Kaufberatung Rennradreifen

Kaufberatung Rennradreifen

11. Oktober 2016

Kategorie

Sportart

Leicht, schnell und rutschfest – so sieht der ideale Rennradreifen aus. Zumindest in der Theorie. Und wenn er dann noch pannensicher ist, dann ist die Wunschliste abgehakt. Leider entspricht das jedoch nicht unbedingt immer dem, was der Markt so hergibt. Von „Ultraleicht“ bis „Super-Pannensicher“ ist alles am Start und man fragt sich – vor allem als Rennrad-Rookie – unweigerlich, was genau man in welcher Situation braucht. Wir versuchen mit unserer Kaufberatung, etwas Licht ins Gummidickicht zu bringen.

Kaufberatung Rennradreifen

Glatte Lauffläche – ideal für sehr feinen Untergrund.

Eine Frage des Einsatzzwecks

Was für den Hobbyfahrer vielleicht trivial erscheint, ist für den ambitionierten Amateurfahrer oder gar Profi eine rennentscheidende Wahl. Soll es schnell und leicht sein, dann sind reduzierte Reifen wie der Grand Prix Super Sonic definitiv eine gute Wahl. Sie sind so konstruiert, dass sie auch mit hohem Druck bis über 10 Bar gefahren werden können. Nachteil solcher Modelle: Sie sind pannenanfälliger und unkomfortabel, wenn man nicht gerade auf butterzartem Asphalt unterwegs ist.
Bei unebener Fahrbahn oder gar auf Kopfsteinpflaster, wäre hingegen ein Reifen wie der Grand Prix GT Skin angebracht. Derlei Rennradreifen kommen oft mit einer Panneneinlage, sind deutlich robuster und dadurch besser vor Beschädigungen geschützt, allerdings auch schwerer.

Eine Frage des Wetters

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Viel Schutz, starkes Profil. Ein typischer Allwetter-Reifen

Bei Regen macht radeln keinen Spaß. Dennoch kommen ambitionierte Rennradler meist nicht drum herum, auch bei schlechtem Wetter auszufahren – schließlich will man ja nicht als Schönwetterradler abgestempelt werden. Auch hier ist die richtige Wahl des Reifens kein triviales Thema, denn sobald es etwas stärker regnet und die Fahrbahn besonders nass ist, kann es mit dem falschen Unterbau schnell zum Crash kommen. Wer komplett auf Nummer Sicher gehen möchte, der greift am besten zu Allwetterreifen, wie dem Grand Prix 4-Season. Dieser hat ein wasserverdrängendes Profil, wodurch er besser am Boden haftet – vor allem in der Kurvenlage. Auch niedrige Temperaturen, die die Eigenschaften des Gummis negativ beeinflussen können, machen ihm weniger aus. Hinzu kommt ein umfassender Pannenschutz, der den Reifen richtig robust macht. Das schlägt sich allerdings negativ im Gewicht nieder, wodurch solcherlei Modelle eher weniger häufig im Rennen anzutreffen sind.

Eine Frage der Häufigkeit

Klar – wer viel und ambitioniert fährt, der braucht eventuell auch mehr als nur einen Reifen. Der hat aber auch in der Regel mehr als ein Rad bzw. ein zweites Paar Laufräder. Einen Rennradreifen zu wechseln ist schließlich nicht gerade mal eben so nebenbei gemacht… Daher macht es wenig Sinn, dass Gelegenheits- und Fitnessfahrer sich bei jedem Einsatz gleich einen anderen Schlappen draufziehen. Zum Glück haben die Hersteller aber mitgedacht und bieten natürlich auch den klassischen Allround-Rennradreifen an. Hier wären zum Beispiel der Grand Prix Skin und der Ultra Sport 2 zu nennen, ersterer mit Pannenschutz, letzterer ohne.

Eine Frage des Reifendrucks

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Auch der Druck sollte nicht vernachlässigt werden.

Abschließend sollte das Thema Reifendruck noch kurz betrachtet werden, denn auch hier hat man einigen Spielraum, der jedoch häufig genug ungenutzt bleibt. Beim Spiel mit dem Luftdruck kommt es letztlich genau auf die bisher genannten Punkte an. So sollte man bei schlechtem Wetter und besonders nasser Fahrbahn etwas weniger Druck auf den Reifen geben – so haftet er noch besser. Die gleiche Lösung kann man bei unebenem Untergrund wählen. Durch die „weicheren“ Reifen wird das Fahren deutlich komfortabler und tatsächlich auch schneller, da man kleinere Wölbungen besser überrollt. Noch mehr Tipps zur Wahl des passenden Reifendrucks gibt’s last but not least hier!

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