Seil Keil. Foto: Gore-Tex

Mit Seil und Keil auf Winnetous Spuren

13. Mai 2016

Sportart

Auf nach Paklenica

Auf nach Paklenica

Alle, die gerne die Sonne des Südens auf dem Buckel brennen spüren, fremde Länder bereisen, plaisirmäßig abgesicherte Mehrseillängen-Routen genießen, Bergwandern gehen, im warmen Meer plantschen, Trad-Climbing favorisieren, gut essen gehen, auf kleinen und familiären Campingplätzen Zelten, kurze Sportkletterrouten aneinanderreihen, romantische Sonnenuntergänge beobachten, Bouldern gehen und außerdem alle, die sich über die bescheuerte Überschrift wundern – alle Bergfreunde, Winnetou-Fans und Paklenica-Kletterer – jetzt weiterlesen.

 

Paklenica – wo ist das, wie kommt man da hin und was ist es überhaupt?

Ein erster Blick auf die Paklenica

Ein erster Blick auf die Paklenica

Die Paklenica ist ein Nationalpark, gelegen zirka 40 Kilometer nordöstlich der kroatischen Hafenstadt Zadar. Als würden die äußerst seltene Fauna, die beeindruckende Landschaft und das nahe gelegene Meer nicht reichen um den Besucher zu beeindrucken, trumpft der Nationalpark mit zwei grandiosen Schluchten auf, die sich tief in das Küstengebirge Velebit einschneiden. Die größere der beiden Schluchten ist die Velika Paklenica und beim ersten Mal, wo man die Schlucht mit eigenen Augen sieht, fällt es schwer nicht in spontanen Applaus auszubrechen. Hunderte Meter hoher steiler Kalkfels soweit das Auge reicht. Ein Mekka für Kletterer aller Disziplinen – davon aber später mehr.

Die Anreise erfolgt wahlweise über die adriatische Küstenstraße (wenn man gerne lange und kurvenreich Auto fährt) oder auf der im Landesinneren gelegenen Autobahn. Beeindruckende Landschaften bieten beide Strecken, die Maut für die Autobahn ist aber so gering, dass selbst die geizigsten Zeitgenossen sie sich noch leisten können. Schneller geht es so allemal.

Die beste Reisezeit ist im Frühjahr und Herbst, da es im Sommer an den Felsen unheimlich heiß werden kann. Auf alle Fälle sollte man sich aber erkundigen, ob die Bora (starker Fallwind) schon eingesetzt hat – diese bringt oft schlechtes Wetter und hohe Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h mit sich.

Wo komme ich unter?

Blick aufs Meer

Blick aufs Meer

Da im Nationalpark selbst das Campen bei Strafe verboten ist, muss man sich im nahe gelegenen (1 km) Starigrad Paklenica nach einem Campingplatz umsehen (Vorsicht: Starigrad heißt einfach nur Alte Stadt und davon ist Kroatien voll bis zum Eichstrich – blind ins Navi eingeben könnte also mit einem sensationellen Verhauer enden).

In Starigrad selbst gestaltet sich die Suche nach einem Campingplatz denkbar einfach, die Straße hin zum Nationalpark ist gesäumt von kleinen, sauberen und familiären Campingplätzen – im Endeffekt sind das private Gärten und Hinterhöfe geschäftstüchtiger Einheimischer, die während der Saison voller Zelte stehen. Diese Gärten können in der Hauptreisezeit aber auch gerne sehr voll sein, eine Reservierung ist dann sinnvoll (Mail-Adresse eines guten Campingplatzes bei Interesse gerne bei den Bergfreunden nachfragbar).

Direkt am Meer befinden sich zwei größere Campingplätze. Der kleinere von beiden wird von der Verwaltung des Nationalparks betrieben, der größere ist der ordentlichste, infrastrukturell best-ausgestattete und damit selbstredend auch teuerste Platz am Ort. Neben den Campingplätzen gibt es überall im Ort Zimmer von privater Hand zu mieten. Kurzum – je nach persönlicher Vorliebe und Dicke des Geldbeutels hat man die volle Auswahl.

Klettern! Klettern! Klettern!

