Über Land und Wasser: Hyphen Sports

9. Mai 2018

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Hyphen? Wie spricht man das denn aus? „Hüfn“ vielleicht? Die Firma sitzt ja in München und da gibt es viele Kreationen aus dem oberbayrischen Sprachwunderland. Aber nein, es ist Englisch, spricht sich „haɪf(ə)n“ und bedeutet „Bindestrich“. Weil hyphen (ja, klein geschrieben) Wassersport und Bergsport unter einem Dach verbindet. Und weil die Firma bei jedem Produkt das Beste von allem zu einem spitzenmäßigen Ganzen verbinden will. Schauen wir doch mal, wie das gelingt …

Entstehung

Hyphen Sports Logo.

Die Marke ist nicht nur für Wasserratten, sondern auch für Bergliebhaber geeignet.

Bevor hyphen Sports im Jahr 2001 zum Unternehmen wurde, war es einst ein Elternpaar, das seinen Kindern das Surfen und die Liebe zum Wasser vermitteln wollte. Allerdings wollten sie es so vermitteln, dass die Kinder ungetrübte Freude daran haben konnten. Sie sollten ohne zu frieren im Wasser und ohne die Gefahr von Hautschäden in der Sonne bleiben können. Außerdem sollte die Lösung dieser Herausforderung so wenig Belastung wie möglich für die Umwelt mit sich bringen. Diese Wünsche führten zu einer langen und komplizierten Forschungsreise, die wiederum zu völlig neuartigen, wassertauglichen und kinderfreundlichen Textilien führte. Diese sind mittlerweile heiß begehrt und die Eltern Christiane Hess und Peter Reinschmidt Geschäftsführer eines erfolgreichen Familienunternehmens.

Seit 2013 verschreibt sich hyphen sports auch dem Bergsport und das mit der gleichen Akribie und Hingabe, wie es zuvor beim Wassersport geschah. Auch hier spielt der UV-Schutz eine große Rolle, denn bekanntlich trifft umso „härtere“, potenziell gefährlichere Sonnenstrahlung auf die Haut, je höher man sich befindet.

Besonderheiten

Die Firma und ihre Produkte sind in vielerlei Hinsicht besonders. Wirklich einzigartig dürfte der bislang für unmöglich gehaltene Spagat zwischen kompromisslos funktionaler, komplett nachhaltiger und dennoch bezahlbarer Kleidung sein. Besonders bei der Surf- und Wassersportbekleidung wird dabei immer auch an den Nachwuchs gedacht – und das mit Erfolg, wie Christiane Hess erklärt:

„Die Kinder akzeptieren es nicht nur angezogen zu sein, sondern sie fühlen sich wohl, weil ihnen die Sachen super gut gefallen.“

Doch auch bei der allroundtauglichen Skitourenkleidung geht man mit sehr viel Umsicht und Sorgfalt zu Werke. Schon beim Entwurf jedes Kleidungsstücks sind Bergführer und professionelle Bergsteiger wie Christian Stangl beteiligt. Sie machen sich um jede einzelne Naht Gedanken und testen das Material ausführlich.

Künftig wird der Fokus von hyphen sports nicht mehr „nur“ auf Skitouren liegen. Ab der Herbst/Wintersaison 2018 wird die Produktpalette vielseitiger und verstärkt auf den Sommer-Bergsport ausgerichtet sein. Dabei wird nicht nur das Sortiment verbreitert, sondern auch originelle, eigene und teils neuartige Lösungen präsentiert. Das fängt mit unkonventionellen Materialien wie c-change von Schoeller an und hört jedoch bei strategisch platzierten Isolationspads noch lange nicht auf.

Glaubwürdige Nachhaltigkeit – fair und transparent

Wenn man die Nachhaltigkeit der Firma hyphen sports in eine griffige Formel packt, lautet sie in etwa so:

95% Made in Europe, 100% PFC-frei, 100% Materialien aus Europa.

Das Nachhaltigkeitskonzept von hyphen ist umfassend, glaubwürdig, nachprüfbar und sprichwörtlich zum Anfassen. Hier gibt es keine outgesourcten und anonymen Marketingabteilungen, sondern verantwortlich handelnde Menschen, die persönlich sichtbar und ansprechbar sind.

Regionaler Bezug

Als wichtiges Element der Nachhaltigkeit wird der regionale Bezug zur Alpenheimat konsequent und glaubwürdig gelebt. Dies kommt nicht nur in Namen, Logos und Motivprints der Kleidungsstücke zum Ausdruck, sondern auch in allen weiteren Aspekten und Aktivitäten. Der Begriff „regional“ wird auch nicht allzu eng gefasst, denn er schließt die ganzen (Ost)Alpen und ein Stück von Kroatien, wo sich die Produktionsstätte von hyphen befindet, ein.

