Klettersteig für Einsteiger

Eisenwege durch steilen Fels – Klettersteiggehen, wie geht das eigentlich?

4. August 2017

Sportart

Klettersteige haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erfahren. Vielerorts werden neue Eisenwege erschlossen und zahlreiche Urlaubsprospekte werben mit dieser „neuartigen“ Art des Bergsports. Was aber macht den Klettersteig eigentlich zum Klettersteig? Wo liegen die Grenzen zum Wandern oder Klettern? Und was um alles in der Welt muss ich eigentlich beachten, wenn ich zum ersten Mal einen Klettersteig gehen möchte? Dieser Fragenkatalog könnte sicherlich problemlos noch erweitert werden, daher haben wir uns entschlossen, heute einmal unser geballtes Expertenwissen in puncto Klettersteig auszupacken.

Wandern – Klettersteiggehen – Klettern

Das Klettersteiggehen ist eine eigene alpine Disziplin, die vereinfacht zwischen Wandern und Klettern einzuordnen ist. Generell kann das Klettersteiggehen aber nicht als verschärftes Wandern oder einfaches Klettern gesehen werden, sondern ist eine mehr oder weniger eigene Sportart. Klettersteige oder auch Via Ferratas sind mit Drahtseil und Eisentritten ausgestattete Routen durch mehr oder weniger alpines Gelände. So wird auch Personen mit einem vergleichsweise geringen Kenntnisstand der Einstieg in teilweise sehr steiles und exponiertes Gelände ermöglicht. Grundlegendes Element ist dabei ein Drahtseil, das mit zahlreichen Zwischensicherungen in der Felswand angebracht ist und vom Klettersteiggeher als Sicherungspunkt hergenommen wird. Wichtig ist dabei das richtige Handling des Klettersteigsets, aber dazu später mehr.

Im Wesentlichen unterscheidet man drei verschiedene Varianten des Klettersteiggehens:

  • Versicherte Wege

Ganz streng genommen sind versicherte Wege eigentlich keine waschechten Klettersteige, sondern Wege, die an besonders ausgesetzten oder auch gefährlichen Stellen mit einem (Draht-)Seil versehen wurden. Dieses Seil ist aber nicht wie beim eigentlichen Klettersteigen Teil der Sicherungskette, sondern dient vielmehr als Ersatz für ein Geländer bzw. Handlauf. Versicherte Steige werden daher in der Regel auch ohne Klettersteigausrüstung begangen.

  • Klassische Klettersteige

Hierbei handelt es sich um den meist anzutreffenden Typ Klettersteig. Klassische Klettersteige kommen in zahlreichen Schwierigkeitsgraden daher und sind so für Anfänger und Fortgeschrittene bestens geeignet. Sie verfügen immer über ein durchgängiges Drahtseil mit Zwischensicherungen und werden nicht selten mit zusätzlichen Eisentritten und Leitern versehen. Auch Seilbrücken und andere Spielereien sind hier keine Seltenheit.

  • Sportklettersteige

Sportklettersteige sind zumeist schwierige Steige in ausgesetztem Gelände. Nicht selten verlaufen Touren dieser Art auch durch Überhänge. Zwar verfügen Sportklettersteige auch über ein durchgängiges Drahtseil als Sicherung, kommen aber oft ohne Zusatztritte aus und sind somit für ungeübte Personen keinesfalls geeignet.

Klettersteige grenzen sich somit vom Wandern deutlich ab, da hierbei die Eigensicherung zwingend erforderlich ist. Auch mit Sport- oder Alpinklettern haben Klettersteige wenig zu tun, da man hier nicht mit Seil und Kameradensicherung unterwegs ist, sondern immer nur sich selbst am bereits viel besungenen Drahtseil sichert. Um bereits vorab ungefähr einschätzen zu können, ob man der Schwierigkeit eines Steiges gewachsen ist, gibt es eine standardisierte Schwierigkeitsskala, die von von A (leicht) bis F (mehr als extrem schwierig) reicht.

Klettersteigausrüstung

Klettersteige sollten nicht unterschätzt werden. Stürze am Steig können oft schwere Folgen haben und ohne die richtige Ausrüstung auch tödlich enden. Aus diesem Grund kann hier Opas altes Hanfseil (wie übrigens bei allen anderen Bergsportdisziplinen auch) getrost zu Hause bleiben. Die Minimalausrüstung für einen Klettersteig besteht daher aus einem geeigneten Klettergurt, einem Klettersteigset sowie einem Steinschlaghelm. Zusätzlich kommen Klettersteighandschuhe und Berg- bzw. Zustiegsschuhe zum Einsatz.

