Im Bergfreunde-Test: Fahrradaccessoires von GripGrab!

9. Mai 2019

Kategorie

Sportart

Ne, watt is datt schön! Irgendwie riecht es da draußen verdammt stark nach Frühling. Zeit also, seine Liebsten zu packen und raus zu gehen. Mit „Liebste“ meinen wir selbstverständlich unsere Bikes. Was denn auch sonst? Wer im Frühling und Herbst aufs Rad steigt weiß allerdings auch, dass eine Ausfahrt wohl vorbereitet sein will: Was sagen die Temperaturen und vor allem der Verlauf ebendieser. Ist die Sonne da oder eher nicht und warum zur Hölle muss ich alleine eine halbe Stunde Zeit zum Anziehen einplanen?

Nun, die letzte Frage lässt sich leicht beantworten: Stark schwankende Temperaturen erfordern nun einmal eine große Bandbreite an verschiedenen Bekleidungsstücken. Zumindest, wenn man nicht komplett verfroren oder stark verschwitzt fahren will. Die besten Freunde des Übergangszeitfahrradfahrers heißen demnach: Beinlinge, Armlinge, Handschuhe, Überschuhe und Unterhemd. Jetzt haben die meisten Radbekleidungsmarken all diese Dinge im Angebot, allerdings würde wohl niemand auf die Idee kommen, allein mit diesem vermeintlich unscheinbaren Zubehör Geld zu verdienen, oder? Nun, nicht ganz. Die Marke GripGrab hat sich ganz der Kategorie „Fahrradbekleidungszubehör“ verschrieben und hat es sich in dieser Nische so richtig schön gemütlich gemacht.

Wir haben uns mal ein paar Teile von GripGrab angeschaut und getestet. Wir, das sind Gearhead Hannah, ihrerseits irgendwo zwischen Downhill und Rennrad zuhause, und meiner einer, der Social-Media-Heini Jörn, unterwegs auf Rennrad oder Cyclocrosser. Was ihr von GripGrab erwarten dürft und was nicht, wollen wir euch hier erzählen…

Warme Hände, warme Füße und ein Wampenwickel

Lediglich eine Naht gibt’s oben an der Schulter…

Jörn: In meinem Testpaket waren nebst Arm- und Beinlingen eine leuchtend gelbe Mütze, die Windster Radhandschuhe, die Arctic Waterproof Überschuhe sowie der Freedom Seamless Thermal Baselayer, den ich im Titel liebevoll als „Wampenwickel“ betitelt habe, enthalten. Und tatsächlich trifft es diese durchaus liebevolle Bezeichnung ziemlich gut. Das Teil sitzt wie eine zweite Haut! Und es ist wirklich fast komplett nahtfrei, lediglich zwei Nähte an den Schultern halten das Teil zusammen.

Ein wirklich tolles Konstrukt, wenn man denn endlich mal drin steckt. Durch den recht hohen Elasthan-Anteil von 12% ist es ordentlich stretchig und man braucht eine oder zwei Minuten, bis alles perfekt sitzt. Aber es lohnt sich. Es ist tendenziell eher warm und reichte mir im Winter unter meiner wasserdichten Radjacke vollkommen aus. In Verbindung mit einem Trikot habe ich es bis zu einer Temperatur von ca. 11 Grad gefahren, was ebenfalls super funktioniert hat. Morgens bzw. Abends empfehle ich noch eine leichte Radweste einzupacken, so kann man super variieren.

Das Gewebe hat unterschiedlichen Stärken und Webarten. So läuft das mit der Atmungsaktivität richtig gut!

Damit wir uns richtig verstehen: ich habe zuhause einige Langarm-Unterhemden, aber keines davon sitzt so gut wie das Gripgrab. Definitiver Kauftipp!

