Kanu-Wandern und Kanu-Trekking

23. Oktober 2018

Sportart

Welche Freizeitaktivität macht Freude, entspannt, fördert Wohlbefinden, lässt Oberkörpermuskeln wachsen und neben frischer Luft auch reichlich schöne Blicke inhalieren? Richtig, das Kanuwandern!

Man muss schon ein wirklich wasserscheuer Stubenhocker sein, um  diesem Dahingleiten und dem satten Herumschwingen und Eintauchen des Paddels gar nichts abgewinnen zu können. Vor allem, wenn es über Tage hinweg ständig wechselnde Landschaftseindrücke aus der ungewöhnlichen und besonders naturnahen Wasserperspektive gibt. Dabei kann man erfreut feststellen, dass nicht nur Ruhe, sondern auch Abenteuerfeeling in ursprünglicher Natur erstaunlich leicht und quasi vor der Tür zu haben sind.

Okay, ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn ein wenig Wissen und Planung braucht es schon. Und natürlich braucht es auch ein Boot. Aber der Reihe nach. Zunächst einmal solltest du dir den folgenden Artikel durchlesen – meine Zusammenfassung über alles Wichtige, das man vor der ersten Kanuwanderung wissen sollte.

Begriffsklärung: Kanu, Kajak und Kanadier

„Kanu ist das offene Ding und Kajak war das mit dem Loch, oder?“ So oder so ähnlich klingt es, wenn sich eingefleischte Landratten über den Wassersport unterhalten. Jedenfalls stimmt das nur so halb und muss ein wenig präzisiert werden:

Wie unterscheiden sich Kanu und Kajak voneinander?

Kanu oder Kajak? Wer weiß es?

Der Begriff „Kanu“ beinhaltet alle Arten von Booten, „die aus eigener Muskelkraft mit Paddeln in Blickrichtung nach vorne bewegt werden. Der Kajak wird als Einer oder Zweier im Sitzen mit einem Doppelpaddel angetrieben, der Canadier im Knien oder Sitzen mit einem Stechpaddel.“

Das „offene Ding“ ist in aller Regel ein Canadier. Der Kajak hat das Deck bis auf eine oder mehrere Öffnungen für den oder die Paddler geschlossen und ist ebenfalls eine Unterart des Kanus. Das klassische Ruderboot vom Verleih am Badesee mit seinen zwei fest eingehängten Paddeln ist kein Kanu, da man hier rückwärts zur Fahrtrichtung sitzt. Außerdem sind diese Kähne doch etwas schwerer, sperriger und langsamer als „richtige“ Kanus.

Wer noch etwas feiner differenzieren will (etwa nach der Anzahl der Paddler und den Unterschieden bei den Paddeln), mache sich in diesem schön illustrierten Wikihow-Artikel schlau.

Begriffsklärung II: Kanuwandern vs. Kanutrekking

Relativ gemächliches Befahren von eher ruhigen Gewässern – so könnte man den Begriff Kanuwandern auf eine Kurzformel bringen. Um wirklich zum Kanuwanderer zu werden, sollte man aber schon mehr als einen der etwa 37.000 Kilometer zurücklegen, die es allein in Deutschland an befahrbaren Gewässern gibt…

Meist werden in einer Tour mehrere Binnenseen über Flüsse und Kanäle miteinander verbunden. Leichte Wildwasserpassagen sind natürlich nicht kategorisch ausgeschlossen, doch da der Großteil der Kanuwanderungen von Familien, Anfängern und eher „kontemplativen“ Naturfreunden angegangen wird, spielen sportliche Aspekte und der Adrenalinkick eher selten eine Rolle.

Zum Einsatz kommen dabei sowohl Kajaks als auch Canadier. Erstere sind zumeist etwas kleiner, leichter, wendiger und damit auch schneller. Einzelpersonen und kleine Gruppen sind oft in Kajaks unterwegs, während Familien und größere Gruppen eher die „ruhigeren“ und geräumigeren Canadier bevorzugen. In diesen lässt sich auch das Gepäck leichter unterbringen und ist schneller griffbereit. Apropos Gepäck: wenn bei einer mehrtägigen Fahrt eine größere Menge davon mitgenommen wird, spricht man vom Kanutrekking. Alternativ werden auch viele Mehrtagestouren so organisiert, dass Begleitfahrzeuge das Gepäck transportieren.

