Ausrüstung

Leichtgewichte auf dem Rücken

23. Februar 2016

Kategorie

Sportart

Federleicht - Rucksäcke die man gerne trägt

Federleicht – Rucksäcke die man gerne trägt

Wer kann sich nicht erinnern, die erste Tour mit dem Rucksack und trotz des gut gepolstertem Hüftgurts zwackts und drückts  an allen Ecken und Enden. Für jeden der schon einmal in dieser Situation war steht fest: „Nächstes Mal kommt weniger und leichtere Ausrüstung in den Rucksack!“. Dabei wiegt der ein oder andere Lastenesel allein schon um die drei Kilo und ist somit ein guter Ansatzpunkt, um ein paar 100 Gramm Gewicht einzusparen.

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Gewichtsklasse „ultraleichter Rucksack“ – Für Puristen

Die Ultraleichtklasse zeichnet sich vor allem durch eines aus – minimalen Materialeinsatz. Um beispielsweise im Trekkingbereich einen Rucksack mit ca. 70 Liter Fassungsvermögen herzustellen, der aber unter einem Kilo wiegt, fliegt alles raus was nicht unbedingt nötig ist. Hierzu zählen hauptsächlich Innengestell, sowie dicke Polsterungen. Ein weiterer und gewiss nicht unwichtiger Weg Gewicht zu sparen, sind die eingesetzten Materialen.

Der GoLite Pinnacle - Die Ultraleichtklasse

Der GoLite Pinnacle – Die Ultraleichtklasse

Dabei setzt zum Beispiel der Hersteller GoLite bei seinem Trekking-Fliegengewicht „Pinnacle“ auf  ein dünnes Dyneema. Dieses ist besonders langlebig und hat eine hohe Beständigkeit gegen Abrieb, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Das aktuelle Modell des Pinnacle wartet mit einem ausgeklügeltem Polsterungssystem auf und ergibt so einen knapp über 900g leichten Begleiter, der trotzdem einiges wegstecken kann.

Für diejenigen die jetzt direkt in die Königsklasse des Ultraleichts starten wollen empfiehlt sich hier aber erstmal eines – das restliche Hab und Gut, also Schlafsack, Zelt und Zubehör auf Ultraleichttauglichkeit zu prüfen. Sollte die Packliste beispielsweise für eine Trekkingtour 12-14kg überschreiten, sollte man eher zu einem etwas komfortablerem Rucksack mit einem dafür ausgelegten Tragesystem greifen.

Gewichtsklasse „leichter Rucksack“ – Die Kompromisslösung

Der Trend in Richtung Leichtgewichtsausrüstung ist an den Entwicklungsabteilungen der Rucksackhersteller nicht vorbei gegangen. So bietet mittlerweile fast jeder Hersteller eine eigene Linie an Leichtgewichts-Rucksäcken für den „normalen“ Gebrauch an.

Diese bilden meist einen Kompromiss aus Stabilität, Komfort und Gewicht. Nehmen wir wieder ein Beispiel für Klettertouren an den Fels: der Black Diamond – Demon – Kletterrucksack:

Vergleich der Polsterung Demon vs. Pinnacle

Black Diamond setzt beim Demon auf minimalistisches Design und robuste Materialen. Außerem wird ein Gestell aus Aluminium verbaut, um dem Rucksack mehr Stabilität für enge oder steile Passagen im Zustieg zu verpassen. Weiteres Kriterium ist die Polsterung, die beim Demon zwar immer noch funktional ausfällt, aber im Vergleich zum alten Pinnacle Modell aus 2007 weitaus komfortabler ist. Das ergibt einen Rucksack, in dem sich auch schwere Lasten bequem transportieren lassen und der auch beim „Hängen-bleiben“ an der scharfen Felskante ganz bleibt.

Fazit:

Wenn Ihr euer Material nicht allzu hart ran nehmen wollt, dann lassen sich mit einem leichten Rucksack geschwind einige hundert Gramm sparen und auch der Geldbeutel muss nicht leiden. Denn leicht = teuer ist ein Irrglaube. Profitieren kann aber nur, wer auch beim packen bescheiden ist oder sich über den Ausgleich – gleiches Gewicht, aber ein Gipfelbier mehr freut.

Die Klasse Ultraleicht sei jedoch nur dem Enthusiasten angeraten, der verzichten kann oder verzichten muss.

Zu guter letzt nun noch die Frage an euch: Wie seit Ihr unterwegs und was ist Euer Tipp um auch noch das letzt Gramm aus dem Gepäck rausholen?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. jens sagte am 3. Oktober 2010 um 20:29 Uhr

    jetzt mal kritik, mich beschleicht momentan das gefühl, dass die angebotenen artikel der marke dmm immer weniger werden. es gibt nur noch wenige unterschiedliche expressensets und von der anzahl der karabiner wollen wir mal nicht reden. kann es sich ein shop, der doch speziell für kletterer da sein soll es sich leisten, auf so eine tolle marke zu verzichten?

  2. Sebastian (Bergfreunde.de) sagte am 4. Oktober 2010 um 12:10 Uhr

    Hallo Jens,

    Danke für Deinen Hinweis…es freut mich, dass ich Dich gleich beruhigen kann. Wir werden von DMM im Hardwarebereich weiterhin nahezu das gesamte Sortiment führen – die Produkte sind einfach zu überzeugend.

    Warum momentan etwas weniger im Shop ist? Nun, Chrashpads und Gurte von DMM werden tatsächlich reduziert – wir denken, dass DMM im Hardwarebereich seine Stärken hat. Genauer gesagt im hochwertigen Hardwarebereich.

    Von unseren Jungs im Einkauf wurde auch bereits entsprechend eingekauft. Unsere Artikelanlage wird versuchen die Teile baldmöglichst in den Shop einzupflegen. Dann finden sich dort auch wieder verschiedene Exen-Sets von DMM – teilweise auch noch Modelle.

    Denn auf DMM verzichten? Nein, dass wollen wir nicht! Und so ganz unter uns: der Großteil der Bergfreunde hat selbst DMM-Ausrüstung am Gurt hängen :-)

    Bester Gruß,
    Sebastian

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