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Kaufberatung Fahrradbeleuchtung – Wir bringen Licht ins Dunkel!

10. September 2015

Kategorie

Sportart

Kaufberatung Fahrradbeleuchtung

Auf was muss man beim Kauf von Fahrradbeleuchtung achten?

Am schönsten radelt es sich bei strahlendem Sonnenschein, so viel steht fest. Bei Nebel, Regen oder Dunkelheit bleibt man lieber zu Hause oder nimmt den Bus.

Also braucht man auch keine Lampe oder?

Wir erklären Dir, auf welche Eigenschaften und Gesetzesvorgaben Du beim Kauf von Fahrradbeleuchtung achten solltest!

 

 

 

Kaufberatung Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung – Besser sehen und gesehen werden

StVZO

Das Bundesverkehrsministerium macht uns hier einen Strich durch die Rechnung. Laut Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) gilt: Jedes Fahrrad muss über einen weißen Frontscheinwerfer inklusive weißem Reflektor und einen roten Rückstrahler inklusive rotem Reflektor verfügen. Hinzu kommen zwei gelbe Streifenreflektoren pro Rad, um die Sichtbarkeit von der Seite zu gewährleisten. Denn bei der Fahrradbeleuchtung geht es nicht nur darum, die Straße zu sehen, sondern auch darum, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.

Also muss doch Licht ans Rad. Aber welches? Hier stellt sich zunächst die Frage, was für ein Fahrrad man fährt. City- und Trekkingräder werden mittlerweile meist mit Nabendynamo gefertigt und besitzen schon eine komplette Lichtanlage. Bei Rennrädern und Mountainbikes hingegen muss man in der Regel das Licht nachrüsten.

Die erste Frage, die man sich also stellen sollte ist: Wie versorge ich meine Lampe mit Strom?

Nabendynamo oder Batterielicht?

In der Regel klärt sich diese Frage von ganz allein. Wer ein Fahrrad mit Dynamo besitzt, sollte seine Lampe auch damit betreiben. Ein guter Nabendynamo ist wartungsarm und leichtgängig. Wenn man die Lampe mal braucht, schaltet man sie einfach ein. Braucht man sie nicht, stört sie den Fahrer nicht weiter. Nabendynamos sind mittlerweile am weitesten verbreitet, Seitenläufer- und Speichendynamos können natürlich auch eingesetzt werden.

Hat man keinen Dynamo und will keinen nachrüsten, dann bleibt nur das Akku- oder Batterielicht übrig. Der große Vorteil ist, dass es relativ günstig und sehr leicht zu montieren ist. Nachteil ist sicherlich, dass man immer dafür sorgen muss, dass die Batterien bzw. die Akkus noch genug Strom liefern können, um sicher ans Ziel zu gelangen. Eine Ersatzbatterie oder Ersatzakku mitzuführen, ist hier sinnvoll.

Um jetzt eine geeignete Lampe zu finden, stellen wir euch die wichtigsten Features vor, welche die Lampen voneinander unterscheiden.

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Wie hell darf eine Fahrradlampe leuchten?

Leuchtkraft – je mehr desto besser!?

Die fundamentalste Eigenschaft einer Lampe ist sicherlich, wie hell sie ist.

Die meisten Hersteller geben für die Leuchtstärke einen Wert von 40 bis 80 Lux an. Es gibt natürlich auch Scheinwerfer mit weniger oder bedeutend mehr Lux (z.B. die Betty R von Lupine mit 4500 Lumen, was in 5 Metern Entfernung bei einem Abstrahlwinkel von 35° 495 Lux entspricht).

Hier ist zu beachten, dass nicht jede Lampe eine Straßenverkehrszulassung besitzt (die Betty R zum Beispiel nicht), da sie den Gegenverkehr zu sehr blendet. Für rasante Downhills bei Nacht sind sie dagegen absolut zu empfehlen, wenn nicht gar notwendig.

Die hellste Lampe nutzt jedoch nichts, wenn das Licht nicht entsprechend der Fahrweise verteilt wird. Es gibt Lampen, die den Bereich direkt vor dem Fahrrad (das sogenannte Nahfeld) sehr breit ausleuchten und Lampen, die eher weiter entfernte Objekte (Fernfeld) beleuchten. Hierzu wird man jedoch keine Angaben bei den Herstellern finden, da dieser Punkt sehr schwer zu messen ist. Im Internet gibt es jedoch sehr viele Beiträge, bei denen die unterschiedlichsten Lampen miteinander verglichen werden. Dazu jede Menge Fotos und Videos von Lichtkegeln, sodass man sich selbst ein gutes Bild von fast jeder Lampe machen kann.

Bevor ihr jetzt alle auf dem Markt verfügbaren Lampen miteinander vergleicht, wollen wir euch noch ein paar weitere Features vorstellen, die eure Suche vereinfachen können!

Standlicht

Akku- und Batterielicht leuchten solange, bis man sie ausschaltet oder die Batterie leer ist. Betreibt man seine Lampe mit einem Dynamo, geht diese meist aus, wenn der Dynamo sich nicht mehr bewegt. Das kann zu Problemen im Straßenverkehr führen, wenn man zum Beispiel an der Ampel anhalten muss. Dann wird man von anderen Verkehrsteilnehmern nicht mehr gesehen. Die Hersteller haben darauf reagiert und sogenannte Standlichter entwickelt. Dazu verwenden sie Kondensatoren in den Lampen, welche die Lampe für eine kurze Zeit versorgen können, wenn der Dynamo keinen Strom mehr liefert. Somit bleibt die Lampe auch im Stehen an. Dabei wird jedoch nicht die komplette Lampe versorgt, sondern meist nur eine LED, was jedoch ausreicht, um gesehen zu werden.

Man sollte beim Kauf einer Lampe also darauf achten, dass sie über ein Standlicht verfügt.

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Die Halterung am Fahrrad sollte möglichst stabil sein

Halterung

Batterielichter werden mit einer Halterung am Fahrrad befestigt. Diese sollte möglichst stabil sein, um ein Verrutschen oder sogar Verlieren der Lampe zu verhindern. Es ist einfach nervig, nach jeder Bordsteinkante anhalten zu müssen, um die Lampe wieder auszurichten. Das Rücklicht ist hier besonders gefährdet, da es meist an der Sattelstütze montiert wird und die Hebelwirkung aufgrund der Bauweise am Größten ist. Die Firma Busch & Müller ist bekannt dafür, sehr stabile und langlebige Lampen und Halterungen zu bauen.

USB-Anschluss

Ein Nabendynamo produziert Strom, sobald er sich bewegt. Tagsüber ist die Beleuchtung meist abgeschaltet, der Strom bleibt also ungenutzt. Es gibt jedoch Hersteller, die Geräte in ihre Lampen integrieren, die diesen Strom nutzbar machen. So bietet z. B Busch & Müller mit dem Lumotech IQ2 Luxos einen USB-Anschluss, an dem sich elektronische Geräte (Mobiltelefone, GPS-Geräte, MP3-Player etc.) anschließen lassen. Die Ladeleistung ist nicht zu vergleichen mit einem Anschluss am Stromnetz, aber immerhin bleibt der Strom nicht gänzlich ungenutzt.

Hinweis: Möchte man seinen Dynamo hauptsätzlich zur Stromgewinnung nutzen, empfiehlt es sich, speziell dafür gemachte Geräte, zum Beispiel das Busch & Müller E-Werk, in Verbindung mit einem Pufferakku zu verwenden.

Die wichtigste Eigenschaft einer Fahrradlampe

Die Straßenverkehrszulassungsverordnung schreibt bestimmte Bedingungen vor, welche von den Lampen erfüllt werden müssen. Nicht jede Lampe, welche am Fahrrad montiert werden könnte, erfüllt diese. In den Produktbeschreibungen findet man aber immer den Hinweis, dass die jeweilige Lampe nach StVZO zugelassen ist oder nicht.

Fazit

Es gibt die unterschiedlichsten Lampen für Fahrräder. Je nach Verwendungszweck sind sie mal mehr, mal weniger geeignet. Alle Räder die im Straßenverkehr genutzt werden, müssen mit Lampen ausgerüstet sein, welche der StVZO entsprechen. Helligkeitsangaben sind zwar gut vergleichbar, aber nur bedingt aussagekräftig, da es mehr auf die Verteilung als auf die absolute der Helligkeit ankommt. Ausführliche Tests und Informationen findet man zum Beispiel auf www.fahrradbeleuchtung-info.de.

Wie immer könnt Ihr Euch bei Fragen auch gerne an unsere Experten aus dem Kundenservice wenden. Hannes, unser Fachmann für Fahrradbeleuchtungen, steht Euch unter der Woche täglich von 9.00 – 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail zur Verfügung.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Kurt Fritz sagte am 1. Dezember 2016 um 16:59 Uhr

    Hallo
    Mein Enkerl hat ein neues Fahrrad.
    Nach 2Monaten funktioniert das Rücklicht nicht mehr.
    Das ist eine Led und einer fixen Batterie.
    Ladet die sich wieder auf, oder muss man sie neu geben?
    Danke im voraus…
    MFG.
    Kurt Fritz

  2. Jörn sagte am 2. Dezember 2016 um 13:48 Uhr

    Hallo Kurt,

    wenn ein Akku darin verbaut ist, dann sollte es auch ein Ladekabel oder etwas ähnliches dafür geben. Kannst du mir evtl. das Fabrikat mitteilen, also Marke und Modell der Lampe?

    Mit den Angaben lässt sich leider in der Form wenig anfangen :/

    Viele Grüße,

    Jörn

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