Der Klettergurt

Beim Klettersteiggehen können mehrere Arten von Gurten zum Einsatz kommen. Hier eine kleine Übersicht, wann welcher Typ idealerweise verwendet werden sollte.

  • Hüftsitzgurt: Der Hüftsitzgurt kommt vornehmlich bei Sportklettersteigen zum Einsatz. Auch kann er für klassische Klettersteige hergenommen werden, sofern kein schwerer Rucksack mitgeführt wird.
  • Kombination Brust- und Hüftgurt: Immer dann wenn ein Hüftgurt aufgrund des Körperbaus nicht zuverlässig sitzt oder der Körperschwerpunkt nach oben verschoben ist, wird zusätzlich zum Hüftsitzgurt die Verwendung eines Brustgurts erforderlich. Typische Fallbeispiele: Kinder haben aufgrund ihres Körperbaus einen höheren Schwerpunkt als ausgewachsene Personen. Außerdem ist gerade bei zierlichen Kindern die Hüfte und Taille noch nicht so ausgebildet, dass ein Sitzgurt alleine ausreicht. Auch bei adipösen Menschen kann es dazu kommen, dass der Hüftgurt nicht gut sitzt und der Körperschwerpunkt sich verschoben hat. Gerade aber auch in Verbindung mit einem schweren Rucksack ist für Menschen mit „Normalmaßen“ das Tragen eines Brustgurts erforderlich.
  • Komplettgurte: Gerade aber für Klettersteige kommen auch gerne Komplettgurte, also Gurte, die sowohl über Bein- als auch Schulterriemen verfügen zum Einsatz. Auch für Kinder sind Gurte dieses Typs sehr praktisch.

Weitere Infos zum Thema Klettergurte gibt’s im Blogbeitrag von Wiebke.

Das Klettersteigset

Moderne Klettersteigsets kommen immer in Y-Form daher. Das heißt, dass sie neben einer Einbindeschlaufe und einem Bandfalldämpfer über zwei Arme mit jeweils einem Klettersteigkarabiner verfügen. Die so entstehende Form ähnelt also einem Y, daher der Name. Wozu sind aber die einzelnen Bestandteile gut?

  • Die Einbindeschlaufe: Sie ist das Bindeglied zwischen Klettersteigset und Klettergurt. Wichtig ist dabei, dass das Klettersteigset korrekt in den Hüftgurt oder Kombigurt eingebunden wird. Hierzu sind keine weiteren Ausrüstungsgegenstände wie Karabiner etc. notwendig. Das Klettersteigset wird lediglich in der jeweiligen Anseilschlaufe mit einem Ankerstich eingebunden[3]. Kommt eine Kombination von Hüftgurt und Brustgurt zum Einsatz, werden diese wie gewohnt mittels Achterband verbunden, das Einbinden des Klettersteigsets erfolgt dann über den unteren Knoten des Achterbands.
Klettersteig für Einsteiger

Einbinden bei einem Sitzgurt.

  • Die Lastarme mit Klettersteigkarabiner: Die Lastarme sind zusammen mit den Karabinern das Bindeglied zum Drahtseil. Die Karabiner werden hierzu in das Drahtseil eingehängt und mit einer Hand mitgeführt. Klettersteigkarabiner sind keine einfachen Schnappkarabiner, sondern verfügen immer über einen Mechanismus, der ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindert.
  • Der Bandfalldämpfer: Heute kommen ausschließlich Klettersteigsets mit Bandfalldämpfer zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein komplexes System aus Bändern mit Sollbruchnähten, die bei einem Sturz die Energie aufnehmen und so den Fangstoß mindern. Der Bandfalldämpfer kann daher als eine Art Lebensversicherung beim Klettersteig gesehen werden. Würde man beispielsweise aus einer entsprechenden Höhe nur in eine Bandschlinge stürzen, wäre der Sturz um ein vielfaches härter und würde wahrscheinlich tödlich enden.
Klettersteig für Einsteiger

So funktioniert das Einbinden bei einem Brustgurt.

Gerade besonders leichte aber auch besonders schwere Personen müssen unbedingt darauf achten, dass das Klettersteigset auch für ihr Gewicht kompatibel ist. Die neue Klettersteigset-Norm EN 958 ist seit Kurzem in Kraft. Diese beinhaltet, dass Klettersteigsets für einen Gewichtsbereich von 40 kg – 120 kg ausgelegt sein müssen. Diese Angabe bezieht sich immer auf das Systemgewicht, also Mensch+Kleidung+Ausrüstung. Wer sich am oberen oder unteren Rand dieser Gewichtsangabe befindet, sollte bei der Auswahl seines Klettersteigsets besondere Sorgfalt walten lassen und auf die Zertifizierung nach der EN 958:2017 achten. Kinder, die leichter als 40 kg sind, sollten am Steig nachgesichert werden.

