Ausrüstung

Lost Arrow Slackline im Test

14. September 2017

Kategorie

Sportart

Lost Arrow Slacklines

Lost Arrow Slacklines

Wir wollten es wissen und in der Praxis erproben: wie sind die Slacklines von Lost Arrow? Also haben wir uns in der Mittagspause zwei der Slacklines geschnappt und sind losgezogen. Einige Eindrücke der Slacklines möchte ich mit Euch teilen – ergänzt durch eine Reihe von Bildern.

Im Test dabei: eine Lost Arrow Slackbase (15m) sowie eine Lost Arrow Slackback (25 m).

Lost Arrow Slackbase und Slackback

Das Slackbase-Set wird mit einem Ratschensystem zum Spannen der Line geliefert. Die beiden Slackback-Sets hingegen werden mit einem Flaschenzug gespannt. Alle dafür benötigten Teile liegen im Säckchen bei – ebenso eine Anleitung zum richtigen Aufbau.

Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Slackline-Sets:

  • das Gurtband der Slackbase-Sets ist 48mm breit
  • das Band der beiden Slackback-Sets hat eine Breite von 30mm
  • beide Sets gibt es in 15 Meter Länge
  • die Slackback zudem mit stattlichen 25 Metern
Lost Arrow: Slackbase mit Ratsche und Slackback mit Flaschenzug

Inhalte der Lost Arrow Slackline-Sets: Slackbase mit Ratsche und Slackback mit Flaschenzug

Aufbau der Lost Arrow Slacklines

Spannen per Ratsche

Spannen per Ratsche

Die Slackbase mit Ihrem Ratschensystem ist denkbar einfach aufzubauen. Wie gewohnt ist das Gurtband an einer Seite zu einer Öse vernäht. Damit kann das eine Ende einfach um einen Baum oder Pfahl geschlauft werden. Ebenso wird mit dem kurzen Band an der Ratsche verfahren. Dann einfach Band durch die Ratsche, kurz anziehen, mit der Ratsche so hart wie gewünscht spannen und Ratsche zusammenklappen. Fertig. Ist der Durchmesser des Fixpunktes etwas geringer, kann man noch etwas zaubern um die Ratsche nicht zu weit vom Fixpunkt entfernt hängen zu haben.

Ein Blick in Anleitung

Ein Blick in Anleitung

Auf den ersten Blick etwas umständlicher scheint da das Flaschenzugsystem der Slackback-Sets. Tatsächlich haben auch wir beim ersten Aufbau einen genauen Blick in die mitgelieferte Anleitung werfen müssen. Doch so schwer ist es dann auch wieder nicht – das System unterscheidet sich im wesentlichen nicht von anderen Spannsystemen. Geübte Slackliner werden ab dem zweiten Mal auch die Slackback-Lines in wenigen Minuten aufgebaut haben.

Lost Arrow Line Locker

Lost Arrow Line Locker

Der von Lost Arrow mitgelieferte Linelocker leistet dabei gute Dienste. Richtig eingefädelt klemmt er die Line einfach und zuverlässig. Obwohl alle Teile für einen Flaschenzug mitgeliefert wurden, haben wir auf diesen verzichtet: zwei Paar kräftige Bergfreunde-Arme konnten die Line auch ohne diesen ausreichend spannen. Der Flaschenzug mit seiner vierfachen Übersetzung würde es auch einem Einzelnen erlauben, das Band „so richtig festzuknallen“.

Dreiecks-Karabiner

Dreiecks-Karabiner

Dank der mitgelieferten Dreiecks-Stahlkarabiner mit Schraubverschluss kann die Line zudem perfekt gespannt werden: kein Verdrehen der Line. Durch die längenverstellbaren Fixpunkt-Schlingen reicht das Band zudem an beiden Enden nahe an den Fixpunkt heran. So einen flexiblen Aufbau bekommt bislang nur, wer auf eine Ratsche verzichten kann.

Leider verzichtet Lost Arrow bei allen Slacklines bislang auf Treefriends. So muss man die Schlingen direkt um die Bäume legen oder sich mit anderen Mitteln (Treefriends anderer Hersteller oder einfach Teppichreste) behelfen.