Wie bereits erwähnt bietet der Paklenica Nationalpark eine Vielzahl an Klettermöglichkeiten für jeden Geschmack. Um sich eine Übersicht über die vielen Wände, Felsen und Blöcke zu verschaffen lohnt sich vor der Fahrt auf jeden Fall die Anschaffung des Paklenica Kletterführers von Boris Cujic. Grob kann man die Paklenica in vier Sektoren einteilen – den Eingang zur Schlucht, die Schlucht selbst (im kroatischen Klanki genannt), die hohen Nordwände des Anika Kuk und den etwas abgelegeneren Maniti Kuk.

Kalk soweit das Auge reicht

Kalk soweit das Auge reicht

Die gesamte Kletterei spielt sich in (überwiegend sehr festem) Kalkgestein ab, das überall dort, wo noch nicht Tausende von Kletterhänden den Felsen blank geschliffen haben, extrem scharf ist. In der Paklenica schafft man es spielend, ein niegelnagelneues Seil innerhalb einer Woche pelzig zu klettern. In Anbetracht der scharfen Kanten ist die Verwendung von Halb- oder Zwillingsseilen aus Sicherheitsgründen vermutlich nicht völlig abwegig.

Vor dem eigentlichen Eingang zur Schlucht gibt es mehrere Gratrücken, die sich aus dem Tal nach oben ziehen und die einige nette Mehrseillängentouren im Anfängerbereich bieten. Eine Absicherung sucht man hier aber größtenteils vergebens, es gilt eigene Zwischensicherungen zu suchen und Standplätze einzurichten. Für die ersten Versuche in dieser Disziplin auf jeden Fall eine gute Adresse, da das Gelände nicht wirklich steil ist. Jede Menge Schlingenmaterial in allen gängigen Längen und für die Platten einige Klemmkeile helfen hier weiter.

Viel Betrieb beim Klettern

Viel Betrieb beim Klettern

Im Sektor Klanci, dem engsten und vielleicht beeindruckendsten Teil der Schlucht spielt sich ein Großteil der Kletterei ab. Hier finden sich links und rechts eine Vielzahl von gut abgesicherten (Bohrhaken) Sportkletter-Routen von 10 – 30 Metern Länge, aber auch einige Mehrseillängen-Touren. Es überwiegen senkrechte Platten, die zum Teil auch schon sehr abgespeckt sind. Es ist noch nicht so schlimm wie im Sektor Massone in Arco oder am fränkischen Weissenstein, aber ein Anfang der Marmorierungsarbeit ist geleistet. Überhänge gibt es nur einige wenige – Maximalkraft orientierte Kletterer werden in der Paklenica generell wenig glücklich werden. Da der Nationalpark und die Schlucht ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Rentnergruppen sind (ein Grund dafür später noch) wird man außerdem im Sektor Klanki nie alleine sein. Es zieht sich ein 10 Meter breiter Wanderweg mitten durch die Schlucht auf dem Heerscharen von Touristen auf und ab strömen. Wer beim Klettern gerne im Fokus der Öffentlichkeit steht, wird sich hier wohlfühlen. Wer gerne für sich ist und seine Ruhe sucht, hat sich definitiv den falschen Sektor rausgesucht.

Nachdem sich die Schlucht einige hundert Meter weiter oben wieder in die Breite zieht, taucht rechterhand die gewaltige Nord- und Nordostwand des Anica Kuk auf. Hier schlägt das eigentliche Herz des Klettergebiets Paklenica. Hunderte Meter senkrechter Platten und Verschneidungen, der Fels von Wasserrillen durchzogen, der Kalk fest und rau – und viele der Routen hervorragend abgesichert. Ein wahres Paradies für jeden, der auf der Suche nach schweren Mehrseillängen-Touren ist. Wenn es einen guten Grund gibt, sich auf die weite Reise in die Paklenica zu machen – hier ist er!

Philip:

Philip: „Drei Seilängen – ein Haken…passt.“

Für alle echten Abenteuer-Kletterer bietet es sich an, den Weg das Tal hinauf fortzusetzen und dann nach links in Richtung der Manita Pec (Schauhöhle, kann gegen Gebühr besichtigt werden) aufzusteigen. An den Wänden des Maniti Kuk gibt es eine Handvoll Kletterrouten, die entweder nur mit Normalhaken, zum Teil aber auch gar nicht abgesichert sind. Trad-Climber und klassische Alpinisten finden hier die Möglichkeit, nach Herzenslust in aller Ruhe zu klettern. Allerdings verirrt sich kaum ein Kletterer hierhin. Um es noch genauer zu sagen – wohl gar keiner! Das Finden eines Wegs alleine wird schon zum Abenteuer, das Gestrüpp ist dicht, zwei Meter hoch und extrem stachelig, kratzig, hinterhältig. Wenn nicht ab und an eine alte Dose oder ein Stück Plastikmüll anzeigen würden, das hier schon mal Menschen waren – man würde nicht meinen auf dem Weg zu einem Klettergebiet zu sein.

Last but not least – Boulderer finden am Fuße des Anika Kuk jede Menge Möglichkeiten, ihre Pads auszubreiten und sich an Dutzenden von Blöcken aller Größe die Finger lang zu ziehen. Plattenschleicher und Überhänge sind gleichermaßen zu finden – sprich, Abwechslung ist garantiert! Im Kletterführer für die Paklenica sind einige der lohnendsten Probleme eingezeichnet, es entstehen aber ständig mehr, die einheimische Szene ist hier sehr aktiv und markiert die Boulderprobleme auch entsprechend.

Im Schatten die Boulderblöcke

Im Schatten die Boulderblöcke

Wenn man zwischen all dem Klettern und Bouldern auch mal Lust auf eine ausgedehnte Bergtour hat, bietet der Nationalpark auch einiges an Potential. Geht man die Paklenica Schlucht bis zu ihrem Ende, erreicht man den Fuß der höchsten Berge des Velebit. Hier bietet sich die Möglichkeit, Touren von Meereshöhe an bis auf 1700 Meter Höhe zu unternehmen.

Erwähnen sollte man an dieser Stelle noch, dass sich alle Klettermöglichkeiten innerhalb der Nationalpark-Grenzen befinden, man also auf die entsprechenden Naturschutz-Auflagen achten sollte um Ärger zu vermeiden. Außerdem bedeutet es, dass man für den Zugang zu den Klettersektoren die Eintrittsgebühr für den Nationalpark entrichten muss (ca. 2-3 Euro/Tag). Da von diesem Geld aber die guten Sanitäranlagen (Toiletten im Bereich Klanci), die Wege und die Sanierung der Routen gezahlt werden, ist der Preis absolut fair und gerechtfertigt. Parkplätze finden sich am Eingang zur Klanci. Wenn diese überfüllt sind, muss am Eingang des Parks geparkt werden und der Weg nach oben wird zu Fuß angetreten. Wer im Auto noch Platz für ein Fahrrad hat – damit wird vieles einfacher!

Paklenica – historischer Boden in mehrfacher Hinsicht

Kultur gibt's auch

Kultur gibt’s auch

Man sollte sich beim Besuch der Paklenica Schlucht jederzeit klarmachen, dass man sich in einem historisch bedeutsamen Gebiet befindet. Damit sind nicht die archäologischen Grabungen aus der Römerzeit, die Kirche aus der Romanik oder der venezianische Turm am Strand gemeint – auch nicht die Bunker, die der jugoslawische Diktator Tito in die Felsen hat graben lassen. Ein wahrer Magnet für Besucher aus aller Welt wird die Schlucht vielmehr wegen ihrer Vergangenheit als Filmkulisse. Hier wurde ein Großteil der legendären Karl May Filme gedreht und noch heute pilgern Fans in Heerscharen in den Park und suchen nach den Originaldrehorten. Wem das noch nicht reicht, kann sich im lokalen Winnetou Museum über die Dreharbeiten informieren.

Wer daran weniger interessiert ist und eine Abwechslung vom anstrengenden Klettern sucht, findet nur wenige Meter von den Campingplätzen entfernt einen Steinstrand, der zum rumgammeln, schwimmen und schnorcheln geradezu einlädt.

Als nicht Karl May-zentriertes Kulturprogramm bietet sich ein Ausflug in das nahe gelegene Zadar an. Die alte Hafenstadt bietet eine wunderschöne Altstadt und eine spektakuläre Meeresorgel – ein Besuch lohnt sich!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Christine sagte am 20. November 2012 um 21:48 Uhr

    Hallo,
    mich würde der empfehlenswerte Campingplatz interessieren.
    Danke!

  2. Sebastian sagte am 26. November 2012 um 09:54 Uhr

    Hallo Christine,

    Philip hat mal in der heimatlichen Visitenkarten-Sammlung gewühlt und tatsächlich die Infos gefunden. Der Campingplatz ist der Autocamp Marko (Paklenička 7, 23244 Starigrad, Croatia). In der Hauptsaison soll er immer gut belegt sein, weshalb eine Voranmeldung dringend empfohlen wird.

    Es grüßen die Bergfreunde,

    Sebastian

  3. Sebastian sagte am 21. November 2012 um 09:25 Uhr

    Hallo Christine,

    ich habe gerade mal Philip gesprochen. Er meint er hätte irgendwo noch die Visitenkarte vom Campingsplatz auf dem die Infos stehen würde. Die Infos posten wir sobald sie da sind :-)
    Eine grobe Anfahrtsskizze haben wir hier und würden Dir diese per E-Mail zukommen lassen…vielleicht hilft das ja schon weiter.

    Bester Gruß,
    Sebastian

  4. Petra sagte am 5. Dezember 2013 um 13:54 Uhr

    Hi,
    Könnt ihr mir die beste Reisezeit fürs klettern in dieser Region bitte sagen? Benötigt man Friends u Keile oder geht’s auch ohne?
    Danke -lg

  5. Philip sagte am 5. Dezember 2013 um 14:30 Uhr

    Hallo Petra,

    als Reisezeit würde ich Dir persönlich den Frühling und Herbst vorschlagen. Ich war damals gegen Ende September und es war immer noch sehr warm, zum reinen Sportklettern zum Teil fast zu warm. Im Sommer wird es wesentlich schlimmer sein, trotz der schattigen Schlucht. Im späten Herbst kann die Bora dann das Klettern ungemütlich machen.
    Die Absicherung im zentralen Schluchtteil ist sehr gut, da wird keine zusätzliche Absicherung benötigt. Es gibt aber auch Bereiche am Schluchteingang und weiter hinten im Tal, wo man komplett selbstständig absichern muss. Das ist auch das schöne an Paklenica, dass es für jeden Geschmack das passende gibt. Vom Boulderblock, über kurze Sportkletterrouten, Mehrseillängen-Sportklettern aber auch wilde Abenteuer-Routen (in denen man meist alleine unterwegs ist).

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.

    Schöne Grüße und viel Spaß beim Klettern,

    Philip

  6. Fabian sagte am 25. Januar 2014 um 16:38 Uhr

    Servus,

    wir würden evtl. zu Ostern runter fahren wollen, wisst Ihr wie dann dort so ungefähr das wetter bzw. die Temperatur ist und ob es sich lohnt für ca. 2 -3 Tage klettern? Und wo man einen Kletterführer für das Gebiet bekommt? Ist es dann von den Zeltplätzen weit zu den Klettergebieten? Ob mit dem Auto oder zu Fuß!

    Schonmal danke im Voraus für die Infos.

    Bergheil

  7. Wolfgang sagte am 9. Juli 2015 um 10:57 Uhr

    Hi,

    wir werden im Spätsommer in die Region zum Klettern fahren, habt ihr Tipps was wir ungefähr an Klemmgerätgrößen einpacken sollen für die Mehrseillängen im Einsteigerbereich und Sportkletterrouten?

    Danke schon mal.

  8. Wiebke sagte am 9. Juli 2015 um 13:48 Uhr

    Hallo Wolfgang,

    leider ist mein Kollege Philip, der diesen Artikel geschrieben hat, gerade in Elternzeit. Ich kann ihn leider nicht fragen. Ich schreibs mir aber auch und sobald er zurück ist (am Montag den 13.07.), reiche ich Deine Frage an ihn weiter.

