Bergfreunde

Mammut Extreme – Die Bergfreunde hoch oben!

25. Mai 2011

Sportart

Unser Ziel: der Mönch

Unser Ziel: der Mönch

Was für eine Frage: Natürlich wollen wir dahin!

Wohin? – In die Schweiz! Mammut, bekannt als Hersteller erstklassiger Kletterhardware und Bekleidung, lädt zum „Mammut Eiger Extreme Event“ nach Grindelwald. Dort erwartet uns neben sportlichen Herausforderungen vor allem die Präsentation der heiß ersehnten neuen „Extreme“ Bekleidungs- & Ausrüstungsline! Steph aus dem Kundenservice berichtet vom Event und nimmt uns mit auf eine Reise durchs „Top of Europe“

Da braucht man uns nicht lange bitten!

Rückblickend sei kurz erwähnt, dass die „Extreme“ Reihe erstmals 1995 ins Leben gerufen wurde. Viele erkennen die markanten Kleidungsstücke an ihrer damaligen klassischen orange-blauen Farbgebung. Damit hat Mammut ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt, sowohl draußen in den Bergen als auch „drinnen“, auf dem Markt. Diese Linie wurde nun umfangreich überarbeitet und hält einiges an Überraschungen bereit …

… doch dazu später mehr!

Bereits am Donnerstagabend machen wir, Steph aus dem Kundenservice und Jascha aus dem Onlinemarketing, uns mit dem Bulli auf den Weg dorthin. Richtig los geht es dann erst am nächsten Morgen um 11:00 Uhr in Grindewald-Grund. Einschlafen mit Seegeplätscher, Aufwachen mit Bergen rundherum – so soll‘s gerne immer sein! Wir übernachten bequem am schönen Thuner See und rollen ­­­­­morgens gemütlich am Treffpunkt an der Talstation ein.

Nach der allgemein herzlichen Begrüßung inklusiver Häppchen und nettem Small Talk mit ebenfalls angereisten KollegInnen anderer Kletterläden  geht’s rauf zur ersten Station, der Eigernordwand.

Alte Schule - so sah's 1938 aus

Alte Schule - so sah's 1938 aus

Dort eröffnet sich uns ein opulentes Mahl im Stollenloch und obendrein bekommen wir noch einen schmackhaften Vortrag vom Schweizer Extrem Alpinist Stephan Sigrist serviert. Mit 3 weiteren Kletterern hat er die Eiger Nordwand ganz im Stile der Erstbegeher von 1938 – Anderl Heckmair, Heinrich Harrer, Ludwig Vörg und Fritz Kasparek – durchstiegen. Die Besonderheit daran: Alle Ausrüstungsgegenstände, Kleidung, Karabiner, Schuhe und Seile wurden originalgetreu nachgebildet und extra für diese Unternehmung hergestellt! Eine außerordentliche Leistung!

Kaum minder beeindruckt sind wir danach von der Aussicht aufs Eismeer: Das ewige Eis leuchtet blau & die Berge sind mit Neuschnee bedeckt. Und das Beste: Das Wetter verspricht, weiterhin gut zu bleiben!

Modenschau auf 3454m

Wir fahren weiter zum Jungfraujoch, 3454 m hoch gelegen, und werden abermals überrascht: Mammut schöpft wahrhaftig aus dem Vollen & lädt zur exklusiven Präsentation der neuen Mammut Eiger Extreme Kollektion!

Erstmals am Start: eine Damenkollektion!

Noch unter Verschluss: die neue Extrem Serie

Noch unter Verschluss: die neue Extrem Serie

Mammut setzt auch hier erneut ein Zeichen und folgt nun als erster Hersteller dem vielfachen Ruf der Alpinistinnen: ein rundes, stimmiges Programm aus Hardshells, Softshelljacken und Fleecepullovern in perfekter Abstimmung auf die gewünschten Anforderungen. Wie perfekt, das sollten wir am nächsten Tag selbst testen können. Mammut präsentiert zudem in Kooperation mit Gore neue Membranen, das NeoShell und das ActiveShell Material, welches ab Juli 2011 Teile der „Extreme“ Reihe von Mammut die Menschen beglücken wird.

