Backpacking

Packliste Backpacking

19. August 2016

Sportart

Reisen mit Rucksack, ferne Länder entdecken und viele Abenteuer in möglichst hoher Konzentration erleben – das ist Backpacking! Und das kann viele verschiedene Gesichter haben. Das kann sein: von Stadt zu Stadt mit dem Zug reisen, eine Inselhopping-Tour, einen Campervan mieten und ab und zu einen Trail zu Fuß erkunden – oder alles zusammen und hintereinander. Egal ob in Südostasien, Neuseeland, Australien oder den USA – Backpacker wollen meistens preisgünstig reisen und in puncto Route flexibel und ungebunden sein.

Zum Backpacking gehört aber auch ein gewisses Maß an Komfort und die Nähe zur Zivilisation. Dies ist auch der Aspekt, den das Backpacking vom Trekking unterscheidet: Backpacker übernachten gern in geschlossenen Räumen, oder zumindest in festen Unterkünften, die sich als solche ausweisen. Zeltnächte in der freien Natur auf einer harten Isomatte sind nicht ganz ihr Ding. Egal ob Hostels, Air bnb, Couchsurfing oder als Luxus auch mal eine Pension oder günstiges Hotel – der Backpacker schätzt ein mehr oder weniger bequemes Bett, und wenn dann noch die Möglichkeit besteht, sich von Einheimischen die jeweilige Kultur näher bringen zu lassen – umso besser.

Dennoch sollte man sich auch hier Gedanken über die Ausrüstung machen, denn die Besorgung mancher Gegenstände kann in ausgewählten Ländern schon schwieriger werden. Andere Gegenstände, wie Moskitonetz oder Wasserfilter, machen das Leben in der Ferne einfach sicherer und angenehmer.

Hier unsere Packliste zum Ausdrucken und Abhaken:

Rucksack und Schlafen




Bekleidung nach dem Zwiebelprinzip:

1. Schicht (Unterwäsche):





2. Schicht (Isolation):

3. Schicht (Wetterschutz):









Verpflegung: Essen und Trinken






Hygiene







Sonstige Ausrüstungs-/Gebrauchsgegenstände













Wenn noch Platz im Rucksack ist…




Natürlich enthält diese Liste lediglich Vorschläge, wie die Ausrüstung beim Backpacking aussehen kann. Unverzichtbar ist ein großer Rucksack oder Koffer, in dem man für das am jeweiligen Ort vorherrschende Klima genügend Bekleidung und vieles mehr unterbringen kann. Wie auch bei vielen Outdooraktivitäten macht hier das Zwiebelprinzip Sinn, da man verschiedene Kleidungsstücke miteinander kombinieren kann.

Es gibt spezielle Reiserucksäcke, die sich beim Backpacking als überaus praktisch erweisen. Sie verfügen sowohl über ein Rollensystem als auch über (verstaubare) Schultergurte, sodass man je nach Situation den richtigen „Transportweg“ auswählen kann. Sie bestehen aus einem sehr robusten Material und sind idealerweise mit einem abnehmbaren Daypack ausgestattet, den man für den Stadtbummel, ein kurzes Sightseeing oder eine leichte Wanderung schultern kann, während der große Rucksack in der Unterkunft oder im Auto bleibt. Wenn man lieber mit Trekkingrucksack oder Reisetasche unterwegs ist, sind kleine, faltbare Ultraleicht-Rucksäcke aus dünnem Material für diesen Zweck ebenfalls perfekt. Der gute alte Stoffbeutel tut es meist aber auch.

In Regionen, die mückenreich sind oder in denen man gar Gefahr läuft, an Malaria oder ähnlichem zu erkranken, sollte man unbedingt ein Moskitonetz für die Nacht mitnehmen. Das schont nicht nur die Nerven, sondern ist auch sicherer. Für die Nacht empfiehlt sich ebenfalls ein Kunstfaserschlafsack, da dieser im Gegensatz zu Daune auch bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht seine Isolationsfähigkeit verliert.

Besonders in Ländern mit schlechtem Abwasser- und Klärsystem ist ein Wasserfilter oder ähnliche Ausrüstung zur Wasseraufbereitung unverzichtbar. Mangelnde Hygiene ist in vielen Ländern der Welt ein aufkeimendes Problem, daher sollte auch immer ein Durchfallmedikament ins Gepäck wandern.

Und zu guter Letzt: auch an die Sicherheit möchte gedacht sein. Kleine Vorhängeschlösser machen einen Rucksack nicht zu einer Trutzburg, können aber schon die Hemmungen eines Diebes steigern.

Wichtige Dokumente verwahrt man am Besten in einer Hüfttasche (evtl. auch mit RFID-Schutz), es gibt auch spezielle Arm- und Beintaschen, die man unter der Bekleidung trägt. Hat man sich früher für den von Omi aus der alten Jeans genähten Brustbeutel noch geschämt, weiß man heute auf Reisen sicher verwahrtes Bargeld und Reisedokumente auf jeden Fall zu schätzen.

Die richtige Ausrüstung ist jedenfalls eine hervorragende Voraussetzung, um das große Abenteuer in der weiten Welt so richtig auskosten zu können. Gute Reise und fröhliches Backpacken!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Vincent sagte am 19. August 2016 um 12:26 Uhr

    „aufkeimendes Problem“ *gacker*

  2. Jörn sagte am 19. August 2016 um 13:12 Uhr

    Ob der Wortwitz gewollt war… ;)

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