Zelt reparieren – so gehts

23. September 2015

Kategorie

Sportart

Pflegeanleitung Zelt reparieren

So reparieren Sie ein gebrochenes Zeltgestänge sowie Risse und Löcher

Ein lautes „Knack“ und es ist passiert – das Gestänge ist in der stürmischen Nacht plötzlich gebrochen. Solche oder auch andere Schäden können einem auf Tour ganz schön die Laune verhageln.

Das treue Zelt ist unterwegs doch mehr als ein Unterschlupf: es ist das Zuhause, das einen zuverlässig vor Wind und Wetter schützt.

Aber was kann eigentlich alles an einem Zelt kaputt gehen? Und wie repariere ich es am besten? Und vor allem, was kann man alles selbst reparieren?

 

 

Grundsätzlich sind Schäden an hochwertigen Zelt eher selten. Wenn man das Zelt der Tour entsprechend auswählt, ist man oft schon auf der sicheren Seite und kann Schäden von vorneherein gut vorbeugen. Wer allerdings mit einem Wurfzelt, dass eher für Festivals oder den Campingurlaub mit der Familie gedacht ist, ins stürmische Patagonien aufbricht, dem sollte von vorneherein klar sein, dass das nicht unbedingt gut gehen kann.

Reparatur von gebrochenem Zeltgestänge

Der häufigste Schaden an Zelten unterwegs tritt vermutlich durch ein gebrochenes Gestänge auf. Selbst hochwertige und sehr stabile Gestänge können manchmal brechen. Sei es aufgrund von zu starkem Wind oder durch Schäden, die einfach im Gebrauch oder durch Abnutzung entstanden sind. Wenn dann tatsächlich einmal ein Gestängesegment bricht, sollte man es umgehend reparieren. Die schnellste und einfachste Möglichkeit stellt dabei eine Reparaturhülse dar, die über die Bruchstelle geschoben und mit Klebeband fixiert wird. So ist der Bruch im Handumdrehen repariert und man kann dann bei nächster Gelegenheit oder daheim das defekte Segment austauschen. Eine Reparaturhülse ist bei den meisten Zelten im Lieferumfang enthalten und auch stabiles Klebeband gehört zur Standardausrüstung auf längeren Touren in jeden Rucksack.

Sollte tatsächlich ein Bruch des Gestänges auftreten, sollte man es möglichst schnell austauschen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Gestänge den Gestängekanal durchsticht und so noch weitaus größere Schäden verursacht.

Risse und Löcher reparieren

Ein Schaden, der eher seltener vorkommt, sind Risse oder Löcher im Stoff. Diese können zum Beispiel durch herabfallende Äste oder Unachtsamkeit entstehen. Und natürlich sollte man im Umgang mit Feuer im und um das Zelt herum generell Vorsicht walten lassen. Schnell entstehen durch Funkenflug oder Stichflammen kleine oder größere Löcher. Auch der komplette Verlust des Zeltes durch eine Stichflamme des Kochers oder auslaufenden Brennstoff ist schnell passiert – selbst erfahrenen Abenteurern ist auf ihren Expeditionen schon das Zelt in Flammen aufgegangen.

Wenn ein kleines Loch im Zelt ist, hilft oft schon ein Kleber wie Seam Grip oder Sil Net für silikonisiertes Gewebe, um die Stelle auszubessern. Bei größeren Löchern oder Rissen empfiehlt es sich unterwegs ebenfalls den entsprechenden Kleber und einen Flicken zu nutzen. Diese Flicken liegen dem Zelt oftmals direkt beim Kauf bei oder sind in den Packsack mit eingenäht, so dass man sie nicht verlieren kann. Ist der Packsack aus demselben Gewebe wie das Außenzelt, dann kann man zur Not auch diesen „opfern“ und zerschneiden, um einen großen und passenden Flicken zur Verfügung zu haben. Kleinere Flicken kann man aber auch separat erwerben.

Professionelle Reparatur

Nach der Tour empfiehlt es sich unbedingt, das Zelt beim Fachhändler begutachten zu lassen und es gegebenenfalls zur Reparatur beim Hersteller einzusenden. Es gibt darüber hinaus  Firmen, die sich auf die Reparatur von Outdoor-Ausrüstung spezialisiert haben und die Reparatur fachgerecht ausführen können.

Wenn Du noch Fragen bezüglich Zelte reparieren hast, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

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