Mammuts Markenzeichen bleiben kontrastreiche, starke Farben bei den Damen und Herren – alles kann miteinander kombiniert werden. Technische Highlights allüberall:

Ein neues Reißverschlussprinzip sorgt für Gewichts- & Materialersparnis. Eine völlig neuartige Sohlenkonstruktion macht den neuen Schuh leicht, robust & torsionsresistent. Durchdachte Details an Taschen und Hosen und hochwertige Materialauswahl auch bei den Rucksäcken. Nach dieser beeindruckenden mehrstündigen Präsentation geht es mit Gepäck durch die Stollen raus aufs Eisfeld;  vor uns liegt der ca. einstündige Weg zur Mönchsjochhütte auf 3657 m.

Höhenrausch – wir dürfen endlich selbst testen

Oben angekommen werden wir herzlich begrüßt und dürfen nun endlich die Testklamotten an uns nehmen. Wir sind ganz schön begeistert!

Zauberhafte Eislandschaft auf dem

Zauberhafte Eislandschaft auf dem "Top of Europe"

Wir beschließen, die Hardshellhose mit passender Jacke, die neuen Mammut Highend Stiefel sowie die dazugehörigen Handschuhe zu testen. Um das alles zu vervollständigen gibt’s noch den neuen Rucksack dazu. Abschließend werden die Steigeisen und die Gurte für die morgige Tour ausgegeben: Mammut ist auch hier ganz vorne mit dabei und bietet der 30-köpfigen Truppe verschiedene alpine Aktivitäten an:

Eisfeldwanderung mit Gletscherspaltenbesichtigung, Schneeschuhwanderung oder auch ein gemütlicher Chillout hoch oben auf der Hütte und –  eine geführte Tour auf den Mönch!

Weil Höhe hungrig macht, hat Mammut auch hier an alles gedacht: Es gibt ein großes Fondue!

Bei zahlreichen Gesprächen an den Tischen wird gefachsimpelt, neue Kontakte werden geschlossen und bereits Bekannte können sich übers Wiedersehen freuen.

Danach hält noch ein weiteres Alpinisten-Ass einen Vortrag über seine Reisen und Expeditionen:  Robert Steiner, ebenfalls zum Mammut Team gehörend, erzählt von seinen zarten Kletteranfängen in Jugendjahren und von seinen Expeditionen nach Kirgisistan. Selbige vollzog er stets im fairen Stil, also ohne Koch, Funk und sonstige „bequemen Annehmlichkeiten“. Hut ab!

Bald wird’s Zeit, ins Bettchen zu gehen, wir wollen morgen ja früh raus und  uns den Mönch holen!

Bergfreunde-taugliches Nachtlager

Schlafen in der Wand. Quelle: Mammut

Schlafen in der Wand. Quelle: Mammut

Doch: Kein Bettchen für Jascha und mich. Wir schlafen unter freiem Himmel im Portaledge. Der freie Himmel wird durch das Fly zwar optisch verdeckt, aber wir befinden uns so hoch oben, dass man ihn quasi bei jedem Atemzug spürt.  So liegen wir direkt am am Fels, sicher im Haken befestigt. Fixseile dienen als Zu- und Abstiegshilfe (wir werden sie später des Nachts noch brauchen!). Damit wir nicht frieren, nächtigen wir in den Ajungilak Altitude 5- Schlafsäcken und Isomatten aus demselben Hause. Es ist echt warm und wir fühlen uns wahnsinnig wohl!

Es geht gemütlicher zu als gedacht

Es geht gemütlicher zu als gedacht

Also rollen wir uns alsbald ein und wünschen uns eine gute Nacht. Gut war sie, wenn auch verdammt laut: Der Wind rüttelt am Schlafplatz, immer mal wieder prasseln Eisstücke auf unsere Schaukelhütte. Der Sturm nimmt nachts noch zu. Trotz selbst gebasteltem Lärmschutz aus Papiertaschentüchern war keine dauerhafte Schlafruhe zu finden. Egal, wir sind fit am nächsten Morgen.  Jascha und mir geht’s prima, im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern. Manche klagen über Kopf- und Bauchweh, was in diesen Höhen nicht unüblich ist  und ja:  eine richtige Akklimatisierung haben wir ja nicht gemacht.