Sucht man den Adrenalinkick, ist das Kanuwandern vermutlich der falsche Ansatz.

Solch ein Adrenalinkick, wie beim Wildwasserrafting, tritt beim Kanuwandern vermutlich eher nicht ein.

Ansonsten unterscheidet man das Kanuwandern und Kanutrekking auch nach den befahrenen Gewässern, die man in Zahmwasser und fließende Gewässer unterteilt. Alle stehenden Gewässer, wie Teiche und Seen, gelten als Zahmwasser. Ohne die erschwerenden Faktoren von Wind und Wellengang, bieten Zahmwasser ideale Reviere für Anfänger – allerdings nur, so lang man den Einfluss weiterer Gefahrenquellen wie Strömungen, Kehrwasser, Schiffsverkehr, Stauwehre oder Brückenpfeiler ausschließen kann. Strömungen mit all ihren Begleiterscheinungen können auch an den Zu- und Abflüssen von Seen auftreten und vor allem in der Nähe von Staumauern- und Wehren gefährlich werden.

Ab einer Fließgeschwindigkeit von etwa fünf Stundenkilometern spricht man von Fließgewässern. Die technischen Anforderungen steigen auf den Fließgewässern, weshalb Anfänger hier nicht ohne erfahrene und kompetente Begleiter unterwegs sein sollten. Die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten erlernt man am besten in einem Kurs eines örtlichen Kanu-Vereins.

Fortgeschrittene Disziplinen des Kanuwanderns und Kanutrekkings sind Wildwasserfahrten und Küstenbefahrungen (Küstenkanuwandern). Hier kommen deutlich größere Anforderungen an Können, Kraft und Erfahrung ins Spiel. Auch die Erlebniswelten sind bei dieser Variante andere, als beim eher beschaulichen und „herkömmlichen“ Kanuwandern.

Rund um das Befahren von Gewässern mit Kanus gibt es noch zahlreiche weitere Begriffe und Bezeichnungen, die oft synonym verwendet werden. Beispielsweise werden die Begriffe „paddeln“ und „Paddeltour“ häufig synonym zu den Bezeichnungen „Kanufahren“ und „Kanuwandern“ verwendet. Letztendlich ist „paddeln“ der Oberbegriff, der auch das Kanufahren umfasst.

Mehrtägiges Kanuwandern

Wie wir gerade festgestellt haben, sind mit Kanuwandern und Kanutrekking in der Regel mehrtägige Unternehmungen gemeint. In Bezug darauf kommt natürlich die Frage nach passenden Übernachtungsmöglichkeiten auf. In den wasserreichen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sieht es für Kanuten ziemlich gut aus: für eine Nacht ist dort freies Kampieren erlaubt. Dies ist allerdings nur erlaubt, wenn man sich nicht in Nationalparks und Waldgebieten aufhält. Bei Privatgrundstücken muss eine Erlaubnis eingeholt werden, ansonsten ist man auch hier rechtswidrig unterwegs.

In den anderen Bundesländern ist Wildcampen in aller Regel komplett untersagt. Positiv ist jedoch, dass es in Gewässernähe nicht nur häufig Campingplätze, sondern auch Kanu- und Wassersportvereine mit ihren Bootshäusern und Kanustationen gibt. Mit einer rechtzeitigen Voranmeldung lassen sich hier ebenfalls manche Übernachtungen organisieren.

Außerdem gibt es viele als Wasserwanderrastplatz oder Biwakplatz gekennzeichnete vorgesehene Anlegemöglichkeiten.

Alles in allem kommt man, zumindest in Deutschland und Mitteleuropa, bei Mehrtagestouren um keine gewissenhafte Planung und Vorabinformation herum. Ein paar Links dazu folgen im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Voraussetzungen: Für wen ist Kanuwandern geeignet?

Die kurze Antwort: Für alle, die schwimmen können! So einfach ist das. Es braucht zwei gesunde Arme zum Paddeln und eine körperliche Konstitution, mit der man es aushält ein paar Stunden sitzend oder kniend auf einem Brett oder einer Schale zu verbringen. Das Einstiegsalter für Kinder wird bei etwa 8 Jahren angesetzt.

