Testbericht: Jan testet die Hoka Sky Kaha Wanderschuhe

12. Juni 2019

Kategorie

Sportart

„Ursprünglich wollten wir eigentlich nur die Zeiten bei Ausdauerläufen verbessern und einen Schuh entwickeln, mit dem man bergab schneller vorankommt“ („Der Laufschuh – wie neu erfunden!“, online unter: hokaoneone.eu/de). Doch Moment mal, wie passt diese Aussage zur Firmenphilosophie von Hoka One One mit einem Testbericht zu einem Wanderschuh zusammen?

Die Sohle ist – Hoka-typisch – ein echter Brummer!

Bergfreund Jan hat es für euch herausgefunden und seine Füße im wahrsten Sinne des Wortes ins kalte Wasser geworfen. Zum Testen gab es mit dem Sky Kaha einen hochmodernen Schuh im futuristischen Design, der Maßstäbe setzt in puncto Gewicht und Dämpfung.

Die technischen Details im Überblick

Bei dem Sky Kaha handelt es sich zunächst einmal um einen knöchelhohen Wanderschuh mit einem Obermaterial aus glattem Nubukleder sowie einer wasserdichten eVent-Membran. Sein auffälligstes Merkmal ist die supergedämpfte Zwischensohle aus besonders leichtem, reaktionsfähigem Material. Diese soll für ein butterweiches Geh- und Abrollverhalten sorgen.

Zusammen mit der Vibram Mega-Grip Laufsohle und multidirektionalen Stollen sorgt diese Kombination für optimalen Grip in anspruchsvollem und vielfältigem Gelände. Wie man sieht, haben sich die Produktentwickler hier ihre Gedanken gemacht und das Beste aus ihren Erfahrungen mit Lauf- und Trailschuhen in den Sky Kaha mit einfließen lassen.

Vibram sorgt für optimalen Halt!

Wie sich das ganze System nun in der Praxis bewährt, haben wir auf knapp 100 Kilometern Wegstrecke auf unterschiedlichstem Terrain, bei guter wie schlechter Witterung getestet.

Ein Schuss ins Blaue – der erste Eindruck

Zugegeben, ich habe zuvor nie einen (Lauf)schuh von Hoka One One an den Füßen gehabt. Bekannt sind sie jedoch vor allem unter Ultramarathon-Läufern. Und was in diesem anspruchsvollen Segment zu überzeugen weiß, kann für den Otto-Normal-Wanderer nicht so schlecht sein, oder?

Die ersten Kommentare, die ich mir jedenfalls zum Sky Kaha anhören durfte, bezogen sich natürlich auf sein Design. Die – salopp formuliert – richtig fette Zwischensohle zieht nicht nur die Blicke auf sich, sie tut auch genau das, was sie soll: Dämpfen! So bin ich den Schuh, ohne ihn Einzulaufen, gleich mal auf einer Tageswanderung non Stop durchgelaufen und kam mir ein bisschen vor, wie auf Wolke 7.

Geschmeidig und schön weich!

Nicht nur die Dämpfung ist überzeugend, auch sein Abrollverhalten fühlt sich überaus geschmeidig an. Ich hatte keine Probleme mit Ermüdung, Druckstellen oder dergleichen, sodass mein Erster Eindruck überaus positiv ausfällt (noch ein Hinweis dazu: bei EU-Straßenschuhgröße 42, trage ich den Sky Kaha in US 8,5 ).

Um dem Test nun etwas zusätzlichen Anspruch zu verleihen, bin ich ein paar Minuten lang durch einen kleinen Bachlauf gestapft. Das Wasser reichte dabei bis knapp unter die Anziehschlaufe, um zu prüfen, dass der Schuh auch wirklich dicht ist (vor allem im Bereich der Zunge). Und siehe da, die wasserdichte Membran macht ihrem Namen alle Ehre. Der Fuß bleibt schön trocken und das Obermaterial war kurz drauf ebenfalls wieder komplett luftgetrocknet.

Ein Leichtgewicht – auch, oder vor allem für längere Distanzen

Was dem Wanderschuh zu Gute kommt, und das fällt einem schon bei der ersten Anprobe auf, ist sein geringes Gewicht. Knappe 510 Gramm bringt der einzelne Schuh (je nach Größe) auf die Waage, was für einen knöchelhohen Vertreter seiner Zunft richtig wenig ist. Und das spürt man: Auf unserer zweiten Tour über 26 km und 750 Höhenmeter durchs wunderschöne Sauerland hatte ich keinerlei Ermüdungserscheinungen. Selbst abends am gemütlichen Kaminfeuer in der Jagdhütte eines Freundes kamen mir meine Füße nicht so vor, als wenn ich den halben Tag auf Achse gewesen wäre.

Eine eVent-Membran hält die Füße trocken.

Im Gegenteil, wenn ich Distanz und Gehzeit mit meinen üblichen Wanderschuhen namhafter Hersteller vergleiche, wage ich sogar zu behaupten, fühlen sich die Füße ein Stück weit frischer an. Das ist so ein ganz subjektives Gefühl. Auch wenn es sich keineswegs um eine übermäßig anspruchsvolle Wanderung handelt, so lassen sich doch kleine, aber feine Unterschiede feststellen. Bevor es an dieser Stelle jedoch allzu philosophisch wird, kurzum: Ich kann mir sehr gut vorstellen, den Sky Kaha auch auf längeren, mehrtägigen leichten Bergwanderungen zu tragen.

Fazit

Hoka One One hält mit dem Sky Kaha sein Versprechen: Ein enorm leichter, überaus bequemer Wanderschuh für eine Vielzahl von Einsatzbereichen – ganz egal, ob Hüttentour, Tageswanderungen im Mittelgbirge, oder mehrtägige Trekkingtouren. Angefangen bei seinem guten Grip (auch auf nassem Untergrund, Wiesen und Geröll), über die Stabilität im Knöchelbereich, bis hin zu seinem phänomenalem Dämpfungs- und Abrollverhalten. Über das Design mögen sich letztlich die Geister streiten, wer Wert auf überzeugende Funktionalität und unbedingten Komfort legt, ist mit dem Sky Kaha bestens bedient!

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