Der nächste Morgen – Sturm auf den Mönch

Schnell wird gefrühstückt, Schokolade und Tee gepackt und raus geht’s.

Ein wunderschöner Tag liegt vor uns, die Berge präsentieren sich in einer unglaublichen Stimmung: blauer Himmel, die ersten Sonnenstrahlen kommen raus.

Zustieg zur Gipfeltour - beste Bedingungen

Zustieg zur Gipfeltour - beste Bedingungen

Wir gehen flott mit unserem Guide Adrian als Dreierseilschaft zum Einstieg. Die Normalroute zum Mönch wollen wir angehen, der Südarm des Ostgrates (ZS-, II).  Die Höhe und die schon etwas spärliche Akklimatisierung machen sich bemerkbar. Gut, dass ich keinen Herzfrequenzmesser trage.

Wir kommen mit einigen kurzen Trinkpausen ganz gut voran, machen unterwegs auch ein paar Bilder, es ist perfektes Wetter. Die wenigen Kletterpassagen im roten Gneis lassen wir schnell hinter uns. Die Fernsicht schenkt uns Panorama bis zum Mont Blanc und den Schwarzwald!

Gipfelglück auf 4107m

Gipfelglück auf 4107m

Nach 2 Stunden erreichen wir den Gipfel des Mönchs auf 4107 m und freuen uns zu dritt! Ne, zu viert! Denn ein kleiner Federfreund setzt sich direkt vor Jaschas Kamera!

Nach kurzem Gipfelglück treten wir die Heimreise an. Ab nach unten!

Dort werden wir auch schon erwartet. Unsere Bahn, die uns nach Grindelwald ins Tal bringt, steht bereit. Doch erst müssen wir schweren Herzens unsere Testprodukte wieder abgeben. Etwas Zeit bleibt noch, die getesteten Teile kurz zu besprechen und unser ausführliches Feedback abzugeben.

Auf Stippvisite - unerwarteter Besuch

Auf Stippvisite - unerwarteter Besuch

Nach einer letzten, schnell gelöffelten Suppe trennen wir uns in der Talstation und sind nun vollends müde. Aber bis nach Hause ist‘s nicht mehr so sehr weit und wir fahren ganz gemütlich, mit einem dicken Grinsen im Gesicht, Richtung Heimat.

Ciao Berge, Ciao Mammut und allerherzlichsten Dank für die Einladung und das tolle Event!

Steph und Jascha

P.S.: Mehr Infos zur Mammut Eiger Extreme Kollektion gibt es dann im Febuar 2011 hier im Basislager-Blog!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sascha sagte am 12. November 2010 um 14:42 Uhr

    Liebe Steph, lieber Jascha,

    falls Ihr irgendwann mal keinen Test-Partner finden solltet, würde ich notfalls zur Verfügung stehen. Meine E-Mail-Adresse habt ihr jetzt ja. Da kommt schon ein bisschen Neid auf… die neueste Mammut Kollektion und mit samt Bergführer auf einen 4000er der Westalpen. Ihr müsste Euch das doch nicht antun: Bei Sturm eine schrecklich kalte Nacht draußen verbringen und dann auch noch der beschwerliche Weg auf den Gipfel! Beim nächsten Testwochenende nehme ich Euch das ab. Kurze Einladung in meinem Posteingang genügt ;-)

    Grüße
    Sascha

  2. Jascha sagte am 12. November 2010 um 16:07 Uhr

    Hej Sascha,

    ich meld mich dann! Ständig diese beschwerlichen Bürden die uns der Job auferlegt… da ist man dankbar, wenn man mal jemand die Lasten mit einem teilt ;)
    Dieses Wochenende wurden schon wieder einige Mitarbeiter gezwungen mit Ortovox eine Lawinenschulung zu machen und Ski zu fahren … und das bei strahlendem Sonnenschein!!

  3. Sebastian sagte am 7. Dezember 2010 um 17:07 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade von unserem Einkauf die Nachricht bekommen, dass wir ab etwa Anfang August die Kollektion fast vollständig im Shop anbieten werden!

    Da heißt es wohl schon mal sparen…

    Gruß,
    Sebastian

Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar