Kaufberatung

Skistöcke – wichtig für die Stabilität und das Gleichgewicht

27. Januar 2016

Sportart

Kaufberatung Skistöcke

Auf was ist beim Kauf von Skistöcken zu beachten?

Skistöcke bleiben innerhalb der Skiausrüstung meist etwas im Hintergrund. Ihnen wird oft keine große Aufmerksamkeit beim Kauf neuer Ausrüstung gewidmet. Jedoch sind diese praktischen Helfer im Skisport einfach nicht wegzudenken. Immerhin sorgen sie für die nötige Stabilität des Skifahrers, unterstützen das Gleichgewicht und erhöhen bei der richtigen Wahl den Fahrkomfort erheblich. Deshalb sollte man die Skistöcke auf keinen Fall vernachlässigen und auch hier zweimal hinsehen, bevor man sich für eine Ausrüstung entscheidet.

 

Die verschiedenen Skistock Modelle

Bevor er sich für einen passenden Skistock entscheidet, sollte der Skifahrer zunächst wissen, wo und wie er fahren möchte. Ist er Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi? Ist der Fahrstil eher sportlich oder gemütlich? Geht es bei einem Tag auf der Piste darum, gemütlich ein paar Schwünge zu setzen oder doch lieber mit Tempo ins Tal zu heizen? Für jeden Fahrer-Typ und für jeden Anspruch findet sich auch das passende Modell.

Der Standard-Stock

Hierbei handelt es sich um das meistgekaufte Modell, da er universal einsetzbar ist. Er eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Das Alurohr, aus dem er besteht, verfügt über eine mittlere Festigkeit und eignet sich daher optimal für den Freizeit-Einsatz auf der Skipiste. Der Griff aus Hartkunststoff ist dabei meist mit einer verstellbaren Schlaufe versehen. In preiswerten Skisets ist dieses Modell übrigens meistens gleich im passenden Design erhältlich.

Leki - Venom Vario S - Skistöcke

Leki – Venom Vario S – Skistöcke

Der Komfort-Stock

Hier wird zwischen verschiedenen Preisklassen unterschieden. Die Stöcke bieten meist einen längeren Bodenkontakt, der durch einen abgewinkelten Griff erzielt wird. Darüber hinaus bieten diese Skistöcke komfortablere Griffe mit besserer Isolierung. In den oberen Preisklassen wird meist auf gehärtetes Aluminium gesetzt, das sich nicht so leicht verbiegen lässt oder bricht. Dadurch können auch dünnere Rohre verwendet werden, wodurch das Gewicht reduziert werden kann.

Der Carbon-Stock

Durch die Verwendung eines Carbonrohrs, wie es zum Beispiel der Hersteller Leki bietet, wird der Stock steifer und bietet darüber hinaus eine ideale Dämpfung. Somit wird die Belastung der Handgelenke besonders bei harten Pisten reduziert. Ein weiterer Vorteil von Carbon ist, dass es nicht so anfällig für Kälte ist wie Aluminium.

Spezielle Rennstöcke

Für den Einsatz im professionellen oder auch semiprofessionellen Rennbereich kommen natürlich nur spezielle Rennstöcke infrage. Diese sind aus Carbon oder gehärtetem Aluminium erhältlich und verfügen über Renngriffe, die einen besseren Halt auch bei hohen Geschwindigkeiten bieten sollen. Für die Disziplinen Abfahrt und Super-G sind die Stöcke darüber hinaus gebogen. Dadurch schmiegen sie sich in der Abfahrtshocke der Körperform besser an.

Die optimale Länge der Skistöcke ermitteln

Italbastioni - Adventure DLS Foam Long Touring - höhenverstellbare Skistöcke

Italbastioni – Adventure DLS Foam Long Touring – höhenverstellbare Skistöcke

Für alle Mathefreaks gibt es eine ganz einfache Berechnungsformel, welche die optimale Länge der Skistöcke ermitteln soll. Hierfür wird die Körpergröße mit 0,7 multipliziert. Schwankt die Länge dabei zwischen zwei Größen, sollte unbedingt auf die längere Variante gesetzt werden. Denn ein späteres Kürzen ist immer noch möglich, verlängern eher weniger.

Doch natürlich sollten die Skistöcke am besten auch in der Praxis getestet werden. Der Skifahrer stellt sich hierfür gerade hin und greift den Stock am Griff, sodass dieser mit der Spitze am Boden steht. Der Unterarm sollte in dieser Position leicht nach oben geneigt sein. Eine weitere Möglichkeit ist, den Skistock umzudrehen und über dem Teller zu greifen. Stellt man nun den Stock auf den Boden, sollen Unter- und Oberarm einen rechten Winkel bilden. Diese Methode wird vor allem bei höhenverstellbaren Skistöcken sowie Teleskopstöcken angewendet, um die optimale Länge leicht und schnell zu ermitteln.

Weitere Ausstattungen der Skistöcke

Natürlich besteht ein Skistock nicht nur aus einem Aluminium- oder Carbonrohr. Die Spitze zum Beispiel ist bei günstigeren Modellen meist aus Stahl und aus Sicherheitsgründen abgestumpft. Bei Rennstöcken ist die Spitze hingegen aus Hartmetall und verfügt über eine scharfe Spitze, die auch auf einer harten und eisigen Piste optimal greift.

Auch beim Teller gibt es verschiedene Varianten. Da dieser verhindern soll, dass der Stock im Schnee versinkt, gibt es neben dem Standardteller auch größere Modelle für Tiefschnee. Die Exemplare für den Rennsport sind hingegen aerodynamisch, um so wenig Widerstand wie möglich zu bieten.

Leki - Blue Bird Carbon - Skistöcke mit abnehmbaren Handschlaufen

Leki – Blue Bird Carbon – Skistöcke mit abnehmbaren Handschlaufen

Normale Griffe bei Standardstöcken werden meist aus hartem Kunststoff gefertigt. Softgriffe hingegen sind dabei um einiges komfortabler, spezielle Dual-Density-Griffe noch griffiger. Auch lassen sich durch solche spezielle Griffe Schläge besser dämpfen. Die Schlaufen der Griffe unterschieden sich dabei durch die Verstellbarkeit. Im Gegensatz zu festen Schlaufen sind Sicherheitsschlaufen schnell verstellbar und öffnen sich selbstständig, wenn die Schlaufe hängenbleibt. Darüber hinaus bieten spezielle Klicksysteme einen noch größeren Komfort. Denn bei dieser Variante sind die Handschlaufen abnehmbar, lassen sich durch einen Klick am Griff befestigen und können genauso einfach auch wieder gelöst werden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte immer auf Schlaufen zurückgegriffen werden, die sich im Notfall selbständig öffnen. Auf diese Weise können Verletzungen der Hand vermieden werden. Und schließlich gilt auch im Skisport: „Safety first!“

Wenn Du noch Fragen hast, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Daniel ist hier unser Fachmann in Sachen Skistöcke. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

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