Kanuwandern ist für viele geeignet.

Der Zugang zum Kanuwandern ist „niederschwellig“ und somit für viele geeignet.

Obwohl der Zugang zum Kanufahren und Kanuwandern erfreulich „niedrigschwellig“ ist, empfehlen Kanuverbände einen regelmäßigen ärztlichen Gesundheitscheck, um eventuell versteckte Risiken auszuschließen. Gesundheitsprobleme müssen aber kein Ausschlusskriterium sein, sofern es keine Einwände der behandelnden Ärzte gibt.

Diese recht lockeren Zugangsvoraussetzungen gelten aber natürlich nur unter der Voraussetzung einer geordneten Herangehensweise mit sorgfältiger und vernünftiger Tourenauswahl und Planung!

Welche Kenntnisse und Fähigkeiten braucht es?

Die Hauptvoraussetzung der Schwimmfähigkeit haben wir ja schon erwähnt. Ansonsten hängt das geforderte Maß an Fähigkeiten und Kenntnissen hauptsächlich davon ab, ob man als Einzelkämpfer auf eigene Faust oder als Gruppentier in Kursen und im Verein loslegen will. Oder ob man Entspannung mit Kind und Kegel oder Abenteuer mit Adrenalinkick sucht.

Grundsätzlich macht auch im Kanu die Übung den Meister, obwohl das Ganze so denkbar einfach aussieht. Die ersten Meter sollten definitiv auf ruhigem Fahrwasser angegangen werden, denn manchmal entpuppt sich das mit dem Kurshalten, besonders beim Doppelpaddel, als doch nicht so leicht, wie es vielleicht aussieht.

Auf eigene Faust oder mit Anleitung – wie fange ich an?

Sicher kann man sich das Kanufahren selbst beibringen. Doch dabei wird man womöglich einige Umwege machen, wie zum Beispiel den einen oder anderen Fehlkauf bei der Ausrüstung. Außerdem wird man eher wenige oder gar keine anderen Kanufreunde kennenlernen. Im Verein kann man verschiedene Boote ausprobieren und bekommt auf jeder Lernstufe qualifiziertes Feedback. Wen diese und weitere Vorteile, wie Ermäßigungen und Versicherungsschutz, nicht locken, der kann Anfänger-Kanukurse auch als Nichtmitglied buchen.

Besonders für Familien dürfte sich der Vereinsweg empfehlen – nicht nur, weil die Ausgaben für das neue Hobby so in Grenzen bleiben. Die meisten Vereine sind im Deutschen Kanu-Verband (DKV) organisiert, der nach eigenen Angaben der größte Kanu-Verband weltweit ist. Die Mitgliedschafts-Kostenstruktur des DKV ähnelt der des Deutschen Alpenvereins.

Die Aktivität kann alleine, als auch in Gruppen unternommen werden.

Das Paddeln kann sowohl alleine, als auch in Gruppen unternommen werden. Zudem kann man in Vereinen und Kursen auf Gleichgesinnte treffen.

Der DKV ist mit seinen vielen kostenfreien Informationen auch für jene nützlich, die auf eigene Faust loslegen wollen. So gibt es beispielsweise auf der Tourenplanungs-Infoseite und auf der Gewässer-Infoseite jede Menge gut strukturiertes Material.

Selbstverständlich gibt es auch für die sportlich-technische Selbstschulung reichlich Material im Netz. Das ersetzt zwar keinesfalls einen Kurs, ist aber teilweise schon ziemlich gut aufbereitet. Ein Beispiel ist dieses anschaulich visualisierte Tutorial (leider nur auf Englisch), das die Grundlagen des Kajakfahrens erklärt. Auch eine Erläuterung der Einzelteile des Kajaks und der Ausrüstung ist dabei.

Sicherheit und Umweltschutz

Trotz aller Entspanntheit, ist beim Kanuwandern ein gewisses Maß an Sensibilität und Mitdenken nicht verzichtbar.

