Kaufberatung Fahrradschlösser: Guter Schutz vor Fahrraddiebstahl

13. Juni 2018

Kategorie

Sportart

Weit über 300.000 Fahrräder werden allein in Deutschland jedes Jahr gestohlen. Vom Kleinkriminellen, der nach schlecht oder gar nicht gesicherten Rädern Ausschau hält, bis zum organisierten Fahrradklau, bei dem die erbeuteten Bikes gleich LKW-weise über die Landesgrenzen geschafft werden, bleiben dabei nur wenige Möglichkeiten von Fahrraddieben ungenutzt.

Der eine oder andere kann vielleicht auch schon die eigene Geschichte erzählen wie schwierig es ist, dass Fahrrad wiederzufinden, wenn es geklaut wurde. Eine Anzeige bei der Polizei ist dabei jedoch unbedingt notwendig, um gegenüber der Versicherung den nötigen Nachweis führen zu können. Wenn das Fahrrad dementsprechend gesichert wurde (durch ein geeignetes Fahrradschloss, abgeschlossenen Keller oder Garage) wird die Versicherung hoffentlich zumindest den Zeitwert des Bikes ersetzen. Dafür in Frage kommen Hausratsversicherungen oder extra Fahrradversicherungen. Je nach Wert des Bikes und bestimmten Auflagen (z.B. „darf nachts nicht draußen abgeschlossen stehen bleiben“) kann es aber auch sein, dass die Versicherung nur einen Teil der Kosten übernimmt oder die Zahlung komplett verweigert. Gerade bei hochwertigen Bikes sollten Radfahrer deshalb immer darauf achten, ob und wie ihr Rad versichert ist, als auch die dementsprechenden Voraussetzungen beachten. Für den Ernstfall gehören zu den wichtigen Dokumenten auf jeden Fall die Quittung für Rad und Fahrradteile, die Rahmennummer und Fotos des Bikes.

Maßnahmen für effizienten Diebstahlschutz von Fahrrädern

Das Rad abzuschließen, beziehungsweise fest anzuschließen, sollten sich Radfahrer immer zu Herzen nehmen. Auch wenn sie „nur mal kurz“ etwas erledigen müssen und das Bike dabei aus den Augen lassen. Oft sind es diese kurzen Augenblicke, in denen das Rad geklaut wird.

Leider gibt es kein Fahrradschloss, das Fahrräder zu 100% vor Diebstahl schützt. Mit dem entsprechenden Werkzeug und genügend Zeit lässt sich jedes Schloss knacken. Die meisten Fahrraddiebe sind aber nicht mit mobilen Trennschleifern und Schneidbrennern ausgerüstet, sondern suchen nach „einfacher Beute“, die sich leicht wegfahren oder wegtragen lässt, ohne dafür großes Aufsehen zu erregen. Radfahrer sollten ihr Bike deshalb stets an einem Fahrradständer, einer Laterne, einem Baum oder einer Parkbank anschließen, so dass Fahrraddiebe das Rad nicht einfach wegtragen und in den Transporter um die Ecke einladen können. Die Methode einfach nur mit dem Fahrradschloss Vorderrad oder Hinterrad mit dem Rahmen zu verbinden, hindert den potenziellen Dieb zwar am Wegradeln, aber leichte Mountainbikes oder Rennräder einfach unter den Arm zu nehmen, ist leider viel zu einfach.

Um sein Rad vor Diebstahl zu schützen, sollte man es auch nicht an Plätzen anschließen, an denen Diebe übermäßig viel Zeit haben, um das Schloss aufzubrechen. Wer die Möglichkeit dazu hat, ist besser beraten sein Bike nachts im Keller, in der Garage oder in der Wohnung zu parken. Da ist es nicht nur vor Diebstahl, sondern auch vor Beschädigung und vor der Witterung bestens geschützt.

Bügelschloss, Faltschloss, Kettenschloss oder Kabelschloss?

Fahrradschlösser unterscheiden sich sehr stark durch ihre Bauweise, ihr Material und natürlich auch durch den Preis. Um ein teures Bike vor Diebstahl zu schützen, sollten Radfahrer keinesfalls am Schloss sparen. Die günstigen Kabelschlösser, die für ein paar Euro im Supermarkt angeboten werden, eignen sich maximal als Wegfahrsperre. Einen Fahrraddieb können sie allerdings nicht abhalten. Hochwertige Bügelschlösser oder Faltschlösser sind da um einiges wirksamer. Um sie zu knacken, müssen Fahrraddiebe schon spezielle Werkzeuge und mehr Zeit mitbringen. Beide Schlosstypen sind stabiler und dadurch auch schwerer als einfache Kabelschlösser. Zudem sind sie relativ starr und man muss mit eingeschränkten Befestigungsmöglichkeiten Vorlieb nehmen. Auch für den Transport sind Bügelschlösser oft sperrig und unhandlich. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen von Fahrradschlössern haben wir hier für euch zusammengefasst:

Bügelschloss

Ein Bügelschloss von der Marke Kryptonite.

Bester Schutz mit dem Bügelschloss.