Der Kletterhelm

Alle für das Klettern zugelassenen Helme können auch für Klettersteige hergenommen werden. Ob man sich nun für einen Hartschalen-, Inmold- oder Hybridhelm entscheidet, ist dabei nicht maßgeblich. Wichtig ist nur, dass man einen geeigneten Steinschlaghelm trägt. Fahrrad- oder Skihelme ohne die entsprechende Zulassung haben hier nichts verloren. Wenn ihr mehr zum Thema Kletterhelme erfahren wollt, könnt ihr euch auch gerne einmal den passenden Blogbeitrag von Wiebke zu Gemüte führen.

Zusätzlich zu dieser Grundausrüstung kommen in der Regel auch Klettersteighandschuhe und Berg- bzw. Approachschuhe zum Einsatz. Auch wetterfeste Kleidung sowie ein Tagesrucksack mit Verpflegung etc. sollten mit von der Partie sein.

Klettersteighandschuhe

Klettersteighandschuhe haben in erster Linie die Aufgabe, Hände und Finger vor Verletzungen zu schützen. Die Drahtseile der Klettersteige sind selten absolut glatt, gerade bei älteren oder vielbegangenen Steigen kann es immer mal wieder vorkommen, dass an den Seilen einzelne Drähte abstehen. Auch sorgen Klettersteighandschuhe für einen besseren Grip, sodass gerade in steilen oder ausgesetzen Passagen ein Abrutschen am Drahtseil vermieden werden kann. Hier noch ein Tipp für Anfänger mit kleinem Budget: Klettersteighandschuhe können behelfsmäßig auch durch Bauhandschuhe ersetzt werden. Für den Schutz der Hände reichen diese allemal aus. Allerdings schwitzt man in Bauhandschuhen oft stärker und die Performance ist meist geringer als bei echten Klettersteighandschuhen.

Schuhwerk

Klettersteig für Einsteiger

So ist ein Klettersteigset aufgebaut.

Ähnlich wie bei Wanderungen oder Bergtouren hängt die Wahl des richtigen Schuhwerks auch beim Klettersteig vom Terrain ab. Selbstverständlich ist es nahezu allen Klettersteigen immanent, dass sie mittels Drahtseil und Eisentritten durch mehr oder weniger steile Felswände führen und somit die Anforderungen erst einmal relativ ähnlich sind. Allerdings sollte man bei der Wahl des richtigen Schuhwerks die gesamte Tour, also Zustieg, Weiterweg und Abstieg, in die Betrachtung miteinfließen lassen. Grundsätzlich haben sich aber Wanderschuhe der Kategorien B oder B/C bewährt, auch gute Zustiegsschuhe mit einer Sohle mit Kletterbereich können angenehm sein.

Klettersteiggehen – Wie geht das eigentlich?

Nun da wir die Ausrüstungsfrage geklärt haben, schauen wir uns einmal an, wie eigentlich ein Klettersteig funktioniert. Die von uns dargelegten Ausführungen sollen jedoch nur zur groben Übersicht dienen und haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Das Lesen dieses Artikels reicht leider nicht aus, um ohne jegliche Vorkenntnisse gut und sicher am Steig unterwegs sein zu können. Sorry…

Aber fangen wir ganz vorne an. Wir gehen einfach einmal davon aus, dass das Tourenziel feststeht, die Wetterlage gecheckt und für gut befunden wurde. Die Anfahrt ohne Stau und sich übergebende Mitfahrer ebenfalls zufriedenstellend absolviert werden konnte und der Zustieg zum Steig bereits erfolgt ist. Nun stehen wir da, unser erster Klettersteig. Groß und mächtig überragt uns die Felswand, ein einsames Drahtseil lädt uns ein luftige Höhen zu erklimmen und bislang unbekannte Welten kennenzulernen. Noch einmal schweift der Blick zurück, doch der Weg geht nur nach vorne… Stop! Da ist mir wohl gerade ein wenig der theatralische Gaul durchgegangen…

Klettersteig für Einsteiger

Spaß für Groß und Klein!

