Leicht & schnell unterwegs: Speed-Hiking-Ausrüstung

8. Mai 2018

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Eine Person hikt mit leichter Bekleidung über eine Felslandschaft.

Welche Kleidung eignet sich für das Wandern im schnellen Gang?

Speed Hiking, das Wandern im Turbogang, boomt. Es ist ein effizientes Training und macht extrem viel Spaß. Doch was braucht man für die (zurecht) stark gehypte Outdoorsportart? Muss ich, um als Anfänger etwas reißen zu können, mal wieder tief in den Geldbeutel greifen, um mir die megateure Superausrüstung zu leisten? Oder ist der Einstieg ins athletische Hiking auch mit wenigen Mitteln zu stemmen?

Mit welchem Equipment hiket es sich überhaupt am besten? Und was muss in den Rucksack, was kann daheim bleiben? Fragen über Fragen, die auf den Nägeln aller an Speed Hiking interessierten Natursportenthusiasten brennen und in meiner kleinen Ausrüstungskunde beantwortet werden!

Leicht ausgerüstet hiket es sich besser

Vorneweg, um den preisbewussten Interessenten fürs flinke Querfeldeinwandern nicht direkt zu verlieren: für eine gute Speedhiking Ausrüstung müsst ihr nicht um eure eiserne Reserve im Sparstrumpf fürchten.

Klar, eine gute Equipmentqualität ist für den Spaß an der Tour und vor allem um das Verletzungsrisiko zu minimieren essentiell. Diese Qualität lässt sich häufiger etwas kosten. Jedoch zeigt sich, dass Speed Hiking eine Sportart ist, die sich in Sachen Ausrüstung genügsam zeigt.

Gute Kleidung, feste Schuhe, ein kompakter Rucksack und stabile Stöcke – mehr braucht es eigentlich nicht um über die Wanderwege und durchs Gelände zu düsen. Ihr müsst euch also nicht mit Myriaden an neuer Ausrüstung eindecken und einen eigenen Equipmentraum zur Lagerung anbauen, sondern könnt eure hart verdienten Piepen in das Wesentliche investieren.

Speedhiking-Ausrüstung ist starken Kräften und hohen Belastungen ausgesetzt. Sie muss also richtig was aushalten können. Gleichzeitig – und das ist wohl die oberste Prämisse fürs Turbowanderequipment – muss die Ausrüstung leicht sein. Nichts sorgt auf Dauer für stärkere Belastung und sorgt für heftigere Ermüdung als überflüssiges Gewicht am Körper. Zu großer Ballast macht langsam, beansprucht eure Kraftreserven unnötig, schadet den Gelenken und kann im schlimmsten Fall für dauerhafte Beschwerden sorgen. Leicht und robust sind also Trumpf. Für besonders leichte Funktionsklamotten, Schuhe und Rucksäcke könnt ihr euch im Bergfreunde Shop bei den Ultralight-Artikeln umsehen!

Das Herz jeder Speed Hiking Ausrüstung: die Stöcke

Ausschnitt einiger Leki Stöcke.

Ein essentielles Muss beim Speed-Hiking: die Stöcke.

Nun zum absoluten Nukleus, dem MVP, dem Hauptakteur, dem zentralen Angelpunkt der Speed Hiking Ausrüstung: die Speedhiking-Stöcke! Die Stöcke dienen nicht nur zur Stabilisierung in unwegsamen Geländen, sondern gleichsam zur Unterstützung der Armmuskulatur für einen stärkeren Auftrieb beim Bergaufgehen und eine gelenkschonende Gewichtsverteilung beim Bergabgehen. Je intensiver die Tour umso heftiger die Kräfte, die auf den sportlichen Gehhilfen lasten. Zudem sollten sie, wie die restliche Ausrüstung, möglichst leichtgewichtig an den Start gehen. Den idealen Mix aus hoher Bruchfestigkeit bei minimalem Gewicht stellen Carbon-Stöcke dar. Leichter als kohlenstoffverstärkte Kunststoff geht kaum. Und eine gelenkfreundliche Stoßabsorption gibt’s obendrauf noch dazu.

Und die Stockart? Hier greift ihr am besten zu Nordic-Walking- oder Trail-Running-Stöcken. Einfache Wanderstöcke sind mangels ergonomischer Handgelenksschlaufe nicht geeignet. Die Schlaufen beim Wander- oder Trekkingstock sind darauf ausgelegt, dass die Hände schnell aus ihnen herausschlüpfen können. Speedhiker benötigen deshalb für die richtige Gehtechnik und den entsprechenden Gehrhythmus speziell geformte Schlaufen, die entsprechend gut am Handgelenk sitzen. Viele Hersteller setzen dafür mittlerweile auf eigens auf das Anforderungsprofil von Speedhikern konstruierte Speed-Hiking-Stöcke.

Kleidung und Rucksack fürs Speed Hiking

Auch für die passende Speed Hiking Bekleidung gilt das bekannte Mantra: die Kleidung sollte leicht sein und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Hier könnt ihr auf alles zurückgreifen, was sich auf euren sportlichen Touren bewährt hat. Hauptsache die Klamotten sind bequem und funktionell.