Das Bügelschloss ist aus einem gehärteten Metallbügel gefertigt und mit einem robusten Schließbolzen verschlossen. Um Schäden am Lack zu vermeiden, ist das Metall mit Gummi oder Kunststoff abgedeckt. Die Länge und Breite ist nicht variabel und eignet sich in der Regel, um den Fahrradrahmen an einem Masten oder an Fahrradständern anzuschließen. Ein gleichzeitiges Anschließen der Laufräder ist nur mit zusätzlichen Ketten oder Drahtseilen möglich. Auch bei Laternen kann es Probleme geben, wenn der Bügel nicht breit genug ist.

Die Bügelschlösser können für den Transport nicht zusammengelegt werden. Sie müssen entweder im Rucksack transportiert, oder mit speziellen Befestigungen am Fahrradrahmen fixiert, werden. Auch wenn ein Bügelschloss eher schwer und sperrig ist, bietet es den besten Schutz vor Fahrraddieben. Tests haben gezeigt, dass die meisten Bügelschlösser der mittleren und gehobenen Preisklasse in einem üblichen Diebstahl-Szenario mit gewöhnlichen Werkzeugen und maximal drei Minuten Zeit, sehr gut standhalten und nicht zu knacken sind.

Faltschloss

Ein Faltschloss von der Marke Trelock.

Ein Faltschloss von der Marke Trelock.

Ähnlich wie das Bügelschloss besteht ein Faltschloss aus gehärteten Metallelementen, die mit drehbaren Gelenken verbunden sind. So können die einzelnen Element kompakt zusammengelegt werden und lassen sich sehr gut am Rahmen befestigen oder im Rucksack transportieren. Beim Anschließen des Rads bietet ein Faltschloss mit seinen beweglichen Gliedern mehr Flexibilität, als ein Bügelschloss. Dennoch bieten viele Faltschlösser einen sehr guten Diebstahlschutz. Im Gesamtvergleich sind die starren Bügel der beweglichen Metallgliedern zwar etwas überlegen, aber es gibt hochwertige Ausführungen, die es durchaus mit den starren Bügelschlössern aufnehmen können. Das komfortablere Handling, die Flexibilität beim Anschließen und der praktische Transport sind dabei wichtige Pluspunkte.

Kettenschloss

Eine Radfahrerin trägt ein Kettenschloss um die Hüfte.

Ziemlich praktisch! Dieses Kettenschloss kann für die Fahrt um die Hüfte getragen werden.

Um sein Fahrrad vor Diebstahl zu schützen, sind Kettenschlösser sehr beliebt. Es gibt sie in unzähligen Variationen, verschiedenen Längen, Dicken, Schutzklassen und Schlosstypen. Vom integrierten Zahlenschloss bis zum abnehmbaren Schloss reicht die Auswahl. In der Regel bestehen Kettenschlösser aus gehärteten Stahlgliedern, die zum Schutz des Bikes mit einem Textil-Mantel versehen sind. Oft sind die Ketten mit fest installierten Automatikzylindern ausgestattet.

Je nach Länge der Kette, lässt sich das Schloss auch vielseitig beim Anschließen einsetzen. Allerdings steigt mit Länge und Dicke der Kette auch das Gewicht. Im Rucksack oder um Rahmen oder Lenker gewickelt, kann eine dicke Kette mit hoher Schutzklasse ganz schön schwer sein. Mit seinem einfachen Handling und attraktivem Preisniveau ist ein Kettenschloss für den Alltag eine gute Möglichkeit, um sein Fahrrad sicher abzustellen. Für teure Bikes ist ein Falt- oder Bügelschloss jedoch eher zu empfehlen, da sich viele Kettenschlösser mit den entsprechenden Werkzeugen und roher Gewalt einfacher aufbrechen lassen.

Kabelschloss

Ein Kabelschloss von der Marke Master Lock.

Das gute, altbekannte Kabelschloss.

In Sachen Sicherheit sind viele Kabelschlösser zwar den anderen Fahrradschlössern unterlegen, aber dafür punkten die flexiblen Drahtseile mit Gummimantel und Automatikschließzylinder durch ihr geringes Gewicht, minimales Transportmaß und ihre geringen Anschaffungskosten. Auch bei Kabelschlössern gibt es, zwischen einem hochwertigen Fahrradschloss und einem Baumarktartikel für wenige Euros, große Unterschiede. Auch wenn ein Kabelschloss nicht die gleiche Schutzklasse bieten kann, so ist es stets schnell zur Hand und beim Anschließen so flexibel, dass oft auch noch Vorderrad oder Hinterrad mit angeschlossen werden können. Für hochwertige Räder, die Biker mit einem Bügel- oder Faltschloss sichern, ist ein Kabelschloss zudem eine sinnvolle Ergänzung, um die Laufräder zusätzlich zu sichern.

Fazit

Obwohl ein Bügelschloss die sicherste Variante ist, haben auch die anderen Schlösser ihre Vorteile. Am Ende muss demnach jeder selber entscheiden auf welchen Schwerpunkt er oder sie die Sicherung des Drahtesels setzt. Klar ist jedoch: auf ein Fahrradschloss sollte nicht verzichtet werden!

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