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Was Warmes für Obenrum: Skijacken – eine Kaufberatung

13. Juni 2018

Sportart

Kaufberatung Skijacken

Skijacken – Schutz vor Schnee und Kälte

Die Landschaft ist in ein zartes Weiß gehüllt und die Hänge und Pisten schreien förmlich nach Wintersport. Das alpine Skifahren ist dabei seit jeher hoch im Kurs und lockt immer wieder zahlreiche Wintersportler. Neben einer guten Skiausrüstung trägt auch warme und funktionelle Kleidung maßgeblich zum Gelingen eines Skitages bei.

Worauf sollte man aber beim Kauf achten? Wir haben hier einmal die wichtigsten Eigenschaften einer guten Skijacke zusammengetragen.

 

 

Skijacken sorgen für den Spaß auf der Piste

Skijacken sorgen für den Spaß auf der Piste

Die Frage nach dem „Wofür“

Wie so oft bei Kaufentscheidungen sollte sich die erste Frage nach dem Verwendungszweck richten. Daher ist es ratsam, sich vorab Gedanken zu machen, in welchen Situationen die neue Jacke vornehmlich zum Einsatz kommen soll. Beim Freeride oder gar Toureneinsatz ist man mit Sicherheit mit einem mehrschichtigen Aufbau der Kleidung (Zwiebelprinzip) gut beraten. Wir wollen uns heute aber fernab von reinen Softshell-, Hardshell– oder Daunenjacken einmal ganz explizit um warme Skijacken für die Piste kümmern. Für das alpine Skifahren mit Liftunterstützung ist es daher ratsam, eine dickere und warm gefütterte Skijacke zu kaufen. Diese muss einerseits atmungsaktiv sein, um entstehende Feuchtigkeit schnell entweichen zu lassen. Andererseits muss sie auch möglichst wind- und wasserdicht sein, um auch bei kalten und widrigen Wetterverhältnissen optimalen Schutz zu bieten.

Gerade beim alpinen Skifahren wechseln sich die Phasen „körperliche Anstrengung“ (Abfahrt) und „Ruhepause“ (Anstehen, Liften) in einem vergleichsweise engen Takt ab. Während der Fahrt kommt es durch die Geschwindigkeit zu Fahrtwind, der durch die Jacke abgehalten werden muss. Zudem heizt sich der Körper durch die Bewegung bzw. Anstrengung in der Regel auf, man schwitzt. Folgt auf eine Abfahrt nicht unmittelbar der Einkehr- oder Heimkehrschwung, heißt es erst einmal in die Liftschlange einreihen und hochfahren, man steht bzw. sitzt rum und bewegt sich kaum. Der Körper kühlt aus. Ist man in dieser Situation sprichwörtlich bis auf die Knochen nassgeschwitzt, friert man schnell und verliert möglicherweise die Lust am Skifahren.

Eine gute Jacke schafft jedoch genau bei diesem Problem einen Ausgleich. Durch eine gute Atmungsaktivität wird entstehende Feuchtigkeit schnell vom Körper abtransportiert, sodass ein nachträgliches Auskühlen eingedämmt wird. Zudem wird durch eine gute Isolation die entstandene Wärme am Körper gehalten. Darüber hinaus sollte das Material der Jacke möglichst robust und widerstandsfähig, aber nicht zu hart oder unflexibel sein.

Skijacken sorgen für die nötige Bewegungsfreiheit

Skijacken sorgen für die nötige Bewegungsfreiheit

Passform und Aussehen

Über das Aussehen oder auch den persönlichen Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Es gibt jedoch gerade in puncto Passform und Schnitt der Jacke ein paar Dinge, die man vor dem Kauf beachten sollte. Sehr wichtig ist dabei, dass man in der Jacke nicht nur gut aussieht, sondern sich darin auch rundum wohlfühlt. Skifahren ist eine bewegungsintensive Sportart – fühlt sich die Jacke wie ein Außenskelett an, ist dies nicht nur unangenehm, sondern die Bewegungsfreiheit wird auch maßgeblich behindert. Kommt die Jacke dagegen wie ein Sack daher, ist sie vielleicht sehr angenehm zu tragen, flattert aber bei schneller Fahrt im Wind und hält durch das größere Innenvolumen Wärme schlechter am Körper. Daher lautet eine der wichtigsten Devisen: Die Jacke muss passen.

Ganz unabhängig von der allgemeinen Passform gibt es selbstverständlich Jacken in diversen Schnitten und Stilen. Ob man eher zu einer kurzen Jacke tendiert oder doch lieber eine etwas längere Komfortlänge wählt, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Kapuze, Bündchen und Co.

Wer sich im alpinen Gelände tummelt, hat oft auch mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Jacke bei starkem Wind und / oder Schneefall möglichst dicht und sauber abschließt. Ein Augenmerk liegt dabei auf der Kapuze. Diese ist entweder fest an der Jacke angebracht oder kann bei manchen Modellen auch abgenommen werden. Wichtig ist jedoch, dass sie gut am Kopf sitzt. Fährt man mit Skihelm, ist es zudem ratsam darauf zu achten, dass die Kapuze helmkompatibel ist.

Ein weiteres äußerst praktisches Feature ist ein integrierter Schneefang. Dieser befindet sich im Inneren der Skijacke und legt sich eng um die Taille. Somit schließt die Jacke nach unten hin sauber ab und Schnee, Kälte und Wind haben hier kein Durchkommen mehr. Gerade bei kaltem Wetter oder Tiefschneeabfahrten ist ein Schneefang somit mehr als nützlich.

Auch die Ärmel müssen sauber abschließen. Dazu sind diese zumeist mit einem Klettverschluss ausgestattet, der es ermöglicht, die Ärmel an ihrem Ende so weit wie notwendig zu verengen. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass ein sauberer Übergang von Jacke zu Handschuh möglich ist. Generell kann man dem Ärmel entweder über oder unter dem Handschuh tragen. Wozu man im einzelnen tendiert, hängt stark von der persönlichen Vorliebe ab, es gibt diesbezüglich kein Richtig oder Falsch. Es ist aber auf alle Fälle ratsam bei der Anprobe auch das Zusammenspiel von Jacke und Handschuh zu testen.

Einige Jacken verfügen zusätzlich über Innenbündchen mit Daumenschlaufen. Diese Bündchen sind meist aus einem dünneren und flexiblen Material und etwas länger als die eigentlichen Ärmel. Sie verfügen über ein kleines Loch an der Seite, durch das der Daumen gesteckt und somit der Ärmel am hochrutschen gehindert werden kann. Dieses Feature ist einerseits sehr praktisch, wird aber andererseits nicht von allen Skifahrern als angenehm empfunden. Auch hier sollte man sich nach den persönlichen Vorlieben richten.

 

Reißverschlüsse

Ein wichtiger Punkt, worauf man beim Kauf unbedingt achten sollte, sind die Reißverschlüsse. Diese müssen so angebracht und verarbeitet sein, dass sie Wind und Wetter draußen halten und gleichzeitig auch mit dicken Handschuhen problemlos betätigt werden können. Eine grobe Faustregel besagt, ein Reißverschluss an einer Ski- oder Outdoorjacke sollte entweder abgedichtet oder verdeckt sein. Nur so ist es effektiv möglich, Nässe und Kälte draußen zu halten. Wer sich im Schnee tummelt, hat oft auch mit eisigen Bedingungen zu kämpfen. Ein Reißverschluss fühlt sich aufgrund seines Materials immer kalt an. Dies kann gerade am Kinn oder Hals sehr unangenehm sein. Daher ist es wichtig, dass der Reißverschluss am oberen Ende ausreichend verdeckt ist und nicht mit Hals oder Kinn in Berührung kommen kann (Reißverschlussgarage, Kinnschutz).

Taschen

Eine gute Skijacke verfügt immer auch über einige praktische Taschen. Gerade wenn man nicht gerne mit einem Rucksack unterwegs ist, empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass in der Jacke von der Ersatzbrille über die Müsliriegel bis hin zum Skipass alles seinen Platz findet. Skijacken haben zumeist eine kleine Tasche am Ober- oder Unterarm, in der der Skipass untergebracht werden kann. Dies ist gerade bei der Verwendung von Key-Cards sehr praktisch. Darüber hinaus gibt es neben den herkömmlichen Einschub- und Brusttaschen auch beispielsweise Multimediatschen, die fragile Elektronik wie das Smartphone besonders schützen oder das Durchfädeln eines Kopfhörerkabels ermöglichen.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer neuen Skijacke ist, sollte vor allem auf eine gute Passform und Funktionalität der Jacke achten. Diese muss gut passen und den Oberkörper, Arme und Hals ausreichend vor Kälte und schlechtem Wetter schützen. Darüber hinaus sollte eine Skijacke immer auch genügend Stauraum für diverse Utensilien bieten. Hier heißt es also Augen auf beim Skijackenkauf. Denn gute Kleidung trägt immer auch maßgeblich zum Schneespaß bei.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. LoremIpsum sagte am 15. September 2018 um 16:13 Uhr

    Also echt: bei einer Kaufberatung erwarte ich nicht nur, dass beschrieben wird, was auf dem Berg passiert. So schlau bin ich nämlich selbst, ich Fuchs. Ich hätte ja gerne gewusst, auf welche Materialien ich beim Kauf achten muss/welche am besten für die wechselnden Gegebenheiten auf der Piste geeignet sind.

  2. Hannes sagte am 17. September 2018 um 10:03 Uhr

    Hallo!

    Vielen Dank für Deine Anregung, auf was Du fürs klassiche alpine Pistenskifahren achten musst.

    Im Detail ist das schwierig zu beantworten, da es auch auf die Wünsche und Ansprüche des Kunden drauf ankommt.
    Grundsätzlich geht man bei der Wahl der Ausrüstung für die Piste am besten nach dem Zwiebelprinzip vor:

    – wärmender Baselayer (kann Merino oder Kunstfaser sein)
    – darüber eine isolierende Jacke (Softshell, Kunstfaser, Fleece oder auch Daune)
    – und als äußerste Schickt eine Hardshelljacke (mit Schneefang)

    Wenn Du Detailfragen zur Ausrüstung auf der Piste hast, melde Dich am besten gerne bei uns im Kundenservice unter
    +49 (0)7121-7012-0. Gerne kannst Du auch nach mir fragen.

    Wir finden bestimmt „die“ Ausrüstung für den nächsten Winter auf der Piste für Dich.

    Machs gut,
    Hannes

  3. Horst sagte am 14. Oktober 2018 um 07:55 Uhr

    Vielen Dank für die ausführliche und hilfreiche Kaufberatung!
    ICH bin nämlich nicht so ein Fuchs gewesen, der wusste, wie es auf dem Berg – zwischen Bewegung bergab und Stillstand vor dem Lift bergauf – mit der Regulierung meiner Körpertemperatur so aussieht.
    Aber jetzt bin ich wirklich ein schlauerer Fuchs ;-)

  4. Hannes sagte am 15. Oktober 2018 um 08:31 Uhr

    Hi Horst!

    Freut uns zu hören, wenn wir Dir mit dem Beitrag etwas helfen konnten.

    Jetzt schon mal viel Spaß in der neuen Skisaison.

    Machs gut,
    Hannes

  5. Roger sagte am 15. November 2018 um 20:18 Uhr

    Na ja… der Bericht finde ich suler hat mir sehr geholfen. Dass es eine warme Jacke braucht…

    Nur wird in der Antwort 2 genau wieder das Gegenteil geschrieben, sa wird nur noch eine Softshwllndrübwr angezogen…

    – Habe ich da jetzt was falsch verstanden?
    – Hat der Antworter den Bericht nicht gelesen?
    – Hat der Antworter, der ja auch beineuch arbeitet, was anderes beschrieben..?

  6. Bergfreund Marco sagte am 16. November 2018 um 09:07 Uhr

    Hallo Roger,

    es gibt grundsätzlich zwei Varianten für die Kleidungswahl und das nicht nur im Skibereich. Du kannst entweder eine bereits gefütterte, also warme, Isolationsjacke wählen, oder wie von Hannes beschrieben, nach dem Zwiebelprinzip vorgehen.
    Beides hat letztlich seine Vor- und Nachteile. Mit der ersten Variante hast Du die Wärmeleistung und den wetterschutz in einer Jacke zusammengefasst, beim Zwiebelprinzip brauchst Du zwar mehrere Schichten, bist aber auf unterschiedliche Wetterbedingungen besser vorbereitet.

    Viele Grüße,

    Marco

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