Unser Eindruck der Lost Arrow Slackline

Massenkompatibler Flex

Massenkompatibler Flex

Das schmale Band hat eine spürbare Dehnung. Der Flex ist nicht so stark wie bei den Slacklines von Slackline-Tools, aber deutlich ausgeprägter als bei den Slacklines von Gibbon. Das ist zwar Geschmackssache – wir konnten uns jedoch alle damit anfreunden. Das breite Band der Slackbase-Sets tendiert in seiner Härte eher in Richtung der Gibbon-Lines.

Hat man die anfänglichen Fragezeichen bei den Slackback-Sets aufgelöst, geht der Aufbau in beiden Fällen gut von der Hand. Hier muss sich jeder selbst entscheiden was ihm wichtiger ist:

  • zwei Minuten weniger Aufbauzeit mit der Ratsche oder
  • eine in fast jeder Situation perfekt aufgebaute Line

Wir sind uns wiederum einig: die zwei Minuten mehr lohnen sich. Denn ohne die Ratsche an einem Ende der Slackline verhält  sich diese wie immer etwas ruhiger. Auch wenn die Ratschen natürlich auf das Set und die zu erwartenden Belastungen abgestimmt sind, führen einige weiterhin gerne das Sicherheitsargument an.

Tipp: aktuell sind die Lost Arrow Slackline-Sets reduziert

Mit einigen Impressionen des Slackline-Praxistests möchte ich mich dann auch schon wieder verabschieden. Nicht ohne zwei letzte Anmerkungen:

  1. alle Slacklines von Lost Arrow sind aktuell um satte 30 bis 40% reduziert – also zugreifen.
  2. bei Fragen stehen wir Euch natürlich gerne zur Verfügung. Entweder hier in den Kommentaren posten oder die Jungs und Mädls im Kundenservice telefonisch [+49 (0) 7121/30459-22] oder per E-Mail fragen.
Sebastian auf der Slackback

Sebastian auf der Slackback

Auf Treefriends hat Lost Arrow verzichtet

Auf Treefriends hat Lost Arrow verzichtet

Kurz vor dem Start

Kurz vor dem Start

Kommentare zu diesem Artikel

  1. […] und uns ein kleines Urteil gebildet. Einen ausführlichen Bericht sowie einige Bilder habe ich im Basislager der Bergfreunde veröffentlich. Toll, dass die Teile momentan dicke reduziert sind – jeweils um 40% und damit […]

  2. Daniel rübl sagte am 27. April 2010 um 18:55 Uhr

    servus
    ich hab die line grad das erste mal gespannt (mit dem flaschenzug system).
    ich muss sagen wenn man die fädelei einmal verstanden hat ists echt simpel.
    jetzt musse nur noch das slacklinen an sich beherrschen :-D
    gruß
    Daniel

  3. Sebastian sagte am 27. April 2010 um 22:07 Uhr

    Hey Daniel,

    völlig richtig: sobald man das Flaschenzuprinzip einmal kapiert hat, dann geht es schnell und einfach von der Hand.

    Bzgl. des Slacklinens an sich: reine Übungssache. Und ab dem zweiten mal geht es stetig bergauf! Alle haben wohl mit der Frage „hört das auch mal auf unter meinem Fuss zu schlackern?“ angefangen…bis es dann im Kopf ‚klack‘ gemacht hat. Also nur nicht aufgeben :-)

    Für ein wenig theoretischen Hintergrund kann ich das Slackline-Buch von Fritz Miller wärmstens empfehlen!

    Gruß,
    Sebastian

    PS: Der Link zum Buch ist hier:
    http://www.bergfreunde.de/bouldern+slackline/slackline/panico+verlag+lehrbuch+slackline.html

  4. […] sehr gut. Natürlich gibt es günstigeres Material (Anmerkung von Sebastian: beispielsweise die Slackline Sets von Lost Arrow), mit hochwertiger Ausrüstung hat man aber mehr Spaß, Erfolg und […]

  5. […] im Beitrag über unsere kleine Testsession zu den Lost Arrow Slacklines sehr aufmerksam war, konnte sehen, dass Steffen dort bereits mit Sanuk-Schuhen unterwegs war. So […]

  6. […] die anderen Bergfreunde sind jung und sowas schweißt zusammen. Ich denke da nur an die gemeinsamen Slackline- oder Kicker-Mittagspausen sowie den einen oder anderen kollegialen Kletterabend und den […]

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