    Lieben Gruß, Wiebke

  9. Wiebke sagte am 14. Juli 2015 um 09:30 Uhr

    Hallo Wolfgang,

    ich habe meinen Kollegen gefragt und er hat folgende Antwort gegeben:

    Bei Mehrseillängen im Einsteigerbereich braucht es eigentlich gar keine Absicherung zusätzlich, die waren mit (zuverlässig aussehenden, Stand 2011) Bohrhaken versehen.
    Die leichten Routen am Taleingang sind ungesichert, aber auch sehr bröckelig, also eigentlich kein „Einsteigergelände“. Hier waren Schlingen sehr praktisch und eventuell Klemmkeile/Friends in mittleren Größen (eigentlich ist da aber keine Sicherung möglich wegen schlechtem Gestein und auch in Anbetracht der Kletterschwierigkeit nicht unbedingt nötig).
    Mehrseillängentouren hinten im Tal sind nur sporadisch mit Schlaghaken gesichert, da klettert aber auch anscheinend niemand mehr, wir mussten uns durch Dornengestrüpp kämpfen.
    Die Sportkletterrouten sind alle tadellos gesichert.

    Ich hoffe das hilft Dir weiter?

    Gruß, Wiebke

  10. Wolfgang sagte am 17. Juli 2015 um 19:12 Uhr

    Hi Wiebke,

    danke für den Bericht, find ich super, damit kann ich gut was anfangen.

    Gruß, Wolfgang

  11. Stefan sagte am 22. Juli 2015 um 14:02 Uhr

    Hallo zusammen,

    gibt es für dies Schlucht eine Topo? Bzw. wie finde ich die Sportkletterrouten, vor allem für Einsteiger…?

    Gruß
    Stefan

  12. Wiebke sagte am 28. Juli 2015 um 17:07 Uhr

    Hallo Stefan,

    http://www.bergfreunde.de/astroida-paklenica-climbing-guide-kletterfuehrer/
    gibt es aber auch vor Ort zu kaufen.
    Oder meinst Du eine andere Schlucht? Daneben ist eine andere Schlucht, für die gibt es keinen KF und ich weiß auch nicht ob es da erlaubt ist zu klettern.

    Gruß, Philip

  13. Peter sagte am 8. Dezember 2016 um 16:30 Uhr

    Hallo zusammen,

    bin beim Stöbern nach einem Winterklettergebiet auf diese Seite gestossen. Könnt ihr dieses Klettergebiet auch für Ende Dezember empfehlen, ist es da noch warm genug zu Klettern?- Wir suchen was über Silverster

    Gruss und DANKE

    Peter

  14. Philip sagte am 9. Dezember 2016 um 13:04 Uhr

    Hallo Peter,

    vielen Dank für Deinen Kommentar, ich versuche das so gut es geht zu beantworten.

    Wir waren damals im Sommer vor Ort und daher kann ich leider wenig sagen zur Wintertauglichkeit. Nur soviel: der Sohn der Campingplatzbesitzerin hatte zu Trainingszwecken Eisgeräte an seinem Balkonbalken aufgehängt, es gibt wohl zumindest zeitweise eisige Temperaturen.
    Generell lässt sich für die zentrale kroatische Adriaküste sagen, dass das Wetter mediterran ist, die Temperaturen damit im Vergleich zu Mitteleuropa deutlich wärmer. Allerdings zeigt die Klimatabelle für das nahe gelegene Zadar im Dezember durchschnittlich 10 Regentage. Ein weiterer Punkt ist die Bora, der berüchtigte Fallwind, der im Winter relativ häufig weht und bis zu 14 Tage anhalten kann. Die böigen Winde erreichen mitunter die höchsten Windgeschwindigkeiten weltweit und sind vor allem im Gebiet des Velebit Kanals (Starigrad liegt am nördlichen Ende dieses Kanals) sehr ausgeprägt.

    Kurz und knapp: du kannst Glück haben oder richtig fieses Pech! Starigrad und die Paklenika sind keine sichere Bank in puncto Winterklettern.

    Hoffe, das hilft dir ansatzweise weiter. Falls du dich dafür entscheiden solltest, teil uns doch gerne hier deine Erfahrung mit. Würde mich auch persönlich interessieren.

    Beste Grüße,
    Philip

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