Die Windster Radhandschuhe sind ebenfalls bemerkenswert. Bemerkenswert warm, vor allem. Fast schon ein wenig zu warm für meinen Geschmack, aber ich habe auch gefühlt wärmere Finger als alle Menschen in meinem Bekanntenkreis. Dementsprechend setze ich sie meist auch nur bei klirrender Kälte ein. Ab 5 Grad aufwärts gibt es eine Handschuhkategorie leichter. Der breite Bund legt sich gut um das Handgelenk, die Handschuhe sind gut geschnitten und passen prima. Ich habe ein recht dickes Lenkerband, daher brauche ich das Gel-Pad am Handballen nicht unbedingt, aber schaden tut es auch nicht. Einen Punkt Abzug gibt es für die fehlende Touchscreen-Kompatibiltät. Nicht, dass ich dauernd auf mein Smartphone schauen muss, aber da inzwischen schon einige Radcomputer und Uhren mit Touch bedient werden können, wäre das definitiv eine sinnvolle Ergänzung.

Die Windster Radhandschuhe sind richtig schön warm!

Das dritte Highlight, das ich mir an den von Kuchen wohlgeformten Körper werfen durfte, sind die Arctic Waterproof Überschuhe. Wie der Name schon verrät, sind sie primär mal warm und wasserdicht, was ich ohne Vorbehalte bestätigen kann. Man darf allerdings nicht vergessen, dass Spritzwasser natürlich von unten eindringen kann – da hilft selbst der wasserdichteste Überschuh nix.

Das Anziehen geht relativ einfach von der Hand – richtige Größe vorausgesetzt. Bei Radschuhen habe ich eher Schuhgröße 45 und bin bei Überschuhgröße XL gelandet. Die Arctic Waterproof  haben keinen Reißverschluss. Man muss sie also vor dem Schuh anziehen und danach drüberstülpen. Befestigt werden sie mit einem breiten Kletterverschluss. Die Cleats sowie die hinteren Gummistopper bleiben frei. Im Zehenbereich gibt es eine leichte Verstärkung.

Die Mütze ist ziemlich gut geschnitten!

Und dann wollen wir uns noch zuletzt noch Arm-, Beinlinge und Mütze anschauen. Natürlich kann man zu diesen Kategorien jetzt keine allzu großen Romane schreiben. Armlinge und Beinlinge sitzen super und sind angenehm warm, durch eine angeraute Innenseite. Die Mütze sitzt gut unterm Helm, umschließt vor allem die Ohren sehr gut und dank ihrer neogelben Farbe und den reflektierenden Elementen wird man im Straßenverkehr besser gesehen. Reflektierende Prints finden sich übrigens auch an Arm- und Beinlingen!

Kalte Füße adé?

Hannah: Auch ich durfte einige Artikel der Marke GripGrab testen und ich kann schon mal verraten – mein größtes Problem an kalten Tagen wurde gelöst. Dazu gleich mehr…

In meinem Test Paket lagen neben einem Paar Handschuhen auch eine Mütze, Überschuhe sowie wasserdichte Socken. Laut GripGrab gehören all diese Sachen zum „Off Road/MTB“ Paket, ich würde aber sagen, dass sich die Teile egal auf welchem Bike super nutzen lassen.

Fangen wir ganz oben an, mit der Women’s Thermal Lightweight Skull Cap. Perfekt für unter den Helm, man spürt sie kaum und sie sitzt richtig gut, auch auf meinen sehr kleinen Kopf. Viele Hersteller haben ja mittlerweile Mützen im Sortiment, die eine Öffnung für den Zopf haben, Gripgrab aber legt noch eine Schippe drauf und hat sogar zwei Öffnungen, welche ich individuell nutzen kann, je nach dem, ob ich den Zopf eher höher oder tiefer trage. Für unter den Helm empfiehlt sich natürlich der tiefe Zopf. Zusammengefasst also: Daumen hoch für die Mütze!

Farblich nicht 100% ideal, aber die Funktion überzeugt!

Wir wandern weiter nach unten zu den Händen, die von den Racing Insidegrip Full Liner Gloves bedeckt werden. Ich kann euch ein Lied davon singen: die passenden Handschuhe für kleine Frauenhände zu finden ist kein Spaß. Und auch dieses Mal bin ich leider noch nicht ganz fündig geworden, die Handschuhe sind trotz sorgfältigem Nachmessen nämlich zu groß.

Ich hatte sie trotzdem ein Paar mal zum Biken an, sie sind super leicht und dünn, man spürt sie kaum. Das Griffgefühl passt absolut. Allerdings sind sie mir persönlich deutlich zu dünn für die kalte Jahreszeit (aber gut, ich bin auch eine Frostbeule). Ein weiterer Minuspunkt ist für mich die Farbe. Sie ist zwar sehr stylisch und sieht auf dem Renner sicher gut aus, aber grade Offroad ist Weiss nicht gerade die passende Farbe. Hier würde ich eher die schwarze Variante empfehlen.

Kommen wir nur zu meiner größten Baustelle. Die kalten Füße!

Hach Ja, ihr wisst es doch, Frauenfüße sind eben „schwierig“ und ich friere eigentlich immer – ganz typisch. Und wenn die Füße mal so richtig durchgefroren sind, ist für mich jeder Biketag gelaufen. Ich habe schon alles versucht und bin bisher mit Überschuhen auch immer einigermaßen zu recht gekommen.

Überschuhe nach Hannah’s Geschmack!

Daher war ich besonders gespannt auf die Racethermo x Waterproof Winter MTB/CX Überschuhe. Das erste große Problem ergibt sich aber direkt beim Anziehen… Auf meine Klickschuhe passen die Schuhe super – aber über meine FiveTen? Keine Chance! Die Überschuhe sind nur für Klickschuhe zu empfehlen, sonst sind sie viel zu schmal.

Wie Jörn schon beschrieben hat, muss  man erst in den Überschuh steigen und diesen dann über die eigentlichen Schuhe stülpen.  Da ich selten CX fahre und am MTB keine Klickpedale habe, nutz ich die Shoe Cover einfach fürs Rennrad. Da halten sie auch schön warm und trocken. Daumen hoch – mit kleinen Einschränkungen!

Kommen wir nun zu meinem persönlichen Highlight, ohne dass ich diesen Winter nicht überstanden hätte. Die Waterproof Merino Thermal Socks – der Name ist Programm. „Wasserdichte Socken? – da schwitz ich doch wie verrück!“ das denken wohl die Meisten. Aber Leute, ich kann euch sagen: es ist der Hammer.

Das Highlight im Test: die wasserdichten Socken mit Merino-Fütterung.

Zuerst habe ich zuhause mal ein Glas Wasser über die Socken geleert. Wie erwartet perlt die Flüssigkeit ab, die Füße bleiben trocken. Die Socken fühlen sich zuerst etwas ungewohnt an, sind ziemlich fest und dick. Die fast 50 % Merinowolle innen geben eine Extra Portion Wärme.

Einziges Manko: unter sehr enge Klickschuhe werden sie wohl nicht passen, daher im Zweifel den Winterschuh etwas größer wählen. Für meine Downhill Schuhe sind sie perfekt! Für alle, die Probleme mit kalten Füßen haben – das ist die Lösung. Wie sie sich auf Dauer machen, nach einigen Wäschen, dass wird sich noch zeigen, aber ich bin einfach nur begeistert!

Wir hoffen, es hat euch gefallen!?

… und wir konnten euch einen kleinen Einblick ins Sortiment von GripGrab geben. Hannah und ich sind bisher jedenfalls ziemlich happy mit unseren Sachen und genießen die wirklichen bunten Wetterbedingungen der Übergangszeit und die langsam erwachende Natur rundherum. Wie ist es bei euch? Habt ihr eigentlich auch schon Erfahrungen mit GripGrab-Produkten gemacht? Ja? Dann erzählt uns doch davon. Wir sind gespannt!

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