Jörn bei der Challenge Roth

Jörn bei der Challenge Roth – Meine erste Langdistanz

7. März 2016

Jörn bereitet sich für die Challenge Roth vor

Jörn bereitet sich für die Challenge Roth vor

Eine Bucket-Liste ist schon etwas Schönes: Man packt einfach Dinge drauf, die man in seinem Leben gerne noch abhaken möchte, hängt sie irgendwo hin, wo man sie regelmäßig sieht und behält seine Ziele stets im Auge. Bergfreund Jörn hat auch so eine Liste, und zwar für all seine sportlichen Ziele. Ein Punkt, der darauf schon länger leuchtet und den er abhaken will, ist seine erste Langdistanz. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen: Was zur Hölle ist eigentlich eine Langdistanz und was genau hat das mit Bergsport zu tun? Genau genommen eigentlich nichts. Der Begriff bezeichnet eine Distanz beim Triathlon, die gemeinhin als „Ironman“ bezeichnet wird.

Hallo, mein Name ist Jörn. Wenn du regelmäßig auf bergfreunde.de unterwegs bist, hast du sicher schon von mir gelesen, denn ich bin in der Online-Redaktion tätig, wo wir tagtäglich Produkttexte, Landingpages, Markentexte und auch den ein oder anderen Basislager-Artikel schreiben. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Ausdauersport in all seinen Facetten, sei es auf dem Rennrad, dem Mountainbike, beim Laufen auf der Straße oder beim Trailrunning. Und ja, wie schon richtig vermutet ziehe ich auch regelmäßig meine Bahnen im Wasser.

Langdistanz-Triathlon – die richtig große Nummer

Für viele Triathleten ist eine Langdistanz der große Lebenstraum. Für mich soll er dieses Jahr in Roth wahr werden. Die sogenannte Challenge Roth ist neben dem Ironman Frankfurt die größte Triathlon-Veranstaltung Deutschlands und dementsprechend gut besucht. Zu absolvieren sind zunächst 3,9 km Schwimmen, danach steigt man aufs Rad und spult gemütlich 180 km ab und weil es so schön ist, quält man sich danach noch durch einen Marathon (für alle, die es nicht wissen, das sind 42,2 km). Klingt ziemlich abgefahren oder? Tja, für mich ist es abgefahren, wenn mein Kollege Robert in Nepal 6000er besteigt und Leute eine senkrechte Felswand hochkraxeln. So hat eben jeder seine eigenen „Berge“, die er erklimmen möchte.

 

Schon die Anmeldung ist eine Herausforderung an sich. Die begehrten Startplätze sind in der Regel nach wenigen Minuten weg und so sitze ich schon 15 Minuten vor Anmeldestart am Laptop und drücke fast sekündlich auf Aktualisieren. Sicherheitshalber habe ich noch meine Mutter und einen Freund an die Anmeldung gesetzt, damit sie für mich die Daten eingeben können, falls ich zu langsam bin. Pünktlich um 10 Uhr erscheint die Eingabemaske. Meine Finger fliegen über die Tastatur und dank Auto-Fill-Funktion des Browsers drücke ich nur wenige Sekunden später auf „Absenden“.

Die Nachricht, die auf dem Bildschirm erscheint lässt mich spontan einen Jubelschrei ausstoßen. Ich bin dabei. Jetzt darf ich erstmal mein Konto um einen nicht geringen Betrag erleichtern und erscheine dann auch offiziell in der Starterliste. Aber Moment: Altersklasse M30? Ich werde doch erst im Oktober ein Jahrzehnt älter. Vermaledeit. Ich muss mich wohl der harten Realität stellen.

