftkonstruktion und der ausreichend steifen Sohle sind aber auch mehrtägige Berg- und Hüttentouren mit Gepäck überhaupt kein Problem.

 

 

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