Ausrüstung

Salewa präsentiert Bergschuhe mit verstellbarer Sohlenhärte

23. Februar 2016

Kategorie

Sportart

Salewa bietet Sohlen mit FLEX System

Salewa bietet Sohlen mit FLEX System

Ein Schraubenzieher im Tourenrucksack? So ein Quatsch, wird man sich denken…wir wollen ja keine schwedischen Möbelbausätze zusammenschrauben. Und doch könnte es künftig Berggänger geben, die so etwas im Rucksack haben. Schuld daran ist Salewa.

Genauer die neueste Generation von Salewas Sohlensystem, welches in der Härte verstellbar ist. Seit gestern ist mit dem MS Pro Guide Bergstiefel der erste Schuh mit diesem System bei uns im Shop.

Verstellbare Sohlenhärte

Die Überlegungen von Salewa sind klar: während man z.B. im Zustieg in der Regel lieber einen weicheren Schuh bevorzugt, freut man sich auf dem ersten Eisfeld über eine „Brettchensohle“ für die Steigeisen. Das gleiche wenn man in den Klettersteig oder eine Kletterpassage einsteigt. Bislang musste man entweder ein zweites Paar Schuhe mitnehmen (ich kenne niemanden, der das getan hat) oder eben Kompromisse eingehen.

Zwischensohle mit Stellschraube

Zwischensohle mit Stellschraube

Salewas Lösung: eine flexible Bergsteigersohle, die mit einem Handgriff 100%ig steif wird. Das patentierte Design basiert auf einem Metallbügel im Inneren der Sohle. Diese in der Zwischensohle platzierte Stahlfeder kann über einen Drehmechanismus an- oder entspannt werden. Das Ergebnis: die lässt sich für das Gehen flexibler einstellen und beim Klettern und für Steigeisen komplett versteifen. Der Name des ganzen Sache: FLEX System.

Die verschiedenen Einstellungen der Sohle mit dem Salewa FLEX System

Die verschiedenen Einstellungen der Sohle mit dem Salewa FLEX System

Übrigens: wer den Werkzeugkoffer zu Hause lassen möchte, kann die Sohlenhärte mit ein wenig Fingerkraft auch mit einer Münze verstellen oder einfach auf sein Multitool bzw. Taschenmesser zurückgreifen.

Und noch eine Anmerkung: für die Bilder musste kein Schuh sterben – wir haben von Salewa ein Modell des Sohlenaufbaus erhalten. Dieses Modell hat auch noch eine andere Verstellschraube – bei finalen Schuh ist statt des gezeigten Inbus-Loches ein einfacher Schlitz für Schraubenzieher, Münze,….

Salewa MS Pro Guide

Salewa MS Pro Guide

Salewa MS Pro Guide

Zwei Schuhe hat Salewa bislang mit dem FLEX System ausgerüstet. Sowohl der MS Pro Gaiter (in den Varianten Insulated Fit und Performance Fit) als auch der MS Pro Guide sind Teil der Pro Line aus Salewas Bergschuh-Programm. Den MS Pro Guide halten wir bereits in Händen und bieten ihn auch im Shop an. Neben der innovativen Sohle mit dem Flex System, hat der Hersteller dem Schuh weitere Technologien und hochwertige Materialien gegönnt.

Bissige Virbram-Sohle

Bissige Virbram-Sohle

Also Obermaterial kommt 3mm starken Perwanger Wildleder zum Einsatz, welches durch einen hochgezogenen Gummirand vor spitzen Gerölltkanten geschützt wird. Die Fütterung ist aus GORE-TEX Insulated Comfort (Duratherm XL)  gefertigt. Die Außensohle kommt von Vibram und ist wie der Name „SALEWA PRO“ erkenne lässt eine Salewa-spezifische Sohle, die sich auf Hochtouren und Gletschern zu Hause fühlt. Im Zehenbereich der Sohle findet sich eine Climbing Zone, die auch auf kleinen Tritten noch Halt verspricht.

Salewa 3D System EVO

Salewa 3D System EVO

Eingesetzt werden außerdem die Technologien „3D System EVO“ sowie „3F System EVO“. Das 3D System erlaubt es die Schnürung durch mehrere Klemmösen in drei Bereiche zu teilen, die unterschiedlich fest angezogen werden können.

Ziel des 3F Systems ist es hingegen durch verschiedene Technologien und Designelemente die Flexibilität im Sprunggelenk, Halt im Seitenbereich sowie durch eine spezielles Design des Fersenbreichs die optimale Passform zu kombinieren. Dies soll helfen die Arbeit der Füße zu unterstützen und zu schützen ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Wer soviel Technologie in einen Schuh packen möchte, hat zum Schluss einen der gut ein Kilo wiegt. Mit einem Preis von 429,95€ ist er zudem der teuerste Schuh ohne integrierter Gamasche, den wir aktuell im Sortiment haben. Allerdings auch der einzige, der eine einstellbare Sohlenfestigkeit aufweisen kann.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gerhard sagte am 22. Mai 2012 um 06:45 Uhr

    Es heißt INbus, von innensechskant, nicht Imbus….

  2. Sebastian sagte am 22. Mai 2012 um 08:16 Uhr

    Ich habe es ausgebessert – vielen Dank für den Hinweis!

  3. Tom sagte am 22. Mai 2012 um 21:10 Uhr

    INBuS kommt von IN nensechskant B auer U nd S chaurte (Erfinder/Hersteller) Auch Schraubendreher nicht Zieher.
    Die gelbe gebogene Frucht zum essen heißt auch nicht Chiquita sondern Banane.

  4. Sebastian sagte am 30. Mai 2012 um 10:58 Uhr

    Ich habe es ausgebessert – vielen Dank für den Hinweis! ^seb

  5. cris sagte am 18. September 2012 um 12:40 Uhr

    die sohle ist nach 1 und einhalb monaten schon aufgebraucht, und noch dazu ist der schuh am fels sehr rutschig. schade denn er war viel versprechend.

  6. cris sagte am 18. September 2012 um 12:45 Uhr

    noch dazu ein riss in der sohle am fersenbereich. 400€ ei ei ei. mal schauen wie es mit der garantie aussieht, denn 6 wochen sollte fuer einen bergschuh dieser liga wirklich kein problem sein.

  7. Sebastian sagte am 18. September 2012 um 13:09 Uhr

    Hallo Cris,

    je nach Beanspruchung des Schuhs sind das ja keine erfreulichen Nachrichten, die Du über den Schuh weitergeben kannst. Für dieses Geld darf man mit Sicherheit gute Qualität erwarten…der Schuh sollte auf jeden Fall zu Salewa zurück!

    Hast Du bereits Kontakt mit unserem Kundenservice aufgenommen? Mein Namensvetter Sebastian wird Dir mit dieser Reklamation gerne weiterhelfen und die Abwicklung mit Salewa koordinieren.

    Bester Gruß,
    Sebastian

  8. cris sagte am 19. September 2012 um 12:37 Uhr

    danke fuer dein angebot. ich denke dass ich mit salewa kein problem haben werde. bin zur zeit in den bergen unterwegs aber werde naechste woche kontakt in bozen bei salewa aufnehmen. es ist halt ein neuer schuh und salewa wird sicherlich daran arbeiten um schwachzonen zu verbessern. und fuer das braucht man solche vorfaelle um es dann besser zu machen. das weiss jeder alpinist. oder sollte wissen. kein formel 1 wagen ist perfekt vom himmel gefallen.
    bis bald
    ciao

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