Jakobsweg

Packliste Jakobsweg (Pilgern)

16. August 2016

Sportart

In den letzten Jahren hat er sich immer weiter vermehrt. Er legt Kilometer um Kilometer auf markierten Wegen zurück, übernachtet bevorzugt in Kirchen, Pfarrhäusern und anderen (Jugend-)Herbergen und hat meist ein ganz besonderes Stück Papier im Rucksack – den Pilgerpass. Völlig klar, die Rede ist hier vom Pilgerer. Ganz egal, was nun die individuellen Beweggründe für solch eine Pilgerwanderung sein mögen, zieht es mehr und mehr Wanderer auf die Jakobswege, die Europa wie ein Spinnennetz durchziehen. Man braucht wegen der Markierungen kaum Kenntnisse in Navigation oder Orientierung, muss kein Outdoor-Gearjunkie sein und auch nicht fit wie ein Marathonläufer – das war Hape Kerkeling schließlich auch nicht.

Fernwandern auf einem Pilgerweg ist ein „Abenteuer light“, bei dem man weder auf schöne Naturerlebnisse noch auf Komfort, etwas Gesellschaft, richtige Verpflegung oder ein (mehr oder weniger gemütliches) Bett verzichten muss. Auch wenn man tagsüber vielleicht in der Einsamkeit unterwegs ist, ein Pilgerweg ist im Grunde immer so eingerichtet, dass spätestens am Ende des Wandertages eine schützende Herberge auf den Wanderer wartet.

Egal ob der Klassiker „Camino Frances“, der Olavsweg in Norwegen oder die Via Regia – die wichtigsten Dinge auf einem Pilgerpfad sind, wie auf jeder längeren Wanderung nahe der Zivilisation auch: möglichst leichtes Gepäck, Wetterschutz und genügend Groschen in der Tasche für die Unterkünfte und Verpflegung.

Viele weitere Vorschläge für das Pilger-Gepäck findet Ihr in unserer Packliste zum Ausdrucken und Abhaken:

Bekleidung

1. Schicht (Base-Layer):





2. Schicht (Isolation):

3. Schicht (Wetterschutz):







Verpflegung





Hygiene & Gesundheit








Ausrüstung









Für die Herberge



Wenn noch Platz im Rucksack ist…



Natürlich handelt es sich hier um eine schlichte Empfehlung für eine Wanderung auf einem Pilgerweg. Im Prinzip ähnelt die Ausrüstung der einer Hüttentour, mit dem Unterschied, dass man mitunter in wesentlich leichterem Terrain unterwegs ist. Der Pilgerer sollte sich vorher eingehend mit der Beschaffenheit der Wege informieren und seine Ausrüstung, vor allem das Schuhwerk, nach dem schwierigsten, anspruchsvollsten Teil der Wanderung ausrichten.

Da man zu keinem Zeitpunkt weit von einer Ortschaft entfernt sein wird, kann man sich durch Nachkauf von Proviant und Einkehren am Abend ein paar Kilo im Rucksack sparen. Die Wirte der Pilgerherbergen geben dazu sicher gern den einen oder anderen Tip. Außerdem kann man bestimmt nach heißem Wasser für die Thermosflasche fragen.

Aufgrund der leichten Zugänglichkeit von Verpflegung und Schlafmöglichkeiten reicht ein 40-Liter-Rucksack zum Pilgern völlig aus. Wer in der Übergangszeit unterwegs ist, braucht eventuell etwas mehr Stauraum für die Isolationsbekleidung. Immer jedoch gilt: je leichter man unterwegs ist, desto mehr kann man Landschaft und Natur genießen und desto unbeschwerter sind die eh schon strapazierten Füße.

Auch die Flüssigkeitsversorgung ist auf Wanderungen nahe der Zivilisation meist gut gesichert. Wer leicht unterwegs ist, wählt Faltflaschen, die nur so viel Platz wegnehmen, wie sich Wasser in ihr befindet. Ein Trinksystem ist immer praktisch zum problemlosen Trinken mit Rucksack auf dem Rücken. Gelegenheit zum Nachfüllen gibt es in Gasthäusern, an öffentlichen Wasserbrunnen oder auf Friedhöfen. Seen und Bäche sind als Trinkwasserquelle nur solange geeignet, wie sie nicht als Teil einer Kulturlandschaft vorkommen. Dann sollte man mit Tabletten, Filtern oder ähnlichem entkeimen.

Fazit: Das Gepäck für einen Pilgerweg, wie beispielsweise die Jakobswege, ist eher einfach und leicht gehalten, da man nie in wirklicher „Wildnis“ unterwegs sein wird. Wer Flexibilität, Komfort und Bewegung gleichermaßen mag, der sollte sich überlegen, vielleicht einmal in den Genuss eines Jakobsweges zu kommen – egal ob einen Tag oder mehrere Wochen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Pilgern, und Abstempeln nicht vergessen!

 

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