Da Speedhiking ein physisch anspruchsvoller und anstrengender Sport ist, ist der letztere Punkt essentiell. Atmungsaktive Bekleidung, im besten Fall mit Belüftungsmöglichkeit, schützt euren Körper vor Überhitzung und ermöglicht ein konstantes Leistungsniveau. Bekannte Hersteller haben mittlerweile eigens aufs Speedhiking zugeschnittene Bekleidung im Angebot, wie etwa Salewa mit ihrer Pedroc-Linie!

Eine Fleecejacke von der Marke Ortovox.

Mit dieser Fleecejacke könnte man sich schon regelrecht um die Ecke fliegen sehen.

Eure Klamottenwahl zum Turbohiking birgt zudem ein nicht unbeträchtliches Potential zur Gewichtseinsparung. Je nach Tourenart und Wetterlage könnt ihr euch auf das Nötigste konzentrieren und schleppt auf diese Weise so wenig zusätzlichen Ballast wie möglich mit euch herum. Auf Mehrtagestouren ist die Zwiebelschicht der way to hike. Alles was ihr just in dem Moment nicht benötigt, wie Regenjacke und Co., wird bei Nichtgebrauch einfach in den Rucksack verbannt. Das Gewicht hat sich dann zwar nicht David-Copperfield-mäßig in Luft aufgelöst, liegt aber dann nicht mehr direkt auf eurem Körper an. Magisch ist daran, dass es für flottere Bewegungsabläufe sorgt.

Apropos Rucksack! Was muss der können? Ihr habt es sicher schon erraten, die geschulterte Transporthilfe sollte auch wieder möglichst wenig auf die Waage bringen. Sucht euch einen kompakten und leichtgewichtigen Rucksack mit bequemen, ergonomischen Schultergurten aus. Der Speedhiking-Ranzen sollte fest am Rücken sitzen und bei raschen Bewegungen nicht umherwackeln.

Ebenfalls wichtig ist genügend Ventilation am Rückenteil zu haben, damit weder Hitzestau noch verstärkter Schweißfluss entstehen. Spezielle Trailrunning– oder generell Laufrucksäcke sind hier eine optimale Wahl – ausreichend Platz vorausgesetzt. Habt ihr eure Rucksackwahl getroffen, packt euren Rucksack mit Bedacht. Wanderkarte, Erste-Hilfe-Set, GPS-Gerät und natürlich ausreichend Flüssigkeit sind Pflicht-Gäste im gut geschnürten Speedhiking-Rucksack-Paket. Aber denkt dran, jedes überflüssige Grämmchen auf den Schultern wiegt auf der Speed Hiking Tour doppelt, oder wenn nicht sogar dreifach so viel wie sonst.

Ein schneller Fuß will gut gekleidet sein – welche Schuhe fürs Speed Hiking?

Rückenansicht einer Person, die über eine Felslandschaft hikt.

Wenn man es sich einfach und bequem machen möchte, sollte man den richtigen Rucksack und das richtige Schuhwerk wählen.

Und nun zum Teil der Ausrüstung, auf dem das Speed Hiking im wahrsten Wortsinne fußt – die Schuhe und die Socken. Zunächst zum Schuhwerk. Welche Treter eure Füße auf der Speed-Hikking-Tour tragen sollen ist touren- und geschwindigkeitsabhängig. Jedoch gilt ein weiteres Mal die Gewichtsprämisse.

Die Schuhe dürfen nicht zu schwer sein, müssen gleichzeitig robust und in vollem Maße geländetauglich sein. Seid ihr beim Hiking extra schnell und selten abseits der Wanderwege unterwegs, sind feste Halbschuhe (wie beispielsweise gute Trailrunning Schuhe) eure besten Freunde. Die bieten euch sicheren Halt und festen Tritt im Gelände, haben ein ideales Abrollverhalten für fixe Schritte und ermöglichen einen großen Bewegungsspielraum für die Knöchel.

Geht es in schwierigeres Gelände, solltet ihr zu Schuhen mit einem höheren Schaftabschluss greifen. So sind eure Knöchel besser gestützt und das Umknick- und Verletzungsrisiko wird gemindert. Egal welcher Schuh am Fuß landet, lauft sie vor eurer ersten Hiking Tour unbedingt ausgiebig ein, andernfalls sind Blasen und Druckstellen vorprogrammiert!

An der Sockenfront kommt es vor allem auf Komfort an. Die Socken sollten körpernah sitzen, also nicht zu weit sein. Ansonsten beeinträchtigen sie einerseits den Halt im Schuh und beeinträchtigen zum anderen scheuert das Gewebe dann im Schuh hin und her, was üble Blasenbildungen zur Folge hat. Manche Speedhiker schwören zudem auf den Einsatz von Kompressionsstrümpfen während der Tour. Das hilft nicht nur gegen angeschwollene Beine, sondern verhindert durch einen verbesserten Blutfluss die Übersäuerung der Wadenmuskulatur und steigert so die Laufleistung.

Die Einstiegshürde ist – zumindest was die nötige Ausrüstung anbetrifft –  nicht unerklimmbar. Also worauf wartet ihr noch. Auf geht’s zum Speed Hiking!

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