Bergfreunde

Matthias: Bergfreund im Vorstieg

5. April 2013

Sportart

Matthias in einer Dachsteiner Gletscherspalte

Matthias in einer Dachsteiner Gletscherspalte

Das Team hinter Bergfreunde.de wächst immer weiter. Jetzt haben auch die Chefs Verstärkung bekommen: mit Neuzugang Matthias gibt es jetzt drei Geschäftsführer.

Nachdem wir schon eine ganze Weile Zeit hatten Matthias kennen zu lernen, möchten wir auch Euch die Gelegenheit geben etwas über Ihn zu erfahren. Selbstverständlich musste auch er sich unseren Interviewfragen stellen.

Und es zeigt sich: Matthias hat nicht nur als erster ein Portrait aus einer Gletscherspalte parat – er ist auch noch gerne in den Bergen dieser Welt unterwegs und steht auf dicke Jacken.

Hey Matthias, unsere übliche Aufgabe zum warm werden ist immer die gleiche. Deswegen: Ich bitte um drei knackige Sätzen von Matthias über Matthias…

Reichen auch drei Begriffe?

Weil Du es bist…

Neugierig – Unternehmungslustig – Ambitioniert.

Seit über einem Jahr bist Du jetzt schon bei den Bergfreunden. Kannst Du dich an deinen ersten Eindruck erinnern?

Ganz ehrlich: An meinem ersten Tag war ich vor allem damit beschäftigt, mir über 50 neue Gesichter und Namen einzuprägen. Meine Eindrücke in einem Satz: Tolles Team, tolle Kunden. Oder umgekehrt. Die meisten Bergfreunde sind selber begeisterte Bergsportler und das merkt man: Die richtige Mischung aus entspannt, uneitel, konzentriert und ambitioniert.

Und hat sich dieser Eindruck in den nächsten Monaten bestätigt?

Auf jeden Fall: Bei uns gibt es eine Leitlinie: „Unser Name ist Programm!“ und das bestätigt sich jeden Tag!

Seit Dezember bist Du jetzt einer von drei Geschäftsführern. Alle Beteiligten habe sich bewusst viel Zeit genommen sich kennenzulernen und sich zu entscheiden. Was hat für dich den Ausschlag gegeben?

Trekking in Ladakh

Trekking in Ladakh

Ich glaube für alle drei war schnell klar, dass das passt – persönlich und beruflich: Martin und ich kennen uns schon aus Schulzeiten und haben uns nie aus den Augen verloren. Ich war seit der Gründung 2006 immer wieder vor Ort und kann mich an die eine oder andere Bergtour mit Martin erinnern, auf der wir nächtelang neue Herausforderungen und Pläne für die Bergfreunde diskutiert haben.

Den Ausschlag gegeben hat etwas abstrakter ausgedrückt die Kombination aus Branche/Thema, Unternehmenskultur und den mit der Geschäftsführertätigkeit verbundenen Herausforderungen – ich lerne jeden Tag!

Ich denke dem ein oder anderen Bergfreund da draußen interessiert wie es weiter geht. Wird alles anders werden?

Na ja, ich glaube eine der großen Konstanten bei den Bergfreunden ist die kontinuierliche Veränderung: Alleine im letzten Jahr haben wir 20 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Team hinzugewinnen können. Das bringt natürlich viele Veränderungen, neue Abläufe, neue Fragen und ganz viele neue Ideen.

Aber wird deswegen alles anders? Nö, überhaupt nicht! Im Kern bleiben wir uns ja seit unserer Gründung vor 6 Jahren treu: Wir geben alles für glückliche und begeisterte Kunden, wir bauen unsere Kletter- und Bergsportkompetenz weiter aus und wir fokussieren weiterhin auf das, was wir ganz gut können: Internet.

Natürlich werden wir davon ausgehend auch dieses Jahr jede Menge Themen für unsere Kunden anpacken: Alleine dieses Jahr haben wir uns unternehmensweit mehr als 100 Projekte vorgenommen! Konkret bedeutet das z.B. Kauf auf Rechnung, Bessere Beratungsfeatures im Shop, mehr Szeneinformationen und natürlich ein ständig wachsendes Sortiment im Bergsport.

Was hast Du gemacht bevor Du zu den Bergfreunden gekommen bist?

Auf Skitour im Berner Oberland

Auf Skitour im Berner Oberland

Mich hat es zum Studium damals von Tübingen nach Berlin getrieben und dann beruflich zu verschiedene Stationen im In- und Ausland: Ich war lange bei einer großen Unternehmensberatung und habe dort marketingbezogene Projekte betreut und durchgeführt. In den letzten Jahren hat es mich dann in die Gründer- und Start-Up-Szene getrieben und ich habe mich viel mit Social Entrepreneurship beschäftigt. Mir war dabei immer wichtig, dass ich mir längere Auszeiten für Reise- und Outdoorprojekte auf der ganzen Welt genehmigen konnte.

Gehen wir mal ans Eingemachte: Wie sieht ein typischer Urlaub für Dich aus? Hoch hinaus oder weit weg?

Vor allem viel draußen, viel Action und raus aus dem Rummel! Da ist es eigentlich egal ob weit weg oder vor der Haustür.

Ich weiß, dass Du gerne draußen unterwegs bist. Bei welchen Aktivitäten kann man dich treffen?

Es klingt ein bisschen platt aber eigentlich bei fast allem, was draußen ist und Steigung aufweist: Im Sommer Klettern, Bergtouren, Trekkingtouren, im Winter Skifahren und Skitouren. Highlights sind für mich immer Projekte, bei denen ich über mehrere Wochen am Stück in den Bergen bin.

Gibt es eine Tour, die Du jedem Bergfreund einmal empfehlen würdest?

Am Ganja la Pass in Nepal

Am Ganja la Pass in Nepal

Eine Tour, an die ich immer wieder zurück denke war die Überquerung des Ganja La Passes in Nepal im Winter. Die Bergwelt, umgeben von 7.000 war ein absolutes Highlight gepaart mit absoluter Einsamkeit über 5 Tage hinweg und Höhenlagern auf knapp 5.000 Metern. Die Tour ist technisch nicht besonders anspruchsvoll, führt aber immerhin hoch auf knapp 5.100 Meter.

Ich würde die Tour allerdings nicht mehr so machen wie damals: Wir haben uns damals spontan entschlossen und eigentlich gar nicht die richtige Ausrüstung im Gepäck für vereiste Pässe, Höhencamping und Gletscherquerungen: Ein Pickel, ein Seil und sonst keinerlei Steigeisen, Sicherungsausrüstung etc. Es war stellenweise etwas haarig – Was die Ausrüstung angeht, hätte ich heute keine Ausreden mehr…

Wir hätten noch eine typische Frage: was würdest Du einpacken, wenn Du einen freien Griff ins Sortiment der Bergfreunde hättest?

Momentan wünsch ich mir ein bisschen, dass es langsam wieder wärmer wird. Solang das nicht passiert, schiele ich häufiger auf den Vassi Parka von Haglöfs! Aber für den Sommer freu ich mich besonders auf die neue Black Diamond Textilkollektion!

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