Zunächst halten sich die Gefahren eher in Grenzen und sind künstlicher Natur: Schleusen, Wehre und Gegenverkehr. Stärker ist man natürlichen Gefahren, wie Wind, Wellen und Strömung auf Wildwasser und vor Küsten ausgesetzt. Dennoch erfordert jede selbst organisierte Kanuwanderung eine solide Planung hinsichtlich der befahrenen Gewässer, der Ausrüstung und Teilnehmer samt deren Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten.

Der DKV stellt hierfür umfassende Informationen zum Thema Sicherheit auf seinen Seiten zur Verfügung. Einige wichtige Punkte seien hier hervorgehoben:

  • Paddeln Sie nie allein. Hinterlassen Sie stets Informationen, wohin und bis wann Sie unterwegs sein wollen.
  • Erkundigen Sie sich über die Gefahren der Gewässer – Wasserstand, Wehre und Wetterlage. Fahren Sie nie bei Hochwasser.
  • Meiden Sie Wehre, E-Werke und Stauanlagen aller Art. Hier besteht häufig Lebensgefahr, daher weiträumig umtragen. Äußerste Vorsicht bei unübersichtlichen Flußstrecken.
  • Halten Sie Abstand zu allen anderen Wasserbenutzern, insbesondere zu allen Motorschiffen und Segelfahrzeugen. Kanus sind fast immer ausweichpflichtig und vom Schiffsführer schlecht zu sehen.
  • Machen Sie die Boote mit Auftriebskörpern unsinkbar. Legen Sie eine Schwimmweste, bzw. auf Großgewässern eine ohnmachtsichere Rettungsweste und Kopfschutz an. Tragen Sie beim Wildwasserfahren einen Kälteschutzanzug.

Vor jeder Fahrt sollte auch ein Sicherheits-Check durchgeführt werden, bei dem alle sicherheitsrelevanten Faktoren (Ausrüstung, Vorbereitung auf Zwischenfälle, Gruppendynamik, usw.) in einer Liste abgearbeitet werden.

Der Umweltschutz gehört für viele erfahrene Paddler zum Ehrenkodex. Zum rücksichtsvollen Umgang mit der Natur gehören die Schonung von Pflanzen und Tieren, die Beachtung von Befahrungs-, Anlege- und Betretungsregeln und die Mitnahme aller Abfälle. Ähnlich wie in den Bergen sind diese Verhaltensweisen für viele, aber nicht für alle selbstverständlich.

Wann und wo: die besten Zeiten und Reviere

Die idealen Zeiten sind nicht nur vom Wetter, sondern vor allem von den Wasserständen abhängig. Diese wiederum hängen im Gebirge von der Schneeschmelze ab. Im Winter führen viele Alpenflüsse wenig bis gar kein Wasser, während sie im späten Frühjahr zu reißenden Strömen anschwellen. In Skandinavien wird man vor allem den hochsommerlichen Stechmücken ausweichen wollen, in anderen Regionen den Menschenmassen zur Ferienzeit. Wobei sich zur sommerlichen Ferienzeit auch in den stillen Weiten des hohen Nordens beachtliche Touristenmassen an diversen „Hotspots“ sammeln.

In Europa und selbst in Deutschland gibt es zahlreiche Kanuparadiese.

Die wasserreichen Länder Mittel-, Ost- und Nordeuropas sind wahre Kanuparadiese.

Grundsätzlich sind die wasserreichen Länder Mittel-, Ost- und Nordeuropas wahre Kanuparadiese. In Deutschland wartet fast jedes Bundesland mit einer erstaunlichen Zahl an Revieren und Tourenmöglichkeiten auf. Outdoorfeeling und Naturerlebnis sind damit auch an Orten möglich, an denen man es eher weniger vermuten würde – so zum Beispiel im Ruhrgebiet, wo sechs Stauseen sowie diverse Flüsse und Kanäle aus dem einstigen Kohlerevier ein ansehnliches Kanurevier machen.

Möglich macht es die Gesetzeslage, die in Deutschland ziemlich „kanutenfreundlich“ ausfällt. Das sogenannte Wassergesetz erlaubt ausdrücklich das Befahren der natürlichen Gewässer in mit Muskelkraft betriebenen Booten (im Rahmen eines „wasserrechtlichen Gemeingebrauchs“).

Doch Deutschland ist bekanntlich dicht besiedelt und die eher kleinen verbliebenen Naturräume müssen geschützt werden. Deshalb kann man nicht einfach überall drauflospaddeln. Es gibt sehr viele Befahrungsregelungen, die hauptsächlich dem Naturschutz dienen sollen. So können beispielsweise viele Gewässer nur ab einem bestimmten Mindestwasserstand mit dem Kanu befahren werden. Eine Zusammenstellung dieser Regeln findet sich ebenfalls auf der DKV-Homepage.

Doch Kanuten wollen nicht nur wissen, was die Gesetze sagen, sondern auch, ob die Wasserlandschaft reizvoll ist. Und natürlich auch, welche technischen Anforderungen gestellt werden, welche Gefahrenstellen, Ein- und Ausstiegsstellen sowie nahe gelegenen Campingplätze oder andere Übernachtungsmöglichkeiten es gibt. Auch hier ist der DKV mit seinem angeschlossenen Kanu-Verlag eine erstklassige Informationsquelle. Ähnlich wie die Alpenvereine an der Führerliteratur für die Berge beteiligt sind, ist der DKV an der Erstellung unzähliger und ständig aktualisierter Gewässerführer und -karten beteiligt.

Welche Ausrüstung braucht es fürs Kanuwandern?

Je nach Art der Tour und des Boots variiert die ideale Ausrüstung und deren ideale Zusammenstellung. Ein gutes Beispiel für eine Ausrüstungs-Packliste Kanu/Kajak bietet die Seite Canoeguide.net. Diese Liste umfasst die spezifische Ausrüstung wie Boote, Paddel, Schwimmwesten, Helme, wasserdichte Tonnen, Säcke, usw.

Welche Ausrüstung benötigt man zum Kanuwandern?

An welche Ausrüstung sollte, neben Paddel und Boot, gedacht werden?

Hinzu kommen bei jeder Tour zahlreiche allgemein und persönlich benötigte Utensilien. Diese sind auf der gleichen Seite unter den Kategorien „Packliste Wildnisküche“, „Packliste Lagerleben“ und „Packliste persönlich“ aufgeführt.

Wer zunächst einmal nur hineinschnuppern will, muss sich nicht gleich eigenes Equipment zulegen. Einen Großteil des spezifischen Materials kann man sich vor Ort oder daheim von Touranbietern, Händlern oder über den Verein ausleihen. Wer nach den ersten Touren ein Boot kaufen will, hat die Qual der Wahl eines ständig wachsenden Marktes. Am besten lässt man sich vom Fachhändler und von erfahrenen Kanuten beraten. Wer Geld oder Ressourcen sparen will, hat auf dem Markt der gebrauchten Boote eine ebenfalls reiche Auswahl.

Damit wären wir abschließend bei der Frage aller Fragen: Was kostet der ganze Spaß überhaupt? Die Preisspanne ist enorm und hängt von vielen weiteren Fragen ab: kauft man Ausrüstung und wenn ja, neu oder gebraucht? Für ein Neu-Kanu oder Kajak legt man etwa 700 € und aufwärts auf den Tisch, ein Gebrauchtes kann man mit Glück auch für einen zweistelligen Betrag bekommen.

Zusätzlich dazu folgen die weiteren Fragen: Tritt man dem Verein bei und nimmt dort an Touren teil? Oder geht man zu teureren aber zwangloseren kommerziellen Anbietern? Bei letzteren kostet zum Beispiel eine Woche Kanuwandern in der Mecklenburgischen Seenplatte etwa 700 €. Allerdings stellen sich auch hier wieder die Fragen, ob es gleich eine Woche lang zur Sachen gehen soll, man für den Anfang lieber erstmal eine Tagestour macht, ob man alleine oder als Familie/Gruppe unterwegs ist. Ihr seht, Fragen über Fragen.

Fazit

Es gibt nicht nur beim Geld, sondern auch beim allgemeinen Einstieg in das Kanuwandern eine Menge Stellschrauben, an denen man drehen kann. Ausprobieren lohnt sich jedenfalls und vielleicht hat ja jetzt jemand von euch die Lust gepackt, die eine oder andere Runde im Kanu zu drehen. Pardon, zu paddeln…

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