Bergfreunde

Neu im Kundenservice – Johannes, unser … ach lest einfach selbst

18. November 2012

Sportart

Johannes heißt unser Neuer

Johannes heißt unser Neuer

Unser Kundenservice wächst und wächst und so gibt es seit ein paar Wochen im Kundenservice (schon wieder) einen neuen Kollegen. Johannes heißt der Neue. Normalerweise würde ich ihn hier in der Einleitung kurz zusammenfassend beschreiben, doch irgendwie scheint jeder Versuch den Umfang zu sprengen. Am besten ich versuche es Stichpunktartig: Geograf, Heavy Metal Fan, Läufer, Orchideen, Bergsteiger, fleischfressende Pflanzen und …  ein Plüsch-Teufelchen. Aber ich schlage vor Ihr lest lieber selbst, was es damit alles so auf sich hat. Viel Spaß!

Hallo Johannes, erst mal herzlich willkommen bei den Bergfreunden. Jeder Neuzugang erhält von uns die Aufgabe sich mit drei kurzen Sätzen selbst vorzustellen. Leg los:

Ich bin eine harte Nuss mit einem weichen Kern und einer pechschwarzen Seele. Ich bin eher introvertiert, kann aber auch explodieren wie der Eyjafjallajökull (anm.d.Red.: isländischer Vulkan) Ich liebe meine Frau, die Natur, die Berge, Heavy Metal und die sportliche Herausforderung.

Und was hat es mit den Orchideen auf sich? Der Flurfunkt beschreibt Dich nämlich als Orchideen-Züchtenden Heavy-Metal-Fan.

Voller Körpereinsatz für die Flora

Voller Körpereinsatz für die Flora

Ja, ich weiß, das ist nicht wirklich Metal-like. Aber ich züchte auch fleischfressende Pflanzen, das ist doch schon wieder sehr authentisch, finde ich. Also, wenn ihr nicht lieb zu mir seid, freut sich meine Kannenpflanze sehr über abgeschnittene kleine Finger oder frische Augäpfel *grins*.

Allerdings ist das mit dem Orchideen züchten nicht ganz richtig. Ich habe zwar einige zu Hause auf der Fensterbank, aber meine eigentliche Leidenschaft gehört den heimischen Orchideen, die bei uns im schönen Südwestdeutschland wachsen. Ich habe inzwischen an die 25 verschiedene Arten auf unseren entdeckt. Und natürlich habe ich auch schon einige typische Orchideen der subalpinen und alpinen Höhenstufe in den Alpen gefunden. Allerdings gilt hier natürlich nur anschauen und knipsen, nicht anfassen oder gar pflücken. Hier kommt wohl der botanik-liebende Diplom-Geograf in mir durch.

Du wirst künftig unser Team im Kundenservice verstärken. Konntest Du Dich dort schon ein wenig einleben?

Konzentriert bei der Arbeit

Konzentriert bei der Arbeit

Ja, ich fühle mich hier pudelwohl. Mit Hannes habe ich bereits joggend von Wannweil aus den Rossberg erklommen. Olli führt mich in die kulinarischen Köstlichkeiten von K’furt und Kusterdingen ein und durfte auch schon meine zweifelhaften Kletterkünste bewundern. Ron und Reiner mussten auch schon mit mir laufen gehen; es blieb aber bei dem einen Mal. *grins*

Ich fühle mich bestens aufgenommen und bereue nicht, die Stelle angenommen zu haben. Das Weihnachtsgeschäft kann kommen!!!

Was hast Du eigentlich gemacht, bevor Du zu den Bergfreunden gekommen bist?

Nun, ich habe Geografie studiert – das Studium war absolut genial. Dadurch kam neben der Liebe zur Natur auch noch das Verständnis für die Natur. Ihr glaubt gar nicht, wie extrem vielfältig Südwestdeutschland ist. Nach dem Studium habe ich dann die knallharte Realität des Arbeitsmarktes zu spüren bekommenund habe total fachfremd in der Leiterplattenfertigung gearbeitet. Von dort bin ich dann mit einer viermonatigen Auszeit erfolgreich hier bei den Bergfreunden gelandet.

Wie ich gehört habe, bist Du auch gerne in der Natur und an echten Felsen unterwegs. Erzähl mal, was Du da alles so treibst.

Unverkennbar der Metal-Fan

Unverkennbar der Metal-Fan

Ich kann nirgendwo so gut entspannen wie in der Natur. Das kann sowohl eine einfache Tageswanderung im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb als auch eine anspruchsvolle Bergtour im Fels und Gletscher sein – völlig egal, Hauptsache draußen, wenig Menschen und viel Natur um mich herum. Beim täglichen Joggen kann ich bestens entspannen und mache noch was für meine Gesundheit.

Das Klettern am Fels ist auch sehr genial. Ich begnüge mich aber mit schönen Routen bis zum V. Grad. Mehr würde ich bei meiner Kletterintensität auch gar nicht schaffen.

Gab es eine Tour, von der Du sagen würdest, dass sie Dich besonders geprägt oder beeindruck hat? Wenn ja, warum? 

Bei der Hochtour auf der Silvretta

Bei der Hochtour auf der Silvretta

1. Meine erste Bergtour überhaupt. Damals war ich ein kleiner Steppke von acht Jahren und bin mit meinem Vater und seinem Kumpel den Heilbronner Weg gegangen.
2. Meine erste 3000er-Besteigung in den Dolomiten. Das war die Tofana di Rozes oberhalb von Cortina d’Ampezzo.
3. Mein erster 4000er. Das war der / die /das Weißmies in den Walliser Alpen. Wir sind über den Almageller Grat hoch und über den Triftgletscher abgestiegen. Und das bei wolkenlosem Himmel und einer Fernsicht bis weit nach Italien rein und einem Panorama mit unzähligen Walliser und Berner 4000er-Gipfeln.

Gibt es schon Pläne für den Urlaub im kommenden Jahr?

Konkret noch nicht. Auf der Ideenliste stehen Aletschgletscher mit Besteigung von Jungfrau und Überschreitungen von Aletschhorn und Mönch. Aber die Schweiz ist ja gerade so dermaßen teuer, so dass es uns vermutlich doch eher in ostalpine Hochtourengefilde verschlägt. Total Lust hätte ich auf das Hochgall-Gebiet.
Als kürzere Tour ist für das kommende Jahr eigentlich nur der Jubiläumsgrat an der Zugspitze vorgemerkt. Wenn ich das bis dahin hinbekomme erfolgt der Aufstieg im Zuge des Zugspitzlaufs. Da muss ich nur noch einen Blöden finden, der mir meinen Rucksack auf den Wettersteinkalkklotz hochträgt bzw. mit der Bahn hochfährt. Und dann gleich noch meine Physiotherapeutin, damit ich am nächsten Tag auch den Jubigrat durchstehe und nicht vor lauter Muskelkaterfrust die Bergwacht rufen muss.

Ich nehme auf alle meine Touren und Reisen mein schönes sehr altes Taschenmesser mit. Gibt es einen Ausrüstungsgegenstand, der bei Dir auf gar keinen Fall fehlen darf?

Ich habe mal von meiner Frau – damals noch Freundin – einen kleinen Plüschteufel geschenkt bekommen. Der ist sogar bei Hochtouren, bei denen ich selbst an Wechselunterbuchsen und Socken spare, mit im Rucksack.

Möchtest Du abschließend noch etwas sagen?

Ich möchte es mal halten wie Hannibal Lecter: „Okey-dokey. Here we go.”

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