Aber zur Sache: Je nach Länge des Steigs empfiehlt es sich, noch vor dem Einsteigen alles das zu erledigen, was später im Steig viel umständlicher werden würde. Also Vespern, Kleidungsstücke aus- oder anziehen und ggf. nochmals kurz hinter den Busch verschwinden. Ist das alles erledigt, wird die Ausrüstung angelegt und das Klettersteigset eingebunden. Helm auf, Handschuhe an und los geht’s. Beim Begehen von Klettersteigen werden immer beide Karabiner des Klettersteigsets ins Drahtseil eingehängt. Diese werden dann bis zur nächsten Zwischensicherung so mitgeführt, dass sie sich nicht zwischen Drahtseil und Fels verhaken oder verklemmen können.

Meist reicht es, wenn man sie hierzu mit einer Hand einfach vorwärts schiebt. Eine Zwischensicherung am Klettersteig kommt immer in Form eines Metallstifts daher. Dieser ist fest im Fels verankert und fixiert das Drahtseil. Somit können die Karabiner hier nicht weitergeschoben werden. Ist man an einer solchen Zwischensicherung angekommen, hängt man zuerst den einen, danach den anderen Karabiner in den weiterführenden Teil des Drahtseils. So ist man immer ausreichend gesichert. Keinesfalls dürfen beide Karabiner des Klettersteigsets gleichzeitig vom Drahtseil gelöst werden. Dieses Prinzip wird bis zum Ausstieg aus dem Steig fortgesetzt. Geklettert wird dabei sowohl am Fels, als auch unter Zuhilfenahme des Drahtseils, der Eisentritte, Leitern etc. Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Zwischen zwei Sicherungspunkten eines Klettersteigs, sollte sich immer nur ein Kletterer bewegen, da bei einem Sturz sonst die nachfolgende Person mitgerissen werden würde. Noch Fragen? Klar doch!

Wenn ich am Klettersteig kurz ausruhen möchte, darf ich mich dann in mein Klettersteigset setzen?

Nein. Das Klettersteigset dient nur der Sicherung und dem Abbremsen von Stürzen. Durch das regelmäßige Belasten des Klettersteigsets könnten die Sollbruchstellen des Bandfalldämpfers bereits vorab beschädigt werden, dies kann zu einer verminderten Bremswirkung führen. Für das Ausruhen am Steig ist es daher ratsam, eine handelsübliche Bandschlinge mit Schraubkarabiner mitzuführen. Diese wird ebenfalls an der Anseilschlaufe des Klettergurts angebracht und kann für Ruhepausen mit dem Karabiner ins Stahlseil eingehängt werden. Auch gibt es Klettersteigsets, die über eine zusätzliche Ruheschlaufe verfügen. Ist diese vorhanden kann sie selbstverständlich auch zum Hängen verwendet werden. Wichtig: Diese zusätzliche Schlinge dient nur zum Hängen am Steig. Sie darf keinesfalls während des Kletterns/Steigens am Drahtseil verbleiben, da sie die Wirkung des Klettersteigsets außer Kraft setzen würde. Im Fall eines Sturzes könnten so schwerste Verletzungen resultieren.

Wenn ich am Klettersteig stürze, was passiert dann?

Klettersteig für Einsteiger

Schwindelfrei sollte man auf jeden Fall sein!

Eine alte Regel besagt: Am Klettersteig darf man nicht stürzen! Diese Weisheit kommt sicherlich noch aus der Zeit, in der die Technik der Klettersteigsets deutlich weniger zuverlässig war als heute. Auch kamen früher oft nur einfache Bandschlingen zum Einsatz, sodass Stürze extrem hart ausfielen. Heute hat sich das freilich zum Positiven geändert, dennoch sollten Stürze am Steig so gut wie es geht vermieden werden. Kommt es dennoch zum Sturz, so fällt der Klettersteiggeher bis zur nächsten Zwischensicherung nahezu ungebremst. An der Zwischensicherung angekommen, werden die eingehängten Karabiner aufgehalten und die Energie des Sturzes überträgt sich auf das Klettersteigset. Dieses nimmt die Belastung auf, der Bandfalldämpfer reißt auf und der Sturz wird angebremst. Der Fangstoß ist in der Regel trotzdem sehr hart und kann mit schweren Verletzungen einhergehen. Daher sollte man sich nie „aus Spaß“ oder „um es einfach einmal auszuprobieren“ in das Klettersteigset fallen lassen. Nach einem solchen Sturz muss der Bandfalldämpfer des Klettersteigsets unbedingt ausgetauscht werden, bevor der nächste Klettersteig begangen wird!

Wie komme ich mit meinen Kindern sicher durch einen Steig?

