Rennrad-Tagestour

Packliste Rennrad Tagestour

10. August 2016

Sportart

Das Faszinierende an Touren mit dem Rennrad sind die enormen Stecken, die man innerhalb eines Tages zurücklegen kann. Mit ausreichend Ausdauer kann man Distanzen zurücklegen, die man sonst nur mit Zug oder Auto erreicht. Um schnell zu sein, sollte man möglichst leicht unterwegs sein, darf aber nichts Wesentliches vergessen. Jede Tagestour mit dem Rennrad bringt eine Gratwanderung beim Zusammenstellen der Ausrüstung mit sich, bei der die folgende Liste als Hilfestellung dienen kann.

Radbekleidung

Option I: Gutes Wetter








Ergänzung zu Option I: Kühlere Temperaturen mit einzelnen Regenschauern





Option II: Durchgehendes Regenwetter









Verpflegung




Fahrradausrüstung










Sonstige Ausrüstung







Vorneweg ein wichtiger Punkt: DIE Packliste für Tagestouren gibt es nicht, da jede Tour einen anderen Charakter hat und auch die persönlichen Vorlieben jedes Radsportlers stark abweichen. Wer die obenstehende Liste durchgeht, sollte aber die grundlegendsten Dinge dabei haben. Am besten nach der Tour notieren, was funktioniert hat und was nicht, dann hat man für die nächste Tour gleich eine individuellere Vorlage zur Hand!

Je klarer man sich im Vorfeld darüber ist, was einen erwartet, desto besser kann man sich vorbereiten. Denn das Ziel beim Rennradfahren ist es ja nicht, einen großen Rucksack dabei zu haben, in den man einfach alles einpackt. Vielmehr ist es der Idealzustand, wirklich nur das dabei zu haben, was man unbedingt braucht. Die Entscheidung für oder gegen Rucksack ist daher eine der ersten, die man treffen sollte. Wenn es nicht unumgänglich ist, entscheidet man sich als echter Rennradfahrer klar gegen den Rucksack bei Tagestouren. Der folgende Fragekatalog kann bei der Entscheidung helfen.

Man sollte im Vorfeld (spätestens am Tag vor der Abfahrt) kurz im Kopf die geplante Tour durchgehen. Welches Wetter wird voraussichtlich zu erwarten sein? Hitzeschlacht, Aprilwetter oder Dauerregen? Fährt man in den Alpen und muss kalten Wind auf Passhöhen und lange Abfahrten einplanen?

Wann möchte man losfahren, wann wird man ankommen, braucht man voraussichtlich ein Licht? In den Alpen sollte man wegen der Tunneldurchfahrten grundsätzlich Beleuchtung am Rad montiert haben, sonst wird es schnell lebensgefährlich.

Kennt man die Stecke in- und auswendig, will man primär auf Landstraßen mit guter Beschilderung unterwegs sein, oder muss man durch eine unbekannte Großstadt? Welche Orientierungsmittel braucht man, um ohne langes Suchen den richtigen Weg zu finden? Hier kann man schnell am falschen Ende sparen. Smartphones oder Radcomputer mit Navi-Funktion können sperriges Kartenmaterial gut ersetzen.

Sehr wichtig ist es, sich im Vorfeld Gedanken über die Verpflegung zu machen. Wer über lange Strecken keine Tankstellen, Gasthäuser oder Supermärkte zu erwarten hat, sollte sich um ausreichend Essen und vor allem um Getränke kümmern. Im Zweifelsfall unterwegs bei jeder sich bietenden Möglichkeit Wasser nachtanken.

Man sollte sich auch ehrlich eine Antwort auf die Frage nach der eigenen Leidensbereitschaft geben. Natürlich kann man auch im strömenden Regen kurz-kurz fahren, aber will man das wirklich? Wieviel Komfort ist man bereit zu opfern, um leichter unterwegs zu sein?

Am Abend vor der Tour sollte man nochmals testen, ob auch wirklich alle Ausrüstung in die Trikottaschen passt und das geplante Setup funktioniert. Sonst heißt es wahlweise Ausrüstung nochmal durchgehen und aussortieren oder Rucksack packen! Wenn man das hinter sich gebracht hat, nochmal die Rennradreifen aufpumpen, Schaltung und Bremsen checken und Kette ölen. Es lohnt sich auch ein Blick auf den Zustand der Reifen – sind diese völlig abgefahren oder haben schon kleinere Schnitte, ist jetzt die letzte Möglichkeit zum Wechsel. Neue Reifen sind weniger pannenanfällig als solche, die schon hunderte von Trainingskilometern und scharfe Bremsmanöver hinter sich haben.

Viel Spaß bei der Tourenplanung, beim Packen, Vorbereiten und natürlich bei der Fahrt an sich!

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