Kaufberatung MTB-Reifen

MTB-Reifen: Immer der richtige Grip

14. September 2016

Kategorie

Sportart

Trocken, matschig, steinig, schneereich, voll mit Laub – die Trails dieser Welt kommen schon manchmal sehr unterschiedlich daher. Da ist es relativ schnell klar, dass die Wahl der passenden Mountainbike-Reifen kein triviales Thema ist. Das geht sogar so weit, dass sich Profis im Vorfeld eines Rennens die Reifen mit Schleife und Schere anpassen. Soweit wollen an dieser Stelle nicht gehen. Stattdessen geben wir euch einen Überblick darüber, welche Reifen für welche Situation geeignet sind und was es bei den einzelnen Modellen zu beachten gibt. Viel Spaß!

MTB-Reifen: Falt oder Schlauch?

Wie bei jeder anderen Raddisziplin stellt sich auch beim Mountainbiken zunächst die Frage, ob die Wahl auf Falt- oder Schlauchreifen fällt. Faltreifen haben den Vorteil, dass man sie nicht austauschen muss, wenn man einen Platten hat, denn sie sind nicht direkt mit dem Schlauch verbunden. Faltreifen sind eine Form der Drahtreifen, bei denen ein Bündel aus Aramidfäden eingearbeitet ist, das eine Wulst bildet, die sich in die Felge setzte. Dem gegenüber stehen Schlauchreifen. Bei dieser Bauart ist der Mantel direkt mit dem Schlauch verbunden. Der Reifen wird dann mit Reifenkitt oder Felgenklebeband auf die Felge geklebt. Der Vorteil: Sie sind leichter und haben einen geringeren Rollwiderstand. Die Reparaturen sind allerdings aufwendiger. Kleinere Löcher können mit Pannenmilch gedichtet werden, bei größeren Beschädigungen muss der Reifen aber komplett ersetzt werden.

Kaufberatung MTB-Reifen

Starkes Profil an der Schulter.

Griffige Schulter, leichtrollende Basis

Die Wahl des passenden Profils ist eine kleine Wissenschaft für sich. Ähnlich wie bei Schuhen gibt es auch bei MTB-Reifen große Unterschiede, die sich natürlich am zu befahrenden Untergrund festmachen lassen. Neben Allroundern, wie zum Beispiel dem Hans Dampf von Schwalbe, der ein sehr gleichmäßiges Stollenprofil aufweist, gibt es auch Spezialisten, wie den Rock Razor. Er hat feinere Stollen an der Lauffläche und gröbere Stollen an der Schulter, so dass er sich prima bei eher trockenen Bedingungen fährt und vor allem einen geringen Rollwiderstand mitbringt.

Gib Gummi

Der heilige Kral aller Reifenhersteller ist natürlich ihre Gummimischung. Die ist je nach Einsatzbereich ebenfalls unterschiedlich und hört auf so fulminante Namen wie Black-Chili oder TrailStar. Wie bei  allen anderen Reifen gilt auch hier: Je weicher der Gummi, desto griffiger ist er. Allerdings nutzt der Reifen sich dadurch auch schneller ab. Je härter die Gummimischung ist, umso weniger Rollwiderstand hat man, was allerdings zu Lasten des Grips geht. Auch ist ein Allrounder für den Hobbyfahrer die passende Lösung. Für Profis kann die richtige Wahl mitunter rennentscheidend sein.

Robust oder doch eher leicht?

Wer gerne technische Trails unter die Räder nimmt, der weiß um den Wert eines robusten Reifens. So haben z.B. Modelle wie der Trail King von Continental einen Rund-um-Pannenschutz, damit er besser vor Beschädigungen vor Steinen geschützt ist. Das geht natürlich zu Lasten des Gewichts und könnte daher für sportlichere Crosscountry- oder Marathon-Fahrer unattraktiv sein. Sie bevorzugen eher leichtere Reifen, die dafür etwas pannenanfälliger sind. Dazwischen gibt es aber auch Modelle die nur verstärkte Seiten oder eine verstärkte Lauffläche haben und so einen guten Kompromiss zwischen Schutz und geringem Gewicht bieten.

Last but not least: Der richtige Luftdruck

Kaufberatung MTB-Reifen

Der richtige Luftdruck ist entscheidend!

Jetzt wird es richtig kompliziert – denn die Wahl des passenden Luftdrucks im MTB-Reifen ist unter Mountainbikern immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Klar ist: Je weniger Druck im Reifen, desto besser der Grip. Allerdings muss man natürlich genau aufpassen, dass man nicht so wenig Luft hat, denn sonst wird die Felge durch Durchschläge malträtiert. Daher bewegen sich vor allem abfahrtsorientierte Biker eher am unteren Rand des empfohlenen Luftdrucks, während sportlichere Fahrer eher mehr Luft auf den Reifen geben, damit der Rollwiderstand verringert wird. Weitere Tipps zur richtigen Wahl des Luftdrucks beim Mountainbike gibt’s hier.

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