Fleecejacke von Hyphen Sport.

Ein Fleece von der Marke Hyphen Sports.

Dass möglichst alle Stoffe aus Europa stammen, ist oberste Prämisse bei der Materialwahl. Die Umsetzung gelingt zu 95%, denn abgesehen von den Reißverschlüsse von YKK wird fast alles auf diesem Kontinent produziert. Ein Großteil dieser Produktion befindet sich nach heutigen Maßstäben quasi gleich um die Ecke: in Mursko Sredisce, einer Kleinstadt in der traditionsreichen Textilregion im Norden Kroatiens. Im dortigen Werk kennt Andreas Schreilechner, Chefentwickler bei hyphen „jede Näherin beim Vornamen“. Die relative Nähe bringt auch eine hohe Flexibilität und andere praktische Vorteile mit sich.

Wie schon erwähnt verzichtet hyphen vollständig auf den Einsatz umweltschädlicher und nicht recyclingfähiger Stoffe wie PFOA. Auch einfache T-Shirts bestehen nicht aus einer weit entfernten Baumwolle, sondern aus Tencel. Diese „Naturkunstfaser“ wird für das Unternehmen von der österreichische Firma Lenzing aus Zellulosefasern produziert.

Die Regionalität setzt sich selbst bei den Modellbezeichnungen fort. Dass man hierfür die Namen irgendwelcher Gipfel und Bergketten hernimmt, ist in der Outdoorbranche gang und gäbe. Doch bei hyphen hat die Sache einen ganz realen Bezug, denn die Namen nennen jene Alpengipfel und -gebiete, an und in denen die Teile getestet wurden.

Sogar der Vertrieb der fertigen Produkte beschränkt sich auf Deutschland und den Alpenraum.

Wirklicher UV-Schutz

Kleidung mit hohen UV-Schutzfaktoren gibt es von vielen Herstellern. Doch nicht immer entspricht die angegebene Schutzfunktion den tatsächlichen Werten. Vor allem, wenn die Textilien Dehnung und Nässe ausgesetzt sind, verlieren sie einen Großteil ihrer Sonnenschutzwirkung. Unabhängige Test haben jedoch bewiesen, dass hyphen Textilien zuverlässig die höchsten UV-Schutznormen erfüllen, die es gibt. Und wie schaffen sie diesen maximalen Schutz zu übertreffen?

Zum Beispiel indem in die flüssige Spinnmasse der Kunstfaserstoffe schon Titandioxid für den UV-Schutz eingeschmolzen wird. Daraus entstehen hochfeine Garne, die die Ausgangsbasis für besonderen Schutz und hohen Tragekomfort sind. Für diese Umsetzung kommen zusätzlich noch hochkomplexe Maschinen zum Einsatz, die für eine besondere Dichte bzw. besonders feine Maschen des Materials sorgen.

Neuer Fokus auf Skitouren und Bergsport

Jacke von Hyphen Sport.

Auch für eisigere Winde ist Hyphen Sports gut eingerichtet.

Im Ski- und Bergsport sind die Münchener zwar noch relativ neu, doch den Einstieg haben sie genau so überzeugend gemeistert wie schon zuvor im Wassersport-Bereich. Dafür war und ist ein extrem fundiertes Know-how nötig, das aus einer starken Verbindung von Bergsport-Praxis und Erfahrung aus der Textilindustrie entsteht. Bei hyphen sports verkörpert vor allem das Team um Entwickler Andreas Schreilechner dieses Know-how.

Die Entwicklung der Bekleidung wird anders als bei vielen Marken nicht von einem anvisierten Endpreis oder anderen betriebswirtschaftlichen Zielgrößen bestimmt. Selbst die grundlegenden Stoffbahnen der Kunstfasertextilien werden nicht als Massenware in Fernost, sondern handverlesen und teils eigens für hyphen produziert. So bekommen viele der Kleidungsstücke schon „von Grund auf“ eine außergewöhnliche Funktionalität. An keiner Stelle im Produktionsprozess steht die Kostenersparnis über der Performance des Endprodukts. Materialien und Ausstattungsdetails werden ausschließlich nach funktionalen Kriterien entworfen und ausgewählt. Die „Prototypen“ werden dann von den beteiligten Bergsportlern bis auf den letzten Quadratzentimeter Stoff getestet.

Gute Preise, gute Aussichten

Solche Liebe zum Detail führt normalerweise zu sehr hohen Verkaufspreisen für die Kunden. Nicht so bei hyphen Sports, wo High End Produkte durchaus im preislichen Mittelfeld einpendeln. Das ist nur möglich, wenn eine Firmenphilosophie in höchstem Maße von Vernunft und Ethik getragen wird. Wir sind begeistert und uns sicher, dass hyphen Sports auf diese Weise weiterhin Erfolge feiern wird.

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