Gerade bei leichten Kindern oder blutigen Anfängern empfiehlt es sich, zusätzlich zum Klettersteigset eine Nachsicherung aufzubauen. Die Vorgehensweise ist dabei ähnlich wie beim Felsklettern. Ein „Vorsteiger“ sichert seinen „Nachsteiger“ (in unserem Beispiel Kind oder Anfänger) an einem Seil nach. Dies kann entweder mit einem herkömmlichen Kletterseil sowie der notwendigen Ausrüstung erfolgen. Darüber hinaus gibt es beispielsweise das Via Ferrata Belay Kit II von Edelrid. Hierbei handelt es sich um ein Sicherungsset, mit dem eine zusätzliche Seilsicherung am Klettersteig schnell und einfach aufgebaut werden kann.

Zum Schluss

Das Begehen von Klettersteigen ist eine spannende und abwechslungsreiche Alternative zum Wandern oder Klettern. Dabei sollte man jedoch die Gefahren, die diese Sportart mit sich bringt, nicht außer Acht lassen. Bei der Wahl eines Steigs ist es daher wichtig, sich vorsichtig an die eigenen Grenzen heranzutasten. Auch der Umgang mit Klettersteigset will geübt sein und sollte in leichten Steigen ausgiebig erprobt werden. Wer mehr über das Klettersteiggehen erfahren möchte, sollte sich einmal Lehrbücher wie „Klettersteiggehen“ vom Bergverlag Rother oder Sicher Klettersteiggehen“ vom Alpinverlag zu Gemüte führen. Auch das Absolvieren eines Klettersteigkurses sorgt für zusätzliches Know-How und Sicherheit.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Timo sagte am 9. Juli 2017 um 20:58 Uhr

    Ein sehr interessanter Artikel wurde hier verfasst. Das Klettersteiggehen erfreut sich in der letzten Zeit immer mehr an Beliebtheit. Außeracht gelassen werden darf aber auch nicht die große Vielzahl an Anfängern, die sich in dieser Sportart versucht. Bedauerlicher Weise entstehen dort dann immer wieder Unfälle, die meist aus Selbstüberschätzung passieren.

    Was ich immer wieder sehen, sind ein paar selbstgebaute „Klettersteigsets“. Einfach zwei Reepschnüre mit Schnappern verbunden, finde ich persönlich nicht gut. Deshalb kann ich mich nur der Meinung anschließen, ein ordentliches und modernes Klettersteigset zu verwenden.

    Ich selbst empfinde das Klettersteiggehen als eine eigene Sportart. Ich selbst habe mal mit einem mehr oder weniger erfahrenen Sportkletterer geredet, der zum ersten Mal einen Klettersteig begangen hat. Dieser meinte, dass es schon recht schwierig zugeht – C Klettersteig (Hausbachfall-Klettersteig).

  2. Jörn sagte am 10. Juli 2017 um 11:37 Uhr

    Hi Timo,

    danke für deinen Kommentar. Da sind wir natürlich ganz bei dir. Wir versuchen im Text auch herauszustellen, dass es eben nicht einfach mal ein bisschen „Wandern mit Kraxelei“ ist und dass man durchaus mit Vorsicht und Respekt an die Sache rangehen sollte. Ich hoffe, das kommt ausreichend durch!

    Liebe Grüße,

    Jörn

  3. Manfred sagte am 19. Juli 2017 um 22:16 Uhr

    Ein sehr informativer Artikel. Ein wichtiger Sicherheitshinweis fehlt aber – oder habe ich es überlesen?
    Zwischen zwei Sicherungspunkten des Drahtseils soll sich immer nur ein Kletterer bewegen. Andernfalls würde er bei einem Sturz den Nachfolger mitreißen. Ich habe schon öfter bei „Stau“ auf dem Klettersteig nachdrängende Heißsporne darauf hinweisen müssen.

  4. Jörn sagte am 20. Juli 2017 um 14:25 Uhr

    Hi Manfred,

    das ist uns wohl tatsächlich durch die Lappen gegangen. Merci dir!

    Liebe Grüße,

    Jörn

  5. Johannes sagte am 2. August 2017 um 13:57 Uhr

    Interessanter Artikel. Allerdings finde ich das erste Bild im Abschnitt Klettersteigausrüstung sehr problematisch(Vorbild!): Ein Arm des Sets gespannt (wohl eingehängt) der andere am Gurt eingehängt. Wenn ich das falsch sehe, tun es andere bestimmt auch. Wenn ich es richtig sehe ist das lebensgefährliche Fehlbedienung: Der Falldämpfer wird überbrückt, also vollkommen wirkungslos.

  6. Jörn sagte am 4. August 2017 um 08:47 Uhr

    Hi Johannes,

    danke für das scharfe Auge. Das ist uns tatsächlich durch die Lappen gegangen. Egal, was der auch macht – wir haben das Bild mal aus dem Text genommen.

    Viele Grüße,

    Jörn

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