45 Wochen oder: Der lange Weg nach Roth

Eine weitere besondere Challenge ist, als Arbeitnehmer für solch ein Monster-Event zu trainieren. Mein Trainingsplan sieht etwa 12 bis 13 Stunden Training in der Woche vor, die ich irgendwie unterbringen muss. Da beginnt der Tag eben um 5:30 Uhr mit eineinhalb Stunden Schwimmen oder einer Radtour. Aber wie sagte schon mein Großvater: Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy and wise – und hoffentlich zum Langdistanztriathleten. Aber auch nach Feierabend muss ich regelmäßig ran, ganz zu schweigen von den langen Rad- und Laufeinheiten am Wochenende. Das Ganze sozialverträglich zu gestalten, ist nicht immer leicht. Aber ich habe brav bei meiner besseren Hälfte um Erlaubnis gebeten, bevor ich mich überhaupt angemeldet habe.

Silva - Trail Speed Elite - Stirnlampe mit Fahrradbefestigung

Silva – Trail Speed Elite – Stirnlampe mit Fahrradbefestigung

Eine besondere Herausforderung stellt die ungünstige Tageslichtsituation in den Wintermonaten dar. Im schlimmsten Fall ist man erstmal zwei Stunden in stockfinsterer Nacht unterwegs. Deshalb musste unbedingt eine neue Funzel her. Meine Wahl fiel auf die Stirnlampe Trail Speed Elite von Silva, da sie hell genug ist und bereits eine Radbefestigung sowie ein Stirnband dabei hat, wodurch ich sie für alle Sportarten gut gebrauchen kann.

Ich bin ehrlich: Spaß macht das nicht immer. Schließlich kann ich mich auch vor Regen und Schnee nur bedingt drücken. Wenn das Wetter zum Rennradfahren nicht taugt, muss eben das Mountainbike her. Und Laufen geht ja sowieso immer – verdammt aber auch. Da ist das Bahnen ziehen im überfüllten Schwimmbad tatsächlich noch das kleinste Problem.

Aber das ist eben Teil der Herausforderung – der Weg ist das Ziel.

Wenn Ihr wissen wollt, wie es auf meiner Reise weitergeht, dann schaut einfach mal wieder im Basislager vorbei. In regelmäßigen Abständen gibt es hier Updates zum Trainingsstand und natürlich einen Bericht zum Rennen selbst, das am 17. Juli stattfindet. Ich freue mich jedenfalls, wenn Ihr mitfiebert!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Johannes sagte am 7. März 2016 um 23:28 Uhr

    Drücke Dir ganz fest die Daumen!!!

    Ich denke, dass wir da noch die ein oder andere gemeinsame Trainingsrunde, egal ob laufend, radeln ….. oder …. ähem …… *zähneknirsch* ….. schwimmend, drehen werden ;-)

    Hau rein,
    Johannes

  2. Jörn sagte am 8. März 2016 um 10:13 Uhr

    Danke mein Guter – aber jetzt werde erstmal wieder gesund :)

  3. Stefanie sagte am 16. März 2016 um 11:09 Uhr

    Hallo Jörn,
    es ist auf jeden Fall machbar. Für die meisten das Schönste und für mich das Schlimmste war das Radfahren und das Beste das Schwimmen. Also alles Gute, vor allen Dingen Gesundheit, Spaß am und Zeit fürs Training.
    LG Stefanie

  4. Jörn sagte am 16. März 2016 um 12:18 Uhr

    Hi Stefanie,

    danke für die aufmunternden Worte :) Ich denke das Schwimmen werde ich irgendwie sicher über die Bühne bringen. Bei Radfahren gilt es, nicht zu viel Kraft zu verpulvern, damit ich meine Stärke beim Laufen ausspielen kann. Hoffen wir mal aufs Beste!

    Viele Grüße,

    Jörn

  5. Nathan sagte am 16. März 2016 um 14:48 Uhr

    Hey Jörn,

    Finde ich klasse dass du so aktiv bist, weiter so!

    Leute wie dich sollte es viel mehr auf dieser Welt geben!

  6. Jörn sagte am 16. März 2016 um 14:50 Uhr

    Danke, Nathan. Man tut eben was man kann :)

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