Bergfreunde

Wir gratulieren unserem Fritz

25. April 2017

Sportart

Fritz, hier in der Route NIN (VI WI6+/7- A2, 210m) bei Kandersteg. Foto: Michi Wohlleben

Fritz in der Route NIN (VI WI6+/7- A2, 210m) bei Kandersteg. Foto: Michi Wohlleben

Vor kurzem hat Fritz Miller aus dem Bergfreunde Pro-Team erfolgreich die staatliche Prüfung zum Berg- und Skiführer abgelegt.  Betrachtet man alleinig die Anforderungen an das persönliche Können für die Zulassung zur Bergführerausbildung kann einem schnell schwindelig werden. Nicht zuletzt Anlass unserem Fritz gestandene Bergfreunde – Gratulation auszusprechen!

Wer jetzt neugierig geworden ist, der erfährt hier mehr über die Bergführerausbildung und Zulassungsbestimmungen.

 

Vieles mitbringen und noch mehr investieren

Kaum jemand weiß, was eigentlich hinter der Ausbildung zum Bergführer steckt. Die Ausbildungskommission für Berg- und Skiführer prägt direkt in der Einleitung des Bewerbungsbogen den Begriff des „alpinen Zehnkämpfers“ – liest man weiter wird einem schnell klar, dass dieser Begriff durchaus seine Berechtigung hat. Denn gefordert sind überdurchschnittliche Leistungen in allen Disziplinen des Bergsports.

Sauwetter während der Ausbildung: Sebastian Brutscher und Fritz (oben) erklimmen den spektakulären „Table“ am Südwestsporn der Aiguilles du Tour, Mont-Blanc-Gebiet. Foto: Julian Beermann

Sauwetter während der Ausbildung: Sebastian Brutscher und Fritz (oben) erklimmen den spektakulären „Table“ am Südwestsporn der Aiguilles du Tour, Mont-Blanc-Gebiet. Foto: Julian Beermann

Dazu gehören das klettertechnische Können und Erfahrung in alpinen Touren im Schwierigkeitsgrad VI+. Natürlich auch bei geringer oder schlechter Absicherung und genauso für Eis- und kombinierte Touren. Hinzu kommt das beherrschen einer perfekten Skitechnik auf und abseits der Piste, sowie ein ausgeprägter Erfahrungsschatz bei hochalpinen Skitouren. Zu belegen sind die Fähigkeiten in einem ausführlichen Tourenbericht über die letzten 3 Jahre.

Hat man diese Hürde genommen erwarten einen insgesamt 11 Tage Eignungstests – 3 Tage davon Ski, 8 Tage im Fels und Eis. Im Anschluss erwarten einen mindesten 82 Tage Ausbildung, kombiniert mit mindesten 40 Tagen Praktikum. Insgesamt dauert die Ausbildung im besten Fall 3,5 Jahre, spätestens nach 6 Jahren muss die Meldung zur staatlichen Prüfung erfolgen. Wie lang Fritz brauchte ist fast klar: 3,5 Jahre.

Wir gratulieren Fritz zu dieser Leistung und freuen uns auf gemeinsame Touren!

 

Kommentare